Kühl durch den Sommer: coole Orte in und um Frankfurt
15.06.2026
8 Minuten
Natur mitten in der Stadt, ein eisgekühlter Drink mit Blick auf die Skyline, erfrischende Indoor-Aktivitäten, Ausflüge in die Region: Hier wartet Abkühlung im Sommer. Wir zeigen einige – im wahrsten Sinne des Wortes – coole Orte in und um Frankfurt.
Erstellt von Mainova Redaktion | Zuletzt aktualisiert am 18.06.2026
Freut euch auf folgende Themen:
- Von Schwedlersee bis Enkheimer Ried: Natur pur in der Stadt
- Locations mit dem Coolness-Faktor
- Kelterei oder Museumskultur? Sommerliche Indoor-Aktivitäten
- Trinkwasser unterwegs: erfrischt auf Entdeckungstour
- Patagonien um die Ecke
- Auf in die Region
Ein grünes Idyll mitten in der Stadt, eine angesagte Strandbar mit Blick auf die Skyline, ein kühler Kelterei-Besuch oder eine Radtour entlang der Nidda – passend zur Jahreszeit zeigen wir euch coole Orte in und um Frankfurt, an denen es sich im Sommer richtig gut aushalten lässt. Jenseits von Badesee, Schwimmbad und Eisdiele. Viel Spaß mit unseren erfrischenden Tipps und Infos!
Von Schwedlersee bis Enkheimer Ried: Natur pur in der Stadt
Tipp 1: Der Schwedlersee – ein Idyll mitten im Osthafen
Mitten im Frankfurter Osthafen, zwischen Industriebetrieben und Lagerhallen, ist da plötzlich ein grünes Idyll: der Schwedlersee. Er wurde einst für eine geplante Erweiterung des Hafenbeckens ausgehoben, jedoch nie damit verbunden. Gespeist von Grundwasser, dient der nahezu quadratische und 2,40 m tiefe See seit 1920 als Vereinsbad des 1. Frankfurter Schwimmclubs 1891 e.V. Dank des Restaurants mit Terrasse und wetterfestem Innenbereich ist er auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Im See baden dürfen allerdings nur Vereinsmitglieder. Wasser, Bäume und Büsche schaffen am nach dem Bauingenieur Johann Wilhelm Schwedler benannten Gewässer eine angenehme Atmosphäre. Dank Eisvogel, Kormoran, Libelle und Wasserschildkröte ist er auch ein Geschenk an die Biodiversität.
Tipp 2: Das Enkheimer Ried – ein Naturschutzgebiet mitten in Frankfurt
Nach den Schwanheimer Dünen ist das Enkheimer Ried das größte Naturschutzgebiet in Frankfurt. Das 28,64 ha große Areal, eigentlich ein verlandeter Flussarm des Mains, steht bereits seit den 1930er Jahren unter Naturschutz. Es beheimatet zahlreiche seltene Tiere und Pflanzen, wie die Europäische Sumpfschildkröte, die Orchidee Knabenkraut und den Kormoran. Ein 6 km langer Rundweg zeigt die Vielfalt vom Riedteich über Streuobstwiesen bis zum Enkheimer Wäldchen.
Tipp 3: Auf dem Hauptfriedhof – ein Landschaftsgarten voller Geschichte
Es ist ein faszinierender Moment: Sobald man den Frankfurter Hauptfriedhof durch den Haupteingang betreten hat, lässt man nicht nur mit jedem Schritt den Verkehr der Eckenheimer Landstraße hinter sich, sondern spürt auch eine deutliche Abkühlung. Hierfür sorgen die vielen Bäume auf dem fast 70 ha großen Areal, das im Stile eines englischen Landschaftsgartens gestaltet ist und von mehr als 60 km Wegen durchschlängelt wird. Besichtigt werden können die letzten Ruhestätten von Frankfurter Persönlichkeiten wie Dichter Friedrich Stolze, Philosoph Theodor W. Adorno oder Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki.
Tipp 4: Im Bethmann-Park – plötzlich in China
Auf dem ehemaligen Gartengelände der Bankiersfamilie Bethmann laden heute rund 3 ha Park mit bunter Blütenpracht dazu ein, entdeckt zu werden. Ein besonderer Teil ist der am 7. Oktober 1989 eröffnete chinesische Garten, der mit Teich und Wasserpavillon nach dem Vorbild der Shuikou-Gärten in Houizhou gestaltet wurde. Im Bethmannpark lässt es sich gut aushalten, eine Partie Schach oder Backgammon spielen, auf einer der mehr als 70 Bänke ausruhen oder den Beratungsgarten besuchen und sich dort über Pflanzen und ihre Pflege informieren.
Locations mit dem Coolness-Faktor
Tipp 5: Sommerabende mit Blick auf die Skyline
Ein Strand im Herzen Frankfurts? Findet ihr auf dem Parkhaus Konstabler. Bei gutem Wetter könnt ihr dort nach Feierabend, aber auch tagsüber und an den Wochenenden, ganz wunderbar relaxen. Liegestühle, ein kleiner Pool und eisgekühlte Drinks bringen das Urlaubsfeeling direkt zu euch in die City. Von der fantastischen Aussicht ganz zu schweigen …
Citybeach Frankfurt: Eintritt, Öffnungszeiten und mehr
Apropos Aussicht: Auch im Sommer 2026 sorgt das High Rise Cinema wieder für unvergessliche Filmerlebnisse in luftiger Höhe. Vom Opernturm bis zum städtischen Grünflächenamt sind tolle Locations dabei. Los geht’s am 23. Juli.
Tipp 6: gemeinsam genießen an der alten Schiffsmeldestelle
„An der hessischen Côte d’Azur … chillt man in Frankfurt am besten!“ So vielversprechend steht es auf der Webseite der Schiffsmeldestelle in Frankfurt-Höchst. Wo einst die vorbeifahrenden Schiffe erfasst wurden, liegt heute der beliebte Sommergarten mit Flair. Wenn das Wetter mitspielt, sind Strandbar und Biergarten geöffnet und bieten eine ideale Mischung, um direkt am Mainufer einen Sommertag mit Familie und Freunden zu verbringen.
Schiffsmeldestelle: Webseite aufrufen
Kelterei oder Museumskultur? Sommerliche Indoor-Aktivitäten
Tipp 7: Im Keller der Kelterei Possmann – U-Boot trifft Apfelwein
Kellerräume locken im Hochsommer mit angenehmen Temperaturen. Und bei der Kelterei Possmann in Rödelheim gibt es 10 m unter der Erde etwas ganz Besonderes zu bestaunen: Drei Tanks, die ursprünglich als Druckkörper für U-Boote geplant waren. Werner Possmann, Großvater des heutigen Geschäftsführers Peter Possmann, kaufte sie 1946 der US-Armee ab und baute sie so um, dass jeder je 418.000 l Wein oder Saft aufnehmen kann. Auf der Webseite der Kelterei Possmann, die übrigens 30 % ihres Strombedarfs mit einer PV-Anlage von Mainova deckt, können individuelle Termine für Besichtigungen der Kelterei angefragt werden.
Tipp 8: Das Museumsufer am Main
Museen sind nicht nur inspirierend für Geist und Seele, sondern in der Regel auch ganz hervorragend gekühlt. Wie wäre es also mit einer Tour entlang des Museumsufers? Das Städel Museum etwa bietet mit der Städel Sammlung eine spannende Dauerausstellung – mit Gemälden und Skulpturen bis hin zu Fotografien, Zeichnungen und Grafiken. Hinzu kommen wechselnde Ausstellungen. Ein Highlight ist das Städel Dach mit Blick auf die Frankfurter Skyline. „Mediengeschichte(n) neu erzählt!“ heißt die Dauerausstellung im Museum für Kommunikation, in dem ihr Spannendes zur Geschichte der Kommunikation erfahrt. Ende vergangenen Jahres wurde die Dauerausstellung um KI-Inseln erweitert. Auch hier ergänzen Sonderausstellungen das Angebot und begeistern Besucherinnen und Besucher immer wieder aufs Neue. Und Kinofans kommen dann im Deutschen Filmmuseum voll auf ihre Kosten. Taucht dort ein in die faszinierende Welt des Films.
Tipp 9: Auf den Spuren von Jim Morrison – die Alte Nikolaikirche
Sie sind ein Ort der Stille und dank ihrer meist dicken Mauern oft angenehm temperiert. Die Rede ist von Kirchen. Eine besondere Geschichte weiß die Alte Nikolaikirche am Frankfurter Römerberg zu erzählen. Es ist der 13. September 1967, als die Musikband The Doors mit ihrem charismatischen Frontsänger Jim Morrison auf dem Frankfurter Römerberg für die ZDF-Sendung „4-3-2-1 Hot & Sweet“ auftreten soll. Da das Fernsehteam um 10 Uhr morgens noch nicht bereit ist, besucht Morrison die benachbarte Kirche und steigt auf die Kanzel. Pfarrer Gerhard Klein ließ sich von fünf Hundertdollarscheinen sogar davon überzeugen, Morrison 1 Stunde lang auf der Kirchenorgel spielen zu lassen.
Informationen des Instituts für Stadtgeschichte
Trinkwasser unterwegs: erfrischt auf Entdeckungstour
Tipp 10: Trinkwasserbrunnen im Stadtgebiet
2016 war Mainova ein Pionier mit Trinkbrunnen in der Innenstadt (Fressgass‘, Liebfrauenstraße/Zeil), die auf Knopfdruck kostenfrei Trinkwasser abgeben. Mittlerweile sind sieben festinstallierte Mainova-Trinkbrunnen an das städtische Trinkwassernetz von Mainova angeschlossen. Da auch die Stadt Frankfurt einige der vielen historische Brunnen, die bislang lediglich der Erfrischung dienten, zu Trinkbrunnen ausgebaut hat, verzeichnet das Geoportal der Stadt Frankfurt derzeit 26 Trinkbrunnen: acht neue Trinkbrunnen, zehn historische, die sieben Mainova-Trinkbrunnen und einen Trinkbrunnen vor dem Bethanien-Krankenhaus, unterhalten vom Klinikbetreiber Agaplesion. Wer sie alle besucht, bekommt zugleich einen wunderschönen Überblick über die Stadt und sieht einige besondere Exemplare wie die Gärtnerpumpe in Frankfurt-Oberrad.
Tipp 11: Auf Goethes Spuren – durch Stadt und Grüngürtel
Für eine sommerliche Wanderung empfehlen wir euch den Goethe Wanderweg. Vom Geburtshaus führt die 11 km lange Strecke am Main entlang zur Gerbermühle, von dort durch Kräuterfelder in den Wald zu Goetheruh und Goetheturm, ehe das Willemer-Häuschen am Mühlberg den Weg zurück in die Stadt weist. Dank Fluss und Wald sind die Temperaturen angenehm, zudem sind Trinkwasserbrunnen entlang der Strecke auf der Karte eingezeichnet. Wegweiser ist ein Porträt Goethes mit einem großen blauen Hut als Logo.
Tipp 12: Patagonien um die Ecke – das Subantarktishaus im Palmengarten
Patagonische Zypresse, chilenische Flusszeder oder die chilenische Nationalpflanze Lapargeria Rosea – die Pflanzen im Subantarktishaus im Palmengarten mögen es feucht-frisch. Deshalb sorgen braunes Solstoppglas, automatische Belüftung und Beneblung dafür, dass es hier stets etwa 8 °C kühler als vor der Tür ist. Das Schauhaus, das sich der Flora aus den Regionen nahe der Antarktis (Patagonien, Feuerland, Falklandinseln, Südinsel Neuseelands) widmet, ist weltweit nahezu einzigartig: Nur in Tasmanien findet sich ein ähnliches Angebot.
Infos zum Besuch im Palmengarten
Auf in die Region
Tipp 13: Von der Meeresbrise bis zur Tropfsteinhöhle
Auch die Regionen rund um das Rhein-Main-Gebiet laden zum Entdecken kühler Orte ein. Da wären zum Beispiel die Gradierbauten in Bad Nauheim, wo salzhaltiges Wasser bis zu 10 m hohe Wände aus Schwarzdornbündeln herabfließt, was wir als erfrischende Meeresbrise wahrnehmen. Oder das Oppenheimer Kellerlabyrinth, das sich rund 40 km unter der Oppenheimer Altstadt teilweise auf mehreren Ebenen verzweigt und einst aus Platzmangel angelegt wurde, um Lager für Wein und andere Lebensmittel zu schaffen. Im Besucherbergwerk Grube Ludwig in Wald-Michelbach wurde von 1889 bis 1918 Mangan abgebaut, rund 85 m Stollen sind bei 8 bis 11 °C begehbar. Etwa die gleichen Temperaturen herrschen in der Teufelshöhe in Steinau an der Straße. In Hessens ältester Schau- und Tropfsteinhöhle können jedes Jahr bis zum 30. September Stalaktiten, Stalagmiten und seltsam geformte Stalagnate in so schön klingenden Räumen wie Dom, Klimakammer und Kapelle bestaunt werden. Hinweis: Teils sind die herrlich kühlen Orte nur im Rahmen von Führungen zu besichtigen, informiert euch vorab über die jeweiligen Öffnungszeiten und die Möglichkeiten der Anmeldung.
Tipp 14: An der Nidda – vom Grüngürteltier bis zum Wasserhäuschen
Sich an Gewässern aufzuhalten, ist bei heißen Temperaturen stets eine gute Idee. Wie wäre es mit einer Fahrradtour entlang der Nidda? Es müssen ja nicht gleich die gesamten 90 km von der Quelle im Vogelsberg bis zur Mündung in den Main an der Wörthspitze in Frankfurt-Höchst sein. Aber schon allein auf dem Frankfurter Stadtgebiet gibt es Einiges zu entdecken, wie das Projekt „Städte wagen Wildnis“ im Nordpark Bonames, das Grüngürteltier an der Brücke zum Alten Flugplatz in Bonames, einen Minigolfplatz in der Höhe der Römerstadt oder klassische Frankfurter Wasserhäuschen-Kultur an der Insel in Rödelheim.
Zu guter Letzt noch ein Tipp, der uns besonders am Herzen liegt: Denn was passt besser zum Sommer als ein Besuch unseres Wasserlehrpfads im Wasserpark Friedberger Landstraße? Der Wasserlehrpfad stellt die Trinkwasserversorgung in Frankfurt und der Rhein-Main-Region dar – von der Wassergewinnung über den Netzbetrieb bis hin zur bewussten Nutzung. Gemeinsam mit der Hessenwasser GmbH & Co. KG möchten wir spielerisch über einen schonenden Umgang mit dem kostbaren Nass aufklären. Mehr Infos zu den Themen Energie und Wasser, zu unserem regionalen Engagement und mehr findet ihr immer hier bei uns im Blog und auf unseren Social-Media-Kanälen.
Senckenberg Naturmuseum Ausstellung „Flüsse“
Wie sieht ein Wassertropfen von innen aus? Mainova unterstützt die multimediale Ausstellung „Flüsse“ im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt.
Tag des Wassers 2026: Trinkwasser bewusst erleben
Wasser ist die Grundlage für unser Leben und der 22. März steht ganz im Zeichen des kostbaren Elements. An zentralen Punkten der City befinden sich unsere öffentlichen Wasserspender, die ab dem Weltwassertag 2026 wieder frisch sprudeln. Ob Trinkbrunnen, Wasserlehrpfad oder Aktionen für Kids: Als Frankfurts Wasserversorger setzen wir uns rund ums Jahr für einen bewussten Umgang mit Wasser ein.