Pressemitteilung

11.09.2015|Frankfurt am Main

Thorsten Schäfer-Gümbel informiert sich bei der Mainova AG über zukunftsgerichtete Energieprojekte

Thorsten Schäfer-Gümbel hat heute die Power-to-Gas-Anlage der Mainova AG besucht.

Thorsten Schäfer-Gümbel besucht Power-to-Gas-Anlage

Dort informierte sich der hessische SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende zusammen mit Timon Gremmels, dem Umwelt- und Energiepolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, und Gernot Grumbach, SPD-Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der SPD Hessen-Süd, über die Bedeutung von Energiespeichern bei der Energiewende. In der Anlage im Frankfurter Osten wird mit überschüssigem Wind- und Solarstrom mittels Elektrolyse Wasserstoff produziert und in das kommunale Erdgasnetz eingespeist. Die bestehende Infrastruktur wird so zum Speicher für erneuerbare Energien – und damit zu einer wichtigen Säule der deutschen Energiewende.

„Der konsequente Ausbau der Erneuerbaren Energien bei Steigerung der Energieeffizienz ist auch eine große wirtschaftliche Chance für Hessen, die man engagiert ergreifen muss. Die Mainova leistet mit ihrer Power-to-Gas-Anlage einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Die Schaffung verschiedenster Kurz- und Langzeitenergiespeicher ist einer der wichtigsten Bausteine für die Energiewende. Forschung und Entwicklung müssen in diesem Bereich verstärkt werden“, sagte Thorsten Schäfer-Gümbel, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag und stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD.

Mainova-Vorstand Norbert Breidenbach betonte: „Reversible Speicher sind ein bedeutender Baustein der Energiewende. Die ‚Power-to-Gas‘-Technologie ermöglicht, überschüssigen Ökostrom bestmöglich zu nutzen. Anstatt Windräder oder Photovoltaikanlagen abzustellen, sorgen wir dafür, dass die vorhandene Energie gespeichert wird.“ Breidenbach weiter: „Wir sind bereit, unsere Hausaufgaben zu machen. Gleichzeitig müssen wir aber auch noch an den rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen arbeiten. Sie bieten derzeit noch keinen hinreichenden Anreiz für die Nutzung von Speichern zur Flexibilisierung des Gesamtsystems und machen so Investitionen in neue Speicherkapazitäten noch nicht interessant genug.“

Power-to-Gas-Anlage stellt negative Regelenergie bereit

Die Mainova hat mit der Power-to-Gas-Anlage einen weiteren Meilenstein erreicht: Die Anlage hat sich für die Teilnahme am Markt für Sekundärregelenergie präqualifiziert. „Damit haben wir erneut ein gestecktes Ziel erreicht. Schon frühere Tests hatten gezeigt, dass der Elektrolyseur sehr schnell hoch und runter geregelt werden kann – Voraussetzung für die Teilnahme am Regelenergiemarkt“, so Norbert Breidenbach. Die Anlage wird künftig vor allem negative Sekundär-Regelleistung bereitstellen. Das heißt: Befindet sich zu viel Strom im Netz, kann die Lastabnahme des Elektrolyseurs auf Anforderung des Übertragungsnetzbetreibers erhöht werden. Damit trägt sie auch zur Stabilität des Stromnetzes bei. Die Vermarktung erfolgt über den Pool der Mainova AG.