Bilanz für das erste Halbjahr 2019: Planmäßiger Geschäftsverlauf bei Mainova

Energiepolitik

Unternehmen

30.08.2019 | Frankfurt am Main

  • Bereinigtes Konzernergebnis (EBT) leicht gestiegen.
  • Hohe Investitionen in regionale Infrastruktur und Erzeugung.
  • Richtige Weichenstellung für die Kraft-Wärme-Kopplung und eine CO2-Bepreisung erforderlich.
  • RWE / E.ON-Deal bedroht freien und fairen Wettbewerb.

„Die Mainova AG hat das erste Halbjahr 2019 trotz des schwierigen Wettbewerbsumfelds erwartungsgemäß auf Vorjahresniveau abgeschlossen“, so die Zwischenbilanz des Mainova-Vorstandsvorsitzenden Dr. Constantin H. Alsheimer. Das bereinigte Ergebnis des regionalen Energieversorgers stieg in den ersten sechs Monaten leicht um 1,4 Millionen Euro auf 70,5 Millionen Euro (1. Halbjahr 2018: 69,1 Millionen Euro). Dazu trug eine über alle Segmente stabile Entwicklung bei.

Das Ergebnis in der Stromversorgung stieg um 2,2 Millionen Euro vor allem aufgrund des Netzgeschäfts (1. Halbjahr 2018: -0,1 Millionen Euro).

Das Segment Erzeugung und Fernwärme verringerte sich trotz eines konstanten Ergebnisses der Kraftwerke in Frankfurt am Main aufgrund eines Einmaleffekts bei einer Beteiligung um -1,6 Millionen Euro auf 5,7 Millionen Euro.

Im Segment Wasserversorgung ist das Ergebnis mit 1,1 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr (1. Halbjahr 2018: 1,0 Millionen Euro) nahezu unverändert. Hier standen insbesondere höhere Absatzmengen den gestiegenen Aufwendungen für Instandhaltung gegenüber.

Nahezu auf Vorjahresniveau bewegten sich die Segmente Gasversorgung mit 34,1 Millionen Euro (1. Halbjahr 2018: 34,2 Millionen Euro), Erneuerbare Energien und Energiedienstleistungen mit 5,8 Millionen Euro (1. Halbjahr 2018: 6,0 Millionen Euro) sowie Beteiligungen mit 29,8 Millionen Euro (1. Halbjahr 2018: 29,6 Millionen Euro).

Im ersten Halbjahr 2019 steigerte Mainova die Investitionen um rund zwei Drittel auf 65,3 Millionen Euro (+25,8 Millionen Euro gegenüber dem 1. Halbjahr 2018). „Mit unseren hohen Investitionen ertüchtigen wir die Energie-Infrastruktur in unserer Heimatregion Frankfurt Rhein-Main und gewährleisten so das Wachstum der Mainmetropole“, sagt Alsheimer. Neben dem fortlaufenden Netzausbau vor allem im Frankfurter Osten und Norden investierte Mainova unter anderem auch in einen Windpark in der Region.

Der Vorstandsvorsitzende fordert angesichts der großen Herausforderungen im Zuge der Energiewende verlässliche politische Rahmenbedingungen. Vor diesem Hintergrund begrüßt Mainova die von der Bundesregierung angestrebte Weiterentwicklung des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes (KWKG). Alsheimer: „Bei der anstehenden Gesetzesnovelle muss die Bundesregierung die Weichen für die Kraft-Wärme-Kopplung und die Fernwärme richtig stellen. Denn Fernwärme ist im Vergleich zu anderen Arten der Wärmeerzeugung preiswert und nachhaltig. Sie ist ein unverzichtbarer Baustein, um die Energiewende im urbanen Raum nach vorne zu bringen. Deshalb muss das Gesetz, wie von der Kohlekommission gefordert, bis 2030 verlängert werden.“  

Zudem befürwortet Alsheimer den derzeitigen Fokus der politischen Debatte auf die CO2-Bepreisung: „Für die erfolgreiche Gestaltung der Energiewende ist eine einheitliche CO2-Bepreisung auch für den Wärmemarkt und den Verkehrssektor erforderlich. Dabei sollte an dem bereits gut funktionierenden Instrument des europäischen Emissionshandels (ETS) festgehalten werden“.

Alsheimer erneuerte seine Kritik am geplanten Deal zwischen den Energieversorgern RWE und E.ON: „Dies käme einem kompletten Umbruch in der Energiewirtschaft gleich. Allein das fusionierte Unternehmen E.ON würde eine unangemessene Marktmacht zum Nachteil der Wettbewerber und damit aller Verbraucher erlangen“, so Alsheimer. „In einem gemeinsamen Standpunkt mit anderen Energieversorgern zeigen wir daher Gründe auf, die gegen eine fusionsrechtliche Freigabe des geplanten Deals sprechen. Und benennen die erforderlichen Auflagen, sollte die EU-Kommission dennoch eine Freigabe erwägen.“

Ausblick für 2019 Der Vorstand erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2019 ein bereinigtes Ergebnis etwa auf Vorjahresniveau.

Den Zwischenbericht finden Sie im Internet unter: www.mainova.de/unternehmen/investor_relations/zwischenberichte.html

Über die Mainova AG

Die Mainova AG mit Sitz in Frankfurt am Main ist Hessens größter Energieversorger und beliefert mehr als eine Million Menschen mit Strom, Gas, Wärme und Wasser. Hinzu kommen zahlreiche Firmenkunden im gesamten Bundesgebiet. Das Unternehmen erzielte mit seinen 2.700 Mitarbeitern im Jahr 2018 einen Umsatz von 2 Milliarden Euro. Größte Anteilseigner der Mainova AG sind die Stadtwerke Frankfurt am Main Holding (75,2 Prozent) und die Münchener Thüga (24,5 Prozent). Die übrigen Aktien (0,3 Prozent) befinden sich im Streubesitz.