Die Sonne gepachtet – Solarstrom zur Miete
Wie Mainova Frankfurts Dächer für die lokale Stromerzeugung nutzt.
Mainova bringt die Erzeugung von Sonnenenergie auf Frankfurts Dächern voran. Dabei setzen wir auf das Mieterstrommodell – und auch für Unternehmensdächer haben wir Lösungen parat.
Auf Frankfurts Mieter und Unternehmer scheint die Sonne
Rechenzentren, Flughafen, Elektromobilität, Straßenbeleuchtung, Wärmepumpen und immer mehr Unterhaltungselektronik – Frankfurts Strombedarf wächst. Auch die Nachfrage nach Strom aus erneuerbaren Energien steigt. Strom kann in die Stadt transportiert oder vor Ort erzeugt werden. Am besten ist vor Ort: für die mehr als 400.000 Haushalte, für Gewerbe und Industrie.
Erzeugt werden kann er auf den Dächern der Stadt – mit Photovoltaik (PV) und den entsprechenden Anlagen auf Schulen, Mietshäusern, Büros, dem Stadion, Parkhäusern, Lagerhallen oder Vereinsheimen. Diese dezentralen Erzeugungsanlagen spielen für die Energieversorgung der Stadt Frankfurt eine zunehmend wichtige Rolle. Denn sie liefern Strom aus Sonnenenergie direkt an die Menschen, die unter diesen Dächern, leben und arbeiten.
Sonnenstrom für Mieterinnen und Mieter: So gelingt die Energiewende mitten in der Stadt
In einer Stadt wie Frankfurt, in der Energieverbrauch und Netzauslastung stetig steigen, benötigt man neue, dezentrale Lösungen. Mieterstrom setzt auf das Potenzial der Dächer und verwandelt sie in lokale Kraftwerke. Photovoltaikanlagen erzeugen Strom auf geeigneten Dachflächen. Im Mieterstrommodell wird der vor Ort erzeugte Strom über das Hausnetz an teilnehmende Haushalte geliefert.
Gemeinsam mit Vermieterinnen und Vermietern realisiert Mainova Projekte auf geeigneten Dachflächen. Dabei plant, installiert und betreibt Mainova die Photovoltaikanlagen. Mieterinnen und Mieter können den auf dem Gebäudedach erzeugten Solarstrom über einen Mieterstromtarif beziehen. Eigentümerinnen und Eigentümer nutzen ihre Dachflächen für die Stromerzeugung und erhalten dafür eine vertraglich vereinbarte Vergütung.
Mieterstrom bringt Stromerzeugung und -verbrauch im Wohngebäude zusammen: Auf geeigneten Dachflächen erzeugen Photovoltaikanlagen Strom, den teilnehmende Mieterinnen und Mieter über das Hausnetz beziehen können. So wird aus einer Dachfläche ein gemeinsames Energieprojekt für das Gebäude.
Faktencheck: So funktioniert Mieterstrom
- Auf den Dächern der Stadt erzeugen Photovoltaikanlagen Strom.
- Mieterinnen und Mieter beziehen ihn direkt über das Hausnetz über den Tarif Mainova Strom Lokal PV.
- Wenn Sonne und Ertrag einmal nicht ausreichen, erfolgt die Lieferung aus dem öffentlichen Stromnetz.
- Mainova übernimmt bei allem die Planung, den Bau, den Betrieb und die Wartung – ohne Zusatzkosten für die Eigentümerinnen oder Mieter.
So einfach wird lokale Energie zum festen Bestandteil des städtischen Alltags. Mehr Informationen dazu, wie genau Mieterstrom funktioniert und welche Fragen sich Eigentümer und Mieterinnen stellen, finden Sie hier.
Gemeinsam stark: eine Kooperation als Fundament
Mainova startete 2015 die Energiewende auf Frankfurts Dächern. Das erklärte Ziel war, eine Lösung für die dezentrale Erzeugung von Strom aus Sonnenenergie und die Teildeckung des Strombedarfs der Liegenschaften direkt vor Ort zu entwickeln. Das war die Geburtsstunde des Modells, lokal erzeugten Solarstrom direkt an Mieterinnen und Mieter zu liefern und so die urbane Energiewende in Frankfurt sichtbar voranzubringen.
Eines der ersten Projekte war das Aktiv-Stadthaus der Wohnungsbaugesellschaft ABG Frankfurt Holding im Frankfurter Gutleutviertel, das bis heute als Beispiel für die Kombination von Photovoltaik, Speichertechnik und Mieterstrom in einem Mehrfamilienhaus gilt. Mit ihm wurde Mieterstrom von einer Pionieridee zum handfesten Modell des städtischen Klimaschutzes.
Mittlerweile hat Mainova viele Mieterstromprojekte in Frankfurt und Umgebung umgesetzt – auch mit der ABG. Denn was als Pilot begann, ist heute eine wegweisende Partnerschaft, die zeigt, wie lokale Photovoltaikanlagen und Mieterstrommodelle in Wohnquartieren umgesetzt werden können. Eine wertvolle Zusammenarbeit, die mit jedem neuen Projekt ein Frankfurt wachsen lässt, das seine Energiezukunft selbst in die Hand nimmt.
Drei Fragen an...
3 Fragen an Lothar Stanka, Bereichsleiter Energiedienstleistungen und digitale Kundenlösungen bei Mainova
Lothar Stanka verantwortet bei Mainova Themen wie Mieterstrom, Elektromobilitätslösungen und Smart City.
Mieterstrom kann dazu beitragen, den Anteil lokal erzeugten Solarstroms im urbanen Raum zu erhöhen. Mainova hat hier in Deutschland in den letzten Jahren eine führende Rolle erreicht, die wir weiter ausbauen. Darauf bin ich stolz, vor allem auf mein Team, das den Weg gemeinsam umgesetzt hat und weiter am Ausbau arbeitet.
Eigentlich möchte ich kein Projekt besonders hervorheben, da mir jedes wichtig ist. Dennoch würde ich gern die Friedrich‑Ebert‑Siedlung nennen, weil sie unser erstes wirklich wegweisendes Großprojekt war, bei dem wir gemeinsam mit unseren Partnern gezeigt haben, welches Potenzial Mieterstrom für eine zukunftsweisende Quartiersversorgung hat. Zukünftig wird das Quartier Hilgenfeld, das gerade gebaut wird, dieses Projekt in der Größenordnung nochmals übertreffen.
In zehn Jahren möchten wir Mainovas Bestand unter der Berücksichtigung der Entwicklung des Marktes bestmöglich vorangetrieben haben. Dazu gehört der weitere Ausbau unserer bisherigen Partnerschaften, für die beispielsweise durch die 2025 geschlossene Absichtserklärung zur Erschließung von weiteren Anlagen mit einer zusätzlichen Leistung von 30 MWp auf ABG-Liegenschaften in den kommenden zehn bis 15 Jahren auch schon heute Leitplanken gesetzt werden.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Erschließung neuer Partnerschaften, um Frankfurts Energiewende weiter voranzutreiben. Darüber hinaus wird es spannend sein zu sehen, wie sich dieser dynamische Markt in den kommenden Jahren entwickelt und welche Möglichkeiten regulatorische und technische Innovationen zur Weiterentwicklung des Modells bieten. Mieterstrom bleibt ein wichtiges Thema für die dezentrale Stromerzeugung aus Photovoltaik und die Versorgungssicherheit im urbanen Raum.
Energie im Quartier – Mieterstrom als Teil eines größeren Ganzen
Frankfurts neue Stadtquartiere zeigen, wie Energie künftig gedacht wird: vernetzt, lokal und auf eine effiziente Nutzung von Strom und Wärme ausgerichtet. Mieterstrom ist darin ein zentraler Baustein. In Projekten wie dem Quartier Hilgenfeld wird Solarstrom mit anderen Energieformen kombiniert. Hier entsteht ein neuartiges Zusammenspiel aus Strom, Wärme und Mobilität: PV-Module, Geothermie, Wärmepumpen und mit Biomethan betriebene Blockheizkraftwerke sind digital vernetzt und ermöglichen eine weitgehend eigenständige Energieversorgung, bei der 100 % des Stroms und rund 65 Prozent der Wärme dezentral aus erneuerbaren Energien erzeugt werden.
Die Leistung der dort geplanten PV-Anlage liegt bei 2,5 MWp. Sie wird rund 860 Wohnungen sowie Gewerbeflächen und Nahwärmezentralen mit dem lokal erzeugten Strom versorgen. Das zeigt, wie stark die Verbindung von Mieterstrom, Wärme und Mobilität in Frankfurt bereits heute ist.
Der Blick in die Zukunft: von 12 auf über 40 Megawatt Peak
Mainova und ABG bauen ihre Partnerschaft konsequent aus. Das neue Ziel: 30 MWp zusätzliche Leistung in den kommenden zehn bis 15 Jahren zu erschließen. Das entspricht dem Strombedarf von rund 15.000 Zwei-Personen-Haushalten.
Um dieses Ziel bis spätestens 2040 zu erreichen, plant Mainova, auf Dächern von ABG-Miethäusern jährlich 1,5 bis 2 MWp neue Photovoltaikleistung zu installieren. Ob in Preungesheim, Sachsenhausen oder Riederwald: Allein 2025 realisierte Mainova im Rahmen der gemeinsamen Solarstrom-Offensive 2,6 MWp an neuer Leistung auf fast 120 ABG-Liegenschaften. 2026 setzt Mainova den Ausbau fort: Geplant sind unter anderem neue Anlagen in der Bruchfeldstraße in Niederrad und der Alexanderstraße in Rödelheim. Darüber hinaus zahlen einzelne Leuchtturmprojekte kräftig auf die Ausbauziele ein, etwa das Klimaschutzquartier Hilgenfeld.
Mieterstrom steht exemplarisch für eine Haltung, die Mainova seit Jahren prägt: Fortschritt verantwortungsvoll gestalten. Frankfurts Stadtentwicklung profitiert direkt davon: durch lokal erzeugte Energie und stabile Preise.
Häufige Fragen
Der Solarstrom wird direkt ins Hausnetz eingespeist und auch innerhalb der Liegenschaft verbraucht. Mieterinnen und Mieter können den direkten Solarstrombezug über den Mainova Mieterstromtarif „Strom Lokal PV" buchen.
Mieterinnen und Mieter können den Solarstrom vom eigenen Dach mit dem Solartarif Strom Lokal PV beziehen, wodurch sich auch die Mietnebenkosten mitunter reduzieren können.
Einen regelrechten Boom haben in den vergangenen Jahren Balkonkraftwerke erfahren. Solche Mini-PV-Anlagen können übrigens auch auf dem Garagendach, an einer Außenwand oder im Garten platziert werden.
Eigentümerinnen und Eigentümer, die ihre Dachfläche an Mainova vermieten, erhalten einen Pachtzins und steigern den Wert ihrer Immobilie. Mainova übernimmt Investition, Planung, Installation und Betrieb der Anlage.
Mainova pachtet die Dachflächen von Eigentümerinnen und Eigentümern und bietet ein Komplettpaket aus Investition, Planung und Installation der Anlage sowie Betrieb, Abrechnung und Bilanzierung an.
Ja. Mainova hat zum Beispiel ein Leuchtturmprojekt zur PV-Integration auf denkmalgeschützten Gebäuden in der Ludwig-Landmann-Straße im Frankfurter Westen umgesetzt.
Ja. Strom aus erneuerbaren Energien kann bei der Ermittlung des Jahres-Primärenergiebedarfs angerechnet beziehungsweise in Abzug gebracht werden. Wichtig ist, dass der Strom auf dem Grundstück des Gebäudes erzeugt und selbst genutzt wird.
In der Regel nicht. Das Mieterstrommodell richtet sich an Mehrparteienhäuser mit mindestens zehn Wohneinheiten. Mainova bietet jedoch in Zusammenarbeit mit dem Photovoltaikexperten Silithium maßgeschneiderte PV-Lösungen auch fürs Eigenheim an.
Der durch PV auf dem eigenen Dach günstiger erzeugte Strom reduziert die Energiekosten des gesamten Unternehmens. Und das ganz ohne Investitionsrisiko und Aufwände auf Kundenseite. Gerade in Zeiten steigender Energiepreise gibt das dem Kunden Planungssicherheit.
Das Angebot lohnt sich bei einem Verbrauch ab 150.000 Kilowattstunden pro Jahr und für Dachflächen ab 600 Quadratmetern.