Die EEG-Umlage

Wenn es um Energiepreise geht, ist ein Begriff in aller Munde: die EEG-Umlage. Dieses Kürzel ist zum Mittelpunkt der Diskussion um die Energiewende geworden. Was ist die EEG-Umlage eigentlich genau? Wofür wird sie verwendet? Und welche Entwicklungen sind absehbar? Hier finden Sie Antworten zu diesen und anderen Fragen rund um die EEG-Umlage.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz

Der Begriff EEG-Umlage stammt aus dem „Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien“, das kürzer auch als „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ oder „EEG“ bezeichnet wird. Die erste Fassung des EEG stammt aus dem Jahr 2000 und wurde seitdem mehrfach geändert.

Das EEG fördert die Produktion von Energie aus Erneuerbaren Energien (bspw. Windenergie, Wasserkraft, Solarenergie, Biomasse, Erdwärme) und verpflichtet die Netzbetreiber, die so erzeugte Energie zu einem festgelegten Preis abzunehmen. Es handelt sich also um eine Subvention, deren vorrangiges Ziel der Klimaschutz ist. Das EEG soll ferner die Umwelt entlasten, die fossilen Ressourcen (Erdöl, Erdgas, Kohle) schonen und nachhaltige Techniken der Energiegewinnung fördern.

Die Höhe der EEG-Umlage

Die festgelegten Abnahmepreise für dem EEG unterfallende Energie, die der Netzbetreiber an den jeweiligen Erzeuger zahlen muss, verursachen den Netzbetreibern hohe Kosten, die aber regional unterschiedlich ausfallen: In Netzgebieten mit einer hohen Menge eingespeister Energie aus erneuerbaren Quellen müssen die Netzbetreiber hohe Subventionszahlungen leisten, anderswo geringere.

Der Gesetzgeber wünscht aber eine in Deutschland einheitliche, gleichmäßige Belastungsverteilung. Daher melden die Verteilnetzbetreiber, in denen erneuerbare Erzeugungsanlagen stehen, ihre Aufwendungen an die vier großen Übertragungsnetzbetreiber, die den Gesamtaufwand ermitteln. Diese Lasten werden sodann durch die vier Übertragungsnetzbetreiber in gleicher Höhe auf alle Letztverbraucher in der Form verteilt, dass eine den Gesamtaufwand deckende Umlagenhöhe festgelegt wird.

Endverbraucher zahlen von 2017 an 6,880 Cent pro Kilowattstunde. Damit hat sich die EEG-Umlage seit 2010 mehr als verdreifacht (siehe Tabelle).

Die Mainova konnte den jüngsten Anstieg der EEG-Umlagen sowie der weiteren staatlichen Preisbestandteile durch gesunkene Beschaffungskosten und interne Optimierungen im Grundversorgungsgebiet kompensieren.

Die EEG-Umlage von 2009 bis 2017

 

Lieferjahr 2017   6,880 ct/kWh   Stand: 15. Oktober 2016 
Lieferjahr 2016  6,354 ct/kWh  Stand: 15. Oktober 2015 
Lieferjahr 2015  6,170 ct/kWh Stand: 15. Oktober 2014
Lieferjahr 2014  6,240 ct/kWh Stand: 15. Oktober 2013 
Lieferjahr 2013 5,277 ct/kWh Stand: 15. Oktober 2012
Lieferjahr 2012 3,592 ct/kWh Stand: 15. Oktober 2011 
Lieferjahr 2011 3,530 ct/kWh Stand: 15. Oktober 2010
Lieferjahr 2010 2,047 ct/kWh  Stand: 15. Oktober 2009 

 

Die Berechnung der EEG-Umlage

Die Höhe der EEG-Umlage wird von den vier deutschen Übertragungsnetzbetreibern - also den Betreibern des Stromnetzes - in Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten unter Kontrolle der Bundesnetzagentur ermittelt. Auf der Grundlage einer Prognose für das jeweils kommende Jahr ermitteln sie zum 15. Oktober den Bedarf für die EEG-Umlage. Dieser Bedarf ergibt sich im Wesentlichen aus der Differenz von gesetzlich festgelegten Ökostrompreisen und den tatsächlichen Erlösen beim Verkauf dieses Ökostroms an der Strombörse. Sinkt also der Strompreis an der Börse, steigt die Differenz zum festgelegten Preis für Ökostrom – und damit der Bedarf für die EEG-Umlage.

Besonders in der Kritik steht die EEG-Umlage in jüngster Zeit, weil sie überdurchschnittlich stark von Privathaushalten bezahlt wird, da sich viele Großverbraucher von der EEG-Umlage befreien lassen können. Kritisch wird ebenfalls gesehen, dass „Eigenerzeuger“, unabhängig von der eingesetzten Energieart, für den zum Eigenverbrauch erzeugten Strom ebenfalls keine EEG-Umlage zahlen müssen. Immer mehr Kosten werden so auf immer weniger Schultern verteilt. Schließlich wird beklagt, dass die EEG-Umlage zur „Umverteilung von unten nach oben“ führe, da beispielsweise tendenziell weniger wohlhabende Mieter die Kosten dafür tragen, dass tendenziell wohlhabendere Grundstückseigentümer Solaranlagen auf ihren Dächern anbringen und dafür EEG-finanzierte Subventionen erhalten.

Der aktuelle BDEW-Energiemonitor zeigt, dass weiterhin 90 Prozent der Bevölkerung die Energiewende für sehr wichtig oder wichtig halten, knapp die Hälfte ist der Ansicht, ihr Kostenbeitrag sei zu hoch und angesprochen auf die größten Probleme bei der Umsetzung der Energiewende werden die Kosten und die Finanzierung der Energiewende mit Abstand am häufigsten genannt.

Daher war die EEG-Reform im vergangenen Jahr ein wichtiger Schritt hin zu einer weiteren Integration der Erneuerbaren Energien in den Markt und eine deutlich stärkere Berücksichtigung von ökonomischen Effizienzkriterien. (Quelle: https://www.bdew.de/ )

Erneuerbare Energien Gesetz als Erfolgsstory

Trotz aller Kritik: Das Erneuerbare Energien Gesetz gilt als das meistkopierte Vorbild für die Förderung von Erneuerbaren Energien. Mehr als 40 Staaten haben ähnliche Gesetze verabschiedet, 18 davon in der EU. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums trägt das EEG nachhaltig zum Klimaschutz bei. Der Bundesverband der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bilanziert: 2014 stammten knapp 161 Milliarden Kilowattstunden (kWh) aus Erneuerbaren Energien. Das entspricht einem Anteil am Stromverbrauch in Höhe von knapp 28 Prozent.

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