Pressemitteilung

17.02.2015|Frankfurt am Main

Konsens über Netzausbau herstellen

„Wir benötigen einen breiten Konsens über den künftigen Netzausbau in Deutschland“, fordert der Vorsitzende des Vorstands der Mainova AG, Dr. Constantin H. Alsheimer.

Gegenwärtig konzentriert sich die politische Diskussion vor allem auf den Bau der geplanten großen Stromautobahnen. Hier hält Dr. Alsheimer einen Neuansatz für erforderlich. „Die Übertragungsnetzbetreiber haben es bislang versäumt, die Notwendigkeit der neuen Stromautobahnen gegenüber der Öffentlichkeit klar zu machen. Es stellt sich auch die Frage, ob in ausreichendem Maße nach Alternativen gesucht worden ist“, kritisiert der Mainova-Vorstandsvorsitzende.

So sollte auch die Hochspannungsebene (110 kV) in die Netzausbauplanung miteinbezogen werden: „Entscheidend ist für mich, die Kosten stärker in den Blick zu nehmen. Der Ausbau von regionalen Stromschnellstraßen kann ein kosteneffizientes Mittel sein, um die Stromautobahnen zu entlasten und so den Netzausbaubedarf insgesamt zu minimieren. Zugleich könnten so die erforderlichen Eingriffe in das Landschaftsbild reduziert werden.“

Er unterstützt damit auch Forderungen des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier. Laut Medienberichten hatte dieser auf einer Veranstaltung gesagt, dass die Übertragungsnetzbetreiber ihre Ausbauplanung besser erläutern müssten. Als weitere Beispiele für Alternativen zum alleinigen Ausbau der Stromautobahnen nannte Dr. Alsheimer die stärkere Einbeziehung moderner Speicher-Technologien wie „Power to gas“. Auch die Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung als günstigste Form der CO2-Vermeidung sollte intensiviert werden. Dr. Alsheimer „Die Politik muss beim Netzausbau die volkswirtschaftlich geringsten Kosten anstreben. Nur wenn alle Alternativen ergebnisoffen geprüft und diskutiert werden, gehen die Widerstände aufgrund von Infrastrukturprojekten zurück. Wir werden die Energiewende nur dann zu dem gewünschten Erfolg führen können, wenn die Menschen weiterhin hinter diesem Jahrhundertprojekt stehen.“

Über die Mainova AG

Die Mainova AG mit Sitz in Frankfurt ist Hessens größter Energieversorger und beliefert mehr als eine Million Menschen mit Strom, Gas, Wärme und Wasser. Hinzu kommen zahlreiche Firmenkunden im gesamten Bundesgebiet. Das Unternehmen erzielte mit seinen rund 2.800 Mitarbeitern im Jahr 2013 einen Umsatz von rund 2,2 Mrd. Euro. Größte Anteilseigner der Mainova AG sind die Stadtwerke Frankfurt am Main Holding (75,2 %) und die Münchener Thüga (24,5 %). Die übrigen Aktien (0,3 %) befinden sich im Streubesitz.

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