Erdgaspreis-Zusammensetzung

Ihr Erdgaspreis: immer gut informiert rund um Preisbremsen, Gasumlagen, BEHG und mehr

Gestaltung des Erdgaspreises

Ihr Erdgaspreis setzt sich im Wesentlichen aus den folgenden drei Faktoren zusammen.

  • Gesetzlich verursachte Belastungen in Form von Abgaben und Steuern u.a.:
    Mehrwertsteuer (7 %)
    Erdgassteuer (0,55 ct/kWh)
    Bilanzierungsumlage (0,57 ct/kWh)
    Gasspeicherumlage (0,059 ct/kWh)
    BEHG-Kosten (0,546 ct/kWh)
  • Regulierte Netzentgelte: Gebühr für die Nutzung des Erdgasnetzes. Dieses Entgelt wird vom Netzbetreiber für den Transport und die Verteilung vom Erdgas erhoben. Die Höhe wird behördlich festgelegt und kann sich je nach Region unterscheiden.
  • Energiebeschaffung: Dieser Block umfasst die Kosten Ihres Lieferanten für die Erdgasbeschaffung sowie den Vertrieb.

Häufig gestellte Fragen

  • Gas-/Wärmepreisbremse
  • Soforthilfe Gas/Wärme
  • Gasumlagen
  • BEHG

Derzeit unterscheidet die Gaspreisbremse zwischen dem Standard Lastprofil (SLP) und Registrierende Leistungsmessung (RLM).

Private Haushalte, kleine und mittlere Unternehmen und Vereine (in der Regel SLP-Kunden) , die jährlich weniger als 1,5 Millionen kWh Gas verbrauchen, wird der Preis für  80% Ihres Vorjahresverbrauchs auf 12 ct/kWh und für Fernwärmekunden auf 9,5 ct/kWh gedeckelt. Für den restlichen Energieverbrauch gilt der mit uns vertraglich vereinbarte Preis.


Die Entlastung für Gas haben wir hier für Sie beispielhaft berechnet. Für Wärme kann der gleiche Rechenweg verwendet werden.

Durch die Energiekrise ist der Gaspreis von Familie Müller von 8 ct/kWh auf 22 ct/kWh gestiegen. Mit der Preisbremse möchte die Bundesregierung Familie Müller entlasten und deckelt den Preis für 80% ihres Vorjahresverbrauchs auf 12 ct/kWh. 

Familie Müller erhält die Differenz zwischen Ihrem neuen Arbeitspreis von 22 ct/kWh und dem gedeckelten Preis von 12 ct/kWh - also 10 ct/kWh - als Entlastung. 


Familie Müller hat einen Jahresverbrauch an Gas von 15.000 kWh, also 1.250 kWh im Monat. Mit ihrem bisherigen Arbeitspreis von 8 ct/kWh bezahlten Sie dafür 100 €/Monat bzw. 1.200 €/Jahr. Mit dem neuen Arbeitspreis von 22 ct/kWh würde Familie Müller ohne Preisbremse für Ihren Verbrauch 275 €/Monat bezahlen. Mit der Preisbremse liegt der Betrag deutlich niedriger, nämlich bei 175 €/Monat. Denn für 80% des prognostizierten Verbrauchs werden 12 ct/kWh bezahlt und nur für den darüber liegenden Verbrauch fallen die Kosten in der vollen Höhe des Arbeitspreises von 22 ct/kWh an. Die Ersparnis durch die Preisbremse beträgt damit 100 €/Monat.

Familie Müller versucht trotzdem Gas zu sparen, denn auch der gedeckelte Preis ist höher als ihr früherer Gaspreis. Für jede Kilowattstunde, die über die 80 % ihres Vorjahresverbrauchs hinausgeht, muss sie 22 ct/kWh bezahlen.



Für größere Unternehmen und Industriekunden (in der Regel RLM-Kunden) gilt ein Preis im Gas auf 7 Cent des reinen Energiepreises für 70% des Vorjahresverbrauchs.

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8

Es gibt Melde-/Mitteilungspflichten für Kunden, die sehr hohe Entlastungen erwarten – also Unternehmensverbünde und Industrie. Für Privatverbraucher und Kleingewerbe übernimmt die ganze Abwicklung Mainova.

Wenn Sie per Bankeinzug bezahlen, müssen Sie ansonsten nichts tun. Sie erhalten die Entlastungen automatisch über Ihren monatlichen Abschlag bzw. über Ihre Abrechnung. Wir informieren Sie darüber, wie sich Ihr Abschlag durch die Preisbremse verändert. Wenn Sie uns kein SEPA-Lastschriftmandat erteilt haben und Ihren Abschlag selbst überweisen, erhalten Sie  eine Information über Ihren neuen Abschlag, sodass Sie diesen anpassen können. Sollten Sie keine Abschlagsanpassung vornehmen, werden die von Ihnen geleisteten Abschläge und die staatliche Entlastung in Ihrer nächsten Jahresrechnung verrechnet. Egal ob Bankeinzug oder Überweisung: Wir kümmern uns darum, dass Sie die staatlichen Unterstützungsleistungen erhalten.

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Durch die staatliche Preisbremse möchte der Gesetzgeber Kundinnen und Kunden vor sehr hohen Energiepreisen schützen. Wer mehr als 9,5 ct für die Kilowattstunde Wärme bezahlt, erhält eine staatliche Unterstützung. Liegt Ihr aktueller Arbeitspreis unter 9,5 ct/kWh greift bei Ihnen die staatliche Preisbremse nicht, da Ihr Vertragspreis bereits niedriger ist als die Preisbremse.

Sollte im Zeitraum von 01.01.2023 bis 31.12.2023 Ihr Wärme-Arbeitspreis auf über 9,5 ct/kWh ansteigen, haben Sie automatisch Anspruch auf Entlastung über die Wärmepreisbremse. Wir würden Ihnen dann automatisch den staatlichen Entlastungsbetrag zukommen lassen. Sie müssten also selbst nicht aktiv werden.

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Quelle: Thüga Aktiengesellschaft

Nein, Sie müssen uns nicht kontaktieren. Damit Haushalte und kleinere Gewerbekunden schnell Entlastung spüren, gehen wir wie folgt vor:

  • Wenn Sie einen Lastschrifteinzug vereinbart haben, wird der Dezemberabschlag nicht eingezogen.
  • Sollten Sie die Zahlungen monatlich selbst vornehmen (Dauerauftrag oder monatliche Überweisung), müssen Sie die Zahlung für Dezember nicht leisten. 
  • Falls Sie den Dauerauftrag nicht ändern wollen oder versehentlich dennoch überwiesen haben – kein Problem! Wir verrechnen das ganz einfach mit der nächsten Jahresrechnung. Es geht Ihnen kein Geld verloren.

An dieser Stelle empfehlen wir Ihnen, unabhängig vom Anlass Soforthilfe-Abwicklung, Mainova eine Einzugsermächtigung zum Lastschrifteinzug zu erteilen, das ist stets der einfachste und sicherste Zahlungsweg.


Bitte beachten Sie: Die Höhe der Soforthilfe entspricht einem Zwölftel des im September 2022 prognostizierten individuellen Jahresverbrauchs, multipliziert mit dem am 1. Dezember 2022 gültigen Gaspreis. Diesen Betrag berücksichtigen wir in Ihrer nächsten Rechnung. Hier müssen Sie nichts weiter tun! In der Rechnung sehen Sie Ihre konkrete Entlastung dann im Detail – übersichtlich und transparent. Ihren aktuell gültigen Gaspreis und durchschnittlichen Jahresverbrauch als Orientierung finden Sie jederzeit  in Ihrem Mainova OnlineService.

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Die Finanzierung der Soforthilfe wird durch den Staat übernommen und ihre Berechnungsweise ist gesetzlich vorgegeben. Im Erdgas- und Wärme-Soforthilfegesetz (EWSG) wurden das Verfahren und die Regelungen für die Bestimmung Ihres Entlastungsbetrags festgelegt. 

Gas: Die Höhe der Soforthilfe entspricht einem Zwölftel des im September 2022 prognostizierten individuellen Jahresverbrauchs, multipliziert mit dem am 1. Dezember 2022 gültigen Gaspreis.
Wärme: Die Höhe der Soforthilfe entspricht der Summe ihrer Abschlagszahlungen, geteilt durch die Anzahl der auf diesen Abrechnungszeitraum entfallenden Monate. 

Die staatliche Entlastung entspricht also nicht grundsätzlich Ihrem realen Abschlag, der im Dezember anfiele. Dennoch müssen Sie einmalig keine Abschlagszahlung leisten. So gewinnen Sie finanziellen Spielraum, bis im kommenden Jahr die sogenannte Gas-/Wärmepreisbremse die Gas-/Wärmepreise weiter dämpfen soll.

Den ermittelten Betrag berücksichtigen wir in Ihrer nächsten, dem Dezember 2022 umfassenden Rechnung. Hier müssen Sie nichts weiter tun – warten Sie diese bitte einfach ab! In der Rechnung können Sie Ihre konkrete Entlastung dann transparent nachvollziehen. Ihren aktuell gültigen Gas-/Wärmepreis und durchschnittlichen Jahresverbrauch als Orientierung finden Sie jederzeit in Ihrem Mainova OnlineService.

Die Entlastung für Mieter, deren Vermieter Mainova-Kunde ist, erfolgt im Rahmen der Betriebskostenabrechnung des Vermieters.

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Nein, Gaskundinnen und Gaskunden erhalten eine einmalige staatliche Soforthilfe. Dafür buchen wir im Dezember keine Gasabschläge ab. Grundsätzlich übernimmt der Staat ca. ein Zwölftel Ihrer jährlichen Gaskosten – basierend auf dem im September für Sie prognostizierten Jahresverbrauch. Ein Zwölftel davon wird mit dem am 1. Dezember 2022 gültigen Gaspreis multipliziert. Diesen Betrag berücksichtigen wir in Ihrer nächsten Rechnung als Gutschrift.

Wichtig für Sie: Der Jahresverbrauch umfasst sowohl die warmen Sommermonate als auch die Heizperiode mit höherem Gasverbrauch. Die Jahresrechnung wird durch 12 Monate geteilt. Wenn Sie z. B. im September wenig Gas verbraucht haben, haben Sie somit keinen Nachteil. Im Gegenteil: Je weniger Sie verbrauchen, desto niedriger ist (wie immer!) Ihre Rechnung. Im Winter bleibt Energiesparen das A und O.

Ihren aktuell gültigen Gaspreis und durchschnittlichen Jahresverbrauch als Orientierung finden Sie jederzeit in Ihrem Mainova OnlineService.

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2

Wenn im Rahmen Ihres Mainova-Vertrags im Dezember 2022 keine Abschlagszahlung vorgesehen ist (weil beispielsweise in diesem Monat die Jahresendabrechnung ansteht), wird die Soforthilfe dennoch gewährt. Um von der Entlastung zu profitieren, müssen Sie nichts weiter tun. Wir geben diese automatisch an Sie weiter.

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0

Die Abschläge für Strom und/oder Wasser werden auch im Dezember wie gewohnt abgebucht. Wenn Sie die Abschlagszahlungen monatlich selbst vornehmen, müssen Sie dies auch weiterhin tun. Zu weiteren geplanten Entlastungsmaßnahmen der Regierung halten wir Sie selbstverständlich auf dem Laufenden.

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8

Mit Blick auf die Versorgungssicherheit hat die Bundesregierung ein Gesetz beschlossen, das konkrete Mindestfüllstände der Gasspeicher an bestimmten Stichtagen vorgibt. Das bedeutet: Die deutschen Erdgasspeicher werden derzeit so schnell wie möglich gefüllt. Nur wenn die Gasspeicher mit Beginn der Winterperiode ausreichend voll sind, können auch mögliche Gaslieferstopps aus Russland kompensiert und die Versorgung aufrechterhalten werden. Zum 1. November 2022 liegt die Füllstandsvorgabe für die Gasspeicher daher bei 95 %.

Um bestimmte Füllstände in den Gasspeichern zu erreichen, ist der sogenannte Marktgebietsverantwortliche Trading Hub Europe (kurz: THE) berechtigt, bei Bedarf Gas einzukaufen und einzuspeichern. Zwar liegt die Verantwortung zum Erreichen der Füllstandsvorgaben der Gasspeicher primär bei den Speicherbetreibern und Speichernutzern. Im Einklang mit den rechtlichen Vorgaben kann THE jedoch ergänzende Maßnahmen ergreifen, um die gesetzlich festgelegten Füllstände zu erreichen. Die dafür anfallenden Kosten werden über die Gasspeicherumlage finanziert und können auf die Endverbraucher umgelegt werden. Die Gasspeicherumlage fließt als Preisbestandteil in den Gaspreis ein, wodurch Gaskunden solidarisch an den Mehrkosten beteiligt werden. Die Gasspeicherumlage beginnt nach derzeitigem Stand am 1. Oktober 2022 und endet am 1. April 2025.

Energieversorgern ist es in der Regel nicht möglich, diese Umlagen vorzufinanzieren. Daher sind viele Energieversorger gezwungen, die Umlage mit einer Preisänderung bereits im Oktober oder mit etwas Zeitverzug weiterzugeben.

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Die staatliche Gasspeicherumlage wurde erstmals im August 2022 veröffentlicht und kann ab 1. Oktober 2022 erhoben werden. Die Umlage wird regelmäßig überprüft. Ihre jeweilige Höhe kann bei Bedarf angepasst werden. Dies gilt sowohl für Preiserhöhungen als auch für Preissenkungen. Die aktuell gültigen Umlagehöhen werden immer auf der Webseite des sogenannten Marktgebietsverantwortlichen Trading Hub Europe veröffentlicht.

Aktuelle Umlagehöhen

Wichtiger Hinweis: Auf die Umlagen fällt Mehrwertsteuer an.

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Die staatliche Bilanzierungsumlage ist an sich nicht neu und wird erhoben, um die Kosten der Gasnetzbetreiber für den Einsatz von sogenannter Regel- und Ausgleichsenergie abzudecken. Sie erleichtert dem Gasnetzbetreiber Trading Hub Europe (THE) den kurzfristigen Zukauf von Gas. Dies kann nötig sein, um den Druck im Netz aufrechtzuerhalten, wenn ansonsten zu wenig Gas fließen würde. Kurzfristige Zukäufe sind derzeit tendenziell besonders teuer. Die Bilanzierungsumlage weist dabei für Kundinnen und Kunden mit niedrigerem Verbrauch (an sogenannten SLP-Zählern) einen anderen Preis aus als für jene mit einem höheren Verbrauch (an sogenannten RLM-Zählern).


Die Unterschiede kurz erklärt: SLP steht für Standard-Lastprofil. Dieses ist der Regelfall für private Verbraucher und Gewerbetreibende und orientiert sich am typischen Abnahmeprofil der verschiedenen Kunden- bzw. Verbrauchergruppen. Es dient dem Energieversorger als Grundlage für die Prognose und Beschaffung des jeweils erwarteten Jahresverbrauchs.
RLM steht für registrierende Leistungsmessung. Ab einem Jahresverbrauch von ca. 1.500.000 kWh kommen RLM-Zähler zum Einsatz. Bei Kunden mit RLM-Zählern werden jeden Monat die tatsächliche Leistung und der sich daraus ergebende Verbrauch errechnet. Dadurch ist eine genauere und bedarfsgerechtere Prognose möglich als mit einem Standard-Lastprofil.


Die Höhe der Bilanzierungsumlage wird jährlich zum 1. Oktober neu festgelegt und gilt für die Dauer von 12 Monaten. Sie wird von den Marktgebietsverantwortlichen veröffentlicht und kann jederzeit auf der Webseite von Trading Hub Europe eingesehen werden.


Aktuelle Umlagehöhe

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4

Um die Versorgungssicherheit für Privathaushalte und Unternehmen auch im kommenden Winter aufrechtzuerhalten, wollte die Bundesregierung ab 1. Oktober 2022 eine befristete Gasbeschaffungsumlage – oft auch nur Gasumlage genannt – nach §26 EnSiG (Energiesicherungsgesetz) einführen.

Aufgrund der sinkenden Gasflüsse aus Russland müssen Gasimportunternehmen derzeit große Ersatzmengen kurzfristig beschaffen – und zwar zu massiv gestiegenen Marktpreisen. Nur so ist es ihnen möglich, ihre Lieferverpflichtungen zu erfüllen. Die entstehenden Verluste jedoch können die betroffenen Gasimporteure auf Dauer nicht kompensieren. Um Insolvenzen und großflächige Lieferausfälle zu verhindern, sollten die enormen Zusatzkosten über die Gasbeschaffungsumlage zunächst an uns als Gasversorger und über den Gaspreis dann an die Endverbraucher weitergegeben werden. Ziel sollte sein, die Marktmechanismen und Lieferketten so lange wie möglich aufrechtzuerhalten.

Wichtig zu wissen: Die Umlage sollte für alle Gasversorger (gerechnet in Cent pro Kilowattstunde) gleich hoch sein. Ein Großteil der Mehrkosten für die Ersatzbeschaffung wäre damit solidarisch von allen Gasversorgern getragen worden, die diese auf die Endkunden umgelegt hätten. Die Umlage wäre dann als Preisbestandteil in den Gaspreis eingeflossen. Sie sollte am 1. April 2024 enden. 

Auf die geplante Gasbeschaffungsumlage wird die Bundesregierung verzichten. Daher wird Ihnen die Gasbeschaffungsumlage auch nicht von Mainova weiterberechnet.

Weitere Informationen  finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.

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Der Umfang der Preisgarantie ist abhängig von Ihrem Tarif und den bei Vertragsabschluss gültigen Bedingungen. Unsere Preisgarantien sichern grundsätzlich den Preis für die Energie ab. Das bedeutet: Sie umfassen die Energie- und Vertriebskosten oder auch zusätzlich die Netzentgelte für den Transport. Steuern und Umlagen oder vergleichbare staatlich veranlasste Belastungen sind in der Regel von der Preisgarantie ausgenommen. Diese Steuern und Umlagen werden dann jeweils direkt an die Kunden weitergegeben. Dies gilt sowohl bei Erhöhungen als auch bei Senkungen – wie beispielsweise bei der aktuellen Senkung der Umsatzsteuer.


Preisgarantiebedingungen Privatkunden

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Die Preise für Energie müssen runter – „das ist unsere ganz entschiedene Überzeugung, dafür wird die Bundesregierung alles tun“, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz. Gemeinsam mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und Bundesfinanzminister Christian Lindner kündigte er am 29. September einen wirtschaftlichen Abwehrschirm gegen die Folgen des russischen Angriffskrieges an, der die steigenden Energiekosten und die schwersten Folgen für die Verbraucherinnen und Verbraucher und die Unternehmen abfedern soll.

Neben der Strompreisbremse, die gerade vorbereitet wird, wird die Bundesregierung dazu eine Gaspreisbremse einführen. Eine Kommission wird in kürzester Zeit konkrete Vorschläge dazu machen. Auf die geplante Gasbeschaffungsumlage wird die Bundesregierung verzichten. Sie werde durch die direkte Unterstützung vor allem von drei Unternehmen der Energieversorgung nicht mehr gebraucht, so der Kanzler.
Webseite der Bundesregierung
 

Ermäßigter Steuersatz für Gas und Fernwärme


Der Bundestag hat am 30. September mit breiter Mehrheit einen Gesetzentwurf von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP beschlossen, den Umsatzsteuersatz auf die Lieferung von Gas über das Erdgasnetz vorübergehend von 19 % auf 7 % zu reduzieren.
Webseite des Bundestages
 

Selbstverständlich setzen wir alle Änderungen bezüglich dieser Preisbestandteile um.

Sobald wir detaillierte Informationen zur Ausgestaltung der Strom- bzw. Gaspreisbremse haben, erfahren Sie diese zeitnah hier auf der Seite.

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Das Kürzel BEHG steht für Brennstoffemissionshandelsgesetz. Es gilt seit dem 1. Januar 2021 und ist Teil der von der Bundesregierung geplanten Energie- und Klimawende. Damit sollen Anreize geschaffen werden, den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) zu senken. Dazu gehört unter anderem, dass der CO2-Ausstoß einen Preis bekommen hat, also bezahlt werden muss. Mit den Einnahmen aus dem BEHG senkt der Gesetzgeber wiederum die Höhe der EEG-Umlage, also Ihren Strompreis.

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Das BEHG ist am 20. Dezember 2019 in Kraft getreten. Es geht darin um den CO2-Ausstoß bei der Verbrennung von Kraft- und Brennstoffen, also zum Beispiel Öl, Benzin und Erdgas. Für diese Energieträger müssen seit dem 1. Januar 2021 Emissionszertifikate gekauft werden.

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8

In der Einführungsphase (2021-2025) werden die Zertifikate zu einem Festpreis verkauft. 2021 liegt dieser Preis bei 25 Euro/ Tonne und steigt sukzessive Jahr für Jahr bis 55 Euro/ Tonne in 2025. Ab 2026 soll die Preisbildung für die Zertifikate grundsätzlich über den Markt erfolgen zu einem Mindestpreis von 55-65 Euro/ Tonne.

Folgend eine Darstellung der Preisentwicklung pro Tonne CO2 über die nächsten Jahre und welche Kosten pro Kilowattstunde dabei voraussichtlich entstehen:
 

Jahr

Preis pro Tonne CO2

vsl. Zusatzkosten für Erdgas pro kWh netto

2021

25 EUR

0,455 Ct

2022

30 EUR

0,546 Ct

2023

30 EUR

0,546 Ct

2024

35 EUR

0,637 Ct

2025

45 EUR

0,819 Ct


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Durch die Kosten für die Zertifikate wird Erdgas auch für Sie als Kunde teurer. Ein Rechenbeispiel: Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 7.000 kWh führt das zu Mehrkosten von rund 35 € im Jahr 2021. Dabei sollen die Zertifikatpreise in den Folgejahren steigen – das resultiert für unser Beispiel in bis zu 70 € Mehrkosten im Jahr 2025. Die höheren Kosten sollen einen Anreiz schaffen, Energie zu sparen. Gleichzeitig sollen wir als Versorger klimaschonende Technologien und erneuerbare Energien weiter voranbringen. Wir als Mainova unterstützen das mit voller Energie, denn der Schutz von Klima und Umwelt ist wichtig.

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Sie müssen nichts tun und erhalten automatisch einen neuen Abschlagsplan, der alle Preisveränderungen berücksichtigt. Wenn Sie Ihren Abschlag dennoch anpassen möchten, können Sie das ganz einfach und jederzeit selbst im Mainova OnlineService erledigen. Bitte beachten Sie dabei: Reduzieren Sie Ihren Abschlag bitte nur dann, wenn sich Ihr Energieverbrauch aufgrund einer veränderten Lebenssituation oder einer energetischen Maßnahme reduziert hat oder reduzieren wird. Sie vermeiden damit eine hohe Nachzahlung.

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Mit Mainova Erdgas KlimaPlus leisten Sie bereits einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz: Denn der CO2-Ausstoß, der durch Ihren Gasverbrauch entsteht, wird durch die Förderung internationaler Klimaschutzprojekte ausgeglichen. Mit den geringen Mehrkosten unterstützen Sie ausschließlich Projekte nach dem strengen „Gold Standard“ des WWF. Wir freuen uns, dass Sie dabei sind!

Das neue BEHG betrifft allerdings alle Gaskunden gleichermaßen – auch Mainova Erdgas Klima Plus Kunden. Leider hat der Gesetzgeber vergessen, diejenigen Gaskunden von den Mehrbelastungen auszunehmen, die bereits heute ihren CO2-Ausstoß neutralisieren.

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  • Gas-/Wärmepreisbremse
  • Soforthilfe Gas/Wärme
  • Gasumlagen
  • BEHG

Derzeit unterscheidet die Gaspreisbremse zwischen dem Standard Lastprofil (SLP) und Registrierende Leistungsmessung (RLM).

Private Haushalte, kleine und mittlere Unternehmen und Vereine (in der Regel SLP-Kunden) , die jährlich weniger als 1,5 Millionen kWh Gas verbrauchen, wird der Preis für  80% Ihres Vorjahresverbrauchs auf 12 ct/kWh und für Fernwärmekunden auf 9,5 ct/kWh gedeckelt. Für den restlichen Energieverbrauch gilt der mit uns vertraglich vereinbarte Preis.


Die Entlastung für Gas haben wir hier für Sie beispielhaft berechnet. Für Wärme kann der gleiche Rechenweg verwendet werden.

Durch die Energiekrise ist der Gaspreis von Familie Müller von 8 ct/kWh auf 22 ct/kWh gestiegen. Mit der Preisbremse möchte die Bundesregierung Familie Müller entlasten und deckelt den Preis für 80% ihres Vorjahresverbrauchs auf 12 ct/kWh. 

Familie Müller erhält die Differenz zwischen Ihrem neuen Arbeitspreis von 22 ct/kWh und dem gedeckelten Preis von 12 ct/kWh - also 10 ct/kWh - als Entlastung. 


Familie Müller hat einen Jahresverbrauch an Gas von 15.000 kWh, also 1.250 kWh im Monat. Mit ihrem bisherigen Arbeitspreis von 8 ct/kWh bezahlten Sie dafür 100 €/Monat bzw. 1.200 €/Jahr. Mit dem neuen Arbeitspreis von 22 ct/kWh würde Familie Müller ohne Preisbremse für Ihren Verbrauch 275 €/Monat bezahlen. Mit der Preisbremse liegt der Betrag deutlich niedriger, nämlich bei 175 €/Monat. Denn für 80% des prognostizierten Verbrauchs werden 12 ct/kWh bezahlt und nur für den darüber liegenden Verbrauch fallen die Kosten in der vollen Höhe des Arbeitspreises von 22 ct/kWh an. Die Ersparnis durch die Preisbremse beträgt damit 100 €/Monat.

Familie Müller versucht trotzdem Gas zu sparen, denn auch der gedeckelte Preis ist höher als ihr früherer Gaspreis. Für jede Kilowattstunde, die über die 80 % ihres Vorjahresverbrauchs hinausgeht, muss sie 22 ct/kWh bezahlen.



Für größere Unternehmen und Industriekunden (in der Regel RLM-Kunden) gilt ein Preis im Gas auf 7 Cent des reinen Energiepreises für 70% des Vorjahresverbrauchs.

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8

Es gibt Melde-/Mitteilungspflichten für Kunden, die sehr hohe Entlastungen erwarten – also Unternehmensverbünde und Industrie. Für Privatverbraucher und Kleingewerbe übernimmt die ganze Abwicklung Mainova.

Wenn Sie per Bankeinzug bezahlen, müssen Sie ansonsten nichts tun. Sie erhalten die Entlastungen automatisch über Ihren monatlichen Abschlag bzw. über Ihre Abrechnung. Wir informieren Sie darüber, wie sich Ihr Abschlag durch die Preisbremse verändert. Wenn Sie uns kein SEPA-Lastschriftmandat erteilt haben und Ihren Abschlag selbst überweisen, erhalten Sie  eine Information über Ihren neuen Abschlag, sodass Sie diesen anpassen können. Sollten Sie keine Abschlagsanpassung vornehmen, werden die von Ihnen geleisteten Abschläge und die staatliche Entlastung in Ihrer nächsten Jahresrechnung verrechnet. Egal ob Bankeinzug oder Überweisung: Wir kümmern uns darum, dass Sie die staatlichen Unterstützungsleistungen erhalten.

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Durch die staatliche Preisbremse möchte der Gesetzgeber Kundinnen und Kunden vor sehr hohen Energiepreisen schützen. Wer mehr als 9,5 ct für die Kilowattstunde Wärme bezahlt, erhält eine staatliche Unterstützung. Liegt Ihr aktueller Arbeitspreis unter 9,5 ct/kWh greift bei Ihnen die staatliche Preisbremse nicht, da Ihr Vertragspreis bereits niedriger ist als die Preisbremse.

Sollte im Zeitraum von 01.01.2023 bis 31.12.2023 Ihr Wärme-Arbeitspreis auf über 9,5 ct/kWh ansteigen, haben Sie automatisch Anspruch auf Entlastung über die Wärmepreisbremse. Wir würden Ihnen dann automatisch den staatlichen Entlastungsbetrag zukommen lassen. Sie müssten also selbst nicht aktiv werden.

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Quelle: Thüga Aktiengesellschaft

Nein, Sie müssen uns nicht kontaktieren. Damit Haushalte und kleinere Gewerbekunden schnell Entlastung spüren, gehen wir wie folgt vor:

  • Wenn Sie einen Lastschrifteinzug vereinbart haben, wird der Dezemberabschlag nicht eingezogen.
  • Sollten Sie die Zahlungen monatlich selbst vornehmen (Dauerauftrag oder monatliche Überweisung), müssen Sie die Zahlung für Dezember nicht leisten. 
  • Falls Sie den Dauerauftrag nicht ändern wollen oder versehentlich dennoch überwiesen haben – kein Problem! Wir verrechnen das ganz einfach mit der nächsten Jahresrechnung. Es geht Ihnen kein Geld verloren.

An dieser Stelle empfehlen wir Ihnen, unabhängig vom Anlass Soforthilfe-Abwicklung, Mainova eine Einzugsermächtigung zum Lastschrifteinzug zu erteilen, das ist stets der einfachste und sicherste Zahlungsweg.


Bitte beachten Sie: Die Höhe der Soforthilfe entspricht einem Zwölftel des im September 2022 prognostizierten individuellen Jahresverbrauchs, multipliziert mit dem am 1. Dezember 2022 gültigen Gaspreis. Diesen Betrag berücksichtigen wir in Ihrer nächsten Rechnung. Hier müssen Sie nichts weiter tun! In der Rechnung sehen Sie Ihre konkrete Entlastung dann im Detail – übersichtlich und transparent. Ihren aktuell gültigen Gaspreis und durchschnittlichen Jahresverbrauch als Orientierung finden Sie jederzeit  in Ihrem Mainova OnlineService.

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Die Finanzierung der Soforthilfe wird durch den Staat übernommen und ihre Berechnungsweise ist gesetzlich vorgegeben. Im Erdgas- und Wärme-Soforthilfegesetz (EWSG) wurden das Verfahren und die Regelungen für die Bestimmung Ihres Entlastungsbetrags festgelegt. 

Gas: Die Höhe der Soforthilfe entspricht einem Zwölftel des im September 2022 prognostizierten individuellen Jahresverbrauchs, multipliziert mit dem am 1. Dezember 2022 gültigen Gaspreis.
Wärme: Die Höhe der Soforthilfe entspricht der Summe ihrer Abschlagszahlungen, geteilt durch die Anzahl der auf diesen Abrechnungszeitraum entfallenden Monate. 

Die staatliche Entlastung entspricht also nicht grundsätzlich Ihrem realen Abschlag, der im Dezember anfiele. Dennoch müssen Sie einmalig keine Abschlagszahlung leisten. So gewinnen Sie finanziellen Spielraum, bis im kommenden Jahr die sogenannte Gas-/Wärmepreisbremse die Gas-/Wärmepreise weiter dämpfen soll.

Den ermittelten Betrag berücksichtigen wir in Ihrer nächsten, dem Dezember 2022 umfassenden Rechnung. Hier müssen Sie nichts weiter tun – warten Sie diese bitte einfach ab! In der Rechnung können Sie Ihre konkrete Entlastung dann transparent nachvollziehen. Ihren aktuell gültigen Gas-/Wärmepreis und durchschnittlichen Jahresverbrauch als Orientierung finden Sie jederzeit in Ihrem Mainova OnlineService.

Die Entlastung für Mieter, deren Vermieter Mainova-Kunde ist, erfolgt im Rahmen der Betriebskostenabrechnung des Vermieters.

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1

Nein, Gaskundinnen und Gaskunden erhalten eine einmalige staatliche Soforthilfe. Dafür buchen wir im Dezember keine Gasabschläge ab. Grundsätzlich übernimmt der Staat ca. ein Zwölftel Ihrer jährlichen Gaskosten – basierend auf dem im September für Sie prognostizierten Jahresverbrauch. Ein Zwölftel davon wird mit dem am 1. Dezember 2022 gültigen Gaspreis multipliziert. Diesen Betrag berücksichtigen wir in Ihrer nächsten Rechnung als Gutschrift.

Wichtig für Sie: Der Jahresverbrauch umfasst sowohl die warmen Sommermonate als auch die Heizperiode mit höherem Gasverbrauch. Die Jahresrechnung wird durch 12 Monate geteilt. Wenn Sie z. B. im September wenig Gas verbraucht haben, haben Sie somit keinen Nachteil. Im Gegenteil: Je weniger Sie verbrauchen, desto niedriger ist (wie immer!) Ihre Rechnung. Im Winter bleibt Energiesparen das A und O.

Ihren aktuell gültigen Gaspreis und durchschnittlichen Jahresverbrauch als Orientierung finden Sie jederzeit in Ihrem Mainova OnlineService.

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Wenn im Rahmen Ihres Mainova-Vertrags im Dezember 2022 keine Abschlagszahlung vorgesehen ist (weil beispielsweise in diesem Monat die Jahresendabrechnung ansteht), wird die Soforthilfe dennoch gewährt. Um von der Entlastung zu profitieren, müssen Sie nichts weiter tun. Wir geben diese automatisch an Sie weiter.

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Die Abschläge für Strom und/oder Wasser werden auch im Dezember wie gewohnt abgebucht. Wenn Sie die Abschlagszahlungen monatlich selbst vornehmen, müssen Sie dies auch weiterhin tun. Zu weiteren geplanten Entlastungsmaßnahmen der Regierung halten wir Sie selbstverständlich auf dem Laufenden.

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8

Mit Blick auf die Versorgungssicherheit hat die Bundesregierung ein Gesetz beschlossen, das konkrete Mindestfüllstände der Gasspeicher an bestimmten Stichtagen vorgibt. Das bedeutet: Die deutschen Erdgasspeicher werden derzeit so schnell wie möglich gefüllt. Nur wenn die Gasspeicher mit Beginn der Winterperiode ausreichend voll sind, können auch mögliche Gaslieferstopps aus Russland kompensiert und die Versorgung aufrechterhalten werden. Zum 1. November 2022 liegt die Füllstandsvorgabe für die Gasspeicher daher bei 95 %.

Um bestimmte Füllstände in den Gasspeichern zu erreichen, ist der sogenannte Marktgebietsverantwortliche Trading Hub Europe (kurz: THE) berechtigt, bei Bedarf Gas einzukaufen und einzuspeichern. Zwar liegt die Verantwortung zum Erreichen der Füllstandsvorgaben der Gasspeicher primär bei den Speicherbetreibern und Speichernutzern. Im Einklang mit den rechtlichen Vorgaben kann THE jedoch ergänzende Maßnahmen ergreifen, um die gesetzlich festgelegten Füllstände zu erreichen. Die dafür anfallenden Kosten werden über die Gasspeicherumlage finanziert und können auf die Endverbraucher umgelegt werden. Die Gasspeicherumlage fließt als Preisbestandteil in den Gaspreis ein, wodurch Gaskunden solidarisch an den Mehrkosten beteiligt werden. Die Gasspeicherumlage beginnt nach derzeitigem Stand am 1. Oktober 2022 und endet am 1. April 2025.

Energieversorgern ist es in der Regel nicht möglich, diese Umlagen vorzufinanzieren. Daher sind viele Energieversorger gezwungen, die Umlage mit einer Preisänderung bereits im Oktober oder mit etwas Zeitverzug weiterzugeben.

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Die staatliche Gasspeicherumlage wurde erstmals im August 2022 veröffentlicht und kann ab 1. Oktober 2022 erhoben werden. Die Umlage wird regelmäßig überprüft. Ihre jeweilige Höhe kann bei Bedarf angepasst werden. Dies gilt sowohl für Preiserhöhungen als auch für Preissenkungen. Die aktuell gültigen Umlagehöhen werden immer auf der Webseite des sogenannten Marktgebietsverantwortlichen Trading Hub Europe veröffentlicht.

Aktuelle Umlagehöhen

Wichtiger Hinweis: Auf die Umlagen fällt Mehrwertsteuer an.

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Die staatliche Bilanzierungsumlage ist an sich nicht neu und wird erhoben, um die Kosten der Gasnetzbetreiber für den Einsatz von sogenannter Regel- und Ausgleichsenergie abzudecken. Sie erleichtert dem Gasnetzbetreiber Trading Hub Europe (THE) den kurzfristigen Zukauf von Gas. Dies kann nötig sein, um den Druck im Netz aufrechtzuerhalten, wenn ansonsten zu wenig Gas fließen würde. Kurzfristige Zukäufe sind derzeit tendenziell besonders teuer. Die Bilanzierungsumlage weist dabei für Kundinnen und Kunden mit niedrigerem Verbrauch (an sogenannten SLP-Zählern) einen anderen Preis aus als für jene mit einem höheren Verbrauch (an sogenannten RLM-Zählern).


Die Unterschiede kurz erklärt: SLP steht für Standard-Lastprofil. Dieses ist der Regelfall für private Verbraucher und Gewerbetreibende und orientiert sich am typischen Abnahmeprofil der verschiedenen Kunden- bzw. Verbrauchergruppen. Es dient dem Energieversorger als Grundlage für die Prognose und Beschaffung des jeweils erwarteten Jahresverbrauchs.
RLM steht für registrierende Leistungsmessung. Ab einem Jahresverbrauch von ca. 1.500.000 kWh kommen RLM-Zähler zum Einsatz. Bei Kunden mit RLM-Zählern werden jeden Monat die tatsächliche Leistung und der sich daraus ergebende Verbrauch errechnet. Dadurch ist eine genauere und bedarfsgerechtere Prognose möglich als mit einem Standard-Lastprofil.


Die Höhe der Bilanzierungsumlage wird jährlich zum 1. Oktober neu festgelegt und gilt für die Dauer von 12 Monaten. Sie wird von den Marktgebietsverantwortlichen veröffentlicht und kann jederzeit auf der Webseite von Trading Hub Europe eingesehen werden.


Aktuelle Umlagehöhe

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Um die Versorgungssicherheit für Privathaushalte und Unternehmen auch im kommenden Winter aufrechtzuerhalten, wollte die Bundesregierung ab 1. Oktober 2022 eine befristete Gasbeschaffungsumlage – oft auch nur Gasumlage genannt – nach §26 EnSiG (Energiesicherungsgesetz) einführen.

Aufgrund der sinkenden Gasflüsse aus Russland müssen Gasimportunternehmen derzeit große Ersatzmengen kurzfristig beschaffen – und zwar zu massiv gestiegenen Marktpreisen. Nur so ist es ihnen möglich, ihre Lieferverpflichtungen zu erfüllen. Die entstehenden Verluste jedoch können die betroffenen Gasimporteure auf Dauer nicht kompensieren. Um Insolvenzen und großflächige Lieferausfälle zu verhindern, sollten die enormen Zusatzkosten über die Gasbeschaffungsumlage zunächst an uns als Gasversorger und über den Gaspreis dann an die Endverbraucher weitergegeben werden. Ziel sollte sein, die Marktmechanismen und Lieferketten so lange wie möglich aufrechtzuerhalten.

Wichtig zu wissen: Die Umlage sollte für alle Gasversorger (gerechnet in Cent pro Kilowattstunde) gleich hoch sein. Ein Großteil der Mehrkosten für die Ersatzbeschaffung wäre damit solidarisch von allen Gasversorgern getragen worden, die diese auf die Endkunden umgelegt hätten. Die Umlage wäre dann als Preisbestandteil in den Gaspreis eingeflossen. Sie sollte am 1. April 2024 enden. 

Auf die geplante Gasbeschaffungsumlage wird die Bundesregierung verzichten. Daher wird Ihnen die Gasbeschaffungsumlage auch nicht von Mainova weiterberechnet.

Weitere Informationen  finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.

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Der Umfang der Preisgarantie ist abhängig von Ihrem Tarif und den bei Vertragsabschluss gültigen Bedingungen. Unsere Preisgarantien sichern grundsätzlich den Preis für die Energie ab. Das bedeutet: Sie umfassen die Energie- und Vertriebskosten oder auch zusätzlich die Netzentgelte für den Transport. Steuern und Umlagen oder vergleichbare staatlich veranlasste Belastungen sind in der Regel von der Preisgarantie ausgenommen. Diese Steuern und Umlagen werden dann jeweils direkt an die Kunden weitergegeben. Dies gilt sowohl bei Erhöhungen als auch bei Senkungen – wie beispielsweise bei der aktuellen Senkung der Umsatzsteuer.


Preisgarantiebedingungen Privatkunden

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Die Preise für Energie müssen runter – „das ist unsere ganz entschiedene Überzeugung, dafür wird die Bundesregierung alles tun“, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz. Gemeinsam mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und Bundesfinanzminister Christian Lindner kündigte er am 29. September einen wirtschaftlichen Abwehrschirm gegen die Folgen des russischen Angriffskrieges an, der die steigenden Energiekosten und die schwersten Folgen für die Verbraucherinnen und Verbraucher und die Unternehmen abfedern soll.

Neben der Strompreisbremse, die gerade vorbereitet wird, wird die Bundesregierung dazu eine Gaspreisbremse einführen. Eine Kommission wird in kürzester Zeit konkrete Vorschläge dazu machen. Auf die geplante Gasbeschaffungsumlage wird die Bundesregierung verzichten. Sie werde durch die direkte Unterstützung vor allem von drei Unternehmen der Energieversorgung nicht mehr gebraucht, so der Kanzler.
Webseite der Bundesregierung
 

Ermäßigter Steuersatz für Gas und Fernwärme


Der Bundestag hat am 30. September mit breiter Mehrheit einen Gesetzentwurf von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP beschlossen, den Umsatzsteuersatz auf die Lieferung von Gas über das Erdgasnetz vorübergehend von 19 % auf 7 % zu reduzieren.
Webseite des Bundestages
 

Selbstverständlich setzen wir alle Änderungen bezüglich dieser Preisbestandteile um.

Sobald wir detaillierte Informationen zur Ausgestaltung der Strom- bzw. Gaspreisbremse haben, erfahren Sie diese zeitnah hier auf der Seite.

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Das Kürzel BEHG steht für Brennstoffemissionshandelsgesetz. Es gilt seit dem 1. Januar 2021 und ist Teil der von der Bundesregierung geplanten Energie- und Klimawende. Damit sollen Anreize geschaffen werden, den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) zu senken. Dazu gehört unter anderem, dass der CO2-Ausstoß einen Preis bekommen hat, also bezahlt werden muss. Mit den Einnahmen aus dem BEHG senkt der Gesetzgeber wiederum die Höhe der EEG-Umlage, also Ihren Strompreis.

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Das BEHG ist am 20. Dezember 2019 in Kraft getreten. Es geht darin um den CO2-Ausstoß bei der Verbrennung von Kraft- und Brennstoffen, also zum Beispiel Öl, Benzin und Erdgas. Für diese Energieträger müssen seit dem 1. Januar 2021 Emissionszertifikate gekauft werden.

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In der Einführungsphase (2021-2025) werden die Zertifikate zu einem Festpreis verkauft. 2021 liegt dieser Preis bei 25 Euro/ Tonne und steigt sukzessive Jahr für Jahr bis 55 Euro/ Tonne in 2025. Ab 2026 soll die Preisbildung für die Zertifikate grundsätzlich über den Markt erfolgen zu einem Mindestpreis von 55-65 Euro/ Tonne.

Folgend eine Darstellung der Preisentwicklung pro Tonne CO2 über die nächsten Jahre und welche Kosten pro Kilowattstunde dabei voraussichtlich entstehen:
 

Jahr

Preis pro Tonne CO2

vsl. Zusatzkosten für Erdgas pro kWh netto

2021

25 EUR

0,455 Ct

2022

30 EUR

0,546 Ct

2023

30 EUR

0,546 Ct

2024

35 EUR

0,637 Ct

2025

45 EUR

0,819 Ct


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Durch die Kosten für die Zertifikate wird Erdgas auch für Sie als Kunde teurer. Ein Rechenbeispiel: Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 7.000 kWh führt das zu Mehrkosten von rund 35 € im Jahr 2021. Dabei sollen die Zertifikatpreise in den Folgejahren steigen – das resultiert für unser Beispiel in bis zu 70 € Mehrkosten im Jahr 2025. Die höheren Kosten sollen einen Anreiz schaffen, Energie zu sparen. Gleichzeitig sollen wir als Versorger klimaschonende Technologien und erneuerbare Energien weiter voranbringen. Wir als Mainova unterstützen das mit voller Energie, denn der Schutz von Klima und Umwelt ist wichtig.

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Sie müssen nichts tun und erhalten automatisch einen neuen Abschlagsplan, der alle Preisveränderungen berücksichtigt. Wenn Sie Ihren Abschlag dennoch anpassen möchten, können Sie das ganz einfach und jederzeit selbst im Mainova OnlineService erledigen. Bitte beachten Sie dabei: Reduzieren Sie Ihren Abschlag bitte nur dann, wenn sich Ihr Energieverbrauch aufgrund einer veränderten Lebenssituation oder einer energetischen Maßnahme reduziert hat oder reduzieren wird. Sie vermeiden damit eine hohe Nachzahlung.

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Mit Mainova Erdgas KlimaPlus leisten Sie bereits einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz: Denn der CO2-Ausstoß, der durch Ihren Gasverbrauch entsteht, wird durch die Förderung internationaler Klimaschutzprojekte ausgeglichen. Mit den geringen Mehrkosten unterstützen Sie ausschließlich Projekte nach dem strengen „Gold Standard“ des WWF. Wir freuen uns, dass Sie dabei sind!

Das neue BEHG betrifft allerdings alle Gaskunden gleichermaßen – auch Mainova Erdgas Klima Plus Kunden. Leider hat der Gesetzgeber vergessen, diejenigen Gaskunden von den Mehrbelastungen auszunehmen, die bereits heute ihren CO2-Ausstoß neutralisieren.

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So sparen Sie Erdgaskosten ein

Durch die stark gestiegenen Beschaffungskosten und die neuen staatlichen Umlagen verändert sich der Erdgaspreis. Wir sagen Ihnen, was Sie gegen steigende Wärmekosten tun können.
So sparen Sie Kosten und reduzieren weiter Ihren CO2-Ausstoß.

  • Tipps für Mieter
  • Tipps für Hausbesitzer

Wärmekosten sparen: Das können Sie als Mieter tun

Heizung drosseln
Reduzieren Sie die Raumtemperatur. Jedes Grad weniger spart rund 6 Prozent Heizkosten ein. Kurz: Je höher die Raumtemperatur, desto höher die Heizkosten. 

Heizkörper freilassen
Lassen Sie die Heizkörper frei. Diese sollten unverstellt von Möbeln, Vorhängen und Gardinen sein. Die Wärme kann auf diese Weise ungehindert an die Raumluft abgegeben werden.  

Richtig lüften
Stoßlüften ist besser als die Fenster dauernd zu kippen. Dazu die Heizkörperthermostate schließen und die Fenster weit öffnen. Lüften Sie so alle zwei Stunden für ca. 5 Minuten. Verbrauchte Luft wird durch neue ausgetauscht und Feuchtigkeitsschäden vermieden.

Heizung entlüften
Entlüften Sie regelmäßig die Heizung. Spätestens wenn die Heizung „gluckert“ oder die Wärmeverteilung am Heizkörper ungleichmäßig ist, ist es dafür höchste Zeit.

Weitere Energiespartipps

Wärmekosten sparen: Das können Sie als Hausbesitzer tun

Elektronische Thermostatventile einbauen
Steigen Sie auf programmierbare Thermostatventile um. Diese sorgen – ausgerichtet an Ihren Bedürfnissen – für eine flexible und vollautomatische Temperaturregelung. Temperatur absenken, während Sie bei der Arbeit sind, anheben, wenn Sie am Abend zu Hause sind, und nachts wieder absenken, das alles geschieht dann automatisch und spart bares Geld.

Heizungsrohre dämmen
Isolieren Sie die Heizungsrohre im Keller. Besonders in älteren Gebäuden sind die Heizungsrohre dort oft nicht gedämmt – ein unnötiger Wärmeverlust, der sich leicht beheben lässt.  

Alte Fenster abdichten
Über schlecht schließende Fenster und Einfachverglasungen geht jede Menge Wärme verloren. Dichten Sie im ersten Schritt die Fenster ab oder lassen Sie eine neue Dichtung einbauen. Langfristig ist der Einbau moderner Fenster zusammen mit einer Wohnungslüftungsanlage der beste Wärmeschutz.

Hydraulischer Abgleich für die Heizung
Bei der Heizungsoptimierung hilft ein hydraulischer Abgleich, auch hydraulische Einregulierung genannt. Dabei werden Heizungskomponenten, die Heizlast der einzelnen Räume und die Heizleistung der Heizkörper neu aufeinander abgestimmt. Eine Investition, die sich auf lange Sicht auszahlt.

Heizungspumpe tauschen
Ältere, nicht regelbare Heizungspumpen verbrauchen viel Strom, weil sie durchgängig unter voller Leistung laufen. Regelbare Hocheffizienzpumpen passen die Leistung automatisch dem Wärmebedarf an.

Weitere Energiespartipps

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Wärmekosten sparen: Das können Sie als Mieter tun

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Reduzieren Sie die Raumtemperatur. Jedes Grad weniger spart rund 6 Prozent Heizkosten ein. Kurz: Je höher die Raumtemperatur, desto höher die Heizkosten. 

Heizkörper freilassen
Lassen Sie die Heizkörper frei. Diese sollten unverstellt von Möbeln, Vorhängen und Gardinen sein. Die Wärme kann auf diese Weise ungehindert an die Raumluft abgegeben werden.  

Richtig lüften
Stoßlüften ist besser als die Fenster dauernd zu kippen. Dazu die Heizkörperthermostate schließen und die Fenster weit öffnen. Lüften Sie so alle zwei Stunden für ca. 5 Minuten. Verbrauchte Luft wird durch neue ausgetauscht und Feuchtigkeitsschäden vermieden.

Heizung entlüften
Entlüften Sie regelmäßig die Heizung. Spätestens wenn die Heizung „gluckert“ oder die Wärmeverteilung am Heizkörper ungleichmäßig ist, ist es dafür höchste Zeit.

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Steigen Sie auf programmierbare Thermostatventile um. Diese sorgen – ausgerichtet an Ihren Bedürfnissen – für eine flexible und vollautomatische Temperaturregelung. Temperatur absenken, während Sie bei der Arbeit sind, anheben, wenn Sie am Abend zu Hause sind, und nachts wieder absenken, das alles geschieht dann automatisch und spart bares Geld.

Heizungsrohre dämmen
Isolieren Sie die Heizungsrohre im Keller. Besonders in älteren Gebäuden sind die Heizungsrohre dort oft nicht gedämmt – ein unnötiger Wärmeverlust, der sich leicht beheben lässt.  

Alte Fenster abdichten
Über schlecht schließende Fenster und Einfachverglasungen geht jede Menge Wärme verloren. Dichten Sie im ersten Schritt die Fenster ab oder lassen Sie eine neue Dichtung einbauen. Langfristig ist der Einbau moderner Fenster zusammen mit einer Wohnungslüftungsanlage der beste Wärmeschutz.

Hydraulischer Abgleich für die Heizung
Bei der Heizungsoptimierung hilft ein hydraulischer Abgleich, auch hydraulische Einregulierung genannt. Dabei werden Heizungskomponenten, die Heizlast der einzelnen Räume und die Heizleistung der Heizkörper neu aufeinander abgestimmt. Eine Investition, die sich auf lange Sicht auszahlt.

Heizungspumpe tauschen
Ältere, nicht regelbare Heizungspumpen verbrauchen viel Strom, weil sie durchgängig unter voller Leistung laufen. Regelbare Hocheffizienzpumpen passen die Leistung automatisch dem Wärmebedarf an.

Weitere Energiespartipps

Erdgaspreise: wichtige Begriffe im Überblick

Welche Kosten sind im Arbeitspreis enthalten und was genau ist die Energie- bzw. Erdgassteuer? Die wichtigsten Begriffe zum Thema Erdgaspreis-Zusammensetzung haben wir kompakt für Sie zusammengestellt.

  • Arbeitspreis Erdgas: Der Arbeitspreis deckt insbesondere die variablen Kosten, die in direktem Zusammenhang mit Ihrem Verbrauch stehen. Die Kosten setzen sich zusammen aus Steuern und Umlagen, den Netzentgelten für den Energietransport und die Weiterverteilung sowie den Kosten für den Einkauf.
  • Bilanzierungsumlage: Die Bilanzierungsumlage dient zur Deckung des zu erwartenden Fehlbetrages aus dem Einsatz von Regel- und Ausgleichsenergie. Die Umlagenhöhe wird jährlich zum 01.10. neu festgelegt und von den Marktgebietsverantwortlichen veröffentlicht.
  • Energie-/Erdgassteuer: Die Energiesteuer (umgangssprachlich auch Erdgassteuer genannt) ist eine Verbrauchssteuer auf Erdgas und Flüssiggas und ist im Energiesteuergesetz geregelt. Ihre Höhe beträgt 0,55 ct/kWh.
  • Gasspeicherumlage: Die Speicherumlage soll die Kosten für die Einspeicherung von Gas nach § 35e EnWG decken. Sie wird ab dem 1. Oktober 2022 bis zum Frühjahr 2025 erhoben. Ihre Höhe beträgt 0,059 ct/kWh für die Dauer von drei Monaten. Die ursprünglich geplante Gasbeschaffungsumlage wurde nicht umgesetzt.
  • Grundpreis Erdgas: Der Grundpreis deckt die fixen Kosten des Versorgungsunternehmens ab und wird für die Bereitstellung der Energie erhoben.
  • Netzentgelte: Der jeweilige Netzbetreiber erhebt dieses Entgelt für den Transport und die Verteilung von Strom bzw. Erdgas. Die Höhe dieser Entgelte wird behördlich durch die Bundesnetzagentur oder die Landesaufsichtsbehörden festgelegt und kann sich je nach Region stark unterscheiden.
  • Umsatzsteuer: Da die Umsatzsteuer (umgangssprachlich auch Mehrwertsteuer genannt) auf den Nettobetrag der Stromrechnung, der beispielsweise schon die Stromsteuer und andere Umlagen enthält, erhoben wird, kommt es hier zu einer Doppelbesteuerung von Strom. Denn so zahlen Sie auch Umsatzsteuer auf die Stromsteuer. Bei Erdgas tritt die Energiesteuer an die Stelle der Stromsteuer.

Der Strompreis im Detail

Von EEG-Umlage bis Stromsteuer: Welche Anteile bekommt der Staat und was bekommen wir als Ihr Energieversorger? Hier finden Sie die aktuelle Aufschlüsselung der Strompreise

Infos zum Strompreis

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Antworten auf Fragen zur Energieversorgung

Fragen zur Energieversorgung

Im Bereich „Wissenswertes“ haben wir Antworten auf FAQ – häufig gestellte Fragen – zusammengestellt.

FAQ zur Energieversorgung