Pressemitteilung

17.04.2014|Frankfurt am Main

Mainova baut Heizkraftwerk West zum Knotenpunkt für die Frankfurter Wärmeversorgung aus

Das Heizkraftwerk West (HKW) der Mainova AG wird bis zum Beginn der Heizperiode 2016/2017 umfassend modernisiert.

Heute hat der regionale Energiedienstleister die Genehmigung dafür beim zuständigen Regierungspräsidium in Darmstadt beantragt. Vorbereitende Maßnahmen beginnen bereits in Kürze. Das eigentliche Bauvorhaben startet voraussichtlich im Herbst.

Mit der Generalplanung ist STEAG Energy Services GmbH aus Essen beauftragt. Der Kraftwerksumbau ist die Voraussetzung für den Ausbau der Fernwärme in Frankfurt. Das HKW stellt einen wichtigen Knotenpunkt für die geplante Fernwärmeleitung von der Nordweststadt bis nach Niederrad dar. Sie verbindet das Müllheizkraftwerk (MHKW) sowie die Heizkraftwerke Messe, West und Niederrad miteinander. Im Heizkraftwerk West in der Gutleutstraße laufen die Heizwasser-Trassen zusammen. Von hier aus wird künftig auch die Einspeisung der Fernwärme aller Kraftwerke zentral gesteuert.

Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorsitzender des Vorstands der Mainova AG: „Der Kraftwerke-Verbund erhöht die Versorgungszuverlässigkeit und ermöglicht einen flexiblen Einsatz der Anlagen. Die verstärkte Nutzung der CO2-neutralen Wärme aus dem MHKW reduziert die Emissionen in der Innenstadt um rund 100.000 Tonnen im Jahr. Rund zwei Drittel der geplanten Investition in die Fernwärme von 92 Millionen Euro fließen in den Kraftwerksumbau.“

Das HKW West ist der größte Erzeugungsstandort der Mainova AG. Das Kraftwerk in der Gutleutstraße besteht aus zwei Kohleblöcken, einer Gasturbine sowie zwei Dampfturbinen mit zusammen rund 250 MW elektrischer Leistung. Das HKW produziert bisher ausschließlich Dampf als Wärmeträgermedium zur Versorgung des Innenstadtnetzes. Künftig soll hier auch Heizwasser für den Wärmeverbund produziert und eingespeist werden.

Hierzu dienen umfangreiche Modernisierungen im HKW West wie eine neue Dampfturbine mit rund 40 Megawatt (MW) elektrischer Leistung. Die neue Anlage ersetzt zwei technisch veraltete Turbinen aus den 1950er Jahren. Zusätzlich beantragt die Mainova drei neue Hilfsdampferzeuger mit einer thermischen Nutzleistung von rund 105 MW. Die gasbefeuerten Anlagen decken Spitzenlasten ab.

Für die Anbindung an das Heizwassernetz werden zwei neue Heizkondensatoren mit je 125 MW thermischer Leistung errichtet. Sie wandeln den Dampf in bis zu 130 Grad heißes Wasser um. Mit der geplanten Fernwärme-Trasse zum Kraftwerk Niederrad wird es so möglich, dessen Netz mit zu versorgen. Zusätzlich wird im Rahmen des Vorhabens eine neue Pumpstation im Heizkraftwerk Niederrad entstehen. Diese ist für den Betrieb der Verbindungsleitung zwischen den Heizkraftwerken West und Niederrad erforderlich.

Die neuen Anlagen im HKW entstehen in Bestandsgebäuden aus den 1950-er Jahren, die im Rahmen des Projektes modernisiert werden. Dabei führt die Mainova ihre Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro PAS fort. Dieses setzte bereits mit der städtebaulichen Architektur der Kraftwerksblöcke 2, 3 und 4 in Frankfurt Akzente.

Download starten (pdf | 0,07 MB)
Pressemitteilung: Mainova AG baut Heizkraftwerk West aus