Wie setzt sich der Strompreis eigentlich zusammen?

03.08.2022

Frau mit Taschenrechner und Preistabellen

Der Strompreis hat drei Bestandteile: Beschaffungskosten, Steuern, Abgaben & Umlagen sowie die Netzentgelte. Rund 59 Prozent des Strompreises sind staatlich veranlasst. Rund 34 Prozent der Stromkosten entfallen auf Steuern, Abgaben und Umlagen. Die Netzentgelte betragen rund 25 Prozent. Für Beschaffung, Service und Vertrieb verbleiben 41 Prozent.

Staatliche Preisbestandteile

Darunter fallen zum Beispiel die Mehrwert- und Stromsteuer, eine Umlage für die Förderung von Offshore-Windenergie oder ein Aufschlag für die Kraft-Wärme-Kopplung. Mit der Abschaffung der EEG-Umlage zum 1. Juli 2022 ist dieser Anteil leicht gesunken. Diese Preisbestandteile können die Energieversorger nicht beeinflussen, sondern sind verpflichtet, sie voll an die jeweiligen Endkundinnen und -kunden weiterzugeben.

Kostenanteil für das Netz macht weniger als ein Viertel aus

Rund ein Viertel des Preises wird durch das Netzentgelt bestimmt. Dieses wird von den Strom- und Gasnetzbetreibern für die Nutzung der Netzinfrastruktur zur Netzdurchleitung von Strom und Gas erhoben. Die Höhe der Netzentgelte wird von der Bundesnetzagentur berechnet.