Energie sparen im Haushalt
Ob Küche, Wohnzimmer oder Waschraum: Energie sparen können Sie überall im Haushalt. Mit unseren praktischen Sofort-Tipps nutzen Sie Ihr volles Stromsparpotenzial!
Konkrete Stromspartipps senken direkt den Verbrauch
Ausgaben für Energie machen einen wesentlichen Teil der monatlichen Lebenshaltungskosten aus. Schon kleinere Umstellungen zeigen großen Effekt und tragen dazu bei, den Stromverbrauch im gesamten Haushalt zu senken – meist ohne Qualitätseinbußen in Ihrem Alltag. Doch wie hoch ist eigentlich der eigene Stromverbrauch? Was frisst besonders viel Strom? Und wie kann man Herd, Waschmaschine, Lampen & Co effizienter nutzen? Wir machen Sie zum Energiespar-Profi! Das Gute: Viele Stromspartipps sind kinderleicht und direkt umzusetzen.
So sparen Sie im gesamten Haushalt Energie
Herd
Ihr Herd ist immer nur so gut wie das Kochgeschirr. Mit einem Schnellkochtopf etwa können Sie bei langer Kochzeit bis zu 30 % Strom sparen.
Waschmaschine
Kälter waschen und sparen: Normal verschmutzte Kochwäsche wird oft schon bei 60 °C oder 40 °C sauber; Buntwäsche meist bei 30 °C oder 40 °C.
Geschirrspüler
Entfernen Sie Lebensmittelreste zunächst grob und sammeln Sie gebrauchtes Geschirr in der Maschine: Voll beladen ist sparsamer und effizienter.
Leuchtmittel
Tauschen Sie Glüh- und Halogenlampen gegen energieeffiziente LED-Lampen aus. Das Umstellen auf LED spart beim Licht bis zu 80 % Strom.
Kochen, backen, kühlen: Energie sparen in der Küche
Kochen mit Genuss, Energie sparen mit System: In der Küche können Sie den Stromverbrauch deutlich senken. Das gilt nicht nur für die Geräte selbst, sondern auch dafür, welche Sie wann einsetzen. Herd und Backofen etwa werden durch Mikrowelle und Wasserkocher ideal ergänzt. Mit den richtigen Tipps gelingt energiesparendes Kochen, Backen und Kühlen mühelos.
Energiesparend kochen? Unsere Tipps machen’s leicht!
Der Stromverbrauch beim Kochen
| Personen im Haushalt | Verbrauch pro Jahr |
| 1 | circa 180 kWh |
| 2 | circa 250 kWh |
| 3 | circa 300 kWh |
| 4 (und mehr) | circa 360 kWh |
Kochen mit Köpfchen
- Schalten Sie die Kochstelle nach dem Ankochen rechtzeitig auf Fortkochen zurück oder arbeiten Sie mit der Automatikfunktion.
- Nutzen Sie bei strahlungsbeheizten Kochzonen und -platten die Nachwärme.
- Induktionsherde arbeiten besonders effizient, weil sie das Kochgeschirr direkt erhitzen. So geht kaum Wärme verloren.
- Dünsten ist sparsamer als kochen mit viel Wasser. Vier Portionen Kartoffeln werden mit nur einer Tasse Wasser gar.
- Für das Erwärmen von Speisen und das Garen kleiner Mengen ist die Mikrowelle ideal.
Kochgeschirr: Topf und Deckel passend wählen
- Wählen Sie den Durchmesser des Kochtopfs passend zur Größe der Herdplatte.
- Kochgeschirr sollte einen gut schließenden Deckel haben. Schräg aufliegende Deckel lassen viel Wärme entweichen, sodass bis zur dreifachen Menge an Strom verbraucht wird.
- Setzen Sie für lang kochende Gerichte den Schnellkochtopf ein. So sparen Sie bis zu 50 % Zeit und bis zu 30 % Strom.
- Sie sind ein „Topfgucker“? Dann verschwenden Sie Strom. Benutzen Sie einen Topf mit Glasdeckel.
So leistet der Backofen mehr und verbraucht weniger
- Nehmen Sie nicht benötigtes Zubehör aus dem Ofen.
- Die Backofentür sollte nicht unnötig geöffnet werden.
- Gebäck, Braten und Aufläufe gelingen meist auch ohne Vorheizen. Das spart bis zu 20 % Energie.
- Bietet Ihr Backofen Umluft/Heißluft, dann nutzen Sie diese, um auf mehreren Ebenen gleichzeitig zu backen.
- Wer Backvorgänge hintereinander durchführt vermeidet doppeltes Aufheizen: zuerst den Kuchen, dann die Pizza.
- Ein Braten wird auch dann richtig lecker, wenn der Backofen schon etwa 10 Minuten vor Ende der Gardauer ausgeschaltet wird.
- Brötchen sollten auf einem Toaster mit Brötchenaufsatz aufgebacken werden. So lassen sich rund 70 % Energie im Vergleich zum Backofen einsparen.
Den Stromverbrauch senken beim Kühlen und Gefrieren
Temperatur beachten
- Starten Sie zum Stromsparen mit der Prüfung der Temperatur: Die sollte nach Meinung vieler Experten bei circa 7 °C liegen; im oberen und unteren Kühlbereich sind es dann ein paar Grad mehr bzw. weniger. Im Gefrierfach reichen -18 °C.
- Ein Kühlschrankthermometer hilft, die ideale Gradzahl zu halten.
- Die verschiedenen Lebensmittel benötigen für ihre Frische und Haltbarkeit unterschiedliche Verhältnisse. Ein Mehr-Zonen-Gerät bietet die jeweils richtige Temperatur. Einige Lebensmittel bleiben in der niedrig temperierten Zone knapp über 0 °C bis zu 3-mal länger frisch als im normalen Kühlbereich.
Kälteleistung effizient einsetzen
- Verwenden Sie ein Gerät, dessen Größe Ihrem Bedarf entspricht. Bei einem Gefrierschrank etwa verbrauchen 100 l ungenutzter Gefrierraum bis zu 200 kWh Strom/Jahr.
- Mindestens 2-mal im Jahr sollten das Gefrierfach/Gefriergerät abgetaut werden. Bei starker Eisbildung muss viel Energie aufgebracht werden. Kühlschrank oder Gefriergerät verbrauchen dann bis zu 15 % mehr Strom.
- Je niedriger die Umgebungstemperatur, desto geringer der Stromverbrauch. Stellen Sie den Kühlschrank nicht direkt neben den Backofen oder die Spülmaschine. Die strahlen zusätzliche Hitze aus.
- Lassen Sie einen Abstand von etwa 10 cm zwischen Wand und Rückseite vom Kühlschrank. So kann ein Hitzestau vermieden werden.
Staubfrei spart Energie
- Es lohnt sich, die Lüftungsgitter an der Rückwand der Geräte staubfrei zu halten und auf ungestörte Luftzirkulation zu achten.
- Verschmutzte oder beschädigte Gummidichtungen an der Gerätetür sorgen für Energieverluste. Tauschen Sie diese aus oder kaufen Sie – im Falle eines älteren Geräts – sogar einen neuen, energiesparenden Kühlschrank.
- Bei Gefriergeräten mit Smart-Frost-/Low-Frost-Technik ist die Reifbildung stark reduziert. Durch besonders glatte Innenwände und komplett herausnehmbare Schubfächer und Zwischenböden sind sie leicht zu reinigen.
Dem Kühlschrank eine Pause gönnen
- Sie planen Urlaub oder sind länger abwesend? Dann heißt es: Kühlschrank leer räumen, abtauen, reinigen, ausstecken und offen stehen lassen. So senken Sie den jährlichen Stromverbrauch des Kühlschranks und sparen Geld.
Gut zu wissen: Lebensmittel gehören nur abgekühlt, abgedeckt oder gut verpackt in den Kühlschrank (mit Ausnahme von bestimmten Obst- und Gemüsesorten). Überlegen Sie, ob wirklich alles, was gekühlt oder tiefgefroren gelagert wird, auch tatsächlich in den Kühlschrank muss.
Energie sparen dank Wasserkocher & Co
Kleingeräte sind in puncto Energiesparen top. Zum Erhitzen von Wasser ist der Wasserkocher nicht zu schlagen, zumindest bei geringeren Mengen.
Stromverbrauch zum Erhitzen von Wasser
| Wasser erhitzen auf 90 °C | 250 ml | 1 l |
| Wasserkocher | 35 Wh | 101 Wh |
| Mikrowelle | 53 Wh | 207 Wh |
| Elektroherd | 77 Wh | 153 Wh |
Dabei lässt sich Wasser im Wasserkocher nicht nur günstiger, sondern auch schneller erhitzen als auf der Herdplatte. Zum Vergleich: Für 1 l Wasser brauchen viele Wasserkocher nur rund 140 Sekunden, auf dem Elektroherd dauert’s etwa 510 Sekunden.
Wie Sie sonst noch spürbar Ihren Stromverbrauch senken? Auch andere Kleingeräte helfen Ihnen beim Stromsparen in der Küche. Dazu zählen zum Beispiel Toaster mit Brötchenaufsatz, Eierkocher und Kaffeemaschinen. Zum schnellen Erwärmen und Garen von Einzelportionen ist die Mikrowelle hervorragend geeignet.
So senken Sie den Stromverbrauch der Spülmaschine
Mit konkreten Stromspartipps beim Geschirrspülen Energie sparen! Hätten Sie’s gewusst? Voll beladen ist sparsamer und effizienter. Entfernen Sie Lebensmittelreste zunächst grob und sammeln Sie Geschirr in der Maschine. Halten Sie die Gerätetür stets verschlossen, damit die Essensreste nicht zu sehr antrocknen. Schalten Sie den Geschirrspüler erst ein, wenn er komplett gefüllt ist. Dosieren Sie Reinigungsmittel dann nach Herstellerangabe. Neuere Geschirrspüler passen sich den Kombireinigern an und schalten unter anderem die Anzeigen für Salz und Klarspüler ab.
- 60 cm breite Geräte (für 12 bis 15 Gedecke) arbeiten bei voller Beladung wirtschaftlicher als 45 cm breite Geräte (für 8 bis 10 Gedecke).
- Einige Spülmaschinen sind mit Wärmetauscher-Flächen ausgestattet. Mit ihnen kann die Wärme des laufenden Spülgangs für den folgenden genutzt werden – sehr effizient!
- Moderne Geschirrspüler bieten zahlreiche Spülprogramme, die beispielsweise die Geschirrart (Schonprogramme), die Geschirrmenge (Beladungserkennung) oder die Verschmutzung (Automatikprogramme) berücksichtigen. Sparprogramme für normal verschmutztes Geschirr dauern zwar länger, haben aber einen geringeren Energieverbrauch.
- Die meisten Spülmaschinen können an die Kalt- oder Warmwasserversorgung angeschlossen werden. Letzteres ist vor allem bei Nutzung von erneuerbaren Energien durch Wärmepumpe oder Solarkollektoren eine Überlegung wert.
LED-Vorteile: Wie Sie bei der Beleuchtung sparen
Energieeffiziente Lampen und Leuchten sind erste Wahl für optimales Licht. Ob Arbeits- oder Wohnzimmer, ob zum Lesen oder Fernsehen – es gibt immer das passende Leuchtmittel für eine energiesparende Beleuchtung. Gerade die EU-Energielabel und Ökodesign-Mindestanforderungen haben in den letzten Jahren einen kompletten Technikwechsel bewirkt.
Energiesparlampen oder LED
LED-Lampen (LED steht für Light Emitting Diodes) sind besonders energieeffizient. Sie ersetzen nicht nur Halogen- und Glühlampen, sondern auch Kompaktleuchtstofflampen, die ersten sogenannten Energiesparlampen. Diese hatten bei ihrer Einführung viele Vorteile gegenüber traditionellen Glühbirnen, werden aber schrittweise aus dem Verkehr gezogen. Noch stromsparender, quecksilberfrei und recyclebar sind nämlich LED. Daher lohnt es sich, Kompaktleuchtstofflampen nach und nach durch LED zu ersetzen. Energiespar-, Halogen- und LED-Lampen benötigen für die Lichterzeugung sehr unterschiedliche Leistungen, sodass die geläufige Kennzeichnung Watt (W) keine ausreichende Vergleichskraft besitzt. Sie tritt in den Hintergrund. Die Orientierungsgröße ist die Lichtmenge Lumen (Lm). Je mehr Lumen, desto mehr Licht.
Wie viel Strom sparen LED-Lampen?
In Bezug auf energiesparende Beleuchtung sind LED State of the Art. Ihr Vorteil: Moderne LED-Röhren wandeln Strom effizienter in Licht um als herkömmliche Leuchtmittel. Gleichzeitig haben LED-Lampen eine sehr lange Lebensdauer. Wenn Sie insbesondere alte Glüh- und Halogenlampen auf LED umstellen, können Sie zu Hause bis zu 80 % Beleuchtungsenergie einsparen.
Auf einen Blick: Weshalb sich das Umstellen auf LED lohnt
- Höhere Effizienz: mit einem Stromsparpotenzial von bis zu 80 %
- Längere Lebensdauer: mit einer Laufzeit von durchschnittlich 50.000 Stunden
- Bessere Lichtqualität: LED sind flackerfrei und erreichen sofort nach dem Einschalten 100 % Helligkeit.
- Mehr Sicherheit: dank sehr geringer Wärmeentwicklung
- Gesundheitlich unbedenklich: durch den Wegfall von Quecksilber
- Robuster: LED-Röhren sind nahezu unzerbrechlich.
Tipp: Um die Lichtausbeute zu erhalten, sollten Lampen regelmäßig gereinigt werden; allerdings müssen die Leuchten vor der Reinigung spannungsfrei sein. Alle Leuchtstoffröhren, LED- und Energiesparlampen sind fachgerecht zu entsorgen. Damit auch der Umweltnutzen seine volle Wirkung entfalten kann, haben die Lampenhersteller eine umfangreiche Informationsplattform ins Leben gerufen. Weitere Infos unter: www.lightcycle.de
Allgemeine Fragen zum Stromsparen im Haushalt
Viel Strom verbrauchen üblicherweise veraltete Heizungspumpen im Keller, Großgeräte zum Waschen, Trocknen, Kochen und Kühlen und die Masse an Informationstechnik/Unterhaltungselektronik in unseren Haushalten. Auch die Beleuchtung ist ein nicht unwesentlicher Faktor. Welches die größten Stromfresser im Haushalt sind, hängt immer stark vom Alter der Geräte, von ihrer Energieeffizienz und natürlich von der Nutzungsintensität ab. Bei Interesse: Das Umweltbundesamt veröffentlicht regelmäßig detaillierte Zahlen zum Energieverbrauch in Deutschland und den Hauptanwendungsbereichen: www.umweltbundesamt.de.
Zum gezielten Stromsparen starten Sie mit einem Stromspar-Check. Mit einem Strommessgerät ermitteln Sie bequem den Stromverbrauch vieler Haushaltsgeräte. Als Mainova-Kundin und -Kunde können Sie im Mainova ServiceCenter ein Strommessgerät kostenfrei ausleihen und Geräte ohne Festanschluss prüfen. Ebenso bieten Verbraucherzentralen oder einige Baumärkte diesen Service an.
Wenn man auf den Energieverbrauch schaut, wird klar: Beim Strom gibt‘s ordentlich Einsparpotenzial. Laut Umweltbundesamt hat der Energieträger Strom einen Anteil von rund 20 % am Endenergieverbrauch der Privathaushalte in Deutschland. Als Endenergie wird Energie bezeichnet, „die aus Primärenergieträgern wie z. B. Braunkohlen, Steinkohlen, Erdöl, Erdgas, Wasser oder Wind durch Umwandlung gewonnen wird. Dabei wird die Primärenergie in eine Form umgewandelt, die der Verbraucher nutzen kann, z. B. Strom, Wärme oder Kraftstoffe.“
Ein Überblick über den Stromverbrauch im Haushalt ist der erste wichtige Schritt, um ihn bewusster zu steuern und Energie und Kosten zu sparen. Nur wer den eigenen Stromverbrauch kennt kann ihn gezielt optimieren. Machen Sie den Vergleich: Mit diesen durchschnittlichen Verbrauchswerten arbeiten wir derzeit in unserem Tarifrechner:
- 1 Person: circa 1.500 kWh/Jahr
- 2 Personen: circa 2.500 kWh/Jahr
- 3 Personen: circa 3.500 kWh/Jahr
- 4 Personen: circa 4.250 kWh/Jahr
Die Zahlen sind zunächst nur Anhaltspunkte. Wenn Sie in einem Einfamilienhaus leben, eine Wärmepumpe besitzen oder Ihr Wasser mit elektrischer Energie erwärmen, können Sie im Schnitt einen höheren jährlichen Stromverbrauch haben. Konkreter lässt sich der Jahresverbrauch mit einer simplen Formel berechnen, die vom Bund der Energieverbraucher entwickelt wurde. Die Details erklären wir Ihnen in unserem Blog.
Die EU-Effizienzlabel schaffen klare Anreize zur Verbesserung der Technologien. Durch die eindeutige Einordnung der Geräte in Energieeffizienzklassen haben Kundinnen und Kunden eine leichtere Orientierung beim Kauf. Die Energieeffizienzklassen werden mit farbigen Balken von grün (= sparsam) bis rot (= hoher Verbrauch) gekennzeichnet.
Bis zur Neueinteilung der Klassen im Frühjahr 2021 war die Geräteeffizienz gar nicht so leicht zu durchschauen: Die Skala erstreckte sich bis dahin von A+++ bis D. Seitdem sind die Plus-Klassen nach und nach verschwunden. Für Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Fernseher und Lampen beispielsweise gibt es eine einheitliche Energieeffizienzskala von A bis G. Bestimmte Geräte, die schlechter sind als E, dürfen nicht mehr neu in den Verkauf gehen. Spätestens bis 2030 sollen alle Produktgruppen, somit auch Raumheizgeräte und Warmwasserbereiter, auf die Effizienzklassen A bis G umgestellt werden. Der Energielabel-Kompass erklärt kurz und übersichtlich alle Energielabel: www.energielabel-kompass.de