Pressemitteilung

05.03.2015|Frankfurt am Main

Storchennester für Frankfurt

Naturschutzbund, Stadt und Mainova kooperieren beim Vogelschutz

Errichtung Storchennest Harheim
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Frankfurt holt die Störche in die Stadt: Drei neue Nester installiert der Naturschutzbund Frankfurt (NABU) in Kooperation mit der Stadt und der Mainova AG in Harheim und Fechenheim. Am Donnerstag, dem 5. März 2015, stellten Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig, Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorsitzender des Vorstands der Mainova AG, und Ingolf Grabow vom Vorstand des NABU das Projekt an der Niddaaue südwestlich von Harheim vor.

Der NABU bemüht sich seit Langem um die Wiederansiedlung der Störche in der Mainmetropole. Bereits 2010 errichtete der NABU ebenfalls zusammen mit der Mainova ein Nest am Alten Flugplatz in Bonames. Jedes Jahr wird dieser Mast von Störchen aufgesucht. Bisher kam es dort aber noch nicht zur Brut. Die drei neuen Standorte im Frankfurter GrünGürtel sollen das Angebot für Adebar jetzt attraktiver machen. Die Mainova AG hat zu diesem Zweck drei 14 Meter hohe Strommasten zur Verfügung gestellt. Diese werden 2,30 Meter tief in die Erde versenkt. An ihrer Spitze ragen Plattformen aus Holz in die Luft, die dem Storch einen künstlichen Nistplatz bieten.

Rosemarie Heilig, Dezernentin für Umwelt und Gesundheit: „Im GrünGürtel entwickelt sich eine ganz erstaunliche Artenvielfalt, auch Störche finden in den Flussauen von Nidda und Main einen reich gedeckten Tisch. Mit der Errichtung von entsprechenden Brutplätzen geben wir ihnen die Möglichkeit, sich hier bei uns wieder anzusiedeln. Mein Dank gilt dem Naturschutzbund Frankfurt und der Mainova AG, die dies durch ihr Engagement erst möglich machen.“Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorsitzender des Vorstands der Mainova AG: „Der NABU Frankfurt leistet in unserer Heimatstadt wertvolle Arbeit für den Vogel- und Artenschutz. Eine vielfältige Natur steigert auch die Lebensqualität für die Menschen vor Ort. Mit der Unterstützung der Initiative werden wir unserer Verantwortung als regionales Unternehmen für eine nachhaltige Bewirtschaftung unseres natürlichen Lebensraums gerecht.“

Ab Mitte März kommen die Störche wieder aus Spanien und Südafrika zurück. Rund 150 Brutpaare zählt der NABU jährlich in Hessen. Auf ihrem Weg in die Wetterau überfliegen sie auch Frankfurt. Allerdings bleiben sie bisher nicht. Zuletzt brütete 1968 ein Storch in der Stadt.

Die Standorte der Storchennester befinden sich am nördlichen Niddaufer bei Harheim, im Harheimer Ried und am Mainufer bei Fechenheim. Ingolf Grabow, Vorstandsmitglied des Naturschutzbunds Frankfurt: „Die drei neuen Nester bieten gute Chancen für die Ansiedlung der Störche. Um sie zum Verweilen zu bringen, muss es aber rund um die Nester ruhig sein. Wir bitten deswegen darum, Hunde dort an der Leine zu führen“, sagt Ingolf Grabow.

Die Mainova AG engagiert sich für den Vogel- und Artenschutz in Frankfurt. 2013 und 2014 stellte der regionale Energiedienstleister seine Trafo-Stationen in Kalbach und Nieder-Eschbach für künstliche Nistplätze von Mehlschwalben und Mauerseglern zur Verfügung. Ein weiteres Projekt war die Ansiedlung von Wanderfalken am Heizkraftwerk West. Außerdem existiert seit dem Jahr 2010 auf dem Gelände der Konzernzentrale in der Solmsstraße ein Biotop, das Enten Möglichkeiten zur Brut bietet.

Foto (von links): Ingolf Grabow, Vorstand des Naturschutzbunds Frankfurt (NABU), Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig und Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorsitzender des Vorstands der Mainova AG, bei der Errichtung des Storchennestes am nördlichen Niddaufer in Harheim.

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Pressemitteilung: Storchennester für Frankfurt
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Foto: Pressetermin zur Errichtung des Storchennests in Harheim (Quelle: Mainova AG)