Pressemitteilung

16.11.2016|Frankfurt am Main

Biomasse-Kraftwerk Fechenheim reagiert auf Geruchsmessungen

Bahnschwellen im südwestlichen Teil des Allessageländes werden mit Folie abgedeckt

Das Biomasse-Kraftwerk Fechenheim (BKF) wird seit zwölf Jahren auf dem Gelände der Allessa GmbH im Osten Frankfurts betrieben. Das Unternehmen verbrennt dort Biomasse zur umweltschonenden Erzeugung von Strom und Wärme. Dazu zählen auch Bahnschwellen aus Holz, die rund ein Viertel des Brennstoffs ausmachen. Diese werden auf dem Betriebsgelände gelagert, unter anderem auf einem 5.000 Quadratmeter großen Areal im Südwesten des Allessageländes.

Anwohner des dort angrenzenden Wohngebietes hatten sich in der Vergangenheit über Geruchsbelästigung beschwert. Aufgrund dieser Hinweise hat das BKF ein Jahr lang entsprechende Messungen vorgenommen. An einem der Messpunkte wurde der Geruch, der von den Bahnschwellen ausgeht, mit geringfügig erhöhter Häufigkeit wahrgenommen.

In Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Darmstadt wurden ab Sommer 2015 über zwölf Monate hinweg durch die unabhängige Prüfgesellschaft Müller-BBM GmbH 104 Begehungsterminen durchgeführt. Dabei wurde geprüft, zu welcher Zeit und unter welchen Bedingungen von den Bahnschwellen Geruchsimmissionen ausgehen.

Das Biomasse-Kraftwerk Fechenheim hat auf das Ergebnis bereits reagiert und damit begonnen, die Rückseite des betroffenen Bahnschwellenlagers mit einer dafür geeigneten Folie zu bedecken. Diese Maßnahme ist mit der Behörde abgestimmt. Die Wirksamkeit der Maßnahme wird durch eine erneute Messung kontrolliert.

Eine Gesundheitsgefährdung durch die Bahnschwellen für die Anwohner liegt nicht vor, wie entsprechende Gutachten bereits mehrfach bestätigt haben. Um die in der Bürgerinitiative „Zukunft Fechenheim“ organisierten Anwohner zu informieren, wird das Kraftwerk kurzfristig einen Vor-Ort-Termin anbieten.