Pressemitteilung

16.04.2015|Frankfurt am Main

Bilanz der Mainova für das Jahr 2014: Mainova mit solidem Geschäftsergebnis

- Warme Witterung führt zu deutlichen Absatzrückgängen
- Druck auf Erzeugungsanlagen nimmt marktbedingt zu
- Stabile Kundenbasis im intensiven Wettbewerbsumfeld
- Effizienzmaßnahmen zeigen nachhaltig Wirkung
- Beteiligungen liefern hohen Ergebnisbeitrag
- Rückgang der Finanzverbindlichkeiten

Mainova Bilanz-PK 2014
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Der Mainova-Konzern hat im Jahr 2014 ein Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) in Höhe von 105,7 Millionen Euro erzielt. Das um temporäre Bewertungseffekte bereinigte Ergebnis lag bei 136,1 Millionen Euro (Vorjahr: 128,3 Mio. Euro).

Entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist der Wettbewerbsdruck unverändert hoch. Die Erzeugungsanlagen müssen mit einemanhaltenden Verfall des Börsenstrompreises zurechtkommen. Zusätzlich belastetedas wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung vor allem die witterungsabhängigen Segmente Gas- und Wärmeversorgung. Infolgedessen sank der Umsatz um 174,5 Millionen Euro auf 2 Milliarden Euro.

„Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen hat die Mainova ein solides Ergebnis erzielt. Im Wettbewerb sind wir erfolgreich. Unser Effizienzprogramm EINS wirkt sich nachhaltig aus“, erklärte Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorsitzender des Vorstands der Mainova AG, anlässlich der Vorstellung der Bilanz.

Entlang der Segmente zeigte sich einheterogenes Bild

Das Ergebnis im Segment Gasversorgung ging witterungsbedingt von 72,1 Millionen Euro auf 52,7 Millionen Euro (-19,4Millionen Euro) zurück. Analog  verschlechterte sich auch das Ergebnis der Wärmeversorgung um 7,1 Millionen Euro auf -4,1 Millionen Euro.

Der Ergebnisrückgang des Segments Erzeugung um 16,0 Millionen Euro auf 0,4 Millionen Euro ist durch eine Risikovorsorge für das Gemeinschaftskraftwerk Irsching in Höhe von 17,8 Millionen Euro begründet. Hinzu kommen witterungsbedingte Mengenrückgänge.

Das Ergebnis der Stromversorgung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 23,4 Millionen Euro auf 6,7 Millionen Euro. Dazu trug die Ausweitungder Vertriebsaktivitäten maßgeblich bei. Im Vorjahr war das Ergebnis zudem durch Risikovorsorgen für Stromlieferverträge belastet. Gleichwohl verschlechterte sich die angespannte Situation an den Großhandelsmärkten insbesondere im Hinblickauf die Vermarktung der eigenerzeugten Mengen weiter.

Wie erwartet konnte im Segment Wasser kein nennenswertpositives Ergebnis erwirtschaftet werden. Es belief sich auf 0,4 Millionen Euro. Im Jahr 2012 hat die Mainova mit der Landeskartellbehörde einen Vergleichüber die Höhe der Frankfurter Wasserpreise geschlossen. Dadurch sind die verordneten Preise bis heute nicht kostendeckend. Das Ergebnis wird teilweise aus einer in der Vergangenheit getroffenen Risikovorsorge gestützt.

Einen positiven Einfluss auf das Konzernergebnis hatten die Beteiligungen. Das Segmentergebnis stieg um 23,3 Millionen Euro auf 80,8 Millionen Euro. Die Verbesserung resultierte im Wesentlichen aus einem Einmaleffekt, der auf die Beendigung eines Rechtsstreits bei einer Beteiligung zurückzuführen ist. Wichtigste Säule war nach wie vor die Thüga-Beteiligung, die einen traditionellhohen Ergebnisbeitrag leistete.

Zukunftsfähigkeit der Mainova nachhaltig gestärkt

Dr. Alsheimer: „Auch im Geschäftsjahr 2014 haben wir die Leistungsfähigkeit der Mainova gestärkt.“ Trotz der vielschichtigen Herausforderungen reduzierte die Mainova im laufenden Geschäftsjahr ihre Finanzschulden um 68,3 Millionen Euro auf 692,2 Millionen Euro. Damit stieg die Eigenkapitalquote um 1,2 Prozentpunkte auf 36,6 Prozent.

Die Kundenzahl entwickelte sich weiterhin positiv. Obwohl es einen hohen Wettbewerbsdruck und einen starken Verdrängungswettbewerb gibt, konnte die Mainova mit günstigen Preisen und sehr gutem Service punkten und die Zahl der Privat- und Gewerbekunden ausbauen.

Auch im Jahr 2014 war die Mainova wieder erfolgreich bei der Gewinnung von Konzessionsverträgen. In den Kommunen Hochheim am Main, Eppstein und Steinbach bleibt die Mainova bewährter Partner für die zuverlässige und nachhaltige Energieversorgung. In Mörfelden-Walldorf wurde gemeinsam mit der Stadt eine neue Netzgesellschaft gegründet. Zu Beginn des Jahres 2015 konnte die Mainova auch die Stromkonzession für die Stadt Frankfurt verlängern.

Mainova will Zahl der Ausbildungsplätze erhöhen

Der Mainova-Konzern beschäftigte zum Jahresende 2.765 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Personalaufwand lag mit 202 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Im Berichtsjahr 2014 waren 79 junge Menschen in Ausbildung. Damit sichert sich die Mainova qualifizierten Nachwuchs und gibt jungen Menschen Zukunftsperspektiven. Um dem drohenden Fachkräftemangelentgegenzuwirken, plant die Mainova die Zahl der Auszubildenden schrittweise zu erhöhen. In den nächsten Jahren sollen rund ein Drittel mehr Auszubildende eingestellt werden.

Mainova treibt die Energiezukunft voran

Die Investitionen der Mainova sind weiterhin auf einemhohen Niveau. Das Unternehmen investierte 2014 in Sachanlagen 95,9 Millionen Euro. Der Ausbau und die Ertüchtigung des Fernwärmesystems ist dabei die größte Einzelinvestition in die Frankfurter Energienetze in der Geschichte der Mainova. Insgesamt wird die Mainova bis zum Jahr 2016 rund 130 Millionen Euroin Netze und Erzeugungsanlagen investiert haben. Dr. Alsheimer: „Damit leisten wir einen wertvollen Beitrag für die Klimaziele der Stadt Frankfurt. Durch den Ausbau werden jährlich 100.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Das allein sind fast 20 Prozent der für den Sektor Energieversorgung vorgesehenen Einsparungen.“

Auch die Entwicklung von innovativen Zukunftstechnologien trieb die Mainova voran. Seit Mai 2014 betreibt das Unternehmen gemeinsam mit zwölf Partnern der Thüga-Gruppe eine Strom-zu-Gas-Anlage im Frankfurter Osthafengebiet. Diese Technologie ist ein wesentlicher Baustein für das Gelingen der Energiewende, da sie überschüssig erzeugten Ökostrom speichern und bei Bedarf wieder umwandeln kann.

Mainova erschließt neue Geschäftsfelder

Der sich verändernde Markt bietet auch für die Mainova große Chancen für neue Geschäftsfelder, in denen sich das Unternehmen als Partner für innovative Energielösungen positioniert. Zurzeit liegt der Fokus auf Mieterstrom- und Pachtmodellen mit Photovoltaik bzw. Blockheizkraftwerken. Hier kooperiert die Mainova eng mit der regionalen Immobilienwirtschaft. Beispielsweise sollen auf Gebäuden der ABG Frankfurt Holding PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von fünf Megawatt installiert werden. Die Mainova betreibt die Anlagen und vermarktet den so erzeugten Strom direkt an die Mieter der angeschlossenen Liegenschaften.

Eine weitere Herausforderung der Dezentralisierung ist es, die zunehmenden Energieströme von und zum Verbraucher zu managen. Große Chancen für ein zusätzliches Geschäftsfeld bietet hierbei die Direktvermarktung des eigenerzeugten Stroms.

Ausblick 2015

Im ersten Quartal warein durchschnittlicher Witterungsverlauf zu verzeichnen. Bei einer weiterhin planmäßigen Geschäftsentwicklung geht Mainova davon aus, im Jahr 2015 ein Ergebnis mindestens auf Vorjahresniveau zu erzielen.


Foto (von links): Mainova-Vertriebsvorstand Norbert Breidenbach, der Vorsitzende des Vorstands der Mainova AG Dr. Constantin H. Alsheimer, Mainova-Technikvorstand Prof. Dr.-Ing. Peter Birkner und Mainova-Personalvorstand Lothar Herbst.
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Foto: Mainova Bilanz-Pressekonferenz 2014 (Quelle Mainova AG)