Pressemitteilung

16.12.2014|Frankfurt am Main

Hessen Mobil und Mainova AG unterzeichnen Vertrag für Bauprojekt Riederwaldtunnel

Die Bauarbeiten für den Frankfurter Riederwaldtunnel sollen ab dem Jahr 2016 beginnen. Im Baufeld befinden sich wichtige Lebensadern Frankfurts. Dort verlaufen Hoch- und Mittelspannungsleitungen der Mainova AG.

Pressekonferenz Riederwaldtunnel

Damit der Tunnelbau beginnen kann, muss der Frankfurter Energieversorger das Baufeld räumen und die Leitungen großräumig verlegen. Diese Maßnahmen werden vom Bund gefördert. Die Gesamtkosten des Projekts betragen rund 28 Millionen Euro, der Bund übernimmt davon rund 70Prozent. Einen entsprechenden Vertrag haben Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorsitzender des Vorstands der Mainova AG, Prof. Dr.-Ing. Peter Birkner, Technikvorstand der Mainova AG, und Burkhard Vieth, Präsident von Hessen Mobil– Straßen- und Verkehrsmanagement, am Dienstag unterzeichnet.

 

Auf einer sechs Kilometerlangen Trasse verlegt die Mainova insgesamt 42 Kilometer neue Stromkabel der Hoch-, Mittel- und Niederspannungsebene. Zusätzlich sind Umlegungen von Gas-und Wasserleitungen erforderlich. Die gesamten Netzbauarbeiten beginnen voraussichtlich im ersten Quartal 2016 und werden im Jahr 2018 abgeschlossen sein.

Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorsitzender des Vorstands der Mainova AG: „Der Lückenschluss zwischen den Autobahnen A66 und A661 ist eine der wegweisenden Infrastrukturmaßnahmen der Stadt Frankfurt der jüngeren Geschichte. Der Riederwaldtunnel ist das Herzstück des Projekts. Deshalb ist es für die Mainova selbstverständlich, das Vorhaben mit den notwendigen Mitteln zu unterstützen. Gleichzeitig nutzen wir die sich bietende Chance zur Modernisierung und teilweisen Erweiterung der Netzinfrastruktur. Die Mainova trägt damit den gestiegenen und weiter zunehmenden Leistungsanforderungen im Osthafengebiet Rechnung. Dies stärkt unmittelbar den Wirtschaftsstandort Frankfurt.“

Burkhard Vieth, Präsident Hessen Mobil: „Ein innerstädtisches Großprojekt dieser Komplexität erfordert in der Umsetzung und Zusammenarbeit verlässliche Partner und verbindliche Absprachen, um Termin- und Kostenpläne einzuhalten. Der Vertrag erfüllt alle Voraussetzungen, die Neustrukturierung des Leitungsnetzes Hand in Hand zügig durchführen zu können.“

Ausgangspunkt der Leitungsverlegungen ist das Umspannwerk Kruppstraße. Um den Riederwaldtunnel zu überwinden, errichtet Hessen Mobil drei Tunnelsegmente, die als Leitungsbrückengenutzt werden. Über diese führen die neuen Stromtrassen nach Süden. Für den Hauptteil der Strecke wurde gemeinsam mit der Stadt Frankfurt eine nachhaltige Lösung gefunden. Sie folgt im Wesentlichen der stillgelegten Osthafenbahn bis zur Hanauer Landstraße. Auf dieser Strecke sind kaum städtebauliche Eingriffe im öffentlichen Raum erforderlich. Dort verlaufen künftig eine neue 110-kV-Leitung sowie eine 30-kV-Leitung. Eine dritte Leitung mit einer Kapazität von 10 Kilovolt führt über Bergen-Enkheim nach Fechenheim.

Prof. Dr.-Ing. Peter Birkner, Technikvorstand Mainova AG: „Es handelt sich um eine der umfangreichsten und komplexesten Maßnahmen im Stromnetz in der Historie der Mainova. Selbstverständlich ist die zuverlässige Stromversorgung im Frankfurter Osten auch während der Bauphase aufgrund der Netztopographie Frankfurts jederzeit gesichert.“