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Strompreis-Zusammensetzung

Netzentgelte, EEG-Umlage und mehr: Wir beantworten Ihre Fragen rund um die Zusammensetzung des Strompreises.

So setzt sich der Strompreis zusammen

Die Kosten für Ihren Strom werden in Grundpreis und Arbeitspreis eingeteilt. Den festen Grundpreis erheben wir für die Bereitstellung des Stroms. Der Arbeitspreis (in Cent pro kWh Strom) hingegen deckt die variablen Kosten – und steht somit in direktem Zusammenhang mit Ihrem persönlichen Stromverbrauch.

Aber was steckt alles im Strompreis? Der Strompreis in Deutschland setzt sich aus drei Teilen zusammen. Der größte Anteil entfällt dabei auf die staatlich veranlassten Steuern, Abgaben und Umlagen. Zusammen mit den behördlich festgelegten Netzentgelten (Gebühr für die Nutzung der Stromnetze sowie die Messung des Verbrauchs) machen sie knapp drei Viertel des Strompreises aus. Der verbleibende Teil entfällt auf die Kosten für Beschaffung, Vertrieb und Abrechnung.


Zusammensetzung des Mainova Classic Stromtarifs

Mainova Strom Classic, Grundpreis 71,40 €/Jahr, Arbeitspreis 32,61 ct/kWh, Abnahmefall: 2.500 kWh/a (brutto), Preise gültig ab dem 1. Januar 2022.

Steuern, Umlagen, Erneuerbare-Energien-Gesetz

Ob eine Strompreiserhöhung ansteht oder nicht, hängt also stark vom Kostenblock der Steuern und Umlagen ab – und vom geplanten Netzausbau im Rahmen der Energiewende. Nur so erreicht genug Strom aus erneuerbaren Energien Ihre Steckdose. Auch die erwartete Steigerung des Energiebedarfs spielt daher eine Rolle. Abhängig von Ihrem Wohnort entstehen unterschiedliche Kosten für die Belieferung, beispielsweise durch regional variierende Netzentgelte.

Nachfolgend haben wir die wichtigsten Steuern und Umlagen auf Strom zusammengestellt.

2020 (ct/kWh)2021 (ct/kWh)2022 (ct/kWh)

Umlage nach Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

6,756

6,500

3,723

Stromsteuer

2,050

2,050

2,050

Umlage nach § 17f Energie-Wirtschaftsgesetz (Offshore-Netzumlage)

0,416

0,395

0,419

Umlage nach Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-G)

0,226

0,254

0,378

Umlage nach § 19 Abs. 2 Stromnetz-Entgeltverordnung (StromNEV)

0,358

0,432

0,437

Umlage nach Abschaltbare-Lasten-Verordnung (AbLaV)

0,007

0,009

0,003

Summe (exklusive aktuell geltender MwSt.)

9,813

9,640

7,010


Die Angaben zur Höhe der Steuern und Umlagen entsprechen dem Stand vom 2. November 2020 und erfolgen ohne Gewähr. Die jeweils aktuellen Höhen können Sie online auf der gemeinsamen Website der vier Übertragungsnetzbetreiber – also den Betreibern des Stromnetzes – einsehen (www.netztransparenz.de). Die Höhe der Konzessionsabgabe bestimmt jede Kommune selbst; der Gesetzgeber hat in der Konzessionsabgabeverordnung nur Höchstbeträge festgelegt. Die kundenindividuell zutreffende Höhe entnehmen Sie bitte dem Preisblatt des örtlich zuständigen Verteilnetzbetreibers.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG, fördert die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wie Windenergie, Wasserkraft, Solarenergie, Biomasse, Erdwärme. Die Netzbetreiber sind verpflichtet, die so erzeugte Energie zu einem festgelegten Preis abzunehmen. Es handelt sich also um eine Subvention für den Klimaschutz. Die Kosten, die durch die Förderung der erneuerbaren Erzeugung entstehen, werden mit Hilfe der sogenannten EEG-Umlage an die Endverbraucher weitergegeben.

Die bei den Netzbetreibern anfallenden Subventionszahlungen sind regional unterschiedlich. In Netzgebieten, in denen viel Energie aus erneuerbaren Quellen eingespeist wird, sind die Kosten höher. Da der Gesetzgeber eine einheitliche Belastung für Verbraucher wünscht, melden die Verteilnetzbetreiber, in deren Gebieten entsprechende Anlagen stehen, ihre Aufwendungen an die vier großen Übertragungsnetzbetreiber. Diese ermitteln den Gesamtaufwand und legen die Umlagenhöhe fest. Im Lieferjahr 2021 zahlen Endverbraucher 6,500 Cent pro Kilowattstunde.


Die Höhe der EEG-Umlage wird immer zum 15. Oktober von den vier deutschen Übertragungsnetzbetreibern (zusammen mit Forschungsinstituten und unter Kontrolle der Bundesnetzagentur) festgelegt. Grundlage ist eine Bedarfsprognose für das jeweils kommende Jahr, die sich im Wesentlichen aus der Differenz von gesetzlich festgelegten Ökostrompreisen und den tatsächlichen Verkaufserlösen an der Strombörse ergibt. Das bedeutet: Wenn der Börsenpreis sinkt, steigt die Differenz zum festgelegten Preis für Ökostrom – und damit der Bedarf für die EEG-Umlage.

Grafik zur Entwicklung der EEG-Umlage


Strompreise: wichtige Begriffe im Überblick

Welche Bestandteile umfasst der Arbeitspreis und was versteht man unter Netzentgelten? Die wichtigsten Begriffe zum Thema Strompreis-Zusammensetzung haben wir kompakt für Sie zusammengestellt.

  • Arbeitspreis Strom: Der Arbeitspreis deckt insbesondere die variablen Kosten, die in direktem Zusammenhang mit Ihrem Stromverbrauch stehen. Die Kosten setzen sich zusammen aus den oben genannten Steuern und Umlagen, den Netzentgelten für den Stromtransport und die Weiterverteilung sowie den Kosten für den Stromeinkauf.
  • EEG-Umlage: Die Bezeichnung EEG-Umlage leitet sich ab vom Erneuerbare-Energien-Gesetz (kurz: EEG), das die Energiewende vorantreiben soll. Mit Hilfe der EEG-Umlage werden Extrakosten, die durch die Förderung der erneuerbaren Stromerzeugung entstehen, an Sie als Endverbraucher weitergegeben.
  • Grundpreis Strom: Der Grundpreis deckt die fixen Kosten Ihres Stromversorgers ab und wird für die Bereitstellung des Stroms erhoben.
  • Leistungspreis: Mit dem Leistungspreis werden die fixen Kosten für den Bezug (Einkauf) des Stroms abgedeckt.
  • Netzbetreiber: Der Netzbetreiber ist für den sachgemäßen und störungsfreien Betrieb des Energienetzes zuständig, so dass der Strom zuverlässig zu Ihnen kommt. Zu den Aufgaben zählen Wartung, Erneuerung und Ausbau. Die Entgelte für die Netznutzung sind in Ihrem Strompreis enthalten.
  • Netzentgelte: Der jeweilige Netzbetreiber erhebt dieses Entgelt für den Transport und die Verteilung des Stroms. Die Höhe dieser Entgelte wird behördlich durch die Bundesnetzagentur oder die Landesaufsichtsbehörden festgelegt und kann sich je nach Region unterscheiden.
  • Stromsteuer: Die Stromsteuer wurde im Rahmen des Gesetzes zum Einstieg in die ökologische Steuerreform am 1. April 1999 in Deutschland als „Ökosteuer“ eingeführt. Die Energieversorger geben diesen Betrag von Ihnen an den Staat weiter.
  • Verrechnungspreis: Wenn ein Verrechnungspreis separat ausgewiesen ist (d. h., wenn dieser nicht bereits in den Grundpreis integriert ist), deckt er insbesondere die Kosten, die für die Messung und Abrechnung Ihres Stromverbrauchs entstehen.

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