Geothermie: Ein wichtiger Baustein für Frankfurts Wärmeversorgung
29.03.2026
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Frankfurt verfolgt das Ziel, klimaneutral zu werden. Ein entscheidender Hebel dafür ist die Wärmewende. Gerade im dicht besiedelten Ballungsraum spielt Fernwärme dabei eine zentrale Rolle, und ihre schrittweise Dekarbonisierung und ihr Ausbau sind eine der größten infrastrukturellen Aufgaben der kommenden Jahre.
Neben Abwärme aus Rechenzentren, dem Müllheizkraftwerk, dem Biomassekraftwerk Fechenheim und dem perspektivisch auf Wasserstoff umgestellten Heizkraftwerk West soll dabei auch Geothermie eine wichtige Rolle übernehmen. Die Technologie nutzt natürliche Wärme aus tiefen Gesteinsschichten und macht sie für die Fernwärmeversorgung nutzbar. Der große Vorteil ist, dass Geothermie unabhängig von Wetter, Tageszeit oder Brennstoffpreisen kontinuierlich CO2-freie Wärme bereitstellt. Damit liefert sie einen wichtigen Beitrag zur klimaneutralen und sicheren Wärmeversorgung einer Großstadt wie Frankfurt.
Geothermie ist eine lang erprobte Technologie. In vielen Städten Deutschlands wird sie bereits erfolgreich eingesetzt – darunter München, Grünwald und Schwerin. Moderne Verfahren, umfangreiche geologische Untersuchungen und hohe technische Standards sorgen heute für eine sichere und zuverlässige Wärmeversorgung. Für Frankfurt stellt Geothermie einen wichtigen Baustein eines diversifizierten Energiemixes dar. Sie trägt dazu bei, Importabhängigkeiten zu reduzieren, Versorgungssicherheit herzustellen und damit langfristig stabile Wärmepreise zu ermöglichen.
Damit Geothermie umgesetzt werden kann, braucht es geeignete Standorte und frühzeitige planerische Weichenstellungen. Zwar müssen potenzielle Flächen anfangs ausreichend groß sein, um Bohrplätze und Betriebsmittel unterzubringen, doch ein besonderer Vorteil der Tiefengeothermie ist, dass diese Flächen nach der Errichtung der Anlage kaum noch benötigt werden. Sobald die Bohrungen abgeschlossen und die oberirdischen Anlagen kompakt installiert sind, können große Teile der zuvor beanspruchten Flächen wieder für die städtebauliche Entwicklung, Grünflächen oder andere Nutzungen freigegeben werden – ganz anders als bei klassischen Kraftwerken, die dauerhaft große Areale benötigen. Darum ist es wichtig, geeignete Standorte frühzeitig zu sichern, um langfristig die klimaneutrale Wärmeversorgung Frankfurts zu ermöglichen.
Gemeinsam mit der Stadt Frankfurt arbeitet Mainova daran, die Wärmeversorgung Schritt für Schritt klimaneutral umzubauen. Geothermie wird dabei ein wichtiger Baustein sein.