Klimaneutrales Unternehmen – So stellen Sie auf Nachhaltigkeit um

Energieeffizienz

30.09.2021

Ökologischer Fußabdruck


Die (Um-)Welt verlangt nach unseren Hausarbeiten: Unsere Zeugnisnote für umweltschonendes Verhalten könnte besser sein. Das gilt global, für alle Staaten. Bereits 2015 hat sich die Weltgemeinschaft im Pariser Abkommen zur Begrenzung negativer Auswirkungen des Klimawandels bekannt. Damit ist jetzt – und spätestens jetzt – jeder Einzelne von uns gefordert: die Politik, die Gesellschaft und die Wirtschaft, also die Unternehmen. Ziel des Abkommens ist die Senkung der globalen Erwärmung auf unter zwei Grad Celsius. Bereits im November 2016 verabschiedete Deutschland als eines der ersten Länder seinen Klimaschutzplan 2050 – und legte damit vor allen anderen die geforderte Klimaschutzlangfriststrategie bei der UN vor.


"Der Sektor Industrie war 2014 mit 181 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent der zweitgrößte Treibhausgasemittent in Deutschland. Er hat einen Anteil von rund 20 Prozent an den Treibhausgasemissionen in Deutschland. [...] Gemäß dem Zwischenziel für 2030 müssen die Treibhausgasemissionen der Industrie auf 140 bis 143 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente bis 2030 gemindert werden. [...] Wo immer Retrofit Maßnahmen an Produktionsanlagen vorgenommen werden oder solche Anlagen neu in Betrieb genommen werden, müssen diese sich an der jeweils bestverfügbaren Technik (BVT) hinsichtlich der spezifischen Klimawirkung der Produktion zum Einsatz orientieren."

(Quelle:  Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), Broschüre | Nr. 10029, Klimaschutzplan 2050 – Klimaschutzpolitische Grundsätze und Ziele der Bundesregierung)


Im Jahr 2019 wurden laut Umweltbundesamt insgesamt 805 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt – rund 54 Millionen Tonnen weniger als im Vorjahr sowie minus 35,7 Prozent gegenüber 1990. Wir sind auf einem guten Weg, aber es gibt auch noch viel zu tun.

Klimastrategie im Unternehmen aufbauen

Wenn also die Unternehmen hierzulande und weltweit ihre Energieeffizienz verbessern und das Thema Nachhaltigkeit fest in ihrer Unternehmensstrategie verankern, dann haben wir eine Chance auf eine wirklich gute Zeugnisnote in Sachen Umweltverhalten und Klimaschutz. Nutzen wir sie. Dabei lässt der Staat die Unternehmen nicht alleine:  Mit dem Klimaschutzgesetz haben Bundesregierung und Bundestag das umfassendste Klimaschutzpaket in der Geschichte des Landes beschlossen – inklusive verbindlicher Klimaziele und Vorgaben, aber auch attraktiver Anreize sowie Förder- und Investitionsprogramme. Ein Sofortprogramm mit zusätzlichen Förderungen im Umfang von bis zu acht Milliarden Euro ist Chance und Anreiz zugleich für Unternehmer, aktiv am Klimaziel mitzuwirken.

Zahlreiche Maßnahmen gegen den Klimawandel speziell für Unternehmen geben jedem Unternehmer die Möglichkeit, eine Klimastrategie zu entwickeln – von kurzfristig und einfach umsetzbaren Konzepten über die Neutralstellung von Produkten bis hin zur kompletten Klimaneutralität im Betrieb. Jeder Einsatz zählt im Wettkampf gegen den Klimawandel. Bereits einfache und smarte Maßnahmen zur Senkung der Emissionen bringen viel, und das bei überschaubarem Aufwand. Denn die gleichzeitige Wahrung von Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens ist mindestens ebenso wichtig wie das Erreichen der Klimaschutzziele.

Die Konzeption einer individuell geeigneten Klimastrategie sollte daher zur Jahresplanung 2022 ihren Weg in die Unternehmenskultur eines jeden Unternehmens gefunden haben. Beginnen Sie beispielsweise beim Energieverbrauch und optimieren Sie nachhaltig die Bereiche Licht, Strom und Wärme. Unnötige Stromkosten lauern branchenunabhängig überall, zum Beispiel in veralteten Lüftungs-, USV- und Beleuchtungsanlagen. Industrie, Medizin, Dienstleistung, Handel und viele weitere Branchen stehen jetzt alle vor der Aufgabe, die vorgegebenen Klimaziele zu erfüllen, Ausfallsicherheit zu schaffen und ihr Business trotzdem wirtschaftlich voranzutreiben. Das funktioniert – mitunter sogar bei laufendem Betrieb und mit so wenig Stillstand wie möglich. Wie einfach man als Unternehmen mit dem Klimaschutz starten kann, erfahren Sie hier.

Nachhaltigkeit für Unternehmen und Wirtschaft – warum das jetzt so wichtig ist

Was, wenn niemand etwas tut? Wenn weder Gesellschaft noch Wirtschaft etwas ändern? Welche Konsequenzen bringt der Klimawandel mit sich? Extremwetterereignisse, veränderte Niederschlagsmuster und erhöhte Durchschnittstemperaturen sorgen bereits heute für Schlagzeilen – und sie werden es voraussichtlich weiter tun, wenn der Klimawandel so voranschreitet wie bisher. Jetzt und nur jetzt haben wir die Chance, drohende Produktionsrückgänge, steigende Rohstoffkosten und Gebäudeschäden aufzuhalten! Das gilt auch für die globalen Versorgungsketten und den inländischen Warenverkehr: „Sechs Prozent (55 Milliarden Euro) der deutschen Importe und vier Prozent (knapp 50 Milliarden Euro) der Exporte verteilen sich auf zwölf Länder oder Regionen, die als besonders vulnerabel gegenüber dem Klimawandel gelten“, so das Umweltbundesamt in seinem Artikel „Viele Unternehmen unterschätzen Risiken des Klimawandels“. „Diese internationalen Auswirkungen des globalen Klimawandels können speziell für stark mit der Weltwirtschaft verflochtene Länder, wie Deutschland, von Relevanz sein (Quelle: Umweltbundesamt, Abschlussbericht 15/2020, Folgen des globalen Klimawandels für Deutschland).“  Wenn beispielsweise der inländische Schiffsverkehr aufgrund zu niedriger Flusspegel zum Erliegen kommt oder Lieferketten durch Flutkatastrophen in Asien unterbrochen werden und dadurch die Produktion hierzulande zum Stillstand bringen, ist auch hier in Deutschland „Land unter“. Klimawandel ist global, und darum geht Klimaschutz uns alle an.

Viele Unternehmen fragen sich daher zurzeit:

  • Welche Emissionen verursacht unser Unternehmen?
  • Was können wir gegen den Klimawandel tun?
  • Wie werden wir zu einem CO2-neutralen Unternehmen?
  • Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz – passt das zusammen?

Für eine dauerhafte Reduzierung von Energiekosten und Emissionen ist die Senkung des Energieverbrauchs unumgänglich. Mithilfe eines Energieaudits gem. DIN EN 16247-1 beispielsweise lassen sich Schwachstellen im Betrieb sowie Einsparpotenziale erkennen. Für die spätere Berichterstattung empfiehlt sich eine Gegenüberstellung der umgesetzten Maßnahmen mit der erzielten Wirkung.

Maßnahmen zur Reduzierung von Energieverbrauch und Treibhausgasausstoß

Quelle: Umweltbundesamt, Klima- und Umweltberichterstattung deutscher Unternehmen / Stand Mai 2021, S. 24


Energie sparen im Unternehmen, aber wie?

Die wichtigste und eine einfach umsetzbare Maßnahme auf dem Weg zum klimaneutralen Unternehmen ist das Energiesparen. Das kann entweder durch die Anschaffung neuer Anlagen oder auch durch den Austausch einzelner Gerätebestandteile erfolgen, sogar bei laufendem Betrieb. Unabhängig davon, welcher Branche Sie angehören: Geeignete, bezahlbare und schnell realisierbare Maßnahmen finden sich für jedes Unternehmen, zum Beispiel

In Maßnahmen wie diesen steckt ein enormes Potenzial, dem Klimaschutz Ihren Stempel aufzudrücken.

Unnötigen Energieverbrauch erkennen und vermeiden

Quelle: Mainova

Beispiel Beleuchtung: Im Vergleich zu Leuchtstoffröhren senken moderne LED-Leuchtmittel mit ihrem bis zu 90 Prozent geringeren Energiebedarf die Betriebskosten für die Beleuchtung um bis zu 70 Prozent. Die hohe Lichteffizienz, lange Lebensdauer und der sparsame Verbrauch bringen Ihr Unternehmen der Klimaneutralität einen großen Schritt näher. Übrigens: Eine Unterbrechung des laufenden Betriebs ist für eine LED-Umrüstung nicht erforderlich. Auch in anderen Bereichen ist eine Neuanschaffung kompletter Anlagen nicht immer zwingend notwendig: Hier hilft eine professionelle Beratung und Analyse Ihrer Bestandsanlagen.

Also was ist zu tun? Zur Umsetzung einer Klimastrategie im Unternehmen genügt schon ein einfacher 3-Stufen-Ansatz: Energieeinsatz analysieren, steuern, optimieren. Identifizieren Sie Energiefresser, rüsten Sie um und profitieren Sie zugleich von attraktiven Förderungen – zum Beispiel für einen kompletten Leuchtentausch einschließlich aller erforderlicher Nebenarbeiten sowie Erstellung eines Beleuchtungskonzepts. Die Fördermöglichkeiten sind derzeit gerade für den Mittelstand besonders interessant: Staatliche Förderungen umfassen aktuell bis zu sechsstellige Beträge! Maßgeschneiderte LED-Lichtlösungen lohnen sich besonders für Unternehmen mit mehr als 8 Stunden Beleuchtungszeit am Tag, viel Tageslichteinfall und langen Beleuchtungszeiten ohne Anwesenheit von Mitarbeitern. Retrofit Lüftungsanlagen eignen sich vor allem bei Rückkühlern und Lüftungsanlagen mit Keilriemenantrieb, über 8.000 m³/h Luftmenge und hohen Betriebszeiten. Und eine USV-Umrüstung sollten Unternehmen mit kritischer IT-Infrastruktur und hochsensiblen Anwendungen in Betracht ziehen.

Weitere Infos zu den Sofortmaßnahmen für mehr Energieeffizienz und Betriebssicherheit finden Sie hier


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