Wärmepreise steigen leicht zum 1. Oktober 2026
21.09.2026
Die Anpassung beträgt im Durchschnitt rund 4,9 Prozent. Die Preisanpassung wirkt sich bei der Fernwärme je nach Verbrauch und angeschlossener Leistung unterschiedlich aus. Für ein typisches Einfamilienhaus mit einem durchschnittlichen jährlichen Wärmeverbrauch von 18.000 Kilowattstunde (kWh) und einer angeschlossenen Leistung von 10 Kilowatt (kW) steigen die Kosten (brutto) um rund 136,85 Euro im Jahr beziehungsweise 11,40 Euro im Monat. In einem großen Mehrfamilienhaus mit 30 Wohneinheiten und einer angeschlossenen Leistung von 160 kW sowie einem durchschnittlichen jährlichen Wärmeverbrauch von 288.000 kWh steigen die Kosten (brutto) je Wohneinheit im Schnitt um rund 74,85 Euro im Jahr beziehungsweise 6,24 Euro im Monat. Trotz der Anpassung liegen die Fernwärmepreise von Mainova im Preisvergleich weiterhin unterhalb des bundesweiten Durchschnitts. Fernwärme bleibt damit eine wettbewerbsfähige Lösung für die Wärmeversorgung in Frankfurt.
Die Preise bilden die tatsächlichen Kosten ab, die für die Erzeugung und Verteilung der Fernwärme entstehen. Dabei werden unter anderem auch die Entwicklungen der Energie-, Lohn- und Investitionskosten berücksichtigt. Höhere Preise an den Energiemärkten infolge der aktuellen geopolitischen Entwicklungen wirken sich entsprechend preissteigernd aus. Niedrigere CO₂-Kosten bei Mainova durch den Kohleausstieg dämpfen hingegen den Preisanstieg. Dadurch profitieren Kundinnen und Kunden ebenso im Fall von sinkenden Kosten, die im Preissystem entsprechend berücksichtigt werden.
Mit der noch 2026 geplanten Inbetriebnahme des wasserstofffähigen Gaskraftwerks am Heizkraftwerk West setzt Mainova wichtige Schritte zur Dekarbonisierung der Frankfurter Wärmeversorgung um. Der schrittweise Umstieg auf neue Wärmequellen und der Ausbau des Fernwärmenetzes unterstützen die Wärmewende in Frankfurt. Kundinnen und Kunden profitieren dabei von einer sicheren und komfortablen Wärmeversorgung. Darüber hinaus überzeugt Fernwärme durch ihren geringen Wartungsaufwand und ihre hohe Eignung für dicht besiedelte urbane Räume.