Senckenberg und Mainova kooperieren

Engagement

09.04.2020 | Frankfurt am Main

Wanderausstellung zum Thema Flüsse mit multimedialen Exponaten ab Sommer 2020 geplant

Für die neue Ausstellung „Flüsse“ hat das Senckenberg Naturmuseum mit Unterstützung der Mainova AG außergewöhnliche, multimediale Exponate zum Thema Wasser konzipiert. Zu den Highlights zählen ein interaktiver Wasserkreislauf und ein begehbarer Wassertropfen. Sie werden neben anderen Mitmach-Stationen ab voraussichtlich Sommer 2020 zunächst an öffentlichen Orten in und um Frankfurt zu sehen und zu erleben sein. Nach dem geplanten Umbau des Senckenberg Naturmuseums zieht die Ausstellung mit ihren Exponaten dauerhaft in die neuen und erweiterten Räume ein.

Bereits zu Beginn der Planungen 2018 sagte Mainova ihre Unterstützung zu. „Wir freuen uns, dass wir mit der Mainova AG als Frankfurter Wasserversorger einen so passenden Kooperationspartner gewinnen konnten“, erklärt Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger, Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und erläutert: „Es war uns sehr wichtig, in der Ausstellung einen starken inhaltlichen Bezug zur Region herzustellen und gleichzeitig die Besucher*innen durch moderne und multimediale Vermittlungsformen für das Thema Wasser zu begeistern.“ Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorstandsvorsitzender der Mainova AG, betont: „Mainova versorgt Frankfurt sicher mit Trinkwasser in höchster Qualität. Das am besten kontrollierte Lebensmittel entstammt sauberen Quellen und wird nachhaltig in der Region gefördert. Der ressourcenschonende Umgang mit Wasser ist uns wichtig. Deswegen ist es uns eine große Freude, das Senckenberg Naturmuseum dabei unterstützen zu können, dieses wichtige Thema Jung und Alt anschaulich zu vermitteln. Dies gelingt mit den Exponaten der neuen Ausstellung auf besonders ansprechende und moderne Weise.“  

An einer Relief-Landschaft des Rhein-Main-Gebiets – vom Vogelsberg bis zum Hessischen Ried – haben Besucher*innen die Möglichkeit, selbst in den Wasserkreislauf einzugreifen. Was passiert mit dem Wasserhaushalt, wenn diese Fläche fast vollständig bebaut und damit versiegelt würde? Welche Folgen hat die Aufforstung von Wäldern  oder der Ausbau der landwirtschaftlichen Nutzung für den Wasserkreislauf? Und wie wirken sich extreme Wetterereignisse wie Starkregen oder Trockenheit aus? Der Einfluss dieser einzelnen Parameter auf den Wasserkreislauf wird an diesem interaktiven Exponat, das mit Hilfe der Mainova AG und des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) bereits realisiert wurde, sofort sichtbar. „Eine solche Simulation, die mit Echtdaten des HLNUG arbeitet, ist eine absolute Neuheit, die es bisher in keinem anderen Museum gibt“, sagt Mosbrugger.

Der begehbare Wassertropfen, der in Kooperation mit dem Studiengang Intermedia Design der Hochschule Trier entstand, wurde erst durch die Unterstützung der Mainova AG ermöglicht. Er begeistert auf atmosphärische Weise, indem er die Tür zu einer Lebenswelt öffnet, die sonst nur unter dem Mikroskop zu sehen ist. Winzige Organismen schwimmen in Überlebensgröße durch das Wasser – zart und durchscheinend, manchmal schillernd und von überraschender Formenvielfalt und Ästhetik. Auf insgesamt 200 Quadratmetern folgt der geplante neue Ausstellungsbereich dem Lauf der Nidda von der Quelle bis zur Mündung. Besucher*innen erfahren außerdem mehr über die Bandbreite der Senckenberg-Forschung an und in Flüssen. Für die globale Sicht auf das Thema werden vier große Ströme der Erde beispielhaft vorgestellt: Amazonas, Nil, Ganges und Rhein. Neben erstaunlichen Daten und Fakten sowie der Vielfalt dieser Ökosysteme geht es auch um die kulturelle Bedeutung der Flüsse für die Anwohner*innen.

Nach der Roadshow wird der Themenraum „Flüsse“ im 2. Obergeschoss des Naturmuseums, das im Laufe der nächsten Jahre modular modernisiert und erweitert wird, zu sehen sein. Insgesamt entstehen im Museum vier neue Bereiche: Mensch, Erde, Kosmos und Zukunft. Sie nehmen die Besucher*innen mit auf eine Reise zu den Anfängen des Menschen, zu den aufregendsten Plätzen der Erde, in die Weiten des Universums und beleuchten die Zukunft unseres Planeten. Der Einsatz faszinierender Inszenierungen, Raum-in-Raum Installationen und die Anwendung neuer Medien ist ein fester Bestandteil der Ausstellungskonzepte. Das 2. Obergeschoss wird zukünftig den Lebensräumen der Erde gewidmet sein. Hier entsteht ein Rundgang entlang eines Höhengradienten, der in der Tiefsee beginnt und mit dem Hochgebirge endet.

Ein Teaser-Video zur Ausstellung finden Sie hier: http://youtu.be/D74FWJJvoK8

Informationen zu den Umbauplänen finden Sie auf http://www.die-welt-baut-ihr-museum.de