Pressemitteilung

11.04.2014|Frankfurt am Main

Internationaler Technologiepreis der Hannover Messe für das Smart Grid Konzept iNES

Gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern hat die Mainova AG den begehrten Hermes Award für das Projekt „Intelligente Ortnetzstation – iNES“ gewonnen.

Das Überwachungs- und Regelsystem für das Verteilnetzmanagement wurde gemeinsam von der Mainova AG, der Bergischen Universität Wuppertal, der SAG GmbH, der Bilfinger Mauell GmbH sowie der Energieversorgung Leverkusen entwickelt. Mit dem Internationalen Technologiepreis der Hannover Messe werden wegweisende technologische Innovationen ausgezeichnet.

iNES ermöglicht die kosteneffiziente Integration von dezentralen Stromerzeugungsanlagen wie etwa PV-Anlagen in das Verteilnetz. Seit Mitte 2012 wird die Technologie in zwei Testgebieten in den Frankfurter Stadtteilen Bergen-Enkheim und Bornheim erfolgreich erprobt. Sie ermöglicht die Steuerung von Lastflüssen im Netz, um Überlastungen zu vermeiden. Durch iNES kann ein konventionelles Niederspannungsnetz schrittweise zu einem Smart Grid umgerüstet werden.

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Johanna Wanka, übergab die Auszeichnung in Hannover. „Die Energiewende ist ein gesamtgesellschaftliches Großprojekt. Für die erfolgreiche Umsetzung sind wegweisende Innovationen für einen intelligenten Netzumbau von großer Bedeutung, da sie Umwelt und Ressourcen schonen. Als Bundesregierung fördern wir deshalb die nachhaltige Energieforschung und legen dabei bewusst einen Schwerpunkt auf die Unterstützung der Energiewende.“

Prof. Dr.-Ing. Peter Birkner, Technikvorstand der Mainova AG, freut sich über den Preis: „Die Auszeichnung bestätigt uns in unserem Bemühen, intelligente Lösungen als Alternative zu einem kostenintensiven Netzausbau zu finden. Mit dieser innovativen Technologie werden die Verteilnetze auf effiziente Art zukunftssicher gemacht. Nur so bleibt die Energiewende technisch beherrschbar und bezahlbar.“

Über iNES

Die Einspeise- und Lastflusssituationen werden in Echtzeit kontrolliert. Bei Bedarf werden kritische Abweichungen durch Regelung im Netz gezielt ausgeglichen. So können vorhandene Netzkapazitäten in drei Ausbauschritten vom Stationsmonitoring über das Netzmonitoring bis hin zur Netzautomatisierung mit iNES optimal ausgenutzt und der konventionelle Netzausbau reduziert werden, ohne die Netzstabilität zu gefährden.

Maximal 10 bis 15 Prozent der Netzknoten müssen mit iNES-Hardware ausgerüstet werden, um den Netzzustand und potenzielle Änderungen der Netztopologie automatisch registrieren zu können. Mit iNES werden elektrische Zustände in einem Ortsnetz ganzheitlich transparent abgebildet, Fehlentwicklungen identifiziert und dezentral autark entgegengewirkt. Zusammen mit den Kooperationspartnern arbeitet die Mainova bereits an iNES 2.0. Auch das Mittelspannungsnetz soll intelligent werden.

Download starten (pdf | 0,03 MB)
Pressemitteilung: Technologiepreis der Hannover Messe für iNES