Erdgaspreis-Zusammensetzung

Ihr Erdgaspreis: immer gut informiert rund um Netzentgelte, Erdgassteuer, BEHG und mehr

Gestaltung des Erdgaspreises

Ihr Erdgaspreis setzt sich im Wesentlichen aus den folgenden drei Faktoren zusammen.

  • Gesetzlich verursachte Belastungen in Form von Abgaben und Steuern: Dazu zählen u. a. die Konzessionsabgabe, die Erdgassteuer (aktuell 0,55 ct/kWh) sowie die Mehrwertsteuer. Seit Januar 2021 kommen Kosten hinzu, die sich aus dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) ergeben. Das Gesetz legt fest, dass der CO2-Ausstoß bepreist wird. Dieser Preis liegt 2021 bei 0,455 ct/kWh und erhöht sich schrittweise über die nächsten fünf Jahre.
  • Regulierte Netzentgelte: Gebühr für die Nutzung des Erdgasnetzes. Dieses Entgelt wird vom Netzbetreiber für den Transport und die Verteilung vom Erdgas erhoben. Die Höhe wird behördlich festgelegt und kann sich je nach Region unterscheiden.
  • Energiebeschaffung: Dieser Block umfasst die Kosten Ihres Lieferanten für die Erdgasbeschaffung sowie den Vertrieb.

BEHG – gemeinsam ans Klimaziel

Als Teil der Energie- und Klimawende hat die Bundesregierung Ende 2019 das sogenannte Brennstoffemissionshandelsgesetz verabschiedet. Mit dem BEHG sollen weitere Anreize geschaffen werden, den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) nachhaltig zu senken. Das Gesetz beinhaltet die Einführung von CO2-Emissionszertifikaten für Kraft- und Brennstoffe (wie z. B. Öl, Benzin und Erdgas) seit 1. Januar 2021.

Obwohl Erdgas als klimaschonendster aller konventionellen Energieträger gilt, müssen Emissionszertifikate auch für Erdgas erworben werden – genauer gesagt für den CO2-Ausstoß.

Was bedeutet das BEHG für Sie als Erdgaskunde?

Seit Inkrafttreten des BEHG wird die CO2-Emission von Erdgas bepreist. Mit den Einnahmen senkt der Gesetzgeber dafür die Höhe der EEG-Umlage, also Ihren Strompreis. Kurz: Erdgas wird teurer, Strom wird günstiger.

Ziel ist es, Energieträger möglichst effizient zu nutzen und die Emissionen zu reduzieren. Auch Sie können dazu beitragen, den CO2-Ausstoß zu senken. In unseren Energiespartipps finden Sie dafür hilfreiche Tipps. Das lohnt sich auch finanziell für Sie.

Häufig gestellte Fragen

Das Kürzel BEHG steht für Brennstoffemissionshandelsgesetz. Es gilt seit dem 1. Januar 2021 und ist Teil der von der Bundesregierung geplanten Energie- und Klimawende. Damit sollen Anreize geschaffen werden, den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) zu senken. Dazu gehört unter anderem, dass der CO2-Ausstoß einen Preis bekommen hat, also bezahlt werden muss. Mit den Einnahmen aus dem BEHG senkt der Gesetzgeber wiederum die Höhe der EEG-Umlage, also Ihren Strompreis.

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Das BEHG ist am 20. Dezember 2019 in Kraft getreten. Es geht darin um den CO2-Ausstoß bei der Verbrennung von Kraft- und Brennstoffen, also zum Beispiel Öl, Benzin und Erdgas. Für diese Energieträger müssen seit dem 1. Januar 2021 Emissionszertifikate gekauft werden.

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In der Einführungsphase (2021-2025) werden die Zertifikate zu einem Festpreis verkauft. 2021 liegt dieser Preis bei 25 Euro/ Tonne und steigt sukzessive Jahr für Jahr bis 55 Euro/ Tonne in 2025. Ab 2026 soll die Preisbildung für die Zertifikate grundsätzlich über den Markt erfolgen zu einem Mindestpreis von 55-65 Euro/ Tonne.

Folgend eine Darstellung der Preisentwicklung pro Tonne CO2 über die nächsten Jahre und welche Kosten pro Kilowattstunde dabei voraussichtlich entstehen:
 

Jahr

Preis pro Tonne CO2

vsl. Zusatzkosten für Erdgas pro kWh netto

2021

25 EUR

0,455 Ct

2022

30 EUR

0,546 Ct

2023

35 EUR

0,637 Ct

2024

45 EUR

0,819 Ct

2025

55 EUR

1,001 Ct


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Durch die Kosten für die Zertifikate wird Erdgas auch für Sie als Kunde teurer. Ein Rechenbeispiel: Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 7.000 kWh führt das zu Mehrkosten von rund 35 € im Jahr 2021. Dabei sollen die Zertifikatpreise in den Folgejahren steigen – das resultiert für unser Beispiel in bis zu 70 € Mehrkosten im Jahr 2025. Die höheren Kosten sollen einen Anreiz schaffen, Energie zu sparen. Gleichzeitig sollen wir als Versorger klimaschonende Technologien und erneuerbare Energien weiter voranbringen. Wir als Mainova unterstützen das mit voller Energie, denn der Schutz von Klima und Umwelt ist wichtig.

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255

Ihre monatlichen Abschlagszahlungen passen wir automatisch an, nachdem Sie die nächste Jahresrechnung erhalten haben. Sie müssen derzeit also nichts unternehmen. Sie können die Abschlagszahlungen aber auch schon vorher selbst ändern, zum Beispiel ganz bequem im Mainova OnlineService, zu dem Sie rund um die Uhr Zugang haben.

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244

Erdgas ist klimaschonender als andere „normale“ Energieträger. Zwar wird beim Verbrennen von Erdgas auch Kohlendioxid (CO2) ausgestoßen, Vergleiche zeigen jedoch, dass es mit Hilfe von Erdgas sogar möglich wäre, den CO2-Ausstoß insgesamt zu senken. Dazu müssten beispielsweise alle Haushalte mit Ölheizung, die an ein Gasnetz angeschlossen sind, auf Gasbrennwertkessel umsteigen. Damit ließen sich nach Berechnungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. rund 18 Millionen Tonnen CO2 vermeiden. Das ist so viel, als würde in Deutschland ab sofort jeder fünfte Pkw nicht mehr auf der Straße fahren.

Noch besser schneidet Erdgas ab, wenn ihm Biogas oder sogar „erneuerbares Gas“ beigemischt wird. Auch ein kompletter Ersatz durch erneuerbares Gas ist auf längere Sicht denkbar.

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Ganz im Gegenteil. Erdgas ist für viele Kunden die Wunschenergie Nummer 1. Das liegt auch daran, dass ihnen damit viele moderne technische Lösungen – etwa Brennstoffzellen und Gaswärmepumpen – zur Verfügung stehen.

Hinzu kommt: Gas kann „grün“ sein und ist deshalb auch eine Energie für die Zukunft. Jedes Jahr steigt der Anteil von Gas aus erneuerbaren Quellen. Und die Leitungen für dessen Transport sind bereits vorhanden. Das Leitungsnetz in Deutschland kann als gigantischer Energiespeicher dienen. Eine mögliche Lösung des heutigen Problems, dass Elektrizität aus erneuerbaren Quellen oft dann zu Verfügung stehen, wenn so viel Energie gar nicht benötigt wird – aber nicht gespeichert werden kann.

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Mit Mainova Erdgas KlimaPlus leisten Sie bereits einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz: Denn der CO2-Ausstoß, der durch Ihren Gasverbrauch entsteht, wird durch die Förderung internationaler Klimaschutzprojekte ausgeglichen. Mit den geringen Mehrkosten unterstützen Sie ausschließlich Projekte nach dem strengen „Gold Standard“ des WWF. Wir freuen uns, dass Sie dabei sind!

Das neue BEHG betrifft allerdings alle Gaskunden gleichermaßen – auch Mainova Erdgas Klima Plus Kunden. Leider hat der Gesetzgeber vergessen, diejenigen Gaskunden von den Mehrbelastungen auszunehmen, die bereits heute ihren CO2-Ausstoß neutralisieren.

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So sparen Sie Erdgaskosten ein

Durch das BEHG verändert sich der Erdgaspreis. Wir sagen Ihnen, was Sie gegen steigende Wärmekosten tun können.
So sparen Sie Kosten und reduzieren weiter Ihren CO2-Ausstoß.

  • Tipps für Mieter
  • Tipps für Hausbesitzer

Wärmekosten sparen: Das können Sie als Mieter tun

Heizung drosseln
Reduzieren Sie die Raumtemperatur. Jedes Grad weniger spart rund 6 Prozent Heizkosten ein. Kurz: Je höher die Raumtemperatur, desto höher die Heizkosten. 

Heizkörper freilassen
Lassen Sie die Heizkörper frei. Diese sollten unverstellt von Möbeln, Vorhängen und Gardinen sein. Die Wärme kann auf diese Weise ungehindert an die Raumluft abgegeben werden.  

Richtig lüften
Stoßlüften ist besser als die Fenster dauernd zu kippen. Dazu die Heizkörperthermostate schließen und die Fenster weit öffnen. Lüften Sie so alle zwei Stunden für ca. 5 Minuten. Verbrauchte Luft wird durch neue ausgetauscht und Feuchtigkeitsschäden vermieden.

Heizung entlüften
Entlüften Sie regelmäßig die Heizung. Spätestens wenn die Heizung „gluckert“ oder die Wärmeverteilung am Heizkörper ungleichmäßig ist, ist es dafür höchste Zeit.

Weitere Energiespartipps

Wärmekosten sparen: Das können Sie als Hausbesitzer tun

Elektronische Thermostatventile einbauen
Steigen Sie auf programmierbare Thermostatventile um. Diese sorgen – ausgerichtet an Ihren Bedürfnissen – für eine flexible und vollautomatische Temperaturregelung. Temperatur absenken, während Sie bei der Arbeit sind, anheben, wenn Sie am Abend zu Hause sind, und nachts wieder absenken, das alles geschieht dann automatisch und spart bares Geld.

Heizungsrohre dämmen
Isolieren Sie die Heizungsrohre im Keller. Besonders in älteren Gebäuden sind die Heizungsrohre dort oft nicht gedämmt – ein unnötiger Wärmeverlust, der sich leicht beheben lässt.  

Alte Fenster abdichten
Über schlecht schließende Fenster und Einfachverglasungen geht jede Menge Wärme verloren. Dichten Sie im ersten Schritt die Fenster ab oder lassen Sie eine neue Dichtung einbauen. Langfristig ist der Einbau moderner Fenster zusammen mit einer Wohnungslüftungsanlage der beste Wärmeschutz.

Hydraulischer Abgleich für die Heizung
Bei der Heizungsoptimierung hilft ein hydraulischer Abgleich, auch hydraulische Einregulierung genannt. Dabei werden Heizungskomponenten, die Heizlast der einzelnen Räume und die Heizleistung der Heizkörper neu aufeinander abgestimmt. Eine Investition, die sich auf lange Sicht auszahlt.

Heizungspumpe tauschen
Ältere, nicht regelbare Heizungspumpen verbrauchen viel Strom, weil sie durchgängig unter voller Leistung laufen. Regelbare Hocheffizienzpumpen passen die Leistung automatisch dem Wärmebedarf an.

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Erdgaspreise: wichtige Begriffe im Überblick

Welche Kosten sind im Arbeitspreis enthalten und was genau ist die Energie- bzw. Erdgassteuer? Die wichtigsten Begriffe zum Thema Erdgaspreis-Zusammensetzung haben wir kompakt für Sie zusammengestellt.

  • Arbeitspreis Erdgas: Der Arbeitspreis deckt insbesondere die variablen Kosten, die in direktem Zusammenhang mit Ihrem Verbrauch stehen. Die Kosten setzen sich zusammen aus Steuern und Umlagen, den Netzentgelten für den Energietransport und die Weiterverteilung sowie den Kosten für den Einkauf.
  • Bilanzierungsumlage: Die Bilanzierungsumlage dient zur Deckung des zu erwartenden Fehlbetrages aus dem Einsatz von Regel- und Ausgleichsenergie. Die Umlagenhöhe wird jährlich zum 01.10. neu festgelegt und von den Marktgebietsverantwortlichen veröffentlicht.
  • Energie-/Erdgassteuer: Die Energiesteuer (umgangssprachlich auch Erdgassteuer genannt) ist eine Verbrauchssteuer auf Erdgas und Flüssiggas und ist im Energiesteuergesetz geregelt. Ihre Höhe beträgt 0,55 ct/kWh.
  • Grundpreis Erdgas: Der Grundpreis deckt die fixen Kosten des Versorgungsunternehmens ab und wird für die Bereitstellung der Energie erhoben.
  • Netzentgelte: Der jeweilige Netzbetreiber erhebt dieses Entgelt für den Transport und die Verteilung von Strom bzw. Erdgas. Die Höhe dieser Entgelte wird behördlich durch die Bundesnetzagentur oder die Landesaufsichtsbehörden festgelegt und kann sich je nach Region stark unterscheiden.
  • Umsatzsteuer: Da die Umsatzsteuer (umgangssprachlich auch Mehrwertsteuer genannt) in Höhe von derzeit 19 % auf den Nettobetrag der Stromrechnung, der beispielsweise schon die Stromsteuer und andere Umlagen enthält, erhoben wird, kommt es hier zu einer Doppelbesteuerung von Strom. Denn so zahlen Sie auch Umsatzsteuer auf die Stromsteuer. Bei Erdgas tritt die Energiesteuer an die Stelle der Stromsteuer.
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Der Strompreis im Detail

Von EEG-Umlage bis Stromsteuer: Welche Anteile bekommt der Staat und was bekommen wir als Ihr Energieversorger? Hier finden Sie die aktuelle Aufschlüsselung der Strompreise

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Fragen zur Energieversorgung

Im Bereich „Wissen & Hilfe“ haben wir Antworten auf FAQ - häufig gestellte Fragen -  zusammengestellt.

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