Strompreis-Zusammensetzung

Netzentgelte, EEG-Umlage und mehr: Wir beantworten Ihre Fragen rund um die Zusammensetzung des Strompreises.

Die Situation auf den Energiemärkten ist weiterhin sehr angespannt. Die Beschaffungspreise für Strom haben sich in den zurückliegenden Monaten vervielfacht. 
Darüber hinaus haben sich zum 1. Januar 2023 auch die Netzentgelte und die Summe der staatlichen Umlagen erhöht. Wir haben keine Möglichkeit, diese aktuellen Entwicklungen bei den Einkaufskosten vollständig aufzufangen und mussten daher unsere Preise zum 1. Januar 2023 an die gestiegenen Kosten anpassen.

So setzt sich der Strompreis zusammen

Die Kosten für Ihren Strom werden in Grundpreis und Arbeitspreis eingeteilt. Den festen Grundpreis erheben wir für die Bereitstellung des Stroms. Der Arbeitspreis (in Cent pro kWh Strom) hingegen deckt die variablen Kosten – und steht somit in direktem Zusammenhang mit Ihrem persönlichen Stromverbrauch.

Aber was steckt alles im Strompreis? Der Strompreis in Deutschland setzt sich aus drei Teilen zusammen. Ein Anteil entfällt dabei auf die staatlich veranlassten Steuern, Abgaben und Umlagen. Zusammen mit den behördlich festgelegten Netzentgelten (Gebühr für die Nutzung der Stromnetze sowie die Messung des Verbrauchs) machen sie knapp zwei Drittel des Strompreises aus. Der verbleibende Teil entfällt auf die Kosten für Beschaffung, Vertrieb und Abrechnung.


Zusammensetzung des Mainova Classic Stromtarifs

Mainova Strom Classic, Grundpreis 83,24 €/Jahr, Arbeitspreis 50,46 ct/kWh, Abnahmefall: 2.500 kWh/a (brutto).


In den letzten Monaten ist der Anteil der Beschaffungskosten deutlich gestiegen. Hintergrundinformationen finden Sie auf „Energiemarkt in Bewegung“

Steuern, Umlagen, Erneuerbare-Energien-Gesetz

Ob eine Strompreiserhöhung ansteht oder nicht, hängt also stark vom Kostenblock der Steuern und Umlagen ab – und vom geplanten Netzausbau im Rahmen der Energiewende. Nur so erreicht genug Strom aus erneuerbaren Energien Ihre Steckdose. Auch die erwartete Steigerung des Energiebedarfs spielt daher eine Rolle. Abhängig von Ihrem Wohnort entstehen unterschiedliche Kosten für die Belieferung, beispielsweise durch regional variierende Netzentgelte.

Nachfolgend haben wir die wichtigsten Steuern und Umlagen auf Strom zusammengestellt.

bis
30.06.2022 (ct/kWh)

ab
1.07.2022 (
ct/kWh)
ab
1.01.2023 (
ct/kWh)

Umlage nach Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

3,723

0,00

0,00

Stromsteuer

2,050

2,050

2,050

Umlage nach § 17f Energie-Wirtschaftsgesetz (Offshore-Netzumlage)

0,419

0,419

0,591

Umlage nach Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-G)

0,378

0,378

0,357

Umlage nach § 19 Abs. 2 Stromnetz-Entgeltverordnung (StromNEV)

0,437

0,437

0,417

Umlage nach Abschaltbare-Lasten-Verordnung (AbLaV)

0,003

0,003

0,000

Summe (exklusive aktuell geltender MwSt.)7,010

3,287

3,415

Die Angaben zur Höhe der Steuern und Umlagen entsprechen dem Stand vom 7. November 2022 und erfolgen ohne Gewähr. Die jeweils aktuellen Höhen können Sie online auf der gemeinsamen Website der vier Übertragungsnetzbetreiber – also den Betreibern des Stromnetzes – einsehen (www.netztransparenz.de). Die Höhe der Konzessionsabgabe bestimmt jede Kommune selbst; der Gesetzgeber hat in der Konzessionsabgabeverordnung nur Höchstbeträge festgelegt. Die kundenindividuell zutreffende Höhe entnehmen Sie bitte dem Preisblatt des örtlich zuständigen Verteilnetzbetreibers.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG, fördert die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wie Windenergie, Wasserkraft, Solarenergie, Biomasse, Erdwärme. Die Netzbetreiber sind verpflichtet, die so erzeugte Energie zu einem festgelegten Preis abzunehmen. Es handelt sich also um eine Subvention für den Klimaschutz. Die Kosten, die durch die Förderung der erneuerbaren Erzeugung entstehen, werden mit Hilfe der sogenannten EEG-Umlage an die Endverbraucher weitergegeben.

Der Bundestag hat die Absenkung der EEG-Umlage auf 0,00 ct pro Kilowattstunde beschlossen. Das „Gesetz zur Absenkung der Kostenbelastungen durch die EEG-Umlage und zur Weitergabe dieser Absenkung an die Letztverbraucher“ sieht vor, dass die EEG-Umlage zum 1. Juli 2022 abgeschafft wurde. Dazu wird die EEG-Umlage mit Wirkung zum 1. Juli 2022 und befristet bis zum 31. Dezember 2022 auf null gesetzt. Die dauerhafte Abschaffung und Finanzierung der EEG-Förderung über den Energie- und Klimafonds erfolgt in einem zweiten Schritt im Rahmen der aktuell anstehenden EEG-Novelle.

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Die Senkung der EEG-Umlage zum 1. Juli 2022 geben wir vollumfänglich und automatisch an unsere Stromkunden weiter. Sie brauchen nichts weiter zu unternehmen.

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Die jeweils gültige EEG-Umlage war noch bis zum 30. Juni 2022 in unseren Preisen einkalkuliert. Seit dem 1. Juli 2022 fällt die EEG-Umlage vollständig weg. Diese Senkung geben wir vollumfänglich und automatisch an unsere Stromkunden weiter.

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Preisentwicklungen

Die derzeit angespannte Lage auf dem Energiemarkt stellt auch uns vor große Herausforderungen. Insbesondere die massiven Energiepreisanstiege an den Energiebörsen und Beschaffungsmärkten sowie die hohen kurzfristigen Preisschwankungen (die sogenannte Volatilität) erschweren belastbare Prognosen über längere Zeiträume.


Sicher ist jedoch, dass sowohl Unternehmen als auch private Verbraucher sich insgesamt auf deutlich steigende Energiepreise einstellen müssen. Auf der Webseite des BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. finden Sie Details zur historischen Preisentwicklung.


Preisanalyse Gas

Preisanalyse Strom


Wenn Sie einen Vertrag mit einer Preisgarantie bei uns haben, informieren wir Sie in der Regel 4 bis 6 Wochen vor Ablauf der Garantie über notwendige Preisanpassungen.


Hinweis zur Änderung von Abschlagszahlungen: Sie haben bereits einen neuen Abschlagsplan oder eine Ankündigung dazu erhalten? Auch wenn uns dieser Schritt nicht leichtfällt – mit der Anpassung möchten wir Sie vor zu großen Auswirkungen schützen. Jeder Monat, in dem Sie einen zu geringen Abschlag zahlen, erhöht die Gesamtsumme Ihrer Nachzahlung. Diese wird bei der Jahresrechnung fällig. Um die Belastung zu verringern, prüfen wir die monatlichen Abschläge und passen sie an die neuen Preise an.


Informationen zur Abschlagsanpassung


Transparenz für Verbraucher: Auf unserer Preisfakten-Seite erläutern wir Ihnen die Zusammensetzung der Energiepreise und die Preisbestandteile bei Strom und Erdgas – leicht verständlich und transparent.

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Mit vorausschauender Beschaffungsstrategie beschaffen wir Gas auf dem deutschen Energiegroßmarkt.

Wir beobachten konstant die Entwicklungen und ergreifen verschiedene Maßnahmen, um die Erzeugung von Strom und Wärme in unseren Kraftwerken auch in der aktuellen Situation und künftig zuverlässig sicherzustellen.

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Strom wird nicht nur durch Windkraft- oder Solaranbieter produziert, sondern auch in Kohle- und Gaskraftwerken. Durch den Krieg in der Ukraine ist der Gaspreis stark gestiegen und dadurch ist auch Strom teurer geworden. Wenn die Strommengen der erneuerbaren Energien und der Kohlekraftwerke nicht ausreichen, um den Bedarf zu decken, werden auch die deutlich teureren Gaskraftwerke angefragt. Und da das Kraftwerk, das als letztes zum Zuge kommt, den Preis bestimmt, liegt der Strompreis so hoch. Auch Produzenten von billigerem Strom aus Sonne, Wind, Atomkraft oder Braunkohle erhalten dann den hohen Preis. So stellt das System sicher, dass zu jedem Zeitpunkt genügend Strom da ist.

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Der Strom aus erneuerbaren Energien reicht nicht aus, um die gesamte deutsche Stromnachfrage zu decken. Daher sind weitere Kraftwerke wie Gas- oder Kohlekraftwerke erforderlich. An den Börsen bestimmen verschiedene Marktfaktoren wie Beschaffungskosten oder Angebot und Nachfrage die Preise für Strom. Da Strom aus Kohle und Gas aktuell teurer ist, steigen die Nachfrage und somit auch der Preis für Ökostrom. Steigende Marktpreise wirken sich demnach immer auch auf Ökostromtarife aus. 

Trotzdem tragen unsere Kundinnen und Kunden durch ihre Entscheidung, Ökostrom von Mainova zu beziehen, aktiv zum Ausbau der erneuerbaren Energien und zur Energiewende bei. Denn je mehr Strom aus regenerativen Energien nachgefragt wird, desto mehr Ökostrom wird in das Netz eingespeist. Wenn also immer mehr Menschen Ökostrom anfordern, muss auch immer mehr davon produziert werden.

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Mit Mainova haben Sie Hessens größten Energieversorger an Ihrer Seite – mit 190 Jahren Erfahrung. Wir sind ein vor Ort engagierter Regional- und Grundversorger und mehr als 1 Mio. Menschen in ganz Deutschland vertrauen auf uns.


Sie brauchen sich also keine Sorgen zu machen, dass Mainova einfach Ihren Vertrag kündigt. In wenigen Ausnahmefällen könnten wir dies tun, wenn Sie beispielsweise Ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen und wir gemeinsam keine Lösung finden. Dies kommt aber nur sehr selten vor.

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7

Bitte übermitteln Sie uns um den Jahreswechsel herum einen aktuellen Zählerstand. So stellen Sie sicher, dass die jährliche Abrechnung Ihrem tatsächlichen Verbrauch entspricht. Übermitteln Sie keinen Zwischenstand, schätzen wir den Zählerstand automatisch. 

Den Zählerstand teilen Sie uns bitte ausschließlich über unser Sprachportal unter 0800 000 4263 mit. Oder nutzen Sie unseren Mainova OnlineService: Hier können Sie rund um die Uhr Ihren Zählerstand eingeben.  

Falls Sie uns telefonisch erreichen möchten, bitten wir in der aktuellen Situation um Ihr Verständnis, dass es derzeit zu erheblich langen Wartezeiten kommen kann. Ebenso kann eine Antwort von uns auf Ihre schriftlichen Anfragen längere Zeit in Anspruch nehmen. Sie können sich jedoch darauf verlassen, dass wir alles daransetzen, unseren ausgezeichneten Service schnellstmöglich wieder ohne lange Wartezeiten für Sie gewährleisten zu können. 

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Wir sind für Sie da und wir finden gemeinsam eine Lösung. Grundsätzlich gilt: Rechnungen und Abschläge müssen pünktlich bezahlt werden. Zahlungen für Strom, Heizung und Miete sollten immer Vorrang haben und vor allen anderen Rechnungen beglichen werden. Uns ist allerdings sehr wohl bewusst, dass manche Umstände dies erschweren können und gerade die aktuelle Situation eine besondere Herausforderung für viele Haushalte darstellt. 

Sollten Sie in Zahlungsschwierigkeiten geraten, nehmen Sie bitte unmittelbar Kontakt mit uns auf. Bei Nichtbezahlung von Energierechnungen oder monatlichen Abschlägen drohen zusätzliche Kosten durch Beantragung von Mahnbescheiden, Gerichtskosten sowie Inkasso- und Sperrgebühren. 

Sollten Sie die Energiekosten aus eigener Hand nicht mehr bewältigen können, finden wir eine individuelle Lösung. Bitte nutzen Sie ebenfalls die Angebote Dritter wie Caritas oder öffentliche Institutionen. 

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Strompreise: wichtige Begriffe im Überblick

Welche Bestandteile umfasst der Arbeitspreis und was versteht man unter Netzentgelten? Die wichtigsten Begriffe zum Thema Strompreis-Zusammensetzung haben wir kompakt für Sie zusammengestellt.

  • Arbeitspreis Strom: Der Arbeitspreis deckt insbesondere die variablen Kosten, die in direktem Zusammenhang mit Ihrem Stromverbrauch stehen. Die Kosten setzen sich zusammen aus den oben genannten Steuern und Umlagen, den Netzentgelten für den Stromtransport und die Weiterverteilung sowie den Kosten für den Stromeinkauf.
  • EEG-Umlage: Die Bezeichnung EEG-Umlage leitet sich ab vom Erneuerbare-Energien-Gesetz (kurz: EEG), das die Energiewende vorantreiben soll. Mit Hilfe der EEG-Umlage werden Extrakosten, die durch die Förderung der erneuerbaren Stromerzeugung entstehen, an Sie als Endverbraucher weitergegeben.
  • Grundpreis Strom: Der Grundpreis deckt die fixen Kosten Ihres Stromversorgers ab und wird für die Bereitstellung des Stroms erhoben.
  • Leistungspreis: Mit dem Leistungspreis werden die fixen Kosten für den Bezug (Einkauf) des Stroms abgedeckt.
  • Netzbetreiber: Der Netzbetreiber ist für den sachgemäßen und störungsfreien Betrieb des Energienetzes zuständig, so dass der Strom zuverlässig zu Ihnen kommt. Zu den Aufgaben zählen Wartung, Erneuerung und Ausbau. Die Entgelte für die Netznutzung sind in Ihrem Strompreis enthalten.
  • Netzentgelte: Der jeweilige Netzbetreiber erhebt dieses Entgelt für den Transport und die Verteilung des Stroms. Die Höhe dieser Entgelte wird behördlich durch die Bundesnetzagentur oder die Landesaufsichtsbehörden festgelegt und kann sich je nach Region unterscheiden.
  • Stromsteuer: Die Stromsteuer wurde im Rahmen des Gesetzes zum Einstieg in die ökologische Steuerreform am 1. April 1999 in Deutschland als „Ökosteuer“ eingeführt. Die Energieversorger geben diesen Betrag von Ihnen an den Staat weiter.
  • Verrechnungspreis: Wenn ein Verrechnungspreis separat ausgewiesen ist (d. h., wenn dieser nicht bereits in den Grundpreis integriert ist), deckt er insbesondere die Kosten, die für die Messung und Abrechnung Ihres Stromverbrauchs entstehen.

Abschlag und Vorauszahlung

Was ist ein Abschlag und wie wird er ermittelt? Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Abschlag finden Sie in den Mainova FAQ. Mehr erfahren!

Häufige Fragen zum Abschlag

Der Erdgaspreis im Detail

Von Erdgassteuer bis Bepreisung der CO2-Emissionen: Erhalten Sie Einblicke in die Gestaltung des Erdgaspreises und die Emissionszertifikate als Beitrag zum Klimaschutz.

Mehr zum Gaspreis

Ökostrom für alle Haushalte

Grünes Licht für mehr Nachhaltigkeit: Wir beschaffen für alle Haushalte zu 100 % Ökostrom – und das ohne Aufpreis.

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