Energiepolitik steht im Brennpunkt

11.04.2022

Die Entwicklungen am Energiemarkt und insbesondere die Auswirkungen des völkerrechtswidrigen Ukraine-Krieges betreffen auch unmittelbar Mainova und die gesamte Energiebranche. Wie sich die Krise entwickeln und wie lange die derzeitige Anspannung auf den Energiemärkten anhalten wird, ist noch nicht abzusehen. Klar ist jedoch, dass der Ausbau erneuerbarer Energien und der Einsatz klimaneutralen Wasserstoffs beschleunigt werden muss. Dadurch wird mittelfristig die Abhängigkeit von anderen Ländern von Erdgas, Kohle und Öl reduziert und der Umbau zu einer CO2-freien Energieversorgung forciert.


Erdgas kommt aus vielen Ländern

Deutschland bezieht Erdgas aus unterschiedlichen Lieferländern. Den größten Teil aus Russland, laut Branchenverband BDEW derzeit rund 38%. Darüber hin-aus stammt das genutzte Erdgas in Deutschland über-wiegend aus den Niederlanden, Norwegen und Übersee. 


Unabhängigkeit von russischem Gas ist möglich

Energiewende

Eine vollständige Unabhängigkeit von russischem Gas hängt stark vom Ausbau der erneuerbaren Energien, dem Bau von LNG-Terminals und einem zügigen Markthochlauf von Wasserstoff ab. Aktuell rechnet die Bundesregierung damit, dass es bis Sommer 2024 dauern wird, weit- gehend unabhängig von Gas aus Russland zu werden. 



Energie muss bezahlbar bleiben

Die Beschaffungskosten an den Energiemärkten sind weltweit auf hohem Niveau. Die Frage der Bezahlbarkeit von Energie muss daher weiter im Fokus von Politik und Energiewirtschaft liegen. Die geplante Abschaffung der EEG-Umlage zum 1. Juli ist dafür ein erster Schritt. Weitere müssen folgen. Die Energiewirtschaft spricht sich für eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Strom und Gas von 19 auf 7 Prozent und eine Reduzierung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß aus. Darüber hinaus sollte Wasserstoff technologieoffen und in großen Mengen erzeugt und auch in der Gebäudewärme eingesetzt werden.

Mit Wasserstoff in die Zukunft

Position und Strategie der Mainova