Energie darf kein Luxusgut werden

01.08.2022

Die Lage auf den Energiemärkten und auch unsere gesamtwirtschaftliche Situation bleibt weiter angespannt. Die hohe Inflation setzt die Bürgerinnen und Bürger stark unter Druck. Treiber der Inflation sind neben den Lebensmittelpreisen vor allem die stark angestiegenen Energiepreise.

Mainova erfüllt weiterhin ihren Auftrag

Kommunale Unternehmen wie die Mainova AG wirtschaften mit einer besonderen Verantwortung für die Menschen der Region. Die Erlöse Mainovas fließen in Zukunftsinvestitionen und zurück zur Stadt Frankfurt. Dadurch entlastet eine wirtschaftlich gesunde Mainova den städtischen Kernhaushalt. Das wiederum schafft finanzielle Räume für vielfältige Dienstleistungen. 

Massiver Anstieg der Großhandelspreise bleibt besorgniserregend

An der Strombörse kostete eine Megawattstunde (MWh) im Dezember 2021 das Zehnfache wie im Dezember 2020. Trotz eines klugen und vorausschauenden Energieeinkaufs sowie diversifizierten Bezugsquellen ist auch Mainova gezwungen, die enorme Preissteigerung anteilig an die Kundinnen und Kunden weiterzugeben.

Soziale Verantwortung übernehmen

Die Bundesregierung hat bereits im Frühjahr ein Maßnahmenpaket verabschiedet, das seit Beginn des Sommers Wirkung zeigt: Tankrabatt, 9-Euro-Ticket, Energiepauschale, Heizkostenzuschuss – die Zuwendungen im Wert von insgesamt 30 Milliarden Euro sind ein erster, wichtiger Schritt. Jedoch dürfen insbesondere die Menschen mit mittlerem und niedrigem Einkommen nicht aus dem politischen Fokus geraten. Weiterhin gilt: Energie darf kein Luxusgut werden. Ein Moratorium von Gassperren für die Dauer einer Gasmangellage kann helfen, wenn gleichzeitig verhindert wird, dass die entstehenden Ausstände zum wirtschaftlichen Risiko für Energieversorger werden. Eine staatliche Ausfallgarantie auch für kommunale Versorgungsunternehmen ist daher eine zwingende Voraussetzung.