Mainova Energy Report
20.05.2026
3 Minuten
Die Frontjahres- sowie die unterjährigen Terminprodukte für Gas und Strom verzeichneten zuletzt Preissteigerungen, die hinteren Kalenderjahrprodukte dagegen nur geringe Wertänderungen. Die Meldungen zum Nahost-Konflikt sind weiterhin bestimmend für die Preisverläufe bei den Frontjahres- sowie den unterjährigen Terminprodukten, daneben beeinflussen aber auch die fundamentalen Rahmendaten, die sich am Gasmarkt zuletzt etwas verschlechtert haben, die Entwicklung.
Inhalt im Überblick:
Fundamentale Entwicklung am Energiemarkt
Die Front-Jahreskontrakte sowie die unterjährigen Terminkontrakte für Gas- und Strom notieren im Vergleich zu unserem letzten Marktbericht von vor 14 Tagen etwas höher, dagegen zeigen die hinteren Kalenderjahrprodukte nur geringe Preisveränderungen. Der Nahost-Konflikt ist weiterhin das wichtigste preisbestimmende Thema, allerdings reagieren die Marktakteure mittlerweile gelassener auf die Nachrichten zu diesem Thema und dementsprechend fallen die Preisschwankungen insgesamt etwas niedriger aus.
Eine untergeordnete Rolle neben den Meldungen zum Nahost-Konflikt spielen die üblichen Fundamentaldaten. Hier trübt sich das Bild am Gasmarkt allerdings etwas ein. Die LNG-Importe nehmen im Vergleich zum Jahresbeginn etwas deutlicher ab, gleichzeitig führen umfangreiche geplante und ungeplante Wartungen in Norwegen zu einem für die Jahreszeit eher unterdurchschnittlichen Gasexport nach Kontinentaleuropa sowie UK. Daneben zeigt der Blick auf die Gasspeicher, dass deren Befüllung nur sehr schleppend voranschreitet. Die Gründe dafür dürften das abnehmende Gasangebot, eine zuletzt Temperatur bedingt höhere Gasnachfrage sowie ungünstige Marktpreisverhältnisse, die keinen wirtschaftlichen Anreiz zur Befüllung der Speicher bieten, sein.
Dies könnte zur Folge haben, dass die Gasnachfrage in den nächsten Wochen und Monaten deutlich anzieht, um die Speicher auf ein vernünftiges Niveau vor dem nächsten Winter zu befüllen. Etwas entlastend auf die Preise, vor allem bei Strom, wirken die hohen Einspeisemengen der erneuerbaren Energieträger. Vom Europäischen Emissionshandel (ETS1) gehen aktuell kaum Einflüsse auf die Strompreise aus, hier tendieren die Notierungen (Dez. 2026) relativ ruhig im mittleren 70er Eurobereich. Hier wartet der Markt vor allem auf konkrete Hinweise zu den geplanten Reformmaßnahmen.
Erwartung Preisverlauf für die kommenden zwei Wochen
Die Terminpreise für Gas und Strom sollten vor allem von den Nachrichten zum Nahost-Konflikt beeinflusst werden, d. h., je nachdem, ob sich Eskalation oder Entspannung abzeichnet auf- oder abwärts. Gleichzeitig dürften die Fundamentaldaten im Gasbereich zunächst noch etwas preisstützend wirken.
Strom und EUA
NCG, Kohle, Öl
Preisüberblick Strom
Strom Jahreskontrakte Base
Strom Frontmonat und Spotmarkt, Base
Preisüberblick Erdgas
Erdgas Jahreskontrakte
Erdgas Spotmarkt
Rechtlicher Hinweis:
Mainova Energy Report soll Ihnen einen aktuellen Überblick über die gegenwärtige Marktlage und die Markteinschätzung der Mainova AG geben. Die tatsächliche Marktentwicklung ist nicht vorhersehbar. Die im Rahmen der Markteinschätzung getroffenen Aussagen über mögliche Kursentwicklungen basieren auf Analysen der Mainova AG. Diese werden nach bestem Wissen und mit größter Sorgfalt erstellt, geben jedoch keinerlei Gewähr oder Sicherheit, dass diese Einschätzungen oder Erwartungen sich als zutreffend erweisen werden. Die dargestellten historischen Daten sind keine Prognosen für die Zukunft. Mainova übernimmt keinerlei Haftung oder Gewähr für deren Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit. Die angegebenen Preise, sonstige Indikationen oder Einschätzungen beziehen sich ausschließlich auf den Zeitpunkt der Erstellung der Ausarbeitung. Die Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen weder ein Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots oder eine sonstige Beratung dar, insbesondere keine Empfehlung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Produkten, Abschluss von Lieferverträgen oder der Fixierung von Liefertranchen. Für Schäden, die im Zusammenhang mit der Verwendung und/oder der Verteilung dieser Ausarbeitung entstehen oder entstanden sind, übernimmt Mainova AG keine Haftung. Der „Energy Report“ ist auch in Auszügen urheberrechtlich geschützt.
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