Schaubild Energieversorgung Frankfurt

Alles im Fluss – zuverlässige Energie- und Wasserversorgung in Frankfurt

Der Kühlschrank fällt aus. Die Heizung bleibt kalt. Aus dem Wasserhahn rinnen nur noch wenige Tropfen. Dank zuverlässiger Strom-, Gas-, Wärme- und Wasserversorgung passiert das selten.

Szenarien, von denen die Menschen in Deutschland kaum betroffen sind. Die Versorgung mit Strom, Gas, Wärme und Wasser ist verlässlich, ganz selten passiert es einmal, dass diese lebenswichtigen Grundlagen ausfallen.

Für den reibungslosen Ablauf sorgen dabei die kommunalen Energieversorger, die mit ihren Mitarbeitern an vielen Stellen immer wieder neue Verbesserungsmaßnahmen und Projekte erdenken, um den Fluss der vier Stoffe in Gang zu halten. In der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main kümmert sich Mainova mit ihrer für den Netzbetrieb zuständigen Tochtergesellschaft Netzdienste Rhein-Main GmbH (NRM) um den sicheren Netzbetrieb und die zuverlässige Versorgung.

Der Frankfurter Energieversorger investierte zum Beispiel in den vergangenen 20 Jahren rund eine Milliarde Euro in den Erhalt und den Ausbau der Netze, bis 2040 sollen zudem weitere 1.400 Kilometer Stromleitungen ausgetauscht werden. Einige der Maßnahmen der NRM stellen wir im Folgenden vor und werfen zudem einen Blick auf den SAIDI-Wert – hinter dem sperrigen Begriff verbirgt sich eine spannende Kennzahl.

Strom für das neue Terminal T3

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Um das neue Terminal T3 am Frankfurter Flughafen zu versorgen, hat die NRM einen neuen 110/10-kV-Trafo eingebracht und zwei Umspannwerke über eine Strecke von vier Kilometern verbunden.

Dabei kam ein besonders flexibles 110-kV-Kabel zum Einsatz, das sonst auf offener See zum Beispiel bei Offshore-Windparks oder auf Bohrinseln genutzt wird. Mit der Leistung des neuen Trafos könnte eine Stadt wie Bad Homburg versorgt werden.

Zuverlässige Wasserversorgung

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Eine der Hauptleitungen für die Wasserversorgung der Frankfurter Innenstadt ist 17,4 Kilometer lang und führt vom Wasserwerk in Hattersheim über die Vororte Sindlingen, Höchst, Nied und Griesheim bis hin zur Friedrich-Ebert-Anlage.

Mithilfe des innovativen Reliningverfahrens wird die Leitung Stück für Stück erneuert. Dabei werden neue DN400-Rohre in die bestehenden DN700-Rohre eingezogen. Im August beginnt der zwölfte Bauabschnitt. Die Maßnahme läuft seit 2008 – ein Langzeitprojekt für die zuverlässige Wasserversorgung.

NRM unterstützt Ausbau der Main-Weser-Bahn

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Die Bahnstrecke zwischen Frankfurt und Friedberg, die sogenannte Main-Weser-Bahn, wird auf vier Gleise ausgebaut. Um das Baufeld freizumachen, muss die NRM Leitungen aller Medien umlegen, zum Beispiel Trinkwasserleitungen, Gashochdruckleitungen oder Kabel des Mittelspannungsnetzes. Das Foto zeigt den Bauabschnitt am Bahnhof in Frankfurt-Eschersheim.



580 MVA: Umspannwerk ertüchtigt

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Um mehr Leistung für das Wachstum der Stadt Frankfurt am Main bereitzustellen, hat die NRM das UW Nord umfassend ertüchtigt.

Die bisherige Freiluftanlage wird eingehaust. Eine moderne gasisolierte Schaltanlage wird eingebracht. Das UW Nord bringt nun eine Leistung von 580 Megavoltampère. 

Mehr Energie für den Frankfurter Osten

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Der Riederwaldtunnel im Frankfurter Osten ist mehr als nur eine neue Autobahnverbindung.

Die NRM legt hier 42 Kilometer Stromkabel, 550 Meter Gasleitungen, 600 Meter Wasserleitungen und 58 Kilometer Leerrohre.

Das 110-kV-Netz wird gestärkt, um mehr Energie für den Frankfurter Osten bereitzustellen.

Die Netze der Mainova AG

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Was ist der SAIDI-Wert?

Wenn die Versorgung mit Gas, Wasser und Strom in Deutschland ausfällt, werden diese Zeiträume sorgsam von der Bundesnetzagentur registriert. Auf diese Weise können lange Zeiträume ausgewertet, Schwachpunkte identifiziert und Gegenmaßnahmen getroffen werden. Für Gas und Wasser sind die Ausfallzeiten so gering, dass sie sich kaum zu dokumentieren lohnen – meistens liegen sie daran, dass ein Bagger bei Baumaßnahmen ein Rohr beschädigt hat und der Durchfluss aus Sicherheitsgründen unterbrochen werden muss. 

Beim Strom sind die Zahlen etwas höher, wenn auch im internationalen Vergleich seit Jahrzehnten sehr gut. Beschrieben werden die Ausfälle mit dem sogenannten SAIDI-Wert. Dieser Begriff steht für System Average Interruption Duration Index, also die durchschnittliche Unterbrechungsdauer im System, die je angeschlossenem Letztverbraucher und pro Jahr gemessen wird. In Deutschland lag der Wert im Jahr 2018 bei durchschnittlich 13:55 Minuten und damit unter dem Vorjahr, wo er noch 15:09 Minuten betrug. Zum Vergleich: In den USA fällt jährlich für mehrere Stunden der Strom aus.

Auch in Europa liegt Deutschland sehr weit vorne. Die Zahl im Jahr 2018 war die zweitniedrigste seit der ersten Erhebung im Jahr 2006. Im Frankfurter Netz der Mainova-Tochter NRM sieht es noch besser aus. Den deutschen 13:55 Minuten und den hessischen 12:00 Minuten stehen hier nur 8:42 Minuten gegenüber, die noch einmal eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr bedeuten, in dem 9:36 Minuten registriert wurden.

SAIDI-Werte im Vergleich

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So viele Zähler wurden 2019 erfasst

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So viele Hausanschlüsse wurden 2019 versorgt

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