Pressemitteilung

20.05.2016|Frankfurt am Main

Storchen-Nachwuchs im Mainova-Nest

Nach 50 Jahren brüten erstmals wieder Störche in Frankfurt am Main.

Störche brüten in Harheim
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Die Möglichkeit dazu bieten ihnen seit letztem Jahr drei Nester, die Mainova zusammen mit dem Umweltamt und dem Naturschutzbund Frankfurt (NABU) im Frankfurter Grüngürtel errichtet hat. Bei Harheim nistet seit Ende April nunmehr ein Storchenpaar. Für Anfang Juni hat sich bereits der Nachwuchs angekündigt. Anlässlich der erfolgreichen Besiedelung besuchten Frankfurts Stadträtin und Dezernentin für Umwelt und Gesundheit Rosemarie Heilig sowie der Mainova-Vorstandsvorsitzende Dr. Constantin H. Alsheimer am Freitag (20.5.) den Standort unweit der Nidda.

Rosemarie Heilig: „Die Annahme der erst im vergangen Jahr errichteten Storchennester als Brutplatz ist ein toller Erfolg. Die Wahl des abgelegenen Standortes an der Nidda, der Ruhe und ausreichend Nahrung gewährleistet, bietet nach 50 Jahren erstmals ideale Voraussetzungen für die Wiederansiedlung der Störche in Frankfurt. Mein Dank gilt dem Naturschutzbund Frankfurt und der Mainova, die dies durch ihr Engagement erst möglich gemacht haben.“

Dr. Constantin H. Alsheimer: „Mit unserer Unterstützung des NABU-Engagements für die Storchennester in Frankfurt werden wir unserer Verantwortung als regionales Unternehmen gerecht. Damit tragen wir zur nachhaltigen Bewirtschaftung unseres natürlichen Lebensraums mit bei. Dass nach 50 Jahren erstmals ein Storchenpaar wieder in Frankfurt heimisch wird und brütet, zeigt, dass unsere Bemühungen fruchten. Von einer gesunden Natur profitieren nicht nur die Tier- und Pflanzenwelt, sondern auch die Menschen vor Ort.“

Ingolf Grabow, Vorstandsmitglied des Naturschutzbunds Frankfurt betont: „Obwohl der Storch Menschen gewöhnt ist, benötigt er jetzt vor allem Ruhe. Ein Problem können zum Beispiel unangeleinte Hunde sein, die den Storch zu oft auffliegen lassen. Deswegen bitten wir alle Spaziergänger, Rücksicht zu nehmen und Abstand zu halten. Falls diese Voraussetzungen gewährleistet sind, stehen die Chancen gut, dass die Störche im nächsten Jahr an den gewohnten Platz zurückkehren.“ Rund 150 Brutpaare zählt der NABU jährlich in Hessen. Auf ihrem Weg in die Wetterau überfliegen sie auch Frankfurt, bleiben aber meistens nicht. Zuletzt brütete 1968 ein Storch in der Stadt.

Der NABU bemüht sich seit Langem um die Wiederansiedlung der Störche in der Mainmetropole. Bereits 2000 und 2010 hat der NABU zusammen mit Mainova Storchennester an der Homburger Landstraße und am Alten Flugplatz in Bonames errichtet. Bisher kam es dort aber nicht zur Brut.

2015 folgten die drei Storchennester am nördlichen Niddaufer bei Harheim, im Harheimer Ried und am Mainufer bei Fechenheim. Mainova hat zu diesem Zweck drei 14 Meter hohe Strommasten zur Verfügung gestellt. Diese wurden 2,30 Meter tief in die Erde versenkt. An ihrer Spitze ragen Plattformen aus Holz in die Luft, die dem Storch einen künstlichen Nistplatz bieten.