Bilanz für das erste Halbjahr 2026: Mainova bestätigt hohe Leistungsfähigkeit
30.09.2026 | Frankfurt am Main
Mainova erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein bereinigtes Ergebnis (EBT) auf weiterhin hohem Niveau in Höhe von 159,2 Mio. Euro
(1. Hj. 2025: 169,7 Mio. Euro). „Unser robustes Kerngeschäft, eine vorausschauende Beschaffung und unsere breite Aufstellung entlang der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette bilden die Grundlage für das gute Halbjahresergebnis. Trotz volatiler Energiemärkte und anspruchsvoller Rahmenbedingungen entwickelt sich unser operatives Geschäft insgesamt stabil. Das bestätigt unsere hohe Leistungsfähigkeit und gibt uns die Kraft, weiter konsequent in die Energie- und Wärmewende zu investieren und die Energiezukunft in Frankfurt und der Rhein-Main-Region aktiv mitzugestalten“, sagt Dr. Michael Maxelon, Vorstandsvorsitzender der Mainova AG.
Zu dem guten Ergebnis haben insbesondere ein stabiles Vertriebs- und Netzgeschäft sowie ein erfolgreiches Handelsgeschäft beigetragen. Belastet wurde das Konzernergebnis vor allem durch höhere Aufwände und eine zunehmende Komplexität bei der Umsetzung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien.
Ergebnisse der einzelnen Segmente
Das Ergebnis der Stromversorgung lag zum 30. Juni 2026 bei 20,3 Mio. Euro (Vorjahr: 32,4 Mio. Euro). Nach dem außergewöhnlich starken Vorjahresergebnis normalisierte sich insbesondere das Handelsergebnis. Gleichzeitig entwickelte sich das Netzgeschäft aufgrund gestiegener Mengen und Leistung weiterhin positiv.
Die Gasversorgung erzielte ein verbessertes Ergebnis von 63,1 Mio. Euro (Vorjahr: 53,2 Mio. Euro). Ausschlaggebend dafür waren unter anderem die insgesamt stabile Entwicklung des Vertriebs- und Netzgeschäfts sowie positiv wirkende Sondereffekte im Vorjahr.
Das Ergebnis im Segment Erzeugung und Fernwärme stieg auf 32,9 Mio. Euro (Vorjahr: 26,2 Mio. Euro). Wesentliche Treiber waren die positive Entwicklung der Fernwärme sowie Einsparungen bei Emissionszertifikaten, die durch einen optimierten Brennstoffmix mit geringerem Kohleeinsatz ermöglicht wurden. Gegenläufig wirkten geringere Ergebnisbeiträge aus den Gaskraftwerken.
Im Segment Erneuerbare Energien und Energiedienstleistungen erreichte Mainova ein Ergebnis von 11,6 Mio. Euro (Vorjahr: 18,7 Mio. Euro). Der Rückgang ist insbesondere auf die schwierige Marktentwicklung bei erneuerbaren Energien zurückzuführen. „Der Ausbau von Wind- und Solarenergie bleibt zentral, neue Projekte werden aber zunehmend anspruchsvoller. Verzögerungen beim Netzausbau, lange Wartezeiten bei Netzanschlüssen und zusätzliche Anforderungen wie Batteriespeicher oder Umspannwerke erhöhen Komplexität und wirtschaftliche Risiken. Positiv entwickelte sich dagegen das Contractinggeschäft“, ordnet Maxelon das Ergebnis ein.
Das Ergebnis der Wasserversorgung sank aufgrund gestiegener Betriebsführungskosten auf 0,9 Mio. Euro (Vorjahr: 1,7 Mio. Euro).
Das Ergebnis aus Beteiligungen betrug 43,7 Mio. Euro (Vorjahr: 54,3 Mio. Euro). Nach einem außergewöhnlich starken Vorjahr haben sich die Beiträge einzelner Beteiligungen erwartungsgemäß normalisiert. „Die Beteiligungen bleiben mit einem Anteil von über einem Viertel am Gesamtergebnis weiterhin ein wichtiges und verlässliches Standbein unseres Unternehmens“, betont Maxelon.
Weiter hohe Investitionen in die Energiewende
Mainova investierte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 123,1 Mio. Euro. Schwerpunkte waren der weitere Ausbau der Stromnetze, die Transformation der Wärmeversorgung sowie bedeutende Infrastrukturprojekte. Hierzu zählen insbesondere der Kohleausstieg mit der Umstellung auf moderne, wasserstofffähige Gasturbinentechnologie am Heizkraftwerk West in Frankfurt und der Neubau des Gemeinschaftskraftwerks Hanau sowie der Ausbau der eigenen Technik- und Lagerstandorte. „Unsere Investitionen stärken die Versorgungssicherheit für die Menschen und Unternehmen in Frankfurt und der Rhein-Main-Region. Gleichzeitig schaffen wir die Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Strom- und Wärmeversorgung“, resümiert Maxelon.
Ausblick
Geopolitische Entwicklungen, insbesondere im Nahen Osten, sorgen weiterhin für Unsicherheiten an den Energie-, Güter- und Finanzmärkten. Aufgrund des insgesamt stabilen Geschäftsverlaufs erwartet Mainova für das Gesamtjahr 2026 jedoch ein bereinigtes Ergebnis leicht unter dem Vorjahresniveau.
Der Zwischenbericht findet sich im Internet unter www.mainova.de/zwischenbericht.
Foto: Dr. Michael Maxelon, Vorstandsvorsitzender der Mainova AG