Aktuelles zum Energieausweis

Bußgeld bei Energieausweis‐Unterlassungen

27.05.2015

Seit 1. Mai 2015 machen sich Vermieter, Verpächter und Verkäufer strafbar, die den Energieausweis nicht besitzen und ihn Interessenten von Objekten nicht unaufgefordert vorlegen. In diesem Fall begeht man eine Ordnungswidrigkeit und es droht ein Bußgeld in Höhe von bis zu 15.000 Euro. Damit tritt eine Regelung in Kraft, die der Gesetzgeber schon vor einem Jahr getroffen hatte, an die sich aber kaum einer hielt: Verkäufer, Vermieter und Verpächter müssen bei Immobilienanzeigen die energetischen Kennwerte aus dem Energieausweis angeben und diese dem Interessenten unaufgefordert mitteilen. Seit 1. Mai 2014 galt eine Übergangsfrist. Wer noch keinen Energieausweis besitzt, sollte ihn jetzt schnellstmöglich beantragen. Machen Sie Ihre Kunden darauf aufmerksam!

Der Energieausweis wurde im Jahr 2008 eingeführt und ist für Verkauf oder Vermietung von Häusern und Wohnungen erforderlich. Wird ein Haus neu errichtet oder umfassend saniert, ist er ebenfalls Pflicht. Eine Ausnahme gilt für denkmalgeschützte Gebäude. Der Ausweis gibt Auskunft über den energetischen Standard eines Gebäudes und soll Objekte für Kauf‐ und Mietinteressenten vergleichbar machen. Liegt der Ausweis bei Anzeigenschaltung noch nicht vor, sollte vermerkt werden, dass er in Arbeit ist.

In der Immobilienanzeige sind jetzt aufzuführen:

  • die Art des Energieausweises: Energiebedarfsausweis oder Energieverbrauchsausweis
  • der Bedarfs‐ und Verbrauchswert
  • der Energieträger der Heizung
  • das Baujahr des Hauses
  • die Energieeffizienzklasse, sofern der Energieausweis nach dem 1. Mai 2014 ausgestellt wurde

Seit Inkrafttreten der Energie‐Einsparverordnung (EnEV) 2014 ist das Vorlegen des Energieausweises spätestens bei der Besichtigung Pflicht. Dies gilt auch dann, wenn der Interessent nicht nach dem Ausweis fragt. Die Bundesländer haben stichprobenartige Kontrollen und Überprüfungen des Energieausweises angekündigt.

Bei einem Verkauf müssen Verkäufer oder Makler das Original übergeben, bei einerVermietung eine Kopie. Bei Neubauten und umfassend modernisierten Gebäuden ist der Ausweis spätestens bei der Übergabe auszuhändigen.

Es gibt zwei Arten von Energieausweisen, die jeweils zehn Jahre gültig sind. Der Energiebedarfsausweis gibt die Energie wieder, die das Gebäude benötigt. In die Berechnung fließen Heizung und Warmwasser ein, Lüftung, Kühlung sowie Energiegewinne durch zum Beispiel Solaranlagen. Er ist Pflicht bei Neubauten, sanierten Gebäuden und Bestandsgebäuden, deren Bauantrag vor dem 1. November 1977 gestellt worden ist und die die Wärmeschutzverordnung vom 1. November 1977 nicht einhalten. Der Energieverbrauchsausweis basiert auf den Energieverbrauchsdaten der zurückliegenden drei Jahre für Heizung und Warmwasserbereitung. Auch Leerstand und Klimazonen werden berücksichtigt. Er wird benötigt bei Gebäuden, die die Wärmeschutzverordnung vom 1. November 1977 einhalten.

Energieausweise stellen Architekten, Bautechniker, Ingenieure und Energieberater aus. Auch Handwerksbetriebe mit entsprechender Qualifikation sind dazu berechtigt. Auskunft über Ausstellungsberechtigte geben die Architekten‐, Ingenieurs‐ und Handwerkskammern, ebenso die Verbraucherzentralen der Bundesländer und die Deutsche Energie‐Agentur dena.

Auch die Mainova AG stellt Energieausweise schnell, bequem und kostengünstig aus. Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.mainova.de/energieausweis