Pressemitteilung

19.12.2014|Frankfurt am Main

Mieter profitieren von Strom aus dem Keller

Die Mainova AG hat in der Liegenschaft Kronthaler Straße 5 der ABG Frankfurt Holding die Heizungsanlage um ein Blockheizkraftwerk(BHKW) ergänzt. Dieses produziert Strom und Wärme in Kraft-Wärme-Kopplung. Die Bewohner können dadurch künftig ihren Strom unmittelbar aus dem Kellerbeziehen.

Mieter profitierenvon Strom aus dem Keller

Der Frankfurter Energieversorger hat eigens einen Mieterstrom-Tarif „Mainova Strom Lokal“ entwickelt. Mainova-Vertriebsvorstand Norbert Breidenbach und ABG Frankfurt Holding Geschäftsführer Frank Junker stellten das Pilotprojekt am heutigen Freitag vor.

 

Der im BHKW erzeugte Strom ist im Vergleich zu Strom aus dem öffentlichen Netz günstiger. Dies liegt daran, dass der vor Ort erzeugte Strom direkt ohne großen Leitungsaufwand zu den Kunden fließen kann. Diese daraus sich ergebenden Kosten-Vorteile gibt die Mainova an die Mieter weiter. Mit 24,5 Cent je Kilowattstunde (brutto, gültig ab 1.1.2015) ist

„Mainova Strom Lokal“ der günstigste Tarif der Mainova in Frankfurt. Mainova-Vorstand Norbert Breidenbach: „Der Standort bietet die idealen Voraussetzungen für das Pilotprojekt. Mit der ABG Frankfurt Holding haben wir einen starken Partner an unserer Seite. Für die Kunden fungiert die Mainova als zentraler Ansprechpartner. Sie übernimmt Vertrieb, Messung, Bilanzierung und Abrechnung. Wir helfen unseren Kunden, Ressourcen zu schonen und gleichzeitig ihre Energiekosten zu senken.“

„Das Projekt ,Mieterstrom‘ gehört zu unserem Programm ,Wohnen für Alle‘“, hob Frank Junker, der Vorsitzende der Geschäftsleitung der ABG Frankfurt Holding hervor. „Ebenso wie bei dem Projekt ,Energiewende‘ setzen wir auf das Engagement unserer Mieter: Mit dem Eigenverbrauch des hier produzierten Stroms sind sie als Konsumenten Herr über den eigenen Verbrauch.“

Seit 2003 versorgt die Mainova das Mehrfamilienhaus sowie sechs angrenzende Gebäude mit Wärme für Heizung und Warmwasser. Die zentrale Warmwasserbereitung bildet die Basis für das Pilotprojekt. Nur so werden die notwendigen Betriebsstunden für einen ökonomischen Betrieb des zusätzlichen Blockheizkraftwerkes erreicht. Deshalb fiel die Wahl auf diese Liegenschaft.

Junker: „Für mich ist es alles andere als ein Zufall, dass dieses weitere Gemeinschaftsprojekt mit der Mainova im Gallus läuft: Das Gallus ist für uns ein ganz besonderer Stadtteil, weil wir diesem Stadtteil bei der Sanierung mit dem ehrgeizigen Ziel, die Energieeffizienz zu steigern, ganz besondere Aufmerksamkeit widmen.“

Falls die Anlage zu wenig Strom produziert, beziehen die Kunden den Strom automatisch aus dem Mainova-Netz. Ist der Verbrauch zu gering, speisen die Anlagen ins öffentliche Netz ein. Das BHKW hat eine elektrische Leistung von 15 Kilowattstunden und eine thermische Leistung von 30 Kilowatt. Es ergänzt die beiden vorhandenen Gasbrennwertkessel mit je 170 Kilowatt thermischer Leistung. Insgesamt sieben Gebäude sind an die zentrale Nahwärme- und Warmwasserversorgung angeschlossen.

Norbert Breidenbach: „Dank der dezentralen Erzeugung und des Eigenverbrauchs wird das Frankfurter Stromnetz teilweise entlastet. Vorhandene Kapazitäten werden besser ausgenutzt. Dies verringert den Investitionsbedarf in Kupferleitungen auf Verteilnetzebene und hilft damit, die Kosten für die Energiewende ein kleines Stück zu verringern.“ Das nächste Mieterstrom-Projekt steht bereits in den Startlöchern. Aktuell baut die ABG Frankfurt Holding in der Speicherstraße ein neues Wohngebäude. Dort wird der Strom ebenfalls verbrauchsnah erzeugt – klima-neutral auf dem Dach und an der Fassade mit Photovoltaik. „Mieterstrom ist ein Markstein in der Entwicklung der ABG Frankfurt Holding: Gemeinsam mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks eröffnen wir im Juni unser Aktiv-Stadthaus an der Speicherstraße“, kündigte Junker an.