Pressemitteilung

30.12.2015|Frankfurt am Main

Frankfurter Strom zu Gas-Anlage erreicht weiteren Meilenstein

Der fortschreitende Wandel der Energielandschaft hin zu mehrerneuerbaren Energien erfordert eine zunehmende Flexibilisierung der Stromversorgung.

Aktuell werden Erneuerbare-Anlagen bei geringem Strombedarf häufig abgeregelt, anstatt den Überschussstrom für Zeiten hoher Stromnachfrage zu speichern. Eine Lösung für dieses Problem bietet die Strom zu-Gas-Anlage der Mainova AG im Frankfurter Osthafen. Die Pilot-Anlage nimmt überschüssigen Strom aus dem Netz auf und wandelt diesen in Wasserstoff um, der im Erdgasverteilnetz gespeichert wird.

Für die Dauer eines zehntägigen Tests wurde die Strom zu Gas-Anlage jetzt in einer Computersimulation mit Erneuerbaren-Anlagen und einem Blockheizkraftwerk zusammengeschlossen. Bei zu viel Strom im Netz hat die Anlage den überschüssigen Stromautomatisch in Wasserstoff umgewandelt und ins kommunale Erdgasverteilnetz eingespeist. So kann die Energie gespeichert werden. Bei zu wenig Strom hat das angeschlossene BHKW die gespeicherte Energie zur Rückverstromung genutzt. „Mit diesem Zusammenschluss aus Erzeugung, Umwandlung und Rückverstromung haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht. Wir können die Ziele der Energiewende nur dann erreichen, wenn es uns gelingt, Öko-Strom zu speichern. Durch den Test haben wir gezeigt, dass die Strom zu Gas-Technologie die Unterschiede zwischen Stromerzeugung und –verbrauch intelligent aussteuern kann und das bis auf die Minute genau“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Mainova AG Dr. Constantin H.Alsheimer.

Dieser Prozess erfolgte automatisch durch eine intelligente Steuerungssoftware. Dr. Alsheimer: „Das Ergebnis ist entscheidend, um die Strom zu Gas-Technologie zur Speicherung größerer Energiemengen einzusetzen. Sie erfüllt ihren Zweck erst dann, wenn sie automatisch auf sich ständig ändernde Bedingungen in der Erzeugung und beim Verbrauch reagiert. Nur mit ausreichend intelligenten Speichersystemen für regenerativen Strom kann die Energiewende gelingen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Mainova AG Dr. Alsheimer.