Wärme-Contracting für die PSD Bank Arena

Wärmeversorgung mit Flexibilität

Wer mit Stephan Bauer über Nachhaltigkeit und Energieversorgung von Fußballstadien spricht, merkt schnell: Der technische Leiter der Sportpark Stadion GmbH macht seinen Job mit Leidenschaft und hoher Kompetenz. „Ein Stadion ist nicht das typische Objekt für Energieeffizienz“, sagt der 47-Jährige. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum Beispiel müssen bei einer Veranstaltung in der Regel alle Anlagen parallel mit voller Kraft laufen, damit die Besucherinnen und Besucher den bestmöglichen Komfort genießen können, egal ob am Einlass, beim Bratwurststand oder auf den Toiletten. Oder wie der ehemalige American Football-Spieler der Frankfurt Galaxy sagt: „Volles Haus heißt volles Programm bei der Energie.“ Und eine Rasenheizung ist unter Energieeffizienz-Gesichtspunkten fast schon eine Horrorvorstellung. „Wir können den Rasen leider nicht dämmen“, lacht der gelernte Bauingenieur, „das würde die Graswurzel nicht mitmachen“. Kurzum: Stadien sind in Sachen Energieversorgung eine Herausforderung.

Wenn es an Flexibilität mangelt

So auch die PSD Bank Arena, die Heimat des FSV Frankfurt, die auch von den Footballern der Frankfurt Galaxy und von Frankfurt Universe genutzt wird. 12.542 Zuschauer fasst die traditionsreiche Spielstätte am Bornheimer Hang, die damit die zweitgrößte in der Stadt ist und neben dem Deutsche Bank Park Frankfurts einziges Stadion mit einer Rasenheizung. „Wir waren in einer Notsituation“, erinnert sich Bauer. Seinem Team bereitete die Wärmeversorgung Sorgen. Das Problem war eher ungewöhnlich: Einer der beiden Heizkessel war mit 800 kW Wärmeleistung zu groß dimensioniert. Er sorgt dafür, dass die Spielerkabinen, die Büros für die Mitarbeiter der Geschäftsstelle, der Business- und Logenbereich, der Kraftraum oder das neu eröffnete Co-Working-Areal geheizt werden. „Wenn ein so großer Kessel regelmäßig nur für kleine Mengen anlaufen muss, wirkt sich das negativ auf die Haltbarkeit aus“, so Bauer. 2013 hatte die Sportpark Stadion GmbH die Verantwortung für die Bestandsanlage übernommen.

Von der Planung bis zur Wartung: umfassendes Contracting-Paket

An dieser Stelle kommt Mainova ins Spiel. Im Rahmen des Contracting-Angebots wurde die Wärme-Versorgung neu strukturiert und optimiert. „Wir haben die Flexibilität der Anlage erhöht, indem wir den großen Kessel gegen zwei kleine mit je 250 kW Wärmeleistung getauscht haben, die unabhängig voneinander ein- und ausgeschaltet werden können“, beschreibt Anlagenplaner Marco Vogel, wie das neue Konzept die Wünsche des Kunden abbildet. Die Vereinbarung umfasst auch den Betrieb des Bestandskessels für die Rasenheizung (1.200 kW). Die Modernisierung dieses Kessels könnte in einigen Jahren anstehen und auch darum wird sich Mainova kümmern.

Und das Dienstleistungspaket geht noch weiter: Auch die Wartung bis hin zur Terminkoordination mit dem Schornsteinfeger ist inkludiert. Da Mainova die Anlage geplant und gebaut hat, ist zudem der Einmalaufwand für Investitionen auf Seiten des Kunden geringer.

Die Contracting-Lösung ist gerade in der aktuellen Pandemie mit fehlenden Miet- und Zuschauereinnahmen ein Vorteil.

Contracting fürs Stadion: Zahlen und Fakten

Umgesetzt wurde die Maßnahme ab Oktober 2021, im Einklang mit dem Spielplan des FSV Frankfurt. Die neue Anlage ging Ende November 2021 in Betrieb. Verbaut wurden zwei Kessel mit je 250 kW der Firma ELCO GmbH. Der Bestandskessel der Rasenheizung verfügt über eine Leistung von 1.200 kW. Die Sportpark Stadion Frankfurt am Main Gesellschaft für Projektentwicklungen mbH ist  ein 100% iges Tochterunternehmen der Stadt Frankfurt am Main und fungiert als Besitzgesellschaft des Stadions (Deutsche Bank Park) bzw. Eigentümervertreterin der PSD Bank Arena und betreibt die Wintersporthalle im Deutsche Bank Park.

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