Schaubild Energieversorgung Frankfurt

Teilen, fahren und mehr: Wege zur nachhaltigen Mobilität

Um den Klimawandel zu stoppen, gibt es in Deutschland viele Initiativen und Projekte. Eines der wichtigsten Ziele: Den CO2-Ausstoß zu reduzieren, der durch Straßenverkehr – insbesondere Pkw und Lkw – verursacht wird. Ansätze dazu gibt es viele. Auch Mainova hat sich mit konkreten Konzepten auf den Weg gemacht, um im Bereich der Mobilität für mehr Nachhaltigkeit zu sorgen.

Neben vielen Maßnahmen zur CO2-Reduktion – wie etwa neuer Produktionsweisen in Fabriken, der Energieeffizienz von Gebäuden oder dem Einsatz erneuerbarer Energien – spielt die Verkehrswende für die Gestaltung des Klimawandels eine große Rolle. Über 90 Prozent der Autos fahren immer noch auf der Grundlage von Erdöl. Rund 20 Prozent des CO2, das in Deutschland ausgestoßen wird, stammt aus dem Verkehrssektor. Besonders dramatisch: Obwohl Verbrennungsmotoren immer effizienter wurden, sind die CO2-Emissionen durch den Verkehr seit 1990 sogar gestiegen.

Der Grund: Die Zahl der Autos und LKWs auf deutschen Straßen wächst. Die Bundesregierung hat deswegen im Klimaschutzplan 2050 ein ehrgeiziges Ziel ausgegeben. Der verkehrsbedingte CO2-Ausstoß soll bis 2030 um mindestens 40 Prozent im Vergleich zu 1990 reduziert werden. Um das zu erreichen sollen zum Beispiel die Elektromobilität und weitere alternative Antriebsarten gefördert sowie die Ladeinfrastruktur ausgebaut werden.

Rund 20 Prozent des CO2 , das in Deutschland ausgestoßen wird, stammt aus dem Verkehrssektor.

Schon heute unterstützt Mainova die Verkehrswende mit einer Fülle von Konzepten. Sie hat zum Beispiel in ihrer eigenen Flotte Elektroautos im Alltagseinsatz. Während dies bei den Pkw schon seit rund fünf Jahren üblich ist, bestand bei den größeren Nutzfahrzeugen für die Netzdienste und die Zählermonteure lange Zeit das Problem, dass die Autoproduzenten kaum Modelle mit reinem Elektroantrieb angeboten haben. Autos dieser Klassen fuhren fast alle mit Diesel oder Erdgas.

Dies hat sich nun gewandelt. Seit April 2020 sind vier vollelektrische Transporter bei Mainova im Einsatz, jeweils zwei Nissan eNV200 und Mercedes eVito. Die Fahrzeuge werden im Alltagsbetrieb daraufhin überprüft, ob sie auch bei Wind und Wetter genügend Reichweite haben. Denn die Batterien verhalten sich je nach Temperaturen unterschiedlich. Neben den Autos im eigenen Fuhrpark hat Mainova viele weitere Schritte unternommen, um nachhaltige Mobilität bei Kunden und Mitarbeitern zu erreichen, wie die folgenden Beispiele zeigen.

E-Autos für alle

Viele Kunden der Mainova AG stellen ihren Mitarbeitern eigene Pkw-Flotten zur Verfügung. Viele nutzen sie für Fahrten zwischen Filialen oder für Besuche von Kunden, oft als Ergänzung zu öffentlichen Verkehrsmitteln. Um diese Wege nachhaltiger zu machen, hat Mainova ein besonderes Angebot entwickelt: Das eCarsharing-Modell „Hop-On“.

Der Energiedienstleister bietet verschiedene Fahrzeuge mit alternativen Antriebsarten, den Service für die Wartung, eine App, mit der die Autos gebucht werden können, und die Ladeinfrastruktur beim Unternehmen vor Ort. Einer dieser Kunden ist die Sparda-Bank Hessen. Sie hat drei Fahrzeuge in ihren Fuhrpark an den Standorten in der Frankfurter Innenstadt und in Kassel integriert. Zwei dieser Autos fahren batteriebetrieben, das dritte ist mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle ausgestattet. In Frankfurt hat Mainova zur Sicherung der Reichweite zwei E-Ladestationen in der Unternehmenszentrale der Sparda-Bank installiert.

Neben den beruflichen Fahrten können die Mitarbeiter die Pkw auch für private Fahrten außerhalb der Arbeitszeit und am Wochenende mieten. Dieses Full-Service-Produkt der Mainova, das beliebig skalierbar ist, bringt dem Kunden mehrere Vorzüge: Die Auslastung der Fahrzeuge steigt und das Image als Arbeitgeber und insgesamt als nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen wird gestärkt.

Mittlerweile nutzen bereits mehr als zehn Unternehmen und Kommunen „Hopon“, darunter der Industriepark Höchst, die Städte Kelkheim, Königstein oder Alzenau und der Rechenzentrumsbetreiber Equinix. Schon 500 Nutzer sind bei Hop-On registriert. So kommen rund 100.000 elektrisch gefahrene Kilometer pro Jahr zusammen – Tendenz steigend.

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Schnell geladen

Ein gängiger Vorbehalt gegenüber der Elektromobilität bezieht sich auf die Reichweite. Diese kommt den Autofahrern zu gering vor – und zu lang sind die Ladezeiten, wenn die Batterie einmal leer ist. Zumindest das erste Argument zählt im Stadtverkehr nicht. Kaum ein Auto fährt täglich mehr als ein paar Dutzend Kilometer, und dafür reicht der Akku, wenn er alle paar Tage nachts vollgeladen wird, allemal aus. Um den zweiten vermeintlichen Nachteil auszugleichen, nutzen immer mehr E-Auto-Fahrer Schnellladestationen. Sie sind mit der leistungsstarken GleichstromTechnik ausgestattet, die eine Ladeleistung von bis zu 300 Kilowatt aufweist.

Zum Vergleich: Die Steckdose zuhause hat 3,7 Kilowatt. Eine Batterie ist so je nach Kapazität in rund 20 Minuten bereits zu 80 Prozent wieder voll. Um diese Technologie auch in Frankfurt zu etablieren, will Mainova dort 20 Schnellladesäulen mit jeweils zwei Ladepunkten errichten. Diese werden sich an zwölf Lade-Hotspots über das gesamte Stadtgebiet verteilen. Wichtig dabei: Die Standorte liegen öffentlich und verkehrsgünstig, zum Beispiel auf öffentlichen Parkplätzen oder in der Nähe von Tankstellen. Abgerechnet wird der Ladevorgang über die Mainova TankE-Netzwerk-App oder auch über DirectPayment ohne extra Anmeldung direkt an der jeweiligen Ladesäule. Die Schnellladepunkte werden die inzwischen mehr als 80 öffentlich zugänglichen Ladepunkte mit Wechselstrom-Technologie in Frankfurt und der Rhein-Main-Region ergänzen, die Mainova bereits seit 2010 aufgebaut hat.

Hinzu kommen rund 260 Ladepunkte auf Firmenparkplätzen oder in Wohnquartieren. Außerdem bietet Mainova für Eigenheimbesitzer mit dem „Charge-Kit Home“ eine Ladebox für die eigene Garage an. Um Firmenkunden den Einstieg in die nachhaltige Mobilität weiter zu erleichtern, hat Mainova zusammen mit der Dussmann Group ein Joint Venture gegründet. Die Chargemaker GmbH richtet sich vor allem an Unternehmen, die zum Beispiel auf firmeneigenem Gelände für ihre Flotten oder auch als Service für Kunden, Beschäftigte oder Mieter effiziente Ladeinfrastruktur einrichten wollen. Während von Mainova das Produkt-Knowhow kommt, bringt Dussmann die Erfahrung im Gebäudemanagement ein und wird sich vor allem um Installation, Wartung und Instandsetzung der Ladeinfrastruktur kümmern. Das Joint Venture Chargemaker kann so seine Leistungen deutschlandweit anbieten.


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Von der Tonne in den Tank

Der folgende Blick in die Zukunft klingt logisch und auch sehr vernünftig: In wenigen Jahren könnte es sein, dass der Müll, den die Frankfurter täglich verursachen, als Kraftstoff verwendet werden kann. Das Ganze würde so funktionieren: Der Restmüll, mit einem hohen Anteil von Abfällen aus pflanzlicher, tierischer oder mikrobieller Herkunft, würde im Müllheizkraftwerk in Strom und Wärme umgewandelt.

Statt wie bisher den hochwertigen CO2-freien Stromanteil ins Netz einzuspeisen wird dieser mittels Elektrolyse in das höherwertige Wasserstoffgas umgewandelt. Wasserstoff ist einfach zu transportieren, multifunktional und kann wiederum in einer Brennstoffzelle mit Hilfe von Sauerstoff aus der Luft in elektrische Energie umgewandelt werden. 

Klingt nach reiner Zukunftsmusik, ist aber schon nah an der Realität. Jedenfalls in dem Pilotprojekt, für das die Stadt Frankfurt Bundesfördermittel bekommt. Sie hat beim Wettbewerb „HyLand“ als eine von 13 Regionen gewonnen und konzipiert nun ein regionales Wasserstoffversorgungssystem. Einer der Ideengeber dazu ist Mainova, die mit FES und dem gemeinsam betriebenen Müllheizkraftwerk (MHKW) die „HyExpert-Region“ Frankfurt mit dem Projekt MH2-Regio vorantreiben wird.

Das Projekt soll zur gesamten Verkehrswende beitragen – eben nicht nur im Individual-Verkehr, sondern auch im ÖPNV, im Schwerlast- und Güterverkehr sowie in der Binnenschifffahrt. Die Erfahrungen daraus sollen auch in anderen deutschen Großstädten umsetzbar sein.

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Geteilte Räder

Viel umweltfreundlicher geht es nicht: Mit dem Rad durch Frankfurt zu fahren, sorgt für null Emissionen und ist oft sogar schneller und gesünder, als sich in den Stoßzeiten mit dem Auto durch die Stadt zu quälen. Das einzige Problem: Nicht jeder möchte sein Fahrrad während der Arbeitszeiten in der Innenstadt abstellen. Eine gute Alternative ist deswegen das Bikesharing.

Analog zum Carsharing teilen sich die Nutzer die Räder, die jederzeit per App gebucht und an festen Stationen abgeholt und wieder abgegeben werden können. In Frankfurt kooperiert Mainova seit April 2020 mit dem Anbieter Nextbike in einem Pilotprojekt über 18 Monate. Alle Mitarbeiter des Energieversorgers können die Räder nutzen, die Kosten für die ersten 60 Minuten übernimmt Mainova, egal, ob die Fahrt dienstlich oder privat ist.

Das Angebot ist eine klimafreundliche Ergänzung zum Jobticket für die Fahrten mit dem öffentlichen Personennahverkehr und zum eCarsharing mit Hop-On. Für die Mitarbeiter und sonstige Kunden von Nextbike sind zwei neue Stationen des Bikesharing-Anbieters auf Grundstücken der Mainova mit Zugang zum öffentlichen Straßenraum errichtet worden: Eine vor der Unternehmenszentrale in der Solmsstraße, eine weitere an einem Mitarbeiterparkplatz an der Camberger Brücke.


Fahr mit!   

Gerade im ländlichen Raum ist Mobilität ein großes Problem. Bus- oder auch Zuglinien fahren oft nur noch sporadisch. In manchen Gemeinden kommen lediglich drei, vier Linienbusse pro Tag, oft am Morgen und am frühen Nachmittag, wenn die Schüler zur Schule oder nach Hause fahren. Zudem steigt auf dem Land der Anteil älterer Menschen. Jedoch werden gleichzeitig die Versorgungseinrichtungen gerade für diese Zielgruppe auf die Städte konzentriert, in die die Menschen dann erst einmal gelangen müssen.

Eine Teillösung für das Problem können sogenannte Mitfahrbänke sein. Sie nutzen aus, dass der Verkehr sowieso fließt und dass viele Autos nicht voll besetzt sind. Acht dieser Bänke stehen zum Beispiel in Niedernhausen im Taunus. Sie sind mit kleinen Zielschildern versehen. Steigt man etwa in Oberseelbach am Friedhof ein, geht es weiter nach Idstein, Niederseelbach und Niedernhausen – und dort im Zentrum führt die Fahrt dann zum Beispiel nach Oberjosbach, zum oberen Lenzhahner Weg und zum Waldschwimmbad. Ermöglicht wurde das Projekt durch Mainova, die die Bänke finanzierte.

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