Erdgas- und Wärmepreise steigen zum 1. Oktober 2022

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17.08.2022 | Frankfurt am Main

Gas

Der Krieg in der Ukraine und die nie dagewesene Preisentwicklung an den Energiemärkten stellen für die Energieversorgung eine enorme Herausforderung dar. So sind laut statistischem Bundesamt allein zwischen Mai 2021 und Mai 2022 die Beschaffungskosten für Erdgas um rund 230 Prozent gestiegen. Vor diesem Hintergrund muss Mainova zum 1. Oktober 2022 die Erdgas- und Fernwärmepreise anpassen. Der regionale Energieversorger gibt damit gestiegene Einkaufspreise weiter.

Der Arbeitspreis im Basis-Tarif „Mainova Erdgas Classic“ steigt zum 1. Oktober 2022 von 11,30 auf 15,44 Cent je Kilowattstunde (kWh). Die neue, staatlich regulierte sogenannte Gasbeschaffungsumlage nach §26 EnSiG (Energiesicherungsgesetz) in Höhe von rund 2,4 Cent zur Stützung von Gasimporteuren, die ausbleibende russische Gasmengen kurzfristig teuer nachbeschaffen müssen, ist hier bisher noch nicht berücksichtigt. Der Grundpreis bleibt mit 94,90 Euro im Jahr stabil. Kundinnen und Kunden mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 12.000 kWh zahlen künftig monatlich 41,50 Euro mehr (brutto, im Vergleich zum Preis vom 1. Juli 2022). 

Die Fernwärme-Preise sind von diesen Entwicklungen ebenso betroffen, da sie den gesetzlichen Vorgaben entsprechend an Notierungen und Indizes gekoppelt sind, die für die Wärmeproduktion relevant sind. So werden für die Erzeugung der Fernwärme unter anderem auch Erdgas und Kohle benötigt, deren Preise an den Börsen stark gestiegen sind. Die Preisanpassung wirkt sich bei der Fernwärme je nach Verbrauch und angeschlossener Leistung unterschiedlich aus. Die Kosten im Tarif „Mainova Wärme Classic“ steigen im Vergleich zur letzten Preisanpassung vom 1. Oktober 2021 bei einem jährlichen Wärmeverbrauch von 12.000 kWh und einer angeschlossenen Leistung von 10 Kilowatt (kW) entsprechend um monatlich 112,24 Euro (brutto).

Die neu eingeführten Umlagen für Erdgas sind darin noch nicht enthalten. Sobald die Höhe der Umlagen sowie die Anwendung im Bereich der Fernwärme bekannt sind, informiert Mainova die Kundschaft über mögliche Auswirkungen. 

Um hohe Nachzahlungen bei der kommenden Jahresabrechnung zu vermeiden, passt Mainova aktuell die Abschlagszahlungen vorzeitig an – und nicht erst wie gewohnt nach Versand der Jahresabrechnung. 

Mainova hält darüber hinaus für Kundinnen und Kunden, die in Zahlungsschwierigkeiten geraten, auf Nachfrage Stundungs- und Ratenzahlungsmodelle vor. Auch informiert der regionale Energieversorger über Hilfsangebote Dritter und stellt bei Bedarf Ansprechpartner zur Verfügung, die über Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung beraten wie zum Beispiel die Verbraucherzentralen, die Caritas, das Jobcenter und die Sozialämter.

Energiesparen ist das Gebot der Stunde, denn jede weniger verbrauchte Kilowattstunde reduziert die individuellen Kosten. Mainova informiert ihre Kundinnen und Kunden im Internet unter www.mainova.de umfassend zu Energieeffizienzmaßnahmen und dem bewussten Umgang mit Energie. Neben wertvollen Energiespartipps finden sich dort auch ausführliche Informationen zur Entwicklung der Energiemärkte und Preise sowie exklusive Kundenrabatte bei vielen Kooperationspartnern. Darüber hinaus berät Mainova persönlich vor Ort im Mainova Service Center in der Frankfurter Stiftstraße oder im Main Info Mobil, das ganzjährig an unterschiedlichen Standorten in Frankfurt und dem Umland Station macht.