Stromspeicher kaufen: Solarstrom auch bei Nacht nutzen

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23.09.2021

Mainova Lösungen - Solarstrom selbst erzeugen

Autor: Mainova Redaktion

Was ein Wetterchen! Die Sonne lacht, das Thermometer steigt, der Spätsommer gibt alles. Beste Zeit also, um noch mal ordentlich Sonne zu tanken. Nicht nur Sonnenanbeter kommen jetzt voll auf ihre Kosten. Auch Photovoltaikanlagen arbeiten still und leise auf Hochtouren. Gut für die Umwelt, gut für die Stromrechnung. Doch was ist, wenn die Sonne einmal nicht scheint – etwa bei Nacht? In diesem Fall lohnt es sich, einen Stromspeicher zu kaufen. Hier erfahrt ihr mehr über Funktionsweise, Vorteile und wann sich für euch eine Photovoltaikanlage mit Stromspeicher rentiert.

Stromspeicher kaufen und Eigenbedarf optimieren

Wie funktioniert ein Batteriespeicher?

Stellt euch einen Stromspeicher wie ein Regenfass vor: Regnet es, fließt der Niederschlag euer Schrägdach hinunter, wird in der Regenrinne gesammelt und gelangt per Rohr ins Fass. Für euch ein nachhaltiger Weg, um euren Garten auch an regenarmen Tagen kostenfrei zu bewässern. So weit, so einfach. Beim Stromspeicher verhält es sich ähnlich: Scheint die Sonne auf eure PV-Anlage, wird das einfallende Licht zunächst in Strom umgewandelt. Wie beim Regen kann es auch hier einen Überschuss geben, den ihr momentan vielleicht gar nicht verbraucht – z. B. weil ihr nicht zu Hause seid. Wäre doch schade, diesen ungenutzt zu lassen, oder? Hier kommt der Photovoltaik-Speicher ins Spiel: Der speichert nun genau diese Menge für sonnenarme Zeiten.

Bei Stromspeichersystemen werden kleine Akku-Einheiten zu einem Stromspeicher zusammengefasst. Dominierend sind Batteriespeicher, die auf Lithium-Ionen basieren und eine hohe Energiedichte aufweisen. Werden diese mit Sonnenstrom geladen, wandelt sich elektrische Energie in chemische um. Entlädt sich der Speicher nun, verläuft der Prozess genau umgekehrt. Ist der Batteriespeicher entladen, kann er erneut aufgeladen werden – und das meist über mehrere tausend Ladezyklen!

Vorteile des Photovoltaik-Speichers

Lange Lebensdauer, lange Liste an Vorteilen? So ist es. Einen Stromspeicher zu kaufen lohnt sich vor allem aus diesen fünf Gründen:

  1. Eigenverbrauch: Mehr Strom vom eigenen Dach? Kein Problem! Dank eines Stromspeichers könnt ihr den Eigenverbrauch eures selbst erzeugten Stroms deutlich steigern. Das macht sich auch positiv auf eurer Stromrechnung bemerkbar.
  2. Autarkie: Schwankende Strompreise? Mit einem Photovoltaik-Speicher gerät das Auf und Ab an der Strombörse zur Nebensache.
  3. Umweltschutz: Und wieder werden CO2-Emissionen eingespart – dank eures Stromspeichers und der Erzeugung von 100 % klimaneutralem Solarstrom.
  4. Wertsteigerung: Einen Stromspeicher kaufen – nicht nur beim Thema Klimaschutz eine wertvolle Investition, sondern auch in eure Immobilie.
  5. E-Mobilität: 100 % nachhaltig – auch unterwegs mit dem E-Auto! Versorgt eure hauseigene Ladestation doch einfach mit gespeichertem Solarstrom und wechselt in Sachen Ökobilanz auf die Überholspur.

PV-Anlage mit Stromspeicher: Darum lohnt es sich

Jetzt mal Hand aufs Herz: Welchen Unterschied macht es eigentlich, ob eine PV-Anlage durch einen Stromspeicher aufgerüstet wird? Einen gewaltigen! Es ist nämlich so: Solaranlagen ohne Batteriespeicher generieren einen Autarkiewert von etwa 30 %. Das bedeutet, dass ihr 70 % eures Strombedarfs aus dem öffentlichen Netz beziehen müsst. Mit einem Stromspeicher könnt ihr eure Eigenverbrauchsrate um mehr als das Doppelte steigern: bis zu 70 % können hiermit erreicht werden. Überdimensionierte Systeme schaffen im Einzelfall sogar bis zu 90 % Autarkie.

Übrigens: Solltet ihr euren gespeicherten Solarstrom nicht zu 100 % aufbrauchen können, wird dieser Überschuss automatisch gegen eine garantierte Vergütung ins öffentliche Netz eingespeist. Nichts geht verloren und wer weiß: Vielleicht versorgt ihr dadurch eure Nachbarschaft mit nachhaltigem Strom.

Stromproduktion und -verbrauch mit einem Stromspeicher


Stromspeicher kaufen: Darauf solltet ihr achten

Stromspeicher ist nicht gleich Stromspeicher. Was dieser letztendlich können muss, hängt von eurem Anspruch ab. Wer sich einen Stromspeicher mit wenig Extras wünscht, der sich jedoch schnell auszahlt, sollte sich für ein vergleichsweise kostengünstiges Modell entscheiden. Wer bei einem Stromausfall nicht im Dunkeln stehen will, entscheidet sich im Idealfall für eine Batterie mit integrierter Notstromfähigkeit. So oder so könnt ihr euren Stromspeicher häufig auch noch im Nachhinein nachrüsten.

Und vergesst nicht: Ein Stromspeicher ist eine Investition in die Zukunft. Macht euch deshalb auch über die Anschaffungen von morgen Gedanken – wie z. B. eine Wallbox fürs E-Auto. In diesem Fall bräuchtet ihr evtl. eine größere Speicherkapazität. Entweder entscheidet ihr euch direkt für eine größere Batterie oder für einen modular erweiterbaren Photovoltaik-Speicher, den ihr je nach Bedarf anpassen könnt.

Welche Größe sollte der Stromspeicher haben?

Wie groß euer Stromspeicher sein muss, hängt von einigen Faktoren ab – angefangen mit eurem individuellen täglichen Stromverbrauch. Je höher dieser ist, desto größer muss natürlich der Speicher sein. Logisch. Ihr habt bereits eine Photovoltaikanlage? Dann ist auch diese ausschlaggebend für die richtige Speichergröße.

Solltet ihr an einer Rundum-Lösung bestehend aus Photovoltaikanlage und Stromspeicher interessiert sein, macht es euch unser Solarrechner ganz einfach. Damit könnt ihr schnell und unkompliziert die Größe eurer Batterie berechnen, die Menge des erzeugten Solarstroms schätzen lassen und ein passgenaues System finden.

Gibt es eine Förderung für Stromspeicher?

Das variiert von Bundesland zu Bundesland. Checkt deshalb vorab, ob ihr euch für die Finanzierung eine staatliche oder regionale Stromspeicher-Förderung sichern könnt. Infos dazu bekommt ihr häufig auch direkt von eurem Energieversorger. Für Hessen lohnt es sich, wenn ihr euch von der LandesEnergieAgentur Hessen GmbH über aktuelle Förderprogramme beraten lasst. Auch wenn es in eurem Bundesland aktuell kein Förderprogramm gibt, profitiert ihr dennoch indirekt: Zwar ist das bundesweite Förderprogramm der KfW für Heimspeicher Ende 2018 ausgelaufen, hat jedoch mit einem Volumen von über 530 Millionen Euro den Markt für gebäudeintegrierte Stromspeicher derart vorangetrieben, dass steigende Produktionszahlen sinkenden Anschaffungspreisen gegenüberstehen.

Ihr habt noch keine Solaranlage? Mit dem Mainova Klima Partner Programm bekommt ihr beim Kauf einer hocheffizienten PV-Anlage (Mainova Solar) in Kombination mit einem Mainova-Ökostromliefertarif (ÖkoPremium-Option) einen einmaligen finanziellen Zuschuss von bis zu 400 €. Mehr Informationen zum Programm findet ihr auf unserem Info-Blatt.

Fazit: Wann lohnt sich ein Stromspeicher?

Halten wir fest: Das Ziel eines Stromspeichers ist es, den selbst erzeugten Solarstrom tagsüber zu speichern und in den Abendstunden zu verbrauchen. Ob sich ein Photovoltaik-Speicher also für euch lohnt, hängt ganz von eurer persönlichen Verbrauchssituation ab. Ist euer Stromverbrauch tagsüber besonders hoch, z. B. weil ihr als Gewerbetreibende zu Hause arbeitet, dann ist ein Stromspeicher nicht unbedingt notwendig. Anders, wenn euer Stromverbrauch tagsüber gering und vor allem abends hoch ist: In diesem Fall könnt ihr mit einem Stromspeicher bares Geld sparen!

Stromspeicher kaufen – ja oder nein? Unsere Empfehlung: Macht den Praxischeck! Schaut euch euren Stromverbrauch für das Zeitfenster von einer Woche einmal ganz genau an. Am besten zwischen 6:00 und 18:00 Uhr sowie zwischen 18:00 und 6:00 Uhr. Anhand eurer Verbrauchswerte könnt ihr abschätzen, ob sich die Anschaffung eines Stromspeichers für euch lohnen wird.

Ihr braucht eine Beratung oder habt Interesse an einem unverbindlichen Angebot für eine Solaranlage? Unsere Solarexperten sind für euch da! Noch mehr Infos rund um die Themen Energieversorgung und Nachhaltigkeit findet ihr hier im Blog sowie auf Instagram, Facebook und YouTube.