Pressemitteilung

04.04.2014|Frankfurt am Main

Bilanz der Mainova für das Geschäftsjahr 2013: Stabiles Ergebnis in unruhigen Zeiten

- Zufriedenstellender Geschäftsverlauf
- Konzernergebnis (EBT) steigt auf 136,6 Millionen Euro
- Effizienzprogramm leistet nachhaltigen Ergebnisbeitrag
- Operative Ertragskraft weiter gestärkt
- Absatzsteigerungen in allen Segmenten
- Kundenzuwachs bei Privat- und Individualkunden

Mainova Bilanz-Pressekonferenz 2014
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Das Geschäftsjahr

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) der Mainova im Geschäftsjahr 2013 beträgt 136,6 Millionen Euro. Es übertrifft das Vorjahresergebnis somit um 17 Millionen Euro. Der Umsatz beträgt 2,2 Milliarden Euro. Er liegt damit rund 10 Prozent über dem Vorjahr. „Wir haben ein ordentliches Ergebnis in einem weiterhin angespannten Marktumfeld erzielt“, erklärt Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorsitzender des Vorstands der Mainova AG. Dazu haben neben den Ergebnisverbesserungen aus dem Effizienzprogramm EINS, weitere Kundenzuwächse, die vorteilhafte Witterung sowie ein Einmaleffekt aus einem Anlagenverkauf beigetragen.

Ergebnisbeiträge entlang der Segmente unterschiedlich

Im Segment Erzeugung ist ein leichter Ergebnisrückgang gegenüber dem Vorjahr um 3,2 Millionen Euro auf 15,6 Millionen Euro zu verzeichnen. Positive Effekte aus witterungsbedingt gestiegenen Wärmeerzeugungsmengen sowie eine Vereinbarung über das Vorhalten von Kraftwerksleistung wirken dem marktbedingten Ergebnisrückgang in der Stromeigenerzeugung entgegen. Der Wegfall von frei zugeteilten CO2-Zertifikaten belastet das Ergebnis ebenfalls.

Das Ergebnis der Stromversorgung verbesserte sich im Vorjahresvergleich um 20,6 Millionen Euro. Einerseits behauptete sich der Vertrieb in einem zunehmend wettbewerbsintensiven und preissensiblen Umfeld durch Kundengewinne und Mengenzuwächse. Andererseits stand die Vermarktung der eigenerzeugten Strommengen wegen der angespannten Margensituation auf den Großhandelsmärkten weiterhin unter erheblichem Druck. Infolgedessen mussten die bereits im Vorjahr gebildeten Risikovorsorgen angepasst werden.

Das operative Ergebnis der Gasversorgung liegt im Vergleich zum Vorjahr auf einem stabilen Niveau. Dazu haben Kundengewinne bei Individualkunden, witterungsbedingte Mengensteigerungen sowie eine optimierte Beschaffungskostenstruktur beigetragen. Verantwortlich für das insgesamt gesunkene Ergebnis auf 73,3 Millionen Euro ist primär die Bildung einer Risikovorsorge für das in der Vermarktung schwierige Biogasgeschäft.

Das negative Ergebnis der Wasserversorgung von rund -1 Million Euro ist durch die Abwicklung des letztjährigen Vergleichs zur Beendigung des Wasserkartellverfahrens geprägt. Die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus den im Jahr 2012 gebildeten Risikovorsorgen, wovon wir einen Teil in 2013 ergebniswirksam nutzen konnten. Gleichwohl hat das Segment Wasser aufgrund der kartellrechtlichen Vorgaben keinen positiven Beitrag zum Ergebnis erwirtschaften können.

Das Wärmeergebnis verbessert sich dank günstiger Witterungseinflüsse auf 3 Millionen Euro. Das Segment Beteiligungen liegt mit 57,5 Millionen Euro rund 20 Millionen Euro unter dem Vorjahr. Dies ist einerseits auf gesunkene Ergebnisbeiträge der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen und andererseits auf Abschreibungen zurückzuführen. Das Vorjahresergebnis war hingegen durch einen positiven Saldo aus Zuschreibungen und Abschreibungen von Beteiligungen beeinflusst.

Das Segmentergebnis Sonstiges beträgt -3,2 Millionen Euro. Es verbesserte sich im Vorjahresvergleich durch Erträge aus einem Anlagenverkauf.

Effizienzprogramm im Plan

Unser bereits in 2011 initiiertes Effizienzprogramm EINS liegt voll im Plan. Wir reduzieren nachhaltig unsere Kosten, etablieren neue Geschäftsfelder und verbessern unsere Effizienz fortlaufend.

Kundenzahl wächst kontinuierlich

Der Wettbewerb in Frankfurt nimmt stetig zu. Zum Jahresanfang 2014 boten 160 Stromversorger 586 Tarife an, im Erdgasgeschäft warben 107 Gasversorger mit 365 Tarifen. Trotz des hohen Wettbewerbsdrucks gewann die Mainova im vergangenen Jahr weiter Kunden hinzu: Die Zahl der Privat- und Gewerbekunden in den Segmenten Strom und Erdgas stieg um 17.000 auf 656.000.

Mehr als 100 Millionen Euro Investitionen in Netze und Erzeugung

Dr. Alsheimer: „Wir investieren konsequent in Netze und Erzeugung. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit und zum Gelingen der Energiewende in unserer Heimatregion Rhein-Main.“ 54,9 Millionen Euro flossen in den Ausbau unserer Erzeugungsanlagen; ein Großteil davon in regenerative Wind- und Solarenergie. Die regenerative Erzeugungskapazität stieg damit um ca. 45 MW auf rd. 119 MW installierter Leistung.

Die Sicherung der Versorgungszuverlässigkeit stand für Mainova auch 2013 weiter im Mittelpunkt: 48,2 Millionen Euro flossen in den Erhalt und Ausbau der Netze. Diese Anstrengungen werden fortgesetzt: Die Mainova investiert in den kommenden Jahren 92 Millionen Euro in den Ausbau der Fernwärme in Frankfurt. Durch den Zusammenschluss der Frankfurter Heizkraftwerke lassen sich diese effizienter und damit wirtschaftlicher betreiben. Gleichzeitig leistet das Unternehmen damit einen wichtigen Beitrag für die Klimaziele der Stadt. Durch den Ausbau sparen wir jährlich rund 100.000 Tonnen Kohlendioxid ein.

Chancen für Mitarbeiter

Die Mainova ist einer der größten Arbeitgeber in Frankfurt am Main. Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind entscheidend für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Die Energiewende verlangt von den Mitarbeitern eine höhere Flexibilität und ein stärkeres Spezialwissen. Auf diese neue Situation hat sich die Mainova eingestellt. Zur Besetzung frei werdender Stellen ist ein interner Stellenmarkt eingerichtet worden. Er bietet den Mitarbeitern Chancen der persönlichen Weiterentwicklung.

Der Personalaufwand belief sich insgesamt auf rund 202 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiter lag zum Jahresende mit 2.810 leicht unter dem Vorjahresniveau. Im Jahr 2013 absolvierten 80 junge Menschen ihre Ausbildung bei der Mainova. Damit sichern wir uns qualifizierten Nachwuchs.

Ausblick 2014

Das konsequent weitergeführte Effizienzprogramm wird auch in diesem Geschäftsjahr dazu beitragen, das operative Ergebnis zu stabilisieren. Mit Blick auf die Ergebnissituation des 1. Quartals 2014 lässt sich für die witterungsabhängigen Segmente Gas- und Wärmeversorgung feststellen, dass die Zahlen deutlich hinter unseren Erwartungen zurückbleiben. Unsere Anstrengungen sind trotz der schwierigen Ausgangslage darauf ausgerichtet, ein Konzernergebnis von mehr als 100 Millionen Euro zu erzielen.


Foto (von links): Mainova-Vertriebsvorstand Norbert Breidenbach, der Vorsitzende des Vorstands der Mainova AG Dr. Constantin H. Alsheimer, Mainova-Technikvorstand Prof. Dr.-Ing. Peter Birkner und Mainova-Personalvorstand Lothar Herbst.

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