Pressemitteilung

12.10.2012|Frankfurt am Main

Oberbürgermeister Peter Feldmann startet europaweit erste Anlage zur Stromerzeugung aus Organischer Photovoltaik in der Konzernzentrale der Mainova AG

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann hat heute (12.10.) in der Konzernzentrale der Mainova AG die europaweit erste Anlage zur Stromerzeugung aus Organischer Photovoltaik (OPV) gestartet.
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Die Technologie gilt als zukunftsweisend für die Erschließung Erneuerbarer Energien, da sie umweltfreundlich und kostengünstig herzustellen und flexibel einsetzbar ist.

Die transparenten Kunststofffolien, sogenannte organische Halbleiter, erzeugen schon bei diffusem oder künstlichem Licht Strom.Die Einsatzmöglichkeiten der Plastiksolarzellen sind im Gegensatz zu den herkömmlichen, starren Photovoltaik-Modulen vielfältig. So lassen sich die flexiblen Folien großflächig an Fassaden anbringen oder in Fensterglas integrieren. Aber auch als Hülle für Mobiltelefone sind sie denkbar.

"Die Organische Photovoltaik ist die Zukunft der Solarenergiegewinnung. Mit der europaweiten Premiere einer derartigen Anlage in Frankfurt setzt die Mainova Maßstäbe und untermauert ihre Position als Innovationsmotor der Energiewende", betonte Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann bei der Vorstellung des Pilotprojekts.

Die Pilotanlage auf dem Gelände der Mainova-Konzernzentrale besteht aus neun mit transparenter Kunststofffolie bespannten rechteckigen Modulen. Der produzierte Strom aus Sonnenenergie wird von hier aus direkt ins Netz eingespeist. Die Konstruktion wurde von dem auf Leichtbau-Photovoltaik spezialisierten Stuttgarter Projektentwickler Solartension entwickelt, der hierzu die OPV Module POWER PLASTIC verwendete.

Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorsitzender des Vorstands der Mainova AG: "Um die Energieversorgung in Deutschland langlangfristig größtenteils mit Erneuerbaren Energien decken zu können, müssen wir nicht nur in den Ausbau bestehender Technologien investieren, sondern auch in deren Weiterentwicklung. Die Organische Photovoltaik hat dabei hohes Potenzial. Ihre geringen Produktionskosten ermöglichen perspektivisch, Strom aus Sonnenenergie zu einem konkurrenzfähigen Kilowatt-Preis herzustellen und damit unabhängig von Subventionen zu machen."

Mainova-Technik-Vorstand Dr. Peter Birkner: "Die Organische Photovoltaik eröffnet der Technologie ganz neue Dimensionen. Die dünnen Kunststofffolien sind großflächig und flexibel einsetzbar und können unauffällig ins Stadtbild integriert werden. Zudem sinkt die Abhängigkeit von teuren Rohstoffen, da der Kunststoff im Gegensatz zu Silizium nahezu unbegrenzt verfügbar ist."

Jürgen Wünsch, Geschäftsführer von Solartension: "Besonders der Aspekt der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten wird durch unser entwickeltes Solarsystem gestärkt. Die mit der Mainova Realität gewordene Leichtbau-Seilkonstruktion ist weltweit die erste angeschlossene Anlage, die nur einen von vielen Anwendungsfällen darstellt."

Über die Organische Photovoltaik
Der Unterschied zwischen Organischer und klassischer Photovoltaik liegt im Wesentlichen im eingesetzten Material. Während bei der klassischen PhotovoltaikSilizium zum Einsatz kommt, werden bei der Organischen Photovoltaik sogenannte organische Halbleiter verwendet. Sie bestehen aus Kohlenwasserstoffmolekülen, die ähnlich aufgebaut sind wie in belebter Materie (daher organisch). Die Funktion ist dieselbe: Sie können genauso wie klassische Halbleiter aus Silizium aus Licht Strom gewinnen. Jetzt geht es darum, die Effizienz weiter zu steigern: Während der Wirkungsgrad von Siliziumzellen bei rund 20 Prozent liegt, erreicht die OPV unter Laborbedingungen bisher rund 10 Prozent, in der Praxis liegt er bei drei Prozent.

Über die Mainova AG
Die Mainova AG mit Sitz in Frankfurt ist Hessens größter Energieversorger und beliefert rund eine Million Menschen mit Strom, Gas, Wärme und Wasser.Hinzu kommen zahlreiche Firmenkunden im gesamten Bundesgebiet. Der Mainova-Konzern erzielte mit seinen fast 2.900 Mitarbeitern im Jahr 2011 einenUmsatz von rund 1,8 Mrd. Euro. Größte Anteilseigner der Mainova AG sind die Stadtwerke Frankfurt am Main Holding (75,2 %) und die Münchener Beteiligungsgesellschaft Thüga (24,4 %). Die übrigen Aktien (0,4 %) befinden sich im Streubesitz.

Über Solartension
Solartension ist der Spezialist für Leichtbau-Photovoltaik. Als weltweit einziges Unternehmen bringt es das Knowhow über ultraleichte Konstruktionen mit dem Wissen über die Organische Photovoltaik zusammen. Solartension berät Bauherren und Architekten bei Projekten, in denen diese wegweisende Technikeingesetzt werden soll. Die POWER PLASTIC Module, bisher von KONARKA gefertigt, werden künftig von BELECTRIC OPV GmbH, Nürnberg, geliefert.

Im Bild (von links): Mainova-Technik-Vorstand Dr. Peter Birkner, Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann, Mainova-Vorstandsvorsitzender Dr. Constantin H. Alsheimer und Solartension-Geschäftsführer Thomas Ferwagner demonstrieren die neuen Plastiksolarzellen.

 

 

 

 

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