Pressemitteilung

27.05.2015|Frankfurt am Main

Mainova AG treibt die Energiewende vor Ort voran

Anlässlich der heutigen Hauptversammlung der Mainova AG im Gesellschaftshaus des Frankfurter Palmengartens zog der Vorsitzende des Vorstands Dr. Constantin H. Alsheimer ein positives Fazit des zurückliegenden Geschäftsjahres.

Hauptversammlung 2015

„Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen für die Branche sowie des wärmsten Winters seit Beginn der Wetteraufzeichnungen haben wir ein solides Ergebnis erzielt. In unserem Kerngeschäft haben wir unsere Wettbewerbsposition weiter verbessert und gezielt neue Vertriebsgebiete erschlossen. So konnten wir unsere Kundenbasis leicht ausbauen. Dies ist ein hervorragendes Ergebnis in einem wettbewerbsintensiven Markt."

Das bereinigte Konzernergebnis der Mainova lag im Jahr 2014 bei 136,1 Millionen Euro (Vorjahr: 128,3 Millionen Euro). Auch für das erste Quartal 2015 kann die Mainova eine positive Zwischenbilanz ziehen: Das Ergebnis lag mit 42,7 Millionen Euro rund 8 Millionen Euro über dem Vorjahreszeitraum.

Die Investitionen der Mainova blieben 2014 auf einem hohen Niveau. So baut der Energieversorger in den kommenden Jahren für rund 130 Millionen Euro die Fernwärme in Frankfurt aus. Alsheimer: „Damit leistet die Mainova einen wichtigen Beitrag zur Energiewende vor Ort. Darüber hinaus erproben wir mit Pilotprojekten wie Power-to-Gas und Power-to-Heat zukunftsweisende Technologien zur Speicherung erneuerbarer Energien."

Energiespeicher werden angesichts zunehmender volatiler Stromeinspeisungen immer wichtiger. Zurzeit werden sie jedoch mit Umlagen wie Endverbraucher belastet. „Damit die Speichertechnologien auch eine wirtschaftliche Perspektive haben, muss der ordnungspolitische Rahmen sachgerecht ausgestaltet werden", forderte Alsheimer.

Der Vorstandsvorsitzende betonte, dass sich die Mainova immer klar zur Energiewende bekannt habe. Nach wie vor seien auf dem Feld der Energiepolitik aber zentrale Fragen noch nicht beantwortet. Die EEG-Reform im vergangenen Jahr sei ein Schritt in die richtige Richtung gewesen. Dr. Alsheimer: „Mittlerweile sehen wir aber die Gefahr, dass die Energiepolitik in eine neue Schieflage gerät. Seit einigen Monaten scheint das eher kurzfristige – aber nicht nachhaltige – Dämpfen von Kosten die energiepolitische Agenda fast vollständig zu beherrschen. Vor allem das Ziel der Versorgungszuverlässigkeit gerät dabei immer mehr aus dem Blick."

In den zurückliegenden Jahrzehnten konnten Bürger und Unternehmen stets auf eine hohe Versorgungsqualität vertrauen. „Sofern nicht gegensteuert wird, läuft Deutschland aber Gefahr, hier Abstriche in Kauf nehmen zu müssen", gab Alsheimer zu bedenken. Gerade Frankfurt sei als Finanz- und Messemetropole sowie Standort des größten deutschen Flughafens und zahlreicher Rechenzentren abhängig von einer zuverlässigen Stromversorgung.

Neben dem Ausbau der Übertragungsnetze sollten daher die Verteilnetze stärker in den Fokus genommen werden. Denn ein Großteil der erneuerbaren Energien wird auf dieser Netzebene eingespeist. Der Ausbau regionaler Strom-Schnellstraßen sei ein kosteneffizientes Mittel, um die Stromautobahnen zu entlasten und so den Netzausbaubedarf insgesamt zu minimieren.

Für die Versorgungssicherheit wird auch das Vorhalten von Kraftwerkskapazitäten immer wichtiger. Alsheimer plädierte in diesem Zusammenhang für einen zusätzlichen Markt, der das Vorhalten von sicherer Leistung honoriert. Die Bundesregierung setzt dagegen allein auf den sogenannten Energy-Only-Markt. „Wir haben Zweifel, dass darüber Preissignale gesendet werden, die Anreize zum Neubau von Kraftwerken setzen", so der Vorstandsvorsitzende.

Neue Mitglieder im Aufsichtsrat

Die Hauptversammlung hat die Thüga-Vorstände Dr. Matthias Cord und Dr. Christof Schulte sowie die selbstständige Unternehmensberaterin Michaela Wanka neu in den Aufsichtsrat des Unternehmens gewählt. Sie ersetzen Ewald Woste, Bernd Rudolph und Thomas Raasch, die aus dem Gremium ausgeschieden sind.

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Pressemitteilung: Hauptversammlung der Mainova AG 2015
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Rede von Dr. Constantin H. Alsheimer zur Mainova-Hauptversammlung 2015
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Foto: Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorsitzender des Vorstands der Mainova AG