Mainova Energy Report
25.08.2026
3 Minuten
Die zunehmenden Spannungen zwischen den Konfliktparteien in Nahost verbunden mit anhaltenden Behinderungen des Öl- und Gasexports aus der Region führten zu steigenden Gas- und Stromterminpreisen in den letzten 2-3 Wochen.
Die niedrigen Gasspeicherfüllstände in Europa rückten zuletzt verstärkt in den Fokus der Marktteilnehmer und haben den Preisanstieg wesentlich unterstützt.
Solange sich keine nachhaltige Entspannung im Nahost-Konflikt abzeichnet, könnten nach unserer Ansicht nur Gewinnmitnahmen und/oder die veränderte Wetterlage vorübergehend moderate Preisrückgänge am Gas- und Stromterminmarkt begründen.
Inhalt im Überblick:
Fundamentale Entwicklung am Energiemarkt
Die Frontjahreskontrakte für Gas und für Strom Base erreichten gestern auf Basis der Settlement Notierungen neue Jahreshöchststände bei rund 50 €/MWh (Gas THE) bzw. 114 €/MWh (Strom Base). Auslöser für den steigenden Preistrend in den zurückliegenden zwei bis drei Wochen waren vor allem verhärtete Fronten zwischen den Konfliktparteien im Nahen Osten. Man versucht den Konflikt wohl weiterhin auf diplomatischen Weg zu beenden, aber anstatt aufeinander zuzugehen und eine gemeinsame Lösung zu finden, sieht es derzeit eher nach Eskalation aus. Die Folge dieser Entwicklung ist, dass der Transport von LNG und Öl auf dem Seeweg durch die Straße von Hormus weiterhin sehr eingeschränkt verläuft und dementsprechend das LNG- und Ölangebot auf dem Weltmarkt knapp bleibt. Neben dem Nahost-Konflikt rücken die niedrigen Gasspeicherstände in Europa immer mehr in das Blickfeld der Marktakteure und die Sorge, wonach es bei ungünstiger Wetterlage und/oder ungeplanten Störungen beim Gasangebot im Winter zu Engpässen kommen könnte, nehmen zu und unterstützten zuletzt den Preisauftrieb.
Diese zuvor genannten Rahmenbedingungen dürften auch in den nächsten Wochen die Preisverläufe am Energiemarkt wesentlich bestimmen, d.h., solange Meldungen ausbleiben, die auf eine nachhaltige Entspannung in Nahost hindeuten, dürften nach unserer Einschätzung keine stärkeren Preisrückgänge eintreten und bei einer Verschärfung der Lage ggf. sogar weitere Preiserhöhungen folgen. Lediglich kurzfristig einsetzende Gewinnmitnahmen sowie die veränderte Wetterlage könnten vorübergehend zu moderaten, aber keinen nachhaltigen Preisrückgängen am Gas- und Stromterminmarkt führen.
Erwartung Preisverlauf für die kommenden zwei Wochen
Die Terminpreise für Gas und Strom, vor allem die Frontjahre, dürften erneut von den Nachrichten zum Nahost-Konflikt sowie den niedrigen Gasspeicherfüllständen in Europa beeinflusst werden. Solange sich in Nahost keine nachhaltige Entspannung zwischen den Konfliktparteien abzeichnet, muss mit anhaltend hohen oder ggf. sogar erneut steigenden Notierungen gerechnet werden.
Lediglich Gewinnmitnahmen sowie die veränderte Wetterlage könnten vorübergehend moderate Preisrückgänge zulassen.
Strom und EUA
NCG, Kohle, Öl
Preisüberblick Strom
Strom Jahreskontrakte Base
Strom Frontmonat und Spotmarkt, Base
Preisüberblick Erdgas
Erdgas Jahreskontrakte
Erdgas Spotmarkt
Rechtlicher Hinweis:
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