Die größten Müllirrtümer

Abfalltrennung leicht gemacht

Vom Restmüll über Bioabfall, Altpapier und Verpackungen bis hin zum Sperrmüll – die Deutschen trennen immerhin 58 Prozent ihres Mülls. Doch es gibt immer noch viele Unklarheiten darüber, was wo entsorgt werden sollte.

Im schlimmsten Fall hat diese Unwissenheit sogar finanzielle Konsequenzen: Landen mehrfach sogenannte „Sperrstoffe“ im Müll, kann der Entsorgungsbetrieb entscheiden, die betroffene Tonne nicht mehr zu leeren. Dann steht meist eine kostenpflichtige Sonderleerung an. Um das zu vermeiden, hilft nur eine konsequente Mülltrennung.

Nach Weihnachten und Silvester quellen die Mülltonnen vor den Häusern über. Rund 600 Kilogramm Hausabfälle produzieren die Deutschen pro Kopf im Jahr. Welcher Abfall dabei in welche Tonne gehört, das ist manchmal gar nicht so einfach zu entscheiden. Wir zeigen Ihnen, was man beim Thema Mülltrennung alles falsch machen kann.

Irrtum 1: Flaschen nach Farben sortieren ist unnötig

Irrtum 1: Flaschen nach Farben sortieren ist unnötig

Gehören Sie auch zu denen, die es für überflüssig halten, Flaschen am Altglascontainer zu sortieren? Frei nach der Devise: „Das landet ohnehin alles im gleichen Fahrzeug.“ Dabei sind die Müllfahrzeuge in unterschiedliche Kammern unterteilt, die von außen nicht zu sehen sind.

Das Trennen von Weiß- und Buntglas hat nämlich durchaus seinen Sinn: Schon eine einzige grüne Flasche kann 500 Kilogramm Weißglas verfärben. Übrigens: Blaue Flaschen gehören zum Grünglas. Und Keramik- oder Tonscherben, Glühbirnen, Fensterglas, Spiegel oder Trinkgläser gehören in den Restmüll. Sie haben einen anderen Schmelzpunkt als Flaschen oder Marmeladengläser.

Irrtum 2: Jedes (Geschenk-)Papier kann in die Altpapiertonne

Verbundmaterial, beispielsweise verschmutzte Pizzakartons, gehören in den Restmüll. Auch benutztes Küchenpapier oder Taschentücher haben im Papiermüll nichts zu suchen – sie sind ein Fall für die Biotonne. Bei Geschenkpapier entscheidet die Art des Papiers: Normales Geschenkpapier darf ins Altpapier, Papier mit Folienbeschichtung gehört in die Restmülltonne.

Irrtum 3: Kompostierbare Tüten dürfen in die Biotonne

Kunststoffbeutel, auch solche, auf denen „biologisch abbaubar” oder „kompostierfähig” steht, gehören nicht in die Biotonne. Sie verrotten nicht schnell genug und müssen in der Kompostieranlage – wie andere Plastiktüten auch – aussortiert werden. Eine gute Alternative sind Komposttüten aus Papier.

Joghurtbecher

Irrtum 4: Joghurtbecher müssen ausgespült werden

Joghurtbecher müssen nicht blitzblank sein, wenn sie in den gelben Sack oder die gelbe Tonne wandern. Es genügt, wenn sie löffelrein sind, da die Recyclingfirmen das Material ohnehin noch einmal reinigen. Wer für das Auswaschen der Becher warmes Wasser benutzt, kehrt die Ökobilanz ins Negative und verbraucht mehr Energie, als sich durch die Wiederverarbeitung sparen lässt.

Irrtum 5: CDs gehören in die gelbe Tonne

Datenträger wie CDs oder DVDs gehören weder in die gelbe Tonne noch in den Restmüll. Sie bestehen aus dem hochwertigen Kunststoff Polycarbonat, der sich mit geringem Aufwand recyceln lässt. Nutzen Sie die dafür vorgesehenen Rücknahmesysteme in Wertstoffhöfen oder Computerfachgeschäften. Wichtig: Bei sensiblen Daten die Oberfläche zerkratzen oder den Datenträger zerkleinern.

Irrtum 6: Gekochtes darf nicht in die Biotonne

Auch wenn Speisereste Ratten anziehen können, gehört Gegartes in die Biotonne. Um Geruchsbelästigung, Verschmutzungen und Ungeziefer zu vermeiden, wickeln Sie Fisch- und Fleischreste einfach in altes Zeitungspapier ein. Nichts für die Biotonne sind dagegen Kehricht, Zigarettenkippen, Babywindeln oder benutzte Hygieneartikel.

Irrtum 7: Kunststoff-Verpackungen stapeln spart Platz

Laien können mit dem bloßen Auge nicht unterscheiden, aus welcher Art von Kunststoff Verpackungen sind. Nur wenn sie lose in die Tonne geworfen werden, können die Infrarotsensoren der Sortieranlage die unterschiedlichen Kunststoffe aussortieren. Bei Joghurtbechern den Deckel abmachen, er besteht aus Metall, der Becher aus Kunststoff.

Glühbirnen

Irrtum 8: Kaputte Glühbirnen können in den Glascontainer

Leuchtmittel gehören grundsätzlich nicht in den Altglascontainer. Denn Verpackungsglas hat einen anderen Schmelzpunkt als das Glas von Glühbirnen und anderen Lampen. Leuchtmittel im Glascontainer führen deshalb zu erheblichen Problemen beim Recycling.

Glühlampen und Halogenlampen können über die Restmülltonne entsorgt werden. Sie bestehen aus Metall und Glas und enthalten keine Inhaltsstoffe, die die Umwelt belasten.

Dagegen dürfen LEDs, Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren nicht im Hausmüll entsorgt werden. Damit die eingesetzten Materialien (wie Quecksilber) wieder genutzt werden können, müssen die ausgedienten Leuchten beim Wertstoffhof oder entsprechenden Sammelstellen abgegeben werden. Sammelbehälter findet man auch in vielen Bau- und Supermärkten.

 

Weitere Informationen unter:
www.fes-frankfurt.de
www.wohindamit.de

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