Entwicklungen am Strom- und Gasmarkt KW25/2023

Energiebeschaffung

21.06.2023

2 Minuten

Die Terminnotierungen am Gas- und Strommarkt büßten zu Monatsbeginn aufgrund der anhaltend guten Versorgungslage zunächst weiter an Wert ein. Die Frontjahre fielen auf Werte um ca. 44 €/MWh bzw. ca. 115 €/MWh.

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Information: Diese Marktanalysen basieren auf Zahlen vom 19.06.2023

Fundamentale Entwicklung am Energiemarkt

Die Terminnotierungen am Gas- und Strommarkt büßten zu Monatsbeginn aufgrund der anhaltend guten Versorgungslage zunächst weiter an Wert ein. Die Frontjahre fielen auf Werte um ca. 44 €/MWh bzw. ca. 115 €/MWh. Am kurzen Marktende (Frontmonate) gaben die Notierungen auf ca. 25 €/MWh bzw. 74 €/MWh nach. Seither haben die Kontrakte allerdings wieder etwas deutlicher an Wert gewonnen. Zunächst einmal dürfte das günstige Preisniveau - im Vergleich zu den letzten Wochen und Monaten - erneut Käufer in den Markt gelockt haben. Der wesentliche Impuls kam allerdings von Meldungen über umfangreiche ungeplante Ausfälle bei der Gasförderung in der Nordsee, in deren Folge verstärkt Käufe, u. a. zur Schließung von Short-Positionen, einsetzten. Zusätzliche Einflüsse dürften auch von teilweise unterdurchschnittlichen Windverhältnissen sowie von der relativ geringen Verfügbarkeit französischer Atommeiler gekommen sein, die eine zusätzliche Gasnachfrage zur Stromerzeugung zur Folge hatten.

Der Preisanstieg in den letzten ein bis zwei Wochen dürfte insgesamt etwas Unsicherheit bei den Marktteilnehmern ausgelöst haben, denn die Entwicklung hat gezeigt, dass der Preisverlauf keine „Einbahnstraße“ abwärts ist und (unvorhergesehene) Meldungen betreffend die Angebots- und/oder Nachfrageseite die latenten Markt- bzw. Preisrisiken in Erinnerung rufen. Wir prognostizieren daher einen etwas volatileren Seitwärtstrend in den kommenden zwei Wochen, bis sich das Marktgeschehen wieder beruhigt hat und auch präziser absehbar sein wird, ob die Störungen in der Nordsee länger als bisher geplant ausfallen und welche Einflüsse von der Wetterlage und auch aus Frankreich für den Juli zu erwarten sind. Trotz der vorübergehenden Störungen/Einflüsse erwarten wir auf Basis der aktuellen Fundamentaldaten mittelfristig ein anhaltend gutes Versorgungsumfeld am Gasmarkt, sodass erneute Preisrückgänge im dritten Quartal nicht unrealistisch erscheinen, die sich dann auch auf den Strombereich auswirken sollten.

Erwartung Preisverlauf für die nächsten zwei Wochen:

Volatiler Seitwärtstrend, d. h., den Handel für die Frontjahre erwarten wir primär im Bereich 133-153 €/MWh bei Strom Base sowie 48-55 €/MWh bei Gas am THE. Die übrigen Terminkontrakte dürften sich analog entwickeln, allerdings bei geringeren Preisausschlägen.

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