Mainova Fernwärmeverbund versorgt Frankfurter Platensiedlung

Platensiedlung

Fernwärme: Leistungsfähig bei städtischer Nachverdichtung

Verdoppelung der Wärmelieferung für 681 neue Wohnungen

Die Platensiedlung in Frankfurt-Ginnheim weiß viele Geschichten zu erzählen. Elvis Presley besuchte in den 1950er Jahren als in Deutschland stationierter US-Soldat die damalige „Housing Area“ der amerikanischen Armee. 1996 erwarb das Wohnungsbauunternehmen ABG FRANKFURT HOLDING die Siedlung. Jetzt wird das neueste Kapitel geschrieben: Die Platensiedlung sorgt als deutschlandweit beachtetes Stadtentwicklungsprojekt für Aufsehen.

681 neue Wohnungen realisiert die ABG bei der Aufstockung und Nachverdichtung in der Platensiedlung in der Sudermannstraße und der Stefan-Zweig-Straße. Und das stellt auch hohe Anforderungen an die Wärmeversorgung. „Wir bringen rund 2,6 Megawatt zusätzliche Wärmeleistung in die Siedlung, damit die neuen Wohnungen zuverlässig versorgt sind. Damit wird die bisherige Wärmelieferung mehr als verdoppelt.“ erklärt Mainova-Projektleiter Simon-Alexander Wagner die Dimensionen.

Neue Fernwärmeanschlüsse und umfassende Modernisierungen

Was einfach klingt, ist im Detail hochkomplex. Zum Beispiel müssen  Fernwärmeanschlüsse verlegt werden. Denn dort, wo sie bislang die Wärme in die Häuser verteilt haben, entstehen jetzt neue Gebäude, die die Riegel verbinden. Mit ausgeklügelter Planung hat Wagner neue Standorte festgelegt. Elf Hausanschlussleitungen wurden verlegt, 34 Anschlussstationen modernisiert. Die Herausforderung dabei liegt auch in der Baustelle selbst. Denn parallel treibt die ABG die Nachverdichtung voran, es sind viele Gewerke vom Tiefbau für neue Tiefgaragen bis zum Garten- und Landschaftsbau für neue Innenhöfe vor Ort, das Baufeld ist eng, der Lieferverkehr intensiv. Nicht zu vergessen: Der Alltag in den 380 Bestandswohnungen und den bereits bezogenen Neubauten geht weiter, Fußgänger- und Anliegerverkehr inklusive. „Wir sind in der Platensiedlung in vielen Bereichen neue Wege gegangen, zum Beispiel mit dem Einsatz von vorgefertigten Wohnmodulen, mit denen wir gegenüber der konventionellen Bauweise günstiger und schneller Wohnraum schaffen konnten. Und das ohne Abstriche bei der Energieeffizienz und der Wohnqualität", erklärt ABG-Geschäftsführer Frank Junker. 

Umbau im laufenden Betrieb ohne Einschränkungen bei der Versorgung

Versorgt wird die Siedlung über den Fernwärmeverbund der Mainova. Fünf Kraftwerke im Frankfurter Stadtgebiet arbeiten hierfür zusammen und erzeugen Wärme. Der Projektleiter Wärmenetz sagt: „Alle Arbeiten finden im laufenden Betrieb statt. Wir stellen sicher, dass die Bestandsmieter konstant zuverlässig versorgt sind.“ Wenn ein neuer Hausanschluss in Betrieb genommen wird, gestalten Wagner und das Team vor Ort den Übergang so, dass die Mieter es gar nicht mitbekommen. Pufferspeicher überbrücken die Zeit, in der die alte Leitung getrennt und die neue in Betrieb genommen wird.

Fernwärme als ein Schlüssel für die Energiewende

Das Projekt Platensiedlung zeigt: Fernwärme von Mainova ist ein Schlüssel für die Energiewende in Städten. Sie ist flexibel und leistungsfähig, auch wenn im Bestand nachverdichtet wird. Mit der Nachverdichtung in der Platensiedlung setzt die ABG Frankfurt deutschlandweit ein Ausrufezeichen. Die 19 Riegelbauten werden mit Holzmodulen, die in einer temporären sogenannten Feldfabrik im benachbarten Heddernheim zu 80% schlüsselfertig vormontiert wurden, um jeweils zwei Etagen aufgestockt. Zusätzlich schaffen neue Brückenhäuser und Torbauten neuen Wohnraum. Durch das serielle Bauen, das in diesem Maßstab erstmals in Deutschland realisiert wurde, konnte die ABG die Baukosten senken.

Heterogenes Wohnen in einem attraktiven Umfeld

Insgesamt investiert die Frankfurter Wohnungsbaugesellschaft in der Platensiedlung rund 160 Mio. € und verfolgt ein übergreifendes Konzept: Die Hälfte der 681 neuen Wohnungen ist öffentlich gefördert, 176 Apartments sind für Studierende vorgesehen und werden über das Studentenwerk Frankfurt vergeben. Zudem entstehen neue Tiefgaragen und Flächen für Ladengeschäfte, Arztpraxen oder Cafés. Die neu entstehenden Innenhöfe werden attraktiv mit Grünflächen gestaltet. Frankfurts Dezernent Mike Josef fasst den Ansatz der sozialen Durchmischung zusammen: „Ich möchte, dass in Frankfurt in allen Stadtteilen und in allen Quartieren Menschen mit unterschiedlichem Einkommen, unterschiedlichem Alter und unterschiedlicher Kultur zusammen leben können. Deshalb ist mir eine Mischung verschiedener Wohnformen und Miethöhen wichtig.“

Ausgezeichnetes Konzept für die Platensiedlung

Die Maßnahme wurde 2020 im Wettbewerb „Die besten Wohnbauten Deutschlands“ in der Kategorie „Nachverdichtung“ ausgezeichnet. Dass dabei bei den Neubauten mit Niedrigenergiehäusern in hochgedämmter Massivbauweise der KfW-Standard 55 erreicht wurde, ist auch der Mainova Fernwärme mit ihrem Primärenergiefaktor von 0,29 zu verdanken.

Wir sind froh, mit der Mainova einen zuverlässigen Partner an unserer Seite zu haben, der die Wärmeversorgung auch bei anspruchsvollen neuen Projekten leisten kann.

Mainova Fernwärmeverbund versorgt Platensiedlung Frankfurt

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