Hauptversammlung der Mainova AG 2026: Verlässlichkeit in Zeiten des Umbruchs

Unternehmen

01.07.2026 | Frankfurt am Main

Hauptversammlung Mainova AG Hauptversammlung Mainova AG Hauptversammlung Mainova AG Mainova hat sich im vergangenen Geschäftsjahr in einem anspruchsvollen Umfeld behauptet und treibt die Energiewende in der Region Frankfurt-Rhein-Main weiter voran. „Mainova ist ein unverzichtbarer und verlässlicher Partner der Stadt Frankfurt auf dem Weg zu einer sicheren, bezahlbaren und klimaneutralen Energieversorgung. Gemeinsam setzen wir die Energiewende um und koordinieren den dafür notwendigen Ausbau der Energieinfrastruktur, damit Beeinträchtigungen so gering wie möglich und die Akzeptanz für die Maßnahmen erhalten bleiben. Diese sind entscheidend, um Versorgungssicherheit, Wachstum und Lebensqualität dauerhaft zu gewährleisten“, betonte Oberbürgermeister und Mainova-Aufsichtsratsvorsitzender Mike Josef anlässlich der Hauptversammlung der Mainova AG am Mittwoch (1.7.) in Frankfurt.

In seiner anschließenden Rede erläuterte der Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Maxelon den Anteilseignern die Entwicklung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2025 sowie die Perspektiven für die kommenden Jahre. „Wir erleben derzeit eine Phase tiefgreifender Veränderungen – geopolitisch, wirtschaftlich und energiewirtschaftlich“, erklärte Maxelon. Mainova habe unter diesen Bedingungen Stabilität bewiesen: Das bereinigte Konzernergebnis stieg 2025 auf 252,4 Millionen Euro. „Diese positive Entwicklung ist das Ergebnis eines starken operativen Geschäfts, verbesserter Marktbedingungen und unserer breiten Aufstellung über verschiedene Geschäftsfelder hinweg“, erläuterte Maxelon.

Gleichzeitig treibe Mainova zentrale Zukunftsprojekte voran: den Ausbau der Fernwärme- und Stromnetze sowie der erneuerbaren Energien und vor allem den frühzeitigen Kohleausstieg durch den Bau ihrer wasserstofffähigen Gaskraftwerke in Frankfurt und Hanau.

Mit Blick auf die Transformation des Energiesystems betonte Maxelon: „Die entscheidende Herausforderung liegt heute weniger im technisch Machbaren, sondern in der Verlässlichkeit und Konsistenz der regulatorischen und politischen Rahmenbedingungen.“ Planungssicherheit sei Voraussetzung für langfristige Investitionen: „Wir bauen kein kurzfristiges Projekt, sondern ein System für Jahrzehnte. Voraussetzung dafür ist, dass Investitionen wirtschaftlich tragfähig bleiben und von den Unternehmen umgesetzt werden können.“

So hat Mainova im vergangenen Jahr 452,6 Millionen Euro in Versorgungssicherheit, Dekarbonisierung und Digitalisierung investiert. Damit bewegt sich das Unternehmen weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Für die kommenden fünf Jahre sind insgesamt rund 2,7 Milliarden Euro geplant.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Wärmewende: „Ob die Energiewende gelingt, entscheidet sich im Wärmemarkt,“ betonte Maxelon. Denn mehr als 50 Prozent des Endenergieverbrauchs entfallen auf Wärme. Gleichzeitig stammen bislang weniger als 20 Prozent der Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Quellen. Vor dem Hintergrund des geplanten neuen Gebäudemodernisierungsgesetzes betonte er: „Unklare oder widersprüchliche Signale im Wärmemarkt führen zu Unsicherheit, Verlangsamung und höheren Kosten. Der Wärmemarkt ist damit also eine Art Testfall dafür, ob Energiepolitik im System funktioniert.“

Auch der Ausbau der Stromnetze bleibe für Mainova zentral: „Der gestiegene Strombedarf, getrieben durch Bevölkerungswachstum, Rechenzentren und Elektromobilität, macht Modernisierung und Ausbau notwendig. Bis 2037 werden wir deshalb die Netzkapazitäten um mehr als 1.000 Megawatt verdoppeln. Bereits in diesem Jahr werden wir davon rund ein Viertel umgesetzt haben.“ 

Darüber hinaus baut das Unternehmen die erneuerbaren Energien stark aus. Mainova betreibt inzwischen mehr als 20 Windparks mit einer Leistung von über 300 Megawatt und treibt weitere Projekte voran, wie beispielsweise den geplanten Windpark Schäferköppel vor den Toren Frankfurts. Dessen Bau startet in diesem Sommer. Maxelon hob hervor: „Erneuerbare Energien brauchen verlässliche und zügige Anschlussmöglichkeiten. Gleichzeitig setzt ihre erfolgreiche Integration ein leistungsfähiges Netz voraus.“ Aus diesem Grund sollten Netzanschlussverfahren zügig standardisiert und digitalisiert werden, um Planungssicherheit für alle Beteiligten zu schaffen.

Die zentrale Herausforderung der kommenden Jahre liege in der effizienten Umsetzung der Energiewende. „Sie wird nur dann erfolgreich sein, wenn sie für Unternehmen ebenso wie für private Haushalte wirtschaftlich tragfähig und planbar bleibt“, betonte Maxelon. Denn „der Erfolg dieser Transformation des Energiesystems hängt entscheidend davon ab, dass sie bezahlbar bleibt und gesellschaftliche Akzeptanz findet.“

Besetzung des Aufsichtsrats

Die Hauptversammlung hat Otto Huber, Prokurist der Thüga Aktiengesellschaft, sowie Dr. Katharina Knacker, Stadtverordnete der Stadt Frankfurt am Main, als Vertreter der Anteilseigner in den Aufsichtsrat gewählt. Beide gehörten dem Gremium bereits auf Grundlage gerichtlicher Bestellungen an, die jeweils bis zum Ablauf der Hauptversammlung befristet waren. 

Die Aufzeichnung der Rede von Michael Maxelon zur Hauptversammlung sowie weiterführende Informationen finden sich im Internet unter www.mainova.de/hauptversammlung.

Foto (von links): Der Mainova-Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Maxelon und Frankfurts Oberbürgermeister und Mainova-Aufsichtsratsvorsitzender Mike Josef zur Hauptversammlung der Mainova AG in Frankfurt. (Quelle: Mainova AG)