Entwicklungen am Strom- und Gasmarkt KW47/2022

Energiebeschaffung

22.11.2022

Information: Diese Marktanalysen basieren auf Zahlen vom 21.11.2022

Fundamentale Entwicklung am Energiemarkt

Aufwärts gerichtet ist die Preisentwicklung am Gas- und Strommarkt zu Wochenbeginn. Die Kalenderjahrprodukte für 2023 gewinnen etwa 2 €/MWh am THE bzw. rund 10 €/MWh für Strom Base. Damit setzen sie ihren moderaten Aufwärtstrend aus der Vorwoche weiter fort. Der Hauptgrund für diese Entwicklung dürften erneut die Temperaturprognosen sein, die Richtung Monatsende sowie für Anfang Dezember Werte vorhersagen, die unter dem langjährigen Durchschnitt liegen könnten.

Im Oktober und der ersten Novemberhälfte haben insgesamt relativ milde Temperaturen eine weitere Auffüllung der Speicher sowie eine relativ niedrige Gasnachfrage zur Folge gehabt, was die Preisrückgänge in dieser Zeit begünstigt hat. In den kommenden Wochen wird sich nun zeigen, inwieweit auch bei kalten Temperaturen die erwünschten Einsparungen beim Energieverbrauch eintreten – nicht nur in Deutschland, sondern auch in den europäischen Nachbarstaaten - und in welchem Tempo die Gasspeicherstände sinken. Darüber hinaus wird für den zukünftigen Preistrend auch die weitere Entwicklung bei den europäischen LNG-Importen interessant bleiben. Aktuell ist zunächst von anhaltend hohen Importmengen auszugehen. Darüber hinaus könnten kurzfristig auch Preissignale vom Treffen der EU-Energieminister am 24.11. ausgehen. In den letzten Wochen wurden bereits die verschiedensten Vorschläge bezüglich Eingriffe in die Strom- und Gaspreisentwicklung bekannt. Was am Ende dazu beschlossen wird, muss allerdings abgewartet werden.

Vor diesem Hintergrund erwarten wir eine etwas abwartende Haltung seitens der Marktakteure, d. h., man wird die Zahlen zum Energie- und Gasverbrauch, zu den Speicherständen sowie zu möglichen politischen Entscheidungen abwarten, bevor eine Positionierung Richtung steigender oder fallender Notierungen am Gas- und Strommarkt erfolgt.

Erwartung Preisverlauf für diese und nächste Woche:

Wir erwarten bis Monatsende zunächst einen seitwärts bis leicht steigenden Preisverlauf unter der Annahme, dass sich an den Temperaturprognosen für die nächsten 1-2 Wochen nichts Wesentliches ändert. Bezüglich der möglichen Auswirkungen politischer Entscheidungen im Hinblick auf die Strom- und Gaspreisentwicklung warten wir die möglichen Beschlüsse erst einmal ab.

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