Ein Mainova-Flottenfahrzeug wird an einer Mainova-Ladesäule geladen

Frankfurt fährt elektrisch

Mainova macht elektrisch mobil

Die Elektromobilität gewinnt in Frankfurt mehr und mehr an Bedeutung. Vermutlich werden geräuscharme Elektroautos, E-Roller und wendige Transporter mit Elektroantrieb bis zum Jahr 2040 einen Großteil des Individualverkehrs der Metropole ausmachen. Entscheidend für das Gelingen dieser Vision: eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur, die es möglich macht, Elektrofahrzeuge auch im engen urbanen Umfeld zu laden. Mainova treibt das Vorhaben „Elektromobilität für Frankfurt“ seit 15 Jahren voran. Und das Unternehmen hat bereits einen guten Teil des Wegs zur flächendeckenden Versorgung der Elektroautos zurückgelegt. 

Den Grundstein legte Mainova im Jahr 2010 mit der ersten eigenen Ladestation nahe der Börse. Mittlerweile sind es über 760 öffentlich zugängliche Ladepunkte, an denen Fahrerinnen und Fahrer ihre Elektroautos laden können. Zu den zahlreichen Lademöglichkeiten zählen unter anderem die Standorte an den kommunalen Parkhäusern der Parkhaus Betriebsgesellschaft. Dazu kommen Ladeeinrichtungen, die Mainova in Kooperation mit der Stadt, umliegenden Kommunen und dem Handelsunternehmen Rewe betreibt. 

Ladeinfrastruktur in Frankfurt

Der Verkehrssektor verursacht einen erheblichen Teil der Treibhausgasemissionen in Deutschland. Elektrofahrzeuge stoßen während der Fahrt keine Abgase aus. Ihre Klimabilanz hängt jedoch von mehreren Faktoren ab – insbesondere von der Herstellung des Fahrzeugs und der Batterie sowie von der Zusammensetzung des Stroms, mit dem sie geladen werden. 

Im Vergleich zu Fahrzeugen mit Benzin- oder Dieselmotor können batterieelektrische Pkw über ihren gesamten Lebenszyklus geringere Treibhausgasemissionen verursachen. Je höher der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung ist, desto geringer fallen die Emissionen aus der Strombereitstellung für das Laden aus. Der Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur erleichtert das Laden von Elektrofahrzeugen im Stadtgebiet und schafft damit eine Voraussetzung für ihre weitere Verbreitung. 

Die Dynamik beim öffentlichen Laden hielt auch 2025 an: Im ersten Halbjahr wurden deutschlandweit knapp 29 Millionen Ladevorgänge registriert. Dabei flossen rund 689 Gigawattstunden Strom in die Batterien von Elektrofahrzeugen. Gegenüber dem zweiten Halbjahr 2024 stieg die Zahl der Ladevorgänge um rund 16 %. 

Drei Fragen an...

Tim Deumlich

Tim Deumlich

Senior Vertriebsmanager Fachvertrieb Energiedienstleistungen

Er ist Ansprechpartner für die öffentliche Ladeinfrastruktur bei Mainova und zuständig für den Ausbau der Elektromobilität.

 

 

Immer besser, das sehen wir ganz besonders bei unseren Ladepunkten an den kommunalen Parkhäusern. Seit dem verstärkten Ausbau der Ladeinfrastruktur in den Parkhäusern verzeichnen wir von 2024 auf 2025 einen Anstieg der Ladevorgänge  auf rund 75.000. Zu unseren Topstandorten gehören unter anderem die Parkhäuser Hauptbahnhof, Goetheplatz, Börse, Hauptwache und Konstablerwache. Besonders begehrt sind diese Ladeplätze samstags von 10 bis 13 Uhr und montags bis freitags um 9 Uhr.  

Etwas anders ist die Situation bei den Standorten mit schnellen Gleichstromladern, sogenannten Hyperchargern. Bei diesen Ladegeräten genügen häufig auch kurze Standzeiten – etwa beim Einkaufen – für das Laden erheblicher Strommengen. Hier sind die Standorte Heinrich-Lanz-Allee, Südfriedhof, Rebstockbad, Rewe Lange Meile und Heerstraße besonders beliebt. Die bevorzugten Ladezeiten: samstags ab 15 Uhr und sonntags zwischen 10 und 19 Uhr.

Nein, da werden wir noch einmal kräftig durchstarten. Wir planen, bis 2029 das Ladenetz auf etwa 3.000 Ladepunkte auszubauen. Rund 30 % davon werden als Hypercharger, also Gleichstrom-Schnelllader, ausgelegt sein. Damit kommen wir den Kundenwünschen gerade für den innerstädtischen Bereich entgegen. Hier und bei den längeren Fahrten wollen immer mehr Nutzerinnen und Nutzer die Akkus ihrer Fahrzeuge in kurzer Zeit füllen.

Wir wollen die Elektromobilität in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren fördern. Beispiele sind unsere Kooperationen mit Rewe Mitte und der ABG FRANKFURT HOLDING. Seit mehr als einem Jahr arbeiten wir im Projekt ‚Quartiere für eine nachhaltige Zukunft‘ zusammen. Dabei entwickeln wir gemeinsame Konzepte für Mobilität und Ladeinfrastruktur in Bestandsquartieren. 

Stromversorgung an Mainova-Ladestationen

Strom-Ladestation aus der Nähe

An Mainova-Ladestationen wird für die gelieferte Strommenge über Herkunftsnachweise nachgewiesen, dass eine entsprechende Menge Strom aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt und in das Stromnetz eingespeist wurde. Ein Teil des Stroms ist „made in Frankfurt“, da er direkt von Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Parkhäuser erzeugt wird. Reicht die lokale Erzeugung nicht aus, wird die zusätzliche Strommenge über das öffentliche Netz bereitgestellt. 

Als Vorreiter ausgezeichnet

Die meisten Mainova-Ladeeinrichtungen sind Wechselstromlader (AC-Lader). Ihre Ladeleistung liegt zwischen 11 und 22 Kilowatt. Damit eignen sie sich besonders für das Laden bei längeren Standzeiten. Und das entspricht dem Nutzungsverhalten im urbanen Raum: Fahrzeuge können dann geladen werden, wenn deren Besitzerinnen und Besitzer Besorgungen in der Innenstadt unternehmen, im Büro arbeiten oder ihr Auto an einem Park-and-Ride-Standort abstellen.

Beim Ausbau der AC-Ladeinfrastruktur gehört Mainova hessenweit zu den Vorreitern. Laut aktuellem elvah-Lademarktreport setzte sich Mainova im Dezember 2024 in unserem Bundesland an die Spitze im Bereich Wechselstromladen: Der Marktanteil stieg von 7 auf 11 %. 

Auch beim schnellen Gleichstromladen (DC) ist Mainova erfolgreich. Hier erreicht das Unternehmen nach der elvah-Erhebung beim sogenannten Effektivitätsfaktor im bundesweiten Vergleich der Ladestellenbetreiber (Charge Point Operator = CPO) Platz drei. Der Effektivitätsfaktor vergleicht den Marktanteil der Infrastruktur eines CPO mit dem Marktanteil der Ladevorgänge. Ein hoher Effektivitätsfaktor spricht also für eine gute Auslastung der Ladeinfrastruktur.

Maßgeschneiderter Service

Neben dem Bereitstellen der Ladeinfrastruktur sorgt Mainova zudem für eine Vielzahl von Angeboten rund um das Elektroauto. Dazu gehören unter anderem:

Die richtige Wallbox für zu Hause

Über unseren Partner The Mobility House erhalten Sie Zugang zu einer Auswahl moderner Wallboxen für unterschiedliche Anforderungen. Ob kompakt, leistungsstark oder smart vernetzt – hier finden Sie das passende Modell. Die Bestellung und Beratung erfolgen direkt über unseren Partner.

Komfortabel Laden

Shell und Mainova sind Partner und verbessern damit den Zugang zu Ladeinfrastruktur und digitalen Services. Mit der Shell App erhalten Kunden eine komfortable Lösung für das Laden unterwegs und den Zugang zu einem der größten Ladenetzwerke Europas – inklusive attraktiver Konditionen und weiteren Angeboten.

Daten und Fakten zur Elektromobilität

760

und mehr öffentliche Mainova-Ladepunkte stehen derzeit zur Verfügung.

200.000

Ladevorgänge registrierte Mainova 2024 an den eigenen Ladestationen.

7,5

Prozent der im Verkehr eingesetzten Endenergie stammt bisher aus erneuerbaren Energiequellen.

1,65

Millionen Elektrofahrzeuge mit rein elektrischem Antrieb waren Anfang 2025 in Deutschland zugelassen.

125.408

Normalladepunkte und 36.278 Schnellladepunkte waren Anfang Februar 2025 in Deutschland in Betrieb. Insgesamt verfügten sie über eine Ladeleistung von 6,11 GW (Gigawatt).

425

Kilometer betrug 2024 die durchschnittliche Reichweite der E-Autos im ADAC Ecotest.

Häufige Fragen

Öffentliche Ladestationen sind in städtischen Ballungsräumen besonders wichtig, weil hier weniger Menschen private Lademöglichkeiten wie Wallboxen nutzen können. Außerdem lassen sich die Akkus der Elektroautos auch während Park- und Wartezeiten beim Einkaufen, beim Arbeiten oder während eines Arztbesuchs quasi nebenbei aufladen. 

Laden Sie sich eine der gängigen Lade-Apps herunter. Damit haben Sie von der Abfahrt bis zur Abwicklung der Bezahlung alles auf Ihrem Handy. Zudem umfasst die Auswahl alle Ladepunkte in Deutschland.

Prinzipiell benötigen Sie nur Ihr Smartphone und Ihr Ladekabel, um an einer Mainova-Ladestation zu laden. Zum Bezahlen können Sie entweder die Direct-Payment-Option, Ihre Lade-App oder eine RFID-Ladekarte benutzen. Mehr Informationen finden Sie hier in der Rubrik „Bezahlung“.

Sie müssen kein Mainova-Stromkunde sein, um eine Ladestation des Unternehmens zu nutzen.

Aktuell werden Kreditkarten von Mastercard und von VISA als Zahlungsmittel akzeptiert. Wir arbeiten daran, weitere Zahlungsmethoden, wie Lastschriftverfahren, anzubieten.

Es geht voran - Energiezukunft in Frankfurt

Mainova macht Frankfurts Energieversorgung fit für die Zukunft. Dafür verlegen wir Fernwärmeleitungen, verstärken Stromnetze, bauen Photovoltaikanlagen auf Dächer und errichten Ladestationen. 

Hier bauen wir an Frankfurts Energiezukunft