Pressemitteilung

19.12.2016|Frankfurt am Main

Fernwärmeleitung unter dem Main geht in Betrieb

Mainova hat eine neue Fernwärmeverbindung zwischen ihren Heizkraftwerken im Gutleutviertel und in Niederrad in Betrieb genommen.

IBN Suedleitung

Uwe Becker, Frankfurter Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Mainova AG, sowie die beiden Mainova-Vorstände Dr. Constantin H. Alsheimer und Norbert Breidenbach starteten die Pumpen für die erste Wärmelieferung. In den Leitungen fließt ab sofort Heizwasser mit einer Temperatur von bis zu 130 Grad und einem Druck von maximal 13 bar. An einem kalten Wintertag strömen bis zu 500 Liter Heizwasser pro Sekunde mit einer Wärmeleistung von bis zu 100 Megawatt zu den Verbrauchern.

Insgesamt hat die Mainova-Tochter NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH rund 550 Meter neue Leitungen verlegt. Ein 300 Meter langes Teilstück verläuft in einem extra für diese Maßnahme gebohrten Tunnel unter dem Main. Drei Pumpen treiben das System an. Dank der Verbindung erhöht sich die Versorgungszuverlässigkeit der Kunden, da sie nun von zwei Mainova-Kraftwerken mit Wärme beliefert werden können.

Uwe Becker: „Vom Fernwärmeausbau profitieren sowohl die Kunden als auch die Umwelt, da die CO2-Emissionen reduziert werden. Mainova leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Klimaschutzziele der Stadt Frankfurt am Main. Mit der erfolgreichen Realisierung dieses technisch höchst anspruchsvollen Projekts hat Mainova ihre hohe Kompetenz im Bereich der Infrastruktur erneut unter Beweis gestellt.“ 

Der Mainova-Vorstandsvorsitzende Dr. Constantin H. Alsheimer: „Die Verbindungsleitung ist Teil des Fernwärmeausbaus der Mainova in Frankfurt am Main. Er soll im Sommer 2017 abgeschlossen sein. Ziel ist ein Fernwärmeverbund vom Müllheizkraftwerk in der Nordweststadt bis in den Süden der Stadt. Dadurch können wir zukünftig die Auslastung unserer Kraftwerke optimieren und deren Einsatz effizienter gestalten. Dadurch können wir den Einsatz von fossilen Energieträgern für die Wärmeerzeugung soweit wie möglich reduzieren. Insgesamt werden wir dadurch jährlich 100.000 Tonnen CO2 einsparen. Dies entspricht dem Jahresverbrauch von 1 Million Kühlschränken.“ 

Rund 18 Monate nach Beginn des Leitungsbaus konnte die Maßnahme fristgerecht abgeschlossen werden. Die Kosten des Bauabschnitts betragen rund elf Millionen Euro.

Mainova-Vorstandsmitglied Norbert Breidenbach: „Die Unterquerung des Mains mit dem rund drei Meter breiten Tunnel gehört mit zu den größeren technischen Herausforderungen in der Geschichte von Mainova. Hier war höchste Präzision und Ingenieurskunst gefragt. Der Dank gilt vor allem dem Einsatz aller Beteiligten. Die Realisierung der Verbindungsleitung beweist die Leistungsfähigkeit von Mainova.“