Pressemitteilung

02.10.2015|Frankfurt am Main

„Platz der Einheit“ vor der Paulskirche in Frankfurt fertiggestellt

Die Ausstellung der Jahresringe auf dem Paulsplatz in Frankfurt läutet die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit ein.

Jahresringe Paulsplatz
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Nach verschiedenen Präsentationsorten in der Rhein-Main-Region im Vorfeld des Bürgerfestes ist die Ausstellung des Landes Hessen „Jahresringe: Die 25 Jahre der deutschen Einheit“ nun auf dem Paulsplatz in Frankfurt zusammengeführt worden. Während der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit wird dieser Ort vorübergehend zum „Platz der Einheit“, der an die ereignisreiche Zeit seit der Wiedervereinigung erinnern soll. Europastaatssekretär Mark Weinmeister, der Vorstandsvorsitzende der Mainova AG, Dr. Constantin H. Alsheimer, und der Frankfurter Stadtkämmerer Uwe Becker stellten die Gesamt-Ausstellung heute in Frankfurt vor.

Für jedes Jahr der Zeit von 1990 bis 2015 werden auf den Ausstellungssäulen spannende und bewegende Momente aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Sport und Kultur wiedergegeben. „Wir feiern in den kommenden Tagen in Frankfurt den 25. Jahrestag der Deutschen Einheit nicht nur mit einem bunten, abwechslungsreichen Fest. Wir wollen auch daran erinnern, dass die Überwindung der Teilung zwischen Ost und West ein großes politisches Wunder gewesen ist. Der Mauerfall und die Wiedervereinigung hat nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa näher zusammengebracht“, hebt Europastaatssekretär Mark Weinmeister anlässlich der Vorstellung der Ausstellung hervor. „Die Jahresringe zeigen nicht nur viele Beispiele gelebter Solidarität, ob beim Aufbau Ostdeutschlands nach der Wende, dem Kampf gegen Rechtsextremismus oder der solidarischen Hilfe bei den Flutkatastrophen. Sie heben auch – jenseits der aktuellen Diskussionen – hervor, wie weit die Integration Europas voran geschritten ist, wenn wir an den Vertrag von Maastricht, die Einführung des Euro oder die EU-Osterweiterung 2004 denken.“ Weinmeister unterstreicht, dass die Hessische Landesregierung nicht nur, aber besonders bei einem Jubiläum wie diesem an die Grundlagen und Fortschritte des deutschen und europäischen Einigungsprozesses erinnern will: „Wir hoffen, dass viele Bürgerinnen und Bürger, besonders aber Jugendliche und Schulklassen diese besondere Form des Geschichtsunterrichts wahrnehmen. Kein Ort ist geeigneter dafür, als hier vor der Paulskirche, der Wiege der deutschen Demokratie.“ Dort wird die Ausstellung noch bis Mitte November zu sehen sein.

Einheit verlangte viel Veränderungsbereitschaft und Solidarität

Die Aufstellung der Jahresringe in der Region und die Gesamtschau in Frankfurt erfolgt mit Unterstützung des regionalen Energieversorgers Mainova AG. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Constantin H. Alsheimer freut sich, dass die Ausstellung der Jahresringe nun die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit einläutet: „Das Motto der diesjährigen Feierlichkeiten heißt ´Grenzen überwinden´. Dies wollen wir auch im regionalen Kontext so umsetzen. Daher war es mir ein Anliegen, diese Ausstellung in Frankfurt, aber auch in der Region zu zeigen.“ Die Ausstellung rufe in spannender Weise die emotionalen Momente der Wiedervereinigung und die Aufbauleistung zurück ins Gedächtnis. Sie zeige, wie scheinbar Unmögliches realisiert werden konnte. „Wir sollten uns immer wieder bewusst machen, dass der Erfolg des Projekts Deutsche Einheit nicht selbstverständlich war. Es verlangte von allen Veränderungsbereitschaft und Solidarität. Für uns ist eine wichtige Botschaft, dass mit dem Blick nach vorne und viel Gemeinsinn Herausforderungen angenommen und eine gute Zukunft gestaltet werden kann. Das macht Mut, die großen gesellschaftlichen Aufgaben der kommenden Jahrzehnte – demographischer Wandel, Globalisierung und Energiewende – ebenso entschlossen anzugehen“, so Alsheimer.

“Ein besonderer Dank des Landes Hessen und der Mainova AG geht an die Stadt Frankfurt, bei der die Ausstellungsreihe nicht nur Ende August auf der Zeil starten konnte und jetzt auf dem Bürgerfest zu sehen sein wird. Ermöglicht wurde auch, die Jahresringe bis Mitte November auf dem Paulsplatz stehen zu lassen, um so möglichst vielen, gerade jungen Menschen einen lehrreichen Rundgang durch die 25 Jahre der deutschen Einheit zu ermöglichen. „Es ist wichtig, insbesondere die jungen Generationen für die Geschichte und Bedeutung der Wiedervereinigung zu sensibilisieren“, betont der Frankfurter Stadtkämmerer Uwe Becker, der auch Mainova-Aufsichtsratsvorsitzender ist. „Denn Werte wie Freiheit und Demokratie werden heute oft als selbstverständlich in Deutschland gesehen und gelten für unser gesamtes Vaterland doch erst seit einem Vierteljahrhundert. Diese wunderbare Ausstellung im Herzen unserer Stadt  ermöglicht es, viele Menschen aus Frankfurt, der Region und der ganzen Welt an die jüngste Geschichte der Bundesrepublik Deutschland heranzuführen.

“Die Ausstellung war bereits seit dem 26. August 2015 in Frankfurt, Limburg, Bad Homburg, Hanau, Hofheim, Wiesbaden, Friedberg und Groß-Gerau mit einzelnen Jahresringen zu sehen. Die Gesamtschau bleibt bis Mitte November nun in Frankfurt zu besichtigen.