Trinkwasserspeicher Nr. 1: So schützen wir die Funktion des Waldes

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Nachhaltigkeit

06.04.2022

Spatenstich im Wehrheimer Forst

Autor: Mainova Redaktion

Hättet ihr’s gewusst: 70 % unseres Trinkwassers stammen aus dem Wald. Und damit sind nicht nur die vermeintlich sichtbaren Wasserspeicher wie Seen, Bäche und Flüsse gemeint. Schaut man sich die unterirdischen Wasservorräte an, so kommen auf einen Quadratmeter Waldboden gut und gerne 200 Liter Wasser. Einen entscheidenden Anteil daran haben Bäume: Sie dienen als Wasserspeicher, der die Feuchtigkeit langsam an den Waldboden abgibt. So kann z. B. eine Waldfläche von der Größe eines Fußballfelds bis zu 1,5 Mio. Liter Regenwasser in Bäumen und Boden speichern. Für einen verbesserten Trinkwasserschutz unterstützt Mainova den Trinkwasserwald e. V. bei der Wiederbewaldung des Wehrheimer Forstes, um so die Funktion des Waldes zu stärken.

Volle Wachstumskraft voraus!

Das bedrohte Wunderwerk

Hitzerekorde, Waldbrände, Dürren: nur ein paar Wetterextreme, denen der deutsche Wald in immer kürzer werdenden Abständen ausgesetzt ist. Und das ist fatal! Bäume halten den Bedingungen nicht mehr stand, verdorren und bieten damit Waldschädlingen wie dem Borkenkäfer einen idealen Lebensraum für Massenvermehrung und -befall. Ein Teufelskreis, der auch uns einschließt. Denn ein geschwächtes Waldökosystem wirkt sich direkt auf unser Grundwasser aus.

Der Waldboden ist nämlich ein wahres Multitalent, das es zu schützen gilt. Versickert das Regenwasser im Erdreich, wird es wie ein Schwamm aufgenommen. Die überschüssige Regenmenge, die nicht mehr gespeichert werden kann, gelangt als Sickerwasser irgendwann ins Grundwasser. Bevor es dort ankommt, wird es beim Passieren der einzelnen Bodenschichten gefiltert und gereinigt. Dafür sorgen mikroskopisch kleine Lebewesen – sogenannte Mikroorganismen. Und die erledigen ihre Arbeit so gründlich, dass das Wasser vor dem Trinken nicht einmal mehr aufbereitet werden muss.

Wehrheimer Klimawald: Pflanzaktion 2022

Ein intaktes Waldökosystem ist also essenziell für saubere Luft und sauberes Trinkwasser. Doch wir sehen, wie die globale Erderwärmung die Natur zunehmend aus dem Gleichgewicht bringt. Besonders betroffen sind paradoxerweise Wälder. Denn obwohl der deutsche Wald von Jahr zu Jahr wächst, ist es um den Zustand der einzelnen Bäume schlecht bestellt. Nicht nur Tannen und Fichten sind vom Klimawandel gezeichnet. Mittlerweile sind fast jede zweite Buche und Eiche schwer geschädigt. Ohne Zweifel: Um die Anfälligkeit der Wälder zu verringern, muss ein Umdenken bei der Aufforstung stattfinden. Hier gehen wir mit gutem Beispiel voran.

Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner Trinkwasserwald e. V. sind wir an der Aufforstung des Wehrheimer Waldes beteiligt. Den Anfang machte am 28.03. Mainova-Vorständin Diana Rauhut zusammen mit Landrat Ulrich Krebs und Bürgermeister Gregor Sommer mit dem ersten Spatenstich. Und es folgen noch viele mehr! 10.000 Jungpflanzen ersetzen den durch Trockenheit stark geschädigten Nadelwaldbestand und erfüllen gleichzeitig das Versprechen der Ende Januar beendeten Vertriebsaktion „Gute Energie für dich. Gute Idee für die Umwelt“. Im Rahmen dieser erfolgreichen Aktion wurde pro Neukunde und Neukundin ein Baum gepflanzt. Während des viermonatigen Aktionszeitraums kamen stolze 9.000 Bäume zusammen, deren Anzahl die Mainova kurzerhand auf 10.000 Jungpflanzen aufrundete.

Anstoßen mit Trinkwasser

Die Aktion im Detail
10.000 neue Bäume, die auch langanhaltenden Trockenperioden trotzen: Deshalb wurde die ausgewählte Fläche mit Bergahorn, Flatterulme, Roterle, Sandbirke und Hainbuche bepflanzt. Im Gegensatz zu Nadelbäumen sind Laubbaumarten trockenresistenter und in puncto Grundwasserbildung von entscheidendem Vorteil. Während Fichten Regen in ihren Baumkronen auffangen, lassen die neuen Setzlinge das Wasser in laubfreien Zeiten besser durch. Und das fördert letztendlich die Grundwasserbildung. Perspektivisch ermöglichen die 10.000 neuen Bäume einen zusätzlichen Grundwasserertrag von rund 2.000.000 Litern pro Jahr. Das entspricht dem Bedarf von 2.000 Menschen! Eine tolle Aktion, die zum Klimaschutz und zur Förderung der Biodiversität im deutschen Wald beiträgt.

Trinkwasserwald e. V. und Mainova

Trinkwasserschutz ist für uns ein wichtiger Bestandteil unseres Nachhaltigkeitsmanagements. Deshalb sind wir froh, im Trinkwasserwald e. V. einen verlässlichen Kooperationspartner gefunden zu haben, mit dem wir einen wertvollen Beitrag zur regionalen Aufforstung des deutschen Waldes leisten können. Bereits 2020 unterstützten 30 Mainova-Alltagshelden gemeinsam mit dem Trinkwasserwald e. V. die Aufforstung des Wehrheimer Forsts. Damals noch mit 600 Jungpflanzen, aber mit demselben Ziel wie heute: Bäume pflanzen für mehr Trinkwasser.

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