Pressemitteilung

27.02.2014|Frankfurt am Main|11:11

Mainova tätigt Rekord-Investition in die Frankfurter Energieversorgung

Die Mainova AG investiert in den kommenden Jahren 92 Millionen Euro in den Ausbau der Fernwärme in Frankfurt.

Dies gab Frankfurts Stadtkämmerer und Aufsichtsratsvorsitzender der Mainova AG Uwe Becker heute bekannt. Geplant ist, bis 2016 die Heizkraftwerke (HKW) Messe, West und Niederrad durch Fernwärmeleitungen mit dem Müllheizkraftwerk (MHKW) in der Nordweststadt zu verbinden. Dadurch ergibt sich ein Gesamtverbund der Mainova-Kraftwerke in der Stadt. Dieser macht einen flexibleren und effizienteren Einsatz der Erzeugungsanlagen möglich. Durch den Ausbau werden jährlich 100.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart.

Stadtkämmerer Uwe Becker: „Das Fernwärmenetz Frankfurts stellt eine der wichtigsten Lebensadern der prosperierenden Mainmetropole dar. So heizt die Fernwärme zahlreiche Gebäude. Sie wird aber auch zur Klimatisierung eingesetzt, zum Beispiel am Uni Campus Westend. Durch den Netzausbau gewährleistet die Mainova AG ein Höchstmaß an Versorgungszuverlässigkeit. Dies kommt sowohl dem Wirtschaftsstandort als auch privaten Haushalten zugute.“

Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorsitzender des Vorstands der Mainova AG: „Der jetzt beschlossene Ausbauschritt setzt die Strategie der Mainova AG für den Fernwärme-Ausbau konsequent fort. Es ist die höchste jemals von der Mainova AG getätigte Einzelinvestition in die Frankfurter Infrastruktur. Damit leisten wir auch einen wichtigen Beitrag für die Klimaziele der Stadt. Durch den Ausbau werden jährlich rund 100.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Das sind fast 20 Prozent der von der Stadt für die Energieversorgung vorgesehenen Einsparungen in Höhe von 600.000 Tonnen. Diese jährliche Reduktion entspricht 660.000 Flugreisen von Hamburg nach München oder dem Jahres-Stromverbrauch von 1 Million Kühlschränken. Man müsste rund 8 Millionen Bäume pflanzen, um dieselbe Menge zu kompensieren.“

Prof. Dr.-Ing. Peter Birkner, Technikvorstand der Mainova AG: „Durch den Zusammenschluss der Frankfurter Heizkraftwerke lassen sich Synergien bestmöglich nutzen. Die einzelnen Erzeugungsanlagen können künftig flexibel und effizient aufeinander abgestimmt werden. Dadurch sinken auch die CO2-Emissionen. Zu dieser Reduzierung trägt auch die stärkere Nutzung der CO2-neutralen Wärme aus dem MHKW bei. Hinzu kommt, dass die Fernwärme kleinere dezentrale Anlagen mit nur geringem Anteil an Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ersetzt.“ So wird beispielsweise das Heizwerk in der Gräfstraße zurückgebaut. Darüber hinaus wird mit dem Anschluss an den Gesamtverbund der sanierungsbedürftige Block 2 des HKW Niederrad stillgelegt.

Der jetzt beschlossene Fernwärmeausbau knüpft an die vorhergehenden Maßnahmen der Mainova AG an. Bereits 2011 wurde die Verbindungsleitung vom MHKW zum Uni Campus Westend in Betrieb genommen. Zurzeit im Bau befindet sich die Verlängerung über den Campus Bockenheim zum HKW Messe.

Über die Fernwärme
Für Privat- und Geschäftskunden ist Fernwärme eine kostengünstige und komfortable Alternative zu Öl- und Erdgasheizungen. Fernwärme entsteht durch das besonders umweltschonende Verfahren der Kraft-Wärme-Kopplung. Dabei werden Wärme und Strom parallel erzeugt. Konventionelle Kraftwerke erzielen einen Wirkungsgrad von etwa 40 Prozent. 60 Prozent des Energieträgers gehen ungenutzt verloren. Bei der Kraft-Wärme-Kopplung wird der Energieträger zu mehr als 80 Prozent genutzt. Dadurch werden klimaschädliche CO2-Emissionen deutlich reduziert.

Die produzierte Wärme gelangt mittels Heißwasser oder Dampf zu den Verbrauchern. Sie dient zum Betrieb der Heizung, zur Klimatisierung und zur Erzeugung von Warmwasser. Die so versorgten Gebäude haben keinen eigenen Heizbrenner und benötigen für Heizung und Warmwasserversorgung weder Öl noch Gas. Über das rund 200 km lange Leitungsnetz versorgt die Mainova fast 23.000 Kunden in Frankfurt.