Mainova Energy Report
11.03.2026
3 Minuten
Die Eskalation im Nahen Osten hat zu signifikanten Preissteigerungen bei den Brennstoffen Gas, Öl und Kohle sowie bei Strom geführt. Nach oben getrieben wurde die Preise vor allem von der Unsicherheit über Dauer und Ausmaß der Angebotsstörungen bei Gas und Öl, die im Zusammenhang mit der Unpassierbarkeit der „Straße von Hormus“ stehen. Über diesen Seeweg werden grob 20 Prozent des globalen Öl- und Flüssigerdgases (LNG) transportiert. Der Ausblick für die Preisentwicklung in den nächsten Wochen bleibt unsicher, da aktuell schwer absehbar ist, wie lange der Konflikt und damit die Störungen auf der Angebotsseite anhalten.
Inhalt im Überblick:
Fundamentale Entwicklung am Energiemarkt
Die Eskalation im Nahen Osten hat seit letzter Woche zu signifikanten Preissteigerungen bei Gas, Strom, Öl und Kohle geführt. Ursache ist vor allem die Unpassierbarkeit der Straße von Hormus für den Schiffsverkehr und damit verbunden ein sinkendes Angebot von Flüssigerdgas (LNG) und Öl auf dem Weltmarkt. Grob ein Fünftel des globalen Öl- und LNG-Angebots wird über diesen Seeweg transportiert. Darüber hinaus bestehen auch Risiken für LNG- und Ölanlagen in dieser Region. Getrieben werden die Preisverläufe von der großen Ungewissheit über Dauer und Ausmaß des Konflikts. Dazu gesellen sich Risikoaversion, Portfolio-Strategien, Marktliquidität in den einzelnen Produkten und sicherlich auch etwas Panik. US-Präsident Trump hat zu Wochenbeginn mit seiner Einschätzung, wonach der Krieg nur noch von kurzer Dauer sein sollte, etwas „heiße Luft“ aus dem Markt genommen, allerdings wird diese Einschätzung nicht von allen „Experten“ geteilt und auch der israelische Regierungschef Netanjahu ist etwas zurückhaltender und geht nicht von einem schnellen Ende des Konflikts aus.
Vor diesem Hintergrund dürften die Preise in Abhängigkeit der Nachrichten zur Entwicklung im Nahost-Konflikt weiterhin hohen Schwankungen unterliegen. Sollte die Einschätzung des US-Präsidenten im Großen und Ganzen zutreffen, erwarten wir mittelfristig wieder (deutlich) sinkende Preise, die aber ihr Vorkriegsniveau nicht erreichen dürften aufgrund der bereits einsetzenden Verknappung der Energieprodukte, v. a. bei LNG, auf dem Weltmarkt. Sollte sich der Konflikt längere Zeit hinziehen, ggf. über Monate, könnten erneute (deutliche) Preissteigerungen eintreten.
In Bezug auf die üblichen fundamentalen Faktoren, die die Preisverläufe bei Gas, Strom und den Emissionsrechten beeinflussen, gab es zuletzt keine wesentlichen Änderungen. Aktuell kommt noch viel LNG nach Europa, die norwegischen Gasexporte bewegen sich, von kleineren Störungen abgesehen, auf dem für die Jahreszeit üblichen Niveau, die milde Wetterlage hält zunächst noch etwas an und zu der angedachten Reform beim Europäischen Emissionshandel gibt es keine wesentlichen Neuigkeiten.
Erwartung Preisverlauf für die kommenden zwei Wochen
In Anbetracht der großen Unsicherheit über den zukünftigen Verlauf im Nahost-Konflikt erwarten wir weiterhin hohe Preisschwankungen. Je nachdem, ob sich ein baldiges Ende oder eine langwierige Entwicklung abzeichnet, sind Preisverläufe ab- oder aufwärts möglich.
Strom und EUA
NCG, Kohle, Öl
Preisüberblick Strom
Strom Jahreskontrakte Base
Strom Frontmonat und Spotmarkt, Base
Preisüberblick Erdgas
Erdgas Jahreskontrakte
Erdgas Spotmarkt
Rechtlicher Hinweis:
Mainova Energy Report soll Ihnen einen aktuellen Überblick über die gegenwärtige Marktlage und die Markteinschätzung der Mainova AG geben. Die tatsächliche Marktentwicklung ist nicht vorhersehbar. Die im Rahmen der Markteinschätzung getroffenen Aussagen über mögliche Kursentwicklungen basieren auf Analysen der Mainova AG. Diese werden nach bestem Wissen und mit größter Sorgfalt erstellt, geben jedoch keinerlei Gewähr oder Sicherheit, dass diese Einschätzungen oder Erwartungen sich als zutreffend erweisen werden. Die dargestellten historischen Daten sind keine Prognosen für die Zukunft. Mainova übernimmt keinerlei Haftung oder Gewähr für deren Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit. Die angegebenen Preise, sonstige Indikationen oder Einschätzungen beziehen sich ausschließlich auf den Zeitpunkt der Erstellung der Ausarbeitung. Die Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen weder ein Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots oder eine sonstige Beratung dar, insbesondere keine Empfehlung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Produkten, Abschluss von Lieferverträgen oder der Fixierung von Liefertranchen. Für Schäden, die im Zusammenhang mit der Verwendung und/oder der Verteilung dieser Ausarbeitung entstehen oder entstanden sind, übernimmt Mainova AG keine Haftung. Der „Energy Report“ ist auch in Auszügen urheberrechtlich geschützt.
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