Erdgaspreis-Zusammensetzung

Ihr Erdgaspreis: immer gut informiert rund um Gasumlagen, Netzentgelte, Erdgassteuer, BEHG und mehr

Abwehrschirm über 200 Milliarden Euro

Die Preise für Energie müssen runter – „das ist unsere ganz entschiedene Überzeugung, dafür wird die Bundesregierung alles tun“, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz. Gemeinsam mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und Bundesfinanzminister Christian Lindner kündigte er am 29. September einen wirtschaftlichen Abwehrschirm gegen die Folgen des russischen Angriffskrieges an, der die steigenden Energiekosten und die schwersten Folgen für die Verbraucherinnen und Verbraucher und die Unternehmen abfedern soll.

Neben der Strompreisbremse, die gerade vorbereitet wird, wird die Bundesregierung dazu eine Gaspreisbremse einführen. Eine Kommission wird in kürzester Zeit konkrete Vorschläge dazu machen. Auf die geplante Gasbeschaffungsumlage wird die Bundesregierung verzichten. Sie werde durch die direkte Unterstützung vor allem von drei Unternehmen der Energieversorgung nicht mehr gebraucht, so der Kanzler. Webseite der Bundesregierung

Ermäßigter Steuersatz für Gas

Der Bundestag hat am 30.September mit breiter Mehrheit einen Gesetzentwurf von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP beschlossen, den Umsatzsteuersatz auf die Lieferung von Gas über das Erdgasnetz vorübergehend von 19% auf 7% zu reduzieren. Webseite des Bundestages

Selbstverständlich setzen wir alle Änderungen bezüglich dieser Preisbestandteile um.

Sobald wir detaillierte Informationen zur Ausgestaltung der Strom- bzw. Gaspreisbremse haben, erfahren Sie diese zeitnah auf unserer Webseite.

Gestaltung des Erdgaspreises

Ihr Erdgaspreis setzt sich im Wesentlichen aus den folgenden drei Faktoren zusammen.

  • Gesetzlich verursachte Belastungen in Form von Abgaben und Steuern: Dazu zählen u. a. die Konzessionsabgabe, die Erdgassteuer (aktuell 0,55 ct/kWh) sowie die Mehrwertsteuer. Seit Januar 2021 kommen Kosten hinzu, die sich aus dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) ergeben. Das Gesetz legt fest, dass der CO2-Ausstoß bepreist wird. Dieser Preis liegt 2022 bei 0,546 ct/kWh und erhöht sich schrittweise über die nächsten 5 Jahre. Ab 1. Oktober 2022 werden außerdem eine Gasbeschaffungsumlage sowie eine Gasspeicherumlage erhoben. Beide Umlagen sind befristet.
  • Regulierte Netzentgelte: Gebühr für die Nutzung des Erdgasnetzes. Dieses Entgelt wird vom Netzbetreiber für den Transport und die Verteilung vom Erdgas erhoben. Die Höhe wird behördlich festgelegt und kann sich je nach Region unterscheiden.
  • Energiebeschaffung: Dieser Block umfasst die Kosten Ihres Lieferanten für die Erdgasbeschaffung sowie den Vertrieb.

Staatliche Umlagen zur Sicherung der Energie- und Wärmeversorgung

Die nie dagewesene Preisentwicklung an den Energiemärkten stellt uns alle vor enorme Herausforderungen. Um die Versorgungssicherheit für Privathaushalte und Unternehmen auch im kommenden Winter aufrechtzuerhalten, hat die Bundesregierung nun reagiert und die Einführung zweier befristeter Umlagen beschlossen. Ab 1. Oktober 2022 werden sowohl eine Gasbeschaffungsumlage (oft auch nur Gasumlage genannt) als auch eine Gasspeicherumlage erhoben. Leider kommen damit weitere Belastungen auf viele Kundinnen und Kunden zu. Die Hintergründe und Details der neuen staatlichen Umlagen erläutern wir Ihnen im Bereich „Häufig gestellte Fragen“.

BEHG – gemeinsam ans Klimaziel

Als Teil der Energie- und Klimawende hat die Bundesregierung Ende 2019 das sogenannte Brennstoffemissionshandelsgesetz verabschiedet. Mit dem BEHG sollen weitere Anreize geschaffen werden, den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) nachhaltig zu senken. Das Gesetz beinhaltet die Einführung von CO2-Emissionszertifikaten für Kraft- und Brennstoffe (wie z. B. Öl, Benzin und Erdgas) seit 1. Januar 2021 – genauer gesagt für den CO2-Ausstoß dieser Brennstoffe.

Was bedeutet das BEHG für Sie als Erdgaskunde?

Seit Inkrafttreten des BEHG wird die CO2-Emission von Erdgas bepreist. Mit den Einnahmen hat der Gesetzgeber dafür die Höhe der EEG-Umlage, also den Strompreis, gesenkt. Im Rahmen des Gesetzes zur „Absenkung der Kostenbelastungen durch die EEG-Umlage und zur Weitergabe dieser Absenkung an die Letztverbraucher“ wurde die EEG-Umlage nun zum 1. Juli 2022 abgeschafft.

Ziel ist es, Energieträger möglichst effizient zu nutzen und die Emissionen zu reduzieren. Auch Sie können dazu beitragen, den CO2-Ausstoß zu senken. In unseren Energiespartipps finden Sie dafür hilfreiche Tipps. Das lohnt sich auch finanziell für Sie.

Häufig gestellte Fragen

  • FAQ Gasumlagen
  • FAQ BEHG

Um die Versorgungssicherheit für Privathaushalte und Unternehmen auch im kommenden Winter aufrechtzuerhalten, wollte die Bundesregierung ab 1. Oktober 2022 eine befristete Gasbeschaffungsumlage – oft auch nur Gasumlage genannt – nach §26 EnSiG (Energiesicherungsgesetz) einführen.

Aufgrund der sinkenden Gasflüsse aus Russland müssen Gasimportunternehmen derzeit große Ersatzmengen kurzfristig beschaffen – und zwar zu massiv gestiegenen Marktpreisen. Nur so ist es ihnen möglich, ihre Lieferverpflichtungen zu erfüllen. Die entstehenden Verluste jedoch können die betroffenen Gasimporteure auf Dauer nicht kompensieren. Um Insolvenzen und großflächige Lieferausfälle zu verhindern, sollten die enormen Zusatzkosten über die Gasbeschaffungsumlage zunächst an uns als Gasversorger und über den Gaspreis dann an die Endverbraucher weitergegeben werden. Ziel sollte sein, die Marktmechanismen und Lieferketten so lange wie möglich aufrechtzuerhalten.

Wichtig zu wissen: Die Umlage sollte für alle Gasversorger (gerechnet in Cent pro Kilowattstunde) gleich hoch sein. Ein Großteil der Mehrkosten für die Ersatzbeschaffung wäre damit solidarisch von allen Gasversorgern getragen worden, die diese auf die Endkunden umgelegt hätten. Die Umlage wäre dann als Preisbestandteil in den Gaspreis eingeflossen. Sie sollte am 1. April 2024 enden. 

Auf die geplante Gasbeschaffungsumlage wird die Bundesregierung verzichten.

Weitere Informationen  finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.

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Mit Blick auf die Versorgungssicherheit hat die Bundesregierung ein Gesetz beschlossen, das konkrete Mindestfüllstände der Gasspeicher an bestimmten Stichtagen vorgibt. Das bedeutet: Die deutschen Erdgasspeicher werden derzeit so schnell wie möglich gefüllt. Nur wenn die Gasspeicher mit Beginn der Winterperiode ausreichend voll sind, können auch mögliche Gaslieferstopps aus Russland kompensiert und die Versorgung aufrechterhalten werden. Zum 1. November 2022 liegt die Füllstandsvorgabe für die Gasspeicher daher bei 95 %.

Um bestimmte Füllstände in den Gasspeichern zu erreichen, ist der sogenannte Marktgebietsverantwortliche Trading Hub Europe (kurz: THE) berechtigt, bei Bedarf Gas einzukaufen und einzuspeichern. Zwar liegt die Verantwortung zum Erreichen der Füllstandsvorgaben der Gasspeicher primär bei den Speicherbetreibern und Speichernutzern. Im Einklang mit den rechtlichen Vorgaben kann THE jedoch ergänzende Maßnahmen ergreifen, um die gesetzlich festgelegten Füllstände zu erreichen. Die dafür anfallenden Kosten werden über die Gasspeicherumlage finanziert und können auf die Endverbraucher umgelegt werden. Die Gasspeicherumlage fließt als Preisbestandteil in den Gaspreis ein, wodurch Gaskunden solidarisch an den Mehrkosten beteiligt werden. Die Gasspeicherumlage beginnt nach derzeitigem Stand am 1. Oktober 2022 und endet am 1. April 2025.

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Beide staatlichen Umlagen wurden erstmals im August 2022 veröffentlicht und können ab 1. Oktober 2022 erhoben werden. Sowohl die Gasbeschaffungsumlage als auch die Gasspeicherumlage werden regelmäßig überprüft. Ihre jeweilige Höhe kann bei Bedarf angepasst werden. Dies gilt sowohl für Preiserhöhungen als auch für Preissenkungen. Die aktuell gültigen Umlagehöhen werden immer auf der Webseite des sogenannten Marktgebietsverantwortlichen Trading Hub Europe veröffentlicht.


Aktuelle Umlagehöhen


Wichtiger Hinweis: Auf beide Umlagen fällt Mehrwertsteuer an.

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Beide Umlagen können erstmals ab dem 1. Oktober 2022 erhoben werden. Energieversorgern ist es in der Regel nicht möglich, diese Umlagen vorzufinanzieren. Daher werden viele Energieversorger gezwungen sein, die Umlage mit einer Preisänderung bereits im Oktober oder mit etwas Zeitverzug weiterzugeben.

  • Die Gasbeschaffungsumlage wird nach derzeitigem Stand vom 1. Oktober 2022 bis zum 1. April 2024 erhoben.
  • Die Gasspeicherumlage wird nach derzeitigem Stand vom 1. Oktober 2022 bis zum 1. April 2025 erhoben.

Beschließt der Gesetzgeber eine Änderung bzgl. der Umlagen, dann werden diese an Sie weitergegeben.

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8

Die staatliche Bilanzierungsumlage ist an sich nicht neu und wird erhoben, um die Kosten der Gasnetzbetreiber für den Einsatz von sogenannter Regel- und Ausgleichsenergie abzudecken. Sie erleichtert dem Gasnetzbetreiber Trading Hub Europe (THE) den kurzfristigen Zukauf von Gas. Dies kann nötig sein, um den Druck im Netz aufrechtzuerhalten, wenn ansonsten zu wenig Gas fließen würde. Kurzfristige Zukäufe sind derzeit tendenziell besonders teuer. Die Bilanzierungsumlage weist dabei für Kundinnen und Kunden mit niedrigerem Verbrauch (an sogenannten SLP-Zählern) einen anderen Preis aus als für jene mit einem höheren Verbrauch (an sogenannten RLM-Zählern).


Die Unterschiede kurz erklärt: SLP steht für Standard-Lastprofil. Dieses ist der Regelfall für private Verbraucher und Gewerbetreibende und orientiert sich am typischen Abnahmeprofil der verschiedenen Kunden- bzw. Verbrauchergruppen. Es dient dem Energieversorger als Grundlage für die Prognose und Beschaffung des jeweils erwarteten Jahresverbrauchs.
RLM steht für registrierende Leistungsmessung. Ab einem Jahresverbrauch von ca. 1.500.000 kWh kommen RLM-Zähler zum Einsatz. Bei Kunden mit RLM-Zählern werden jeden Monat die tatsächliche Leistung und der sich daraus ergebende Verbrauch errechnet. Dadurch ist eine genauere und bedarfsgerechtere Prognose möglich als mit einem Standard-Lastprofil.


Die Höhe der Bilanzierungsumlage wird jährlich zum 1. Oktober neu festgelegt und gilt für die Dauer von 12 Monaten. Sie wird von den Marktgebietsverantwortlichen veröffentlicht und kann jederzeit auf der Webseite von Trading Hub Europe eingesehen werden.


Aktuelle Umlagehöhe

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5

Der Umfang der Preisgarantie ist abhängig von Ihrem Tarif und den bei Vertragsabschluss gültigen Bedingungen. Unsere Preisgarantien sichern grundsätzlich den Preis für die Energie ab. Das bedeutet: Sie umfassen die Energie- und Vertriebskosten oder auch zusätzlich die Netzentgelte für den Transport. Steuern und Umlagen oder vergleichbare staatlich veranlasste Belastungen sind in der Regel von der Preisgarantie ausgenommen. Diese Steuern und Umlagen werden dann jeweils direkt an die Kunden weitergegeben. Dies gilt sowohl bei Erhöhungen als auch bei Senkungen – wie beispielsweise bei der aktuellen Senkung der Umsatzsteuer.


Preisgarantiebedingungen Privatkunden

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Dazu schreibt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz in seiner Pressemitteilung vom 15. August 2022:


„[…] Um die Energiekosten mindestens teilweise zu dämpfen, soll die befristete Umlage durch weitere, zielgenaue Entlastungen für Bürgerinnen und Bürger und eine Verlängerung der Hilfsprogramme für die Wirtschaft flankiert werden. […]“


Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz


Bereits bekannt ist, dass die Bundesregierung die Mehrwertsteuer auf den Gasverbrauch bis 31. März 2024 von bisher 19 % auf 7 % senken möchte. Damit sollen Gaskunden insgesamt weiter entlastet werden.


Informationen zu den aktuellen Entlastungspaketen haben wir Ihnen auf der Seite „Entwicklungen am Energiemarkt“ zusammengestellt.

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Das Kürzel BEHG steht für Brennstoffemissionshandelsgesetz. Es gilt seit dem 1. Januar 2021 und ist Teil der von der Bundesregierung geplanten Energie- und Klimawende. Damit sollen Anreize geschaffen werden, den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) zu senken. Dazu gehört unter anderem, dass der CO2-Ausstoß einen Preis bekommen hat, also bezahlt werden muss. Mit den Einnahmen aus dem BEHG senkt der Gesetzgeber wiederum die Höhe der EEG-Umlage, also Ihren Strompreis.

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Das BEHG ist am 20. Dezember 2019 in Kraft getreten. Es geht darin um den CO2-Ausstoß bei der Verbrennung von Kraft- und Brennstoffen, also zum Beispiel Öl, Benzin und Erdgas. Für diese Energieträger müssen seit dem 1. Januar 2021 Emissionszertifikate gekauft werden.

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In der Einführungsphase (2021-2025) werden die Zertifikate zu einem Festpreis verkauft. 2021 liegt dieser Preis bei 25 Euro/ Tonne und steigt sukzessive Jahr für Jahr bis 55 Euro/ Tonne in 2025. Ab 2026 soll die Preisbildung für die Zertifikate grundsätzlich über den Markt erfolgen zu einem Mindestpreis von 55-65 Euro/ Tonne.

Folgend eine Darstellung der Preisentwicklung pro Tonne CO2 über die nächsten Jahre und welche Kosten pro Kilowattstunde dabei voraussichtlich entstehen:
 

Jahr

Preis pro Tonne CO2

vsl. Zusatzkosten für Erdgas pro kWh netto

2021

25 EUR

0,455 Ct

2022

30 EUR

0,546 Ct

2023

35 EUR

0,637 Ct

2024

45 EUR

0,819 Ct

2025

55 EUR

1,001 Ct


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Durch die Kosten für die Zertifikate wird Erdgas auch für Sie als Kunde teurer. Ein Rechenbeispiel: Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 7.000 kWh führt das zu Mehrkosten von rund 35 € im Jahr 2021. Dabei sollen die Zertifikatpreise in den Folgejahren steigen – das resultiert für unser Beispiel in bis zu 70 € Mehrkosten im Jahr 2025. Die höheren Kosten sollen einen Anreiz schaffen, Energie zu sparen. Gleichzeitig sollen wir als Versorger klimaschonende Technologien und erneuerbare Energien weiter voranbringen. Wir als Mainova unterstützen das mit voller Energie, denn der Schutz von Klima und Umwelt ist wichtig.

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Sie müssen nichts tun und erhalten automatisch einen neuen Abschlagsplan, der alle Preisveränderungen berücksichtigt. Wenn Sie Ihren Abschlag dennoch anpassen möchten, können Sie das ganz einfach und jederzeit selbst im Mainova OnlineService erledigen. Bitte beachten Sie dabei: Reduzieren Sie Ihren Abschlag bitte nur dann, wenn sich Ihr Energieverbrauch aufgrund einer veränderten Lebenssituation oder einer energetischen Maßnahme reduziert hat oder reduzieren wird. Sie vermeiden damit eine hohe Nachzahlung.

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Mit Mainova Erdgas KlimaPlus leisten Sie bereits einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz: Denn der CO2-Ausstoß, der durch Ihren Gasverbrauch entsteht, wird durch die Förderung internationaler Klimaschutzprojekte ausgeglichen. Mit den geringen Mehrkosten unterstützen Sie ausschließlich Projekte nach dem strengen „Gold Standard“ des WWF. Wir freuen uns, dass Sie dabei sind!

Das neue BEHG betrifft allerdings alle Gaskunden gleichermaßen – auch Mainova Erdgas Klima Plus Kunden. Leider hat der Gesetzgeber vergessen, diejenigen Gaskunden von den Mehrbelastungen auszunehmen, die bereits heute ihren CO2-Ausstoß neutralisieren.

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  • FAQ Gasumlagen
  • FAQ BEHG

Um die Versorgungssicherheit für Privathaushalte und Unternehmen auch im kommenden Winter aufrechtzuerhalten, wollte die Bundesregierung ab 1. Oktober 2022 eine befristete Gasbeschaffungsumlage – oft auch nur Gasumlage genannt – nach §26 EnSiG (Energiesicherungsgesetz) einführen.

Aufgrund der sinkenden Gasflüsse aus Russland müssen Gasimportunternehmen derzeit große Ersatzmengen kurzfristig beschaffen – und zwar zu massiv gestiegenen Marktpreisen. Nur so ist es ihnen möglich, ihre Lieferverpflichtungen zu erfüllen. Die entstehenden Verluste jedoch können die betroffenen Gasimporteure auf Dauer nicht kompensieren. Um Insolvenzen und großflächige Lieferausfälle zu verhindern, sollten die enormen Zusatzkosten über die Gasbeschaffungsumlage zunächst an uns als Gasversorger und über den Gaspreis dann an die Endverbraucher weitergegeben werden. Ziel sollte sein, die Marktmechanismen und Lieferketten so lange wie möglich aufrechtzuerhalten.

Wichtig zu wissen: Die Umlage sollte für alle Gasversorger (gerechnet in Cent pro Kilowattstunde) gleich hoch sein. Ein Großteil der Mehrkosten für die Ersatzbeschaffung wäre damit solidarisch von allen Gasversorgern getragen worden, die diese auf die Endkunden umgelegt hätten. Die Umlage wäre dann als Preisbestandteil in den Gaspreis eingeflossen. Sie sollte am 1. April 2024 enden. 

Auf die geplante Gasbeschaffungsumlage wird die Bundesregierung verzichten.

Weitere Informationen  finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.

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Mit Blick auf die Versorgungssicherheit hat die Bundesregierung ein Gesetz beschlossen, das konkrete Mindestfüllstände der Gasspeicher an bestimmten Stichtagen vorgibt. Das bedeutet: Die deutschen Erdgasspeicher werden derzeit so schnell wie möglich gefüllt. Nur wenn die Gasspeicher mit Beginn der Winterperiode ausreichend voll sind, können auch mögliche Gaslieferstopps aus Russland kompensiert und die Versorgung aufrechterhalten werden. Zum 1. November 2022 liegt die Füllstandsvorgabe für die Gasspeicher daher bei 95 %.

Um bestimmte Füllstände in den Gasspeichern zu erreichen, ist der sogenannte Marktgebietsverantwortliche Trading Hub Europe (kurz: THE) berechtigt, bei Bedarf Gas einzukaufen und einzuspeichern. Zwar liegt die Verantwortung zum Erreichen der Füllstandsvorgaben der Gasspeicher primär bei den Speicherbetreibern und Speichernutzern. Im Einklang mit den rechtlichen Vorgaben kann THE jedoch ergänzende Maßnahmen ergreifen, um die gesetzlich festgelegten Füllstände zu erreichen. Die dafür anfallenden Kosten werden über die Gasspeicherumlage finanziert und können auf die Endverbraucher umgelegt werden. Die Gasspeicherumlage fließt als Preisbestandteil in den Gaspreis ein, wodurch Gaskunden solidarisch an den Mehrkosten beteiligt werden. Die Gasspeicherumlage beginnt nach derzeitigem Stand am 1. Oktober 2022 und endet am 1. April 2025.

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Beide staatlichen Umlagen wurden erstmals im August 2022 veröffentlicht und können ab 1. Oktober 2022 erhoben werden. Sowohl die Gasbeschaffungsumlage als auch die Gasspeicherumlage werden regelmäßig überprüft. Ihre jeweilige Höhe kann bei Bedarf angepasst werden. Dies gilt sowohl für Preiserhöhungen als auch für Preissenkungen. Die aktuell gültigen Umlagehöhen werden immer auf der Webseite des sogenannten Marktgebietsverantwortlichen Trading Hub Europe veröffentlicht.


Aktuelle Umlagehöhen


Wichtiger Hinweis: Auf beide Umlagen fällt Mehrwertsteuer an.

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Beide Umlagen können erstmals ab dem 1. Oktober 2022 erhoben werden. Energieversorgern ist es in der Regel nicht möglich, diese Umlagen vorzufinanzieren. Daher werden viele Energieversorger gezwungen sein, die Umlage mit einer Preisänderung bereits im Oktober oder mit etwas Zeitverzug weiterzugeben.

  • Die Gasbeschaffungsumlage wird nach derzeitigem Stand vom 1. Oktober 2022 bis zum 1. April 2024 erhoben.
  • Die Gasspeicherumlage wird nach derzeitigem Stand vom 1. Oktober 2022 bis zum 1. April 2025 erhoben.

Beschließt der Gesetzgeber eine Änderung bzgl. der Umlagen, dann werden diese an Sie weitergegeben.

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Die staatliche Bilanzierungsumlage ist an sich nicht neu und wird erhoben, um die Kosten der Gasnetzbetreiber für den Einsatz von sogenannter Regel- und Ausgleichsenergie abzudecken. Sie erleichtert dem Gasnetzbetreiber Trading Hub Europe (THE) den kurzfristigen Zukauf von Gas. Dies kann nötig sein, um den Druck im Netz aufrechtzuerhalten, wenn ansonsten zu wenig Gas fließen würde. Kurzfristige Zukäufe sind derzeit tendenziell besonders teuer. Die Bilanzierungsumlage weist dabei für Kundinnen und Kunden mit niedrigerem Verbrauch (an sogenannten SLP-Zählern) einen anderen Preis aus als für jene mit einem höheren Verbrauch (an sogenannten RLM-Zählern).


Die Unterschiede kurz erklärt: SLP steht für Standard-Lastprofil. Dieses ist der Regelfall für private Verbraucher und Gewerbetreibende und orientiert sich am typischen Abnahmeprofil der verschiedenen Kunden- bzw. Verbrauchergruppen. Es dient dem Energieversorger als Grundlage für die Prognose und Beschaffung des jeweils erwarteten Jahresverbrauchs.
RLM steht für registrierende Leistungsmessung. Ab einem Jahresverbrauch von ca. 1.500.000 kWh kommen RLM-Zähler zum Einsatz. Bei Kunden mit RLM-Zählern werden jeden Monat die tatsächliche Leistung und der sich daraus ergebende Verbrauch errechnet. Dadurch ist eine genauere und bedarfsgerechtere Prognose möglich als mit einem Standard-Lastprofil.


Die Höhe der Bilanzierungsumlage wird jährlich zum 1. Oktober neu festgelegt und gilt für die Dauer von 12 Monaten. Sie wird von den Marktgebietsverantwortlichen veröffentlicht und kann jederzeit auf der Webseite von Trading Hub Europe eingesehen werden.


Aktuelle Umlagehöhe

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Der Umfang der Preisgarantie ist abhängig von Ihrem Tarif und den bei Vertragsabschluss gültigen Bedingungen. Unsere Preisgarantien sichern grundsätzlich den Preis für die Energie ab. Das bedeutet: Sie umfassen die Energie- und Vertriebskosten oder auch zusätzlich die Netzentgelte für den Transport. Steuern und Umlagen oder vergleichbare staatlich veranlasste Belastungen sind in der Regel von der Preisgarantie ausgenommen. Diese Steuern und Umlagen werden dann jeweils direkt an die Kunden weitergegeben. Dies gilt sowohl bei Erhöhungen als auch bei Senkungen – wie beispielsweise bei der aktuellen Senkung der Umsatzsteuer.


Preisgarantiebedingungen Privatkunden

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Dazu schreibt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz in seiner Pressemitteilung vom 15. August 2022:


„[…] Um die Energiekosten mindestens teilweise zu dämpfen, soll die befristete Umlage durch weitere, zielgenaue Entlastungen für Bürgerinnen und Bürger und eine Verlängerung der Hilfsprogramme für die Wirtschaft flankiert werden. […]“


Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz


Bereits bekannt ist, dass die Bundesregierung die Mehrwertsteuer auf den Gasverbrauch bis 31. März 2024 von bisher 19 % auf 7 % senken möchte. Damit sollen Gaskunden insgesamt weiter entlastet werden.


Informationen zu den aktuellen Entlastungspaketen haben wir Ihnen auf der Seite „Entwicklungen am Energiemarkt“ zusammengestellt.

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Das Kürzel BEHG steht für Brennstoffemissionshandelsgesetz. Es gilt seit dem 1. Januar 2021 und ist Teil der von der Bundesregierung geplanten Energie- und Klimawende. Damit sollen Anreize geschaffen werden, den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) zu senken. Dazu gehört unter anderem, dass der CO2-Ausstoß einen Preis bekommen hat, also bezahlt werden muss. Mit den Einnahmen aus dem BEHG senkt der Gesetzgeber wiederum die Höhe der EEG-Umlage, also Ihren Strompreis.

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Das BEHG ist am 20. Dezember 2019 in Kraft getreten. Es geht darin um den CO2-Ausstoß bei der Verbrennung von Kraft- und Brennstoffen, also zum Beispiel Öl, Benzin und Erdgas. Für diese Energieträger müssen seit dem 1. Januar 2021 Emissionszertifikate gekauft werden.

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In der Einführungsphase (2021-2025) werden die Zertifikate zu einem Festpreis verkauft. 2021 liegt dieser Preis bei 25 Euro/ Tonne und steigt sukzessive Jahr für Jahr bis 55 Euro/ Tonne in 2025. Ab 2026 soll die Preisbildung für die Zertifikate grundsätzlich über den Markt erfolgen zu einem Mindestpreis von 55-65 Euro/ Tonne.

Folgend eine Darstellung der Preisentwicklung pro Tonne CO2 über die nächsten Jahre und welche Kosten pro Kilowattstunde dabei voraussichtlich entstehen:
 

Jahr

Preis pro Tonne CO2

vsl. Zusatzkosten für Erdgas pro kWh netto

2021

25 EUR

0,455 Ct

2022

30 EUR

0,546 Ct

2023

35 EUR

0,637 Ct

2024

45 EUR

0,819 Ct

2025

55 EUR

1,001 Ct


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Durch die Kosten für die Zertifikate wird Erdgas auch für Sie als Kunde teurer. Ein Rechenbeispiel: Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 7.000 kWh führt das zu Mehrkosten von rund 35 € im Jahr 2021. Dabei sollen die Zertifikatpreise in den Folgejahren steigen – das resultiert für unser Beispiel in bis zu 70 € Mehrkosten im Jahr 2025. Die höheren Kosten sollen einen Anreiz schaffen, Energie zu sparen. Gleichzeitig sollen wir als Versorger klimaschonende Technologien und erneuerbare Energien weiter voranbringen. Wir als Mainova unterstützen das mit voller Energie, denn der Schutz von Klima und Umwelt ist wichtig.

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Sie müssen nichts tun und erhalten automatisch einen neuen Abschlagsplan, der alle Preisveränderungen berücksichtigt. Wenn Sie Ihren Abschlag dennoch anpassen möchten, können Sie das ganz einfach und jederzeit selbst im Mainova OnlineService erledigen. Bitte beachten Sie dabei: Reduzieren Sie Ihren Abschlag bitte nur dann, wenn sich Ihr Energieverbrauch aufgrund einer veränderten Lebenssituation oder einer energetischen Maßnahme reduziert hat oder reduzieren wird. Sie vermeiden damit eine hohe Nachzahlung.

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Mit Mainova Erdgas KlimaPlus leisten Sie bereits einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz: Denn der CO2-Ausstoß, der durch Ihren Gasverbrauch entsteht, wird durch die Förderung internationaler Klimaschutzprojekte ausgeglichen. Mit den geringen Mehrkosten unterstützen Sie ausschließlich Projekte nach dem strengen „Gold Standard“ des WWF. Wir freuen uns, dass Sie dabei sind!

Das neue BEHG betrifft allerdings alle Gaskunden gleichermaßen – auch Mainova Erdgas Klima Plus Kunden. Leider hat der Gesetzgeber vergessen, diejenigen Gaskunden von den Mehrbelastungen auszunehmen, die bereits heute ihren CO2-Ausstoß neutralisieren.

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So sparen Sie Erdgaskosten ein

Durch die stark gestiegenen Beschaffungskosten und die neuen staatlichen Umlagen verändert sich der Erdgaspreis. Wir sagen Ihnen, was Sie gegen steigende Wärmekosten tun können.
So sparen Sie Kosten und reduzieren weiter Ihren CO2-Ausstoß.

  • Tipps für Mieter
  • Tipps für Hausbesitzer

Wärmekosten sparen: Das können Sie als Mieter tun

Heizung drosseln
Reduzieren Sie die Raumtemperatur. Jedes Grad weniger spart rund 6 Prozent Heizkosten ein. Kurz: Je höher die Raumtemperatur, desto höher die Heizkosten. 

Heizkörper freilassen
Lassen Sie die Heizkörper frei. Diese sollten unverstellt von Möbeln, Vorhängen und Gardinen sein. Die Wärme kann auf diese Weise ungehindert an die Raumluft abgegeben werden.  

Richtig lüften
Stoßlüften ist besser als die Fenster dauernd zu kippen. Dazu die Heizkörperthermostate schließen und die Fenster weit öffnen. Lüften Sie so alle zwei Stunden für ca. 5 Minuten. Verbrauchte Luft wird durch neue ausgetauscht und Feuchtigkeitsschäden vermieden.

Heizung entlüften
Entlüften Sie regelmäßig die Heizung. Spätestens wenn die Heizung „gluckert“ oder die Wärmeverteilung am Heizkörper ungleichmäßig ist, ist es dafür höchste Zeit.

Weitere Energiespartipps

Wärmekosten sparen: Das können Sie als Hausbesitzer tun

Elektronische Thermostatventile einbauen
Steigen Sie auf programmierbare Thermostatventile um. Diese sorgen – ausgerichtet an Ihren Bedürfnissen – für eine flexible und vollautomatische Temperaturregelung. Temperatur absenken, während Sie bei der Arbeit sind, anheben, wenn Sie am Abend zu Hause sind, und nachts wieder absenken, das alles geschieht dann automatisch und spart bares Geld.

Heizungsrohre dämmen
Isolieren Sie die Heizungsrohre im Keller. Besonders in älteren Gebäuden sind die Heizungsrohre dort oft nicht gedämmt – ein unnötiger Wärmeverlust, der sich leicht beheben lässt.  

Alte Fenster abdichten
Über schlecht schließende Fenster und Einfachverglasungen geht jede Menge Wärme verloren. Dichten Sie im ersten Schritt die Fenster ab oder lassen Sie eine neue Dichtung einbauen. Langfristig ist der Einbau moderner Fenster zusammen mit einer Wohnungslüftungsanlage der beste Wärmeschutz.

Hydraulischer Abgleich für die Heizung
Bei der Heizungsoptimierung hilft ein hydraulischer Abgleich, auch hydraulische Einregulierung genannt. Dabei werden Heizungskomponenten, die Heizlast der einzelnen Räume und die Heizleistung der Heizkörper neu aufeinander abgestimmt. Eine Investition, die sich auf lange Sicht auszahlt.

Heizungspumpe tauschen
Ältere, nicht regelbare Heizungspumpen verbrauchen viel Strom, weil sie durchgängig unter voller Leistung laufen. Regelbare Hocheffizienzpumpen passen die Leistung automatisch dem Wärmebedarf an.

Weitere Energiespartipps

  • Tipps für Mieter
  • Tipps für Hausbesitzer

Wärmekosten sparen: Das können Sie als Mieter tun

Heizung drosseln
Reduzieren Sie die Raumtemperatur. Jedes Grad weniger spart rund 6 Prozent Heizkosten ein. Kurz: Je höher die Raumtemperatur, desto höher die Heizkosten. 

Heizkörper freilassen
Lassen Sie die Heizkörper frei. Diese sollten unverstellt von Möbeln, Vorhängen und Gardinen sein. Die Wärme kann auf diese Weise ungehindert an die Raumluft abgegeben werden.  

Richtig lüften
Stoßlüften ist besser als die Fenster dauernd zu kippen. Dazu die Heizkörperthermostate schließen und die Fenster weit öffnen. Lüften Sie so alle zwei Stunden für ca. 5 Minuten. Verbrauchte Luft wird durch neue ausgetauscht und Feuchtigkeitsschäden vermieden.

Heizung entlüften
Entlüften Sie regelmäßig die Heizung. Spätestens wenn die Heizung „gluckert“ oder die Wärmeverteilung am Heizkörper ungleichmäßig ist, ist es dafür höchste Zeit.

Weitere Energiespartipps

Wärmekosten sparen: Das können Sie als Hausbesitzer tun

Elektronische Thermostatventile einbauen
Steigen Sie auf programmierbare Thermostatventile um. Diese sorgen – ausgerichtet an Ihren Bedürfnissen – für eine flexible und vollautomatische Temperaturregelung. Temperatur absenken, während Sie bei der Arbeit sind, anheben, wenn Sie am Abend zu Hause sind, und nachts wieder absenken, das alles geschieht dann automatisch und spart bares Geld.

Heizungsrohre dämmen
Isolieren Sie die Heizungsrohre im Keller. Besonders in älteren Gebäuden sind die Heizungsrohre dort oft nicht gedämmt – ein unnötiger Wärmeverlust, der sich leicht beheben lässt.  

Alte Fenster abdichten
Über schlecht schließende Fenster und Einfachverglasungen geht jede Menge Wärme verloren. Dichten Sie im ersten Schritt die Fenster ab oder lassen Sie eine neue Dichtung einbauen. Langfristig ist der Einbau moderner Fenster zusammen mit einer Wohnungslüftungsanlage der beste Wärmeschutz.

Hydraulischer Abgleich für die Heizung
Bei der Heizungsoptimierung hilft ein hydraulischer Abgleich, auch hydraulische Einregulierung genannt. Dabei werden Heizungskomponenten, die Heizlast der einzelnen Räume und die Heizleistung der Heizkörper neu aufeinander abgestimmt. Eine Investition, die sich auf lange Sicht auszahlt.

Heizungspumpe tauschen
Ältere, nicht regelbare Heizungspumpen verbrauchen viel Strom, weil sie durchgängig unter voller Leistung laufen. Regelbare Hocheffizienzpumpen passen die Leistung automatisch dem Wärmebedarf an.

Weitere Energiespartipps

Erdgaspreise: wichtige Begriffe im Überblick

Welche Kosten sind im Arbeitspreis enthalten und was genau ist die Energie- bzw. Erdgassteuer? Die wichtigsten Begriffe zum Thema Erdgaspreis-Zusammensetzung haben wir kompakt für Sie zusammengestellt.

  • Arbeitspreis Erdgas: Der Arbeitspreis deckt insbesondere die variablen Kosten, die in direktem Zusammenhang mit Ihrem Verbrauch stehen. Die Kosten setzen sich zusammen aus Steuern und Umlagen, den Netzentgelten für den Energietransport und die Weiterverteilung sowie den Kosten für den Einkauf.
  • Bilanzierungsumlage: Die Bilanzierungsumlage dient zur Deckung des zu erwartenden Fehlbetrages aus dem Einsatz von Regel- und Ausgleichsenergie. Die Umlagenhöhe wird jährlich zum 01.10. neu festgelegt und von den Marktgebietsverantwortlichen veröffentlicht.
  • Energie-/Erdgassteuer: Die Energiesteuer (umgangssprachlich auch Erdgassteuer genannt) ist eine Verbrauchssteuer auf Erdgas und Flüssiggas und ist im Energiesteuergesetz geregelt. Ihre Höhe beträgt 0,55 ct/kWh.
  • Gasbeschaffungsumlage (Gasumlage): Wegen der Gasknappheit, steigender Großhandelspreise und zur Vermeidung von Insolvenzen und Lieferausfällen sollte ab dem 1. Oktober 2022, befristet bis April 2024, eine Gasumlage von 2,419 ct/kWh erhoben werden. Die Umlage wurde nicht realisiert.
  • Gasspeicherumlage: Die Speicherumlage soll die Kosten für die Einspeicherung von Gas nach § 35e EnWG decken. Sie wird ab dem 1. Oktober 2022 bis zum Frühjahr 2025 erhoben. Ihre Höhe beträgt 0,059 ct/kWh für die Dauer von drei Monaten.
  • Grundpreis Erdgas: Der Grundpreis deckt die fixen Kosten des Versorgungsunternehmens ab und wird für die Bereitstellung der Energie erhoben.
  • Netzentgelte: Der jeweilige Netzbetreiber erhebt dieses Entgelt für den Transport und die Verteilung von Strom bzw. Erdgas. Die Höhe dieser Entgelte wird behördlich durch die Bundesnetzagentur oder die Landesaufsichtsbehörden festgelegt und kann sich je nach Region stark unterscheiden.
  • Umsatzsteuer: Da die Umsatzsteuer (umgangssprachlich auch Mehrwertsteuer genannt) auf den Nettobetrag der Stromrechnung, der beispielsweise schon die Stromsteuer und andere Umlagen enthält, erhoben wird, kommt es hier zu einer Doppelbesteuerung von Strom. Denn so zahlen Sie auch Umsatzsteuer auf die Stromsteuer. Bei Erdgas tritt die Energiesteuer an die Stelle der Stromsteuer.

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