Mainova-Fanreporter

Eintracht Frankfurt Fanreporter

Hinter den Kulissen

Als Mainova-Fanreporter besucht Stefan Schmidt die Eintracht und die Arena-Redaktion

Beim Spiel gegen Mainz 05 am 24. April 2016 schaute Stefan Schmidt als Fanreporter hinter die Eintracht-Kulissen, ein paar Tage später besuchte er dann die Redaktion der Arena. Die Mainova AG und die Frankfurter Neue Presse würdigten mit diesen Einladungen sein ehrenamtliches Engagement beim VfB Unterliederbach. Dort betreut er unter anderem jugendliche Flüchtlinge und sorgt dafür, dass diesen eine sportbezogene Freizeitgestaltung ermöglicht wird. Hier ist sein Erlebnisbericht.

Von Stefan Schmidt

Es ist kurz vor 16 Uhr am Sonntagnachmittag. Ich stehe am Stadioneingang und warte auf Jannik Hoffmann von der Marketingabteilung der Eintracht, der mich abholen soll. Gerade eben ist Heribert Bruchhagen vorgefahren. Schon aus der Ferne hatte ihn ein Mitarbeiter der Security erkannt und mit den Worten: „Achtung, der Chef kommt!“ sofort den Eingang freigemacht. Pünktlich um 16 Uhr werde ich dann von Jannik (beim Fußball duzt man sich ganz schnell) und einem Studenten, der sein Praktikum bei der Eintracht macht, abgeholt.

Etwas Smalltalk bis zum Stadion, dann geht es schon in die „sensiblen Bereiche“ wie Mixed-Zone, Pressearbeitsraum und Pressekonferenzraum. Fast 90 Minuten vor Spielbeginn herrscht bereits geschäftiges Treiben im Inneren der Arena, aber es ist keinesfalls laut. Den Fotografen Joachim hatten wir vorher bereits im Eintracht-Museum abgeholt. Zwischendurch schießt er immer wieder Fotos, so beispielsweise mit Ruth Wagner von der Presseabteilung und ihrer Mainzer Kollegin.

Nach einem Glas Wasser im Pressearbeitsraum geht es runter in die Tiefgarage, wo wir auf Uwe Berlinghoff, den Bereichsleiter Kommunikation und Politik von Mainova, treffen, der mir die Energieversorgung der Commerzbank-Arena erklärt. Auch hier fotografiert Joachim wieder fleißig. Nächste Station ist dann der Spielfeldrand. Auf dem Platz machen sich die Spieler der beiden Vereine warm und es ist schon ein besonderes Gefühl, dies aus der Nähe zu verfolgen. Langsam füllt sich das Stadion und auch das ein oder andere bekannte Gesicht ist am Spielfeldrand zu erblicken.

Peter Fischer in einem farbenfrohen Anzug und der verletzte Alexander Meier unterhalten sich umringt von zahlreichen Fotografen. Der Mainzer Präsident steht ebenfalls am Spielfeldrand. Freundlich gibt er auch mir – immerhin bin ich mit Schal und Hoechst-Retro-Trikot deutlich als Eintracht Fan erkennbar – die Hand. Dann sehe ich Charly Körbel, den Rekordspieler der Bundesliga, auf uns zukommen. Ein kurzer Plausch und weitere Fotos. Zwischendurch fotografiert mich Jannik mit meinem Smartphone. Im Hintergrund ist der Fanblock der Eintracht, wo mein Sohn die Spieler der Eintracht verfolgt. Und tatsächlich zeigt mir mein Sohn am Abend dann, dass er auch auf dem Foto ist.

Kurz vor Spielbeginn verabschiede ich mich dann von Joachim und Jannik und werde zu meinem Platz zwischen den Mitarbeitern der Presseabteilung, die das Spiel für die sozialen Medien begleiten, geleitet. Sogar auf Englisch gibt es einen Live-Ticker. Rechts von mir achtet Sabine darauf, dass im Eintracht-Forum die Etikette beachtet wird. Tolle Arbeit verrichten die Mitarbeiter dort, die nicht nur als Fans das Spiel verfolgen, sondern auch immer ihren Live-Ticker, Twitter und das Forum im Blick haben müssen und auch fleißig selbst Beiträge verfassen.

Ein herrlicher Blick

Einen herrlichen Blick auf Höhe des Mittelkreises hat man im Presseblock und sieht dabei auch sehr gut die beiden Trainer in ihren markierten Bereichen. Niko Kovac ist der etwas ruhigere, den Mainzer Martin Schmitt sieht man oft wild gestikulierend am Rande seiner Zone. Das Spiel selbst ist nicht hochklassig, aber jederzeit sehr intensiv. Ein schöner Freistoß von Brosinski führt nach 18 Minuten zum 1:0 der Mainzer, dass dann nach zehn Minuten durch Marco Russ fast im Liegen egalisiert wird. In der zweiten Halbzeit dominiert lange die Eintracht, ohne sich zwingende Chancen herauszuspielen. Aber auf die Mainzer muss man jederzeit aufpassen. Insbesondere Cordoba imponiert mir, der sich packende Zweikämpfe mit David Abraham liefert. Ein Klassemann, der leider etwas unbeherrscht ist und daher Gelb-Rot gefährdet ausgewechselt wird. Kurz vor Schluss erzielt Änis Ben-Hatira mit einer abgefälschten Flanke das 2:1, welches später als Eigentor gewertet wird.

Wenig später ist das Spiel vorbei und ich stelle fest, dass ich es versäumt habe, selbst einige Fotos zu machen. Nach dem Spiel beobachte ich dann in der Mixed Zone die Interviews mit den Akteuren. Änis Ben-Hatira, der an beiden Toren beteiligt war, ist ein begehrter Gesprächspartner, aber auch Sonny Kittel ist gefragt. Heribert Bruchhagen wirkt sehr erleichtert nach dem wichtigen Sieg. Und Makoto Hasebe ist von japanischen Medienleuten umringt. Selbst der amerikanische Sender Fox ist mit einem Reporter und Kameramann vertreten. Auf der Mainzer Seite ist es etwas ruhiger. Dort sehe ich, wie der Torschütze Brosinski Rede und Antwort steht. Die folgende Pressekonferenz ist nach zwei Statements der beiden Trainer und wenigen Nachfragen sehr schnell beendet. Dann ist ein toller Tag auch schon zu Ende.

Wasser und Currywurst

Am Freitag vor dem Hessen-Derby zwischen der Eintracht und dem SV Darmstadt 98 bin ich um elf Uhr zu Gast in der Sport-Redaktion der Frankfurter Neuen Presse, die auch für die Arena-Beilage an den Heimspielen der Eintracht verantwortlich ist. Markus Katzenbach, dessen Schwerpunkt die Berichterstattung über die Eintracht ist, nimmt mich in Empfang und stellt mir seine Kollegen vor. Mit Klaus Veit, dem Ressortleiter Sport, darf ich zur Redaktionskonferenz. Um 11.30 Uhr trifft man sich zur ersten von drei über den Tag verteilten Konferenzen, um sich über die Themen für die Samstagsausgabe auszutauschen. Aus jedem Ressort werden die Schwerpunktthemen kurz angerissen. Mitunter meldet sich auch ein Kollege aus einem anderen Ressort. Es gibt Themen, die aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden können. Es gibt auch unterschiedliche Einschätzungen zur Bedeutung von Ereignissen und deren Würdigung in der Berichterstattung. Nach einer knappen halben Stunde geht es zurück ins Büro von Markus Katzenbach.

Um kurz nach 12 darf ich mit ihm zur Pressekonferenz der Eintracht vor dem Darmstadt-Spiel. Vorher informiert er sich noch kurz im Internet über Aktuelles der Eintracht. Dabei hilft auch das Eintracht-Forum mit dem Thread SaW (Schwarz auf Weiß), in welchem Online-Artikel der Medien verlinkt sind. An diesem Tag gilt sein Interesse unter anderem einem Spiegel-Bericht über Änis Ben-Hatira. In der Pressekonferenz soll dies später noch zum Thema werden.

Kurz vor 13 Uhr erreichen wir mit dem Auto die Commerzbank-Arena. Im Pressearbeitsraum sind schon einige Journalisten versammelt. Bei Currywurst und einem Mineralwasser wird vor allem über das Foto, welches Änis Ben-Hatira bei Snapchat veröffentlicht hat, diskutiert. Es zeigt einen Tisch mit Medikamenten; darunter befindet sich auch eine Doping-Substanz. Übereinstimmend ist man der Meinung, dass der Spieler das Foto besser nicht veröffentlich hätte. Die Eintracht habe sich hoffentlich abgesichert, dass Ben-Hatira dieses Medikament nicht genommen habe. Zur Pressekonferenz, die von Markus Jestaedt geleitet wird, erscheint neben Trainer Niko Kovac dann auch Axel Hellmann. Denn rund um das Fußballspiel der Eintracht gegen Darmstadt 98 bewegt natürlich auch die „Sperrzone“, die die Stadt Darmstadt gegen Eintracht-Anhänger verhängt hatte. Das Verwaltungsgericht hatte dies zwar aufgehoben, aber um 13 Uhr weiß man noch nicht, ob die Stadt Darmstadt Rechtsmittel dagegen einlegt. Axel Hellmann kritisiert einerseits, dass die Stadt Darmstadt das Innenstadtverbot ohne einen vorherigen Kontakt aller Beteiligten verhängt hatte, andererseits appelliert er auch Abstand von einer Fahrt in die Darmstädter Innenstadt zu nehmen, sofern man kein Anliegen hat.

Zum sportlichen Aspekt steht dann noch Niko Kovac Rede und Antwort. Konkretes zur Aufstellung lässt er sich nicht entlocken. Insbesondere eine Einschätzung zur Aufstellung von Carlos Zambrano würde die Journalisten interessieren. Aber auch die Frage, ob der im Mainz-Spiel nicht berücksichtigte Fabian wieder dabei ist, beantwortet er diplomatisch ausweichend. Natürlich kommt auch die „Affäre Ben-Hatira“ zur Sprache. „Viel lernen“ müsse Ben-Hatira noch, sagt Fußballlehrer Niko Kovac. Das beziehe sich nicht nur auf das Snapchat-Foto sondern auch auf die „Krieg“-Äußerung zum Darmstadt-Spiel des 27 jährigen. Nach der Pressekonferenz steht man noch kurz zusammen und diskutiert insbesondere über die Mannschaftsaufstellung. Wird Niko Kovac diese ändern? Ich bin gespannt, ob eine der Frankfurter Tageszeitungen richtig liegt.

Zurück in der Redaktion bringt mich Markus Katzenbach dann noch zu Michael Helms, der über den FSV Frankfurt berichtet. Wir haben dieselbe Schule besucht. Meinen Namen hatte er nicht sofort parat, aber „VfB Unterliederbach“ kam sofort, als er mich sah. Für den FSV prognostiziert er eine Niederlage mit drei Toren Differenz gegen den 1. FC Kaiserslautern. Er sollte Recht behalten.

Und dann ist es schon fast 15 Uhr und mein Besuch bei der Sportredaktion ist zu Ende. Fast vergessen habe ich, dass ich zwischendurch auch einen Einblick in die eigentliche Arbeit der Sportjournalisten bekommen habe. Die Aufteilung der drei Seiten Sport am Samstag wurde von den Sportjournalisten grob festgelegt. Endgültiges kann sich dann erst im Laufe des Tages ergeben. Markus Katzenbach gab mir auch einen kurzen Einblick in das Redaktionsprogramm, mit welchem die Journalisten an der Zeitung arbeiten, und auch die Entstehung einer Arena-Ausgabe wurde kurz beleuchtet. Später stelle ich fest, dass ich eigentlich noch viele Fragen zur Arbeit der Redakteure gehabt hätte, aber wegen meiner Sportbegeisterung haben wir mehr über die Eintracht als über die journalistische Arbeit gesprochen.

Es hat mir auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht. Ein herzliches Dankeschön für die zwei sehr schönen Erlebnisse!

 

 

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