FAQs zu Erdgas KlimaPlus
FAQ
Was ist Erdgas KlimaPlus?
Erdgas KlimaPlus ist eine Zusatzvereinbarung, gültig für jeden Mainova Erdgasbasistarif. Mit dieser Zusatzoption leisten Sie einen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz.
Wie viel kostet mich der Erdgas Klimatarif mehr?
Pro Kilowattstunde wird ein fixer Aufschlag von 0,35 Cent (brutto) für die Klimaneutralität erhoben. Das bedeutet für Sie bei einem Durchschnittsverbrauch von 20.000 kWh Mehrkosten von ca. 5 €/Monat. Ein vergleichsweise geringer Beitrag mit großem Effekt, da die Realisierung der Klimaprojekte auf den Finanzierungserlös aus dem Verkauf der Zertifikate angewiesen ist. Ihren Gesamtpreis für die Erdgasbelieferung inklusive Klimaneutralisierung finden Sie hier.
Wie wird der fixe Aufschlag in meiner Rechnung aufgeführt?
In Ihrer Rechnung sehen Sie den fixen Aufschlag als separat aufgelistete Position "KlimaPlus". In Ihrer Anlage zur Rechnung finden Sie einen "Berechnungsnachweis Erdgas".
Was ist der Vorteil von Mainova Erdgas KlimaPlus?
Mit dieser Zusatzoption leisten Sie einen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz, indem Sie die durch Ihren Erdgasverbrauch erzeugte CO2-Menge an anderer Stelle ausgleichen lassen. Dazu unterstützen wir Klimaprojekte wie zum Beispiel Energieeffizienz- und Windkraftprojekte.
Wie lange ist die Laufzeit der Klimaschutzoption/Zusatzvereinbarung?
Es besteht keine Mindestvertragslaufzeit. Die Klimaschutzoption läuft auf unbestimmte Zeit und kann mit einer Frist von vier Wochen zum Monatsende schriftlich gekündigt werden.
Wer kann das Angebot nutzen und ab wann kann ich mit KlimaPlus beliefert werden?
Das Angebot KlimaPlus stellt eine Zusatzvereinbarung dar und kann nur in Verbindung mit einem Basis-Erdgastarif der Mainova genutzt werden. Sie können KlimaPlus über unseren OnlineService oder auf dem Postweg bestellen. Bei Bestandskunden erfolgt die Umstellung am Folgetag der Auftragserteilung. Wenn Sie von einem anderen Energielieferanten zu Mainova wechseln, müssen Sie mit bis zu drei Wochen rechnen - auch abhängig von Ihren aktuellen Vertragsvereinbarungen. Die Zusatzvereinbarung gilt ab dem bestätigten Lieferbeginn.
Wie kann ich mich für Mainova KlimaPlus anmelden?
Als bestehender Mainova Erdgaskunde können Sie die neue Zusatzoption ganz einfach als Ergänzung zu Ihrem Erdgasbasistarif bestellen. Am Besten Sie melden sich online unter www.mainova.de/klimaplus an. Alternativ können Sie sich unter www.mainova.de/klimaplus einfach den entsprechenden Auftrag herunterladen, drucken ihn aus und schicken diesen ausgefüllt per Briefpost oder Fax an:
Mainova AG, Stichwort: KlimaPlus, Solmsstraße 38, 60623 Frankfurt am Main; Fax-Nr.: 0800-11 555 88 (kostenfrei)
Als Neukunde müssen Sie sich zunächst für einen Erdgasbasistarif entscheiden, der zu Ihren Verbrauchsgewohnheiten passt. Alle Mainova Ertdgasangebote finden Sie unter www.mainova.de. Ihre Bestellung erledigen Sie ganz einfach im Mainova OnlineService unter www.mainova.de/onlineservice. In diesem Bestellprozess können Sie die Zusatzoption KlimaPlus mit einem Klick dazubestellen.
Alternativ können Sie unter www.mainova.de den Vertrag Ihres gewünschten Ergasbasistarifes ausdrucken. Auf diesem Vertrag können Sie die Zusatzoption ankreuzen und mitbestellen. Den ausgefüllten Vertrag schicken Sie dann per Briefpost oder Fax an:
Mainova AG, Stichwort: KlimaPlus, Solmsstraße 38, 60623 Frankfurt am Main; Fax-Nr.: 0800-11 555 88 (kostenfrei)
In welchem Gebiet kann ich die Zusatzvereinbarung Mainova Erdgas KlimaPlus nutzen?
Mainova Erdgas KlimaPlus ist im gesamten Vertriebsgebiet der Mainova verfügbar. Ob Ihr Wohnort in diesem Gebiet liegt, erfahren Sie bei Eingabe Ihrer Postleitzahl unter www.mainova.de/onlineservice
Leistet Mainova weitere Emissionsminderungsmaßnahmen?
Ja, in den fünf Mainova Heizkraftwerken erfolgt die Energieerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung unter gleichzeitiger Produktion von Strom und Wärme. Auf diese Art wird die Brennstoffausnutzung im Vergleich zu konventionellen Kraftwerken auf das Doppelte gesteigert. Die von uns seit langem eingesetzte Kraft-Wärme-Kopplung bedeutet Ressourcen-Schonung und Emissionsminderung. Außerdem bieten wir mit unserem umweltfreundlichen "Novanatur" ein weiteres klimafreundliches Stromangebot. Der Strom wird in zwei Wasserkraftwerken am Main erzeugt - ohne Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids. Also eine klimaneutrale Stromerzeugung.
Persönliche Beratung und gezielte Förderprogramme ergänzen unser Engagement für Ressourcenschonung, Klima- und Umweltschutz im Rhein-Main-Gebiet. Die zahlreichen Aktivitäten im Umweltschutz haben dazu geführt, dass Mainova in die Umweltallianz Hessen aufgenommen wurde. Damit besitzen wir ein Gütesiegel, das unsere freiwillige Verantwortung für die Umwelt und die Ressourcen der Natur belegt.
Übrigens: Auf unsere Homepage www.mainova-energiecoach.de finden Sie viele nützliche Tipps, wie Sie ganz einfach im Alltag Emissionen vermeiden können.
Wie funktioniert Klimaneutralität bzw. der Erdgas KlimaPlusTarif?
Dem Prinzip der Klimaneutralität liegt die Grundidee der Klimabalance zu Grunde: Treibhausgase haben eine globale Schädigungswirkung - für den Klimaschutz ist es irrelevant, wo Emissionen entstehen bzw. vermieden werden. Hieraus ergibt sich mit Mainova Erdgas KlimaPlus die Möglichkeit, unvermeidbare Emissionen von Treibhausgasen an einem Ort durch zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen an einem anderen Ort zu neutralisieren. Die beim Erdgasverbrauch entstehenden Emissionen werden berechnet und anschließend durch den Kauf einer entsprechenden Menge so genannter Emissionsminderungszertifikate in gleicher Höhe ausgeglichen.
Was ist der Treibhauseffekt?
Unsere Atmosphäre ist ein kleines Wunderwerk der Natur. Sie enthält die so genannten Treibhausgase, die den Erdball wie ein Schutzschild umgeben und verhindern, dass die von der Erde kommende Wärme ins All entweicht. Ohne Treibhausgase wäre es auf der Erde bitterkalt. Unser heutiges Problem ist, dass die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre - vor allem die des Kohlendioxids (CO2) - durch Industrie, Haushalte und Verkehr zu stark ansteigt und sich unsere Atmosphäre unnatürlich stark aufheizt.
Dies hat zur Folge, dass Polkappen schmelzen könnten, wodurch der Meeresspiegel bis zum Jahr 2100 um 10 bis 90 Zentimeter ansteigen würde. Experten rechnen außerdem bis zum Jahr 2100 mit einem Anstieg der Erdtemperatur von bis zu 6 Grad Celsius, wenn heute nicht ausreichend Klimaschutzmassnahmen getroffen werden die Gegenwirken. Diese Erwärmung hätte eine Verschiebung aller Klimazonen auf der Erde zur Folge. Immer größere Gebiete würden austrocknen und sich auch sehr fruchtbare Landstriche in Wüsten verwandeln.
Quelle http://www.bmu.de/klimaschutz/kurzinfo/doc/4021.php 21.12.07
Was ist CO2 bzw. Kohlenstoffdioxid?
Kohlenstoffdioxid ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff und entsteht bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Brennstoffen. Dazu gehören alle fossilen Energieträger wie zum Beispiel Öl, Erdgas oder Kohle.
Der CO2-Faktor gibt an, wie viel Kilogramm CO2 je verbrauchter Kilowattstunde Gas entsteht. So verursacht eine vierköpfige Familie mit einem Gasverbrauch von 12.000 Kilowattstunden pro Jahr etwa 2.424 kg CO2(entspricht 0,202 kg CO2/kWh).
Wie funktioniert ein Emissionsminderungsprojekt?
Da es für die Atmosphäre irrelevant ist, an welchem Ort CO2 ausgestoßen bzw. eingespart wird, ist es ökonomisch sinnvoll, den Ausstoß einer gewissen Menge an Treibhausgasen, der hier nicht vermieden wird, an einem anderen Ort zu vermeiden. Das kann zum Beispiel durch die Errichtung und den Betrieb eines Windparks anstelle eines Kohlekraftwerkes sein.
Durch die Einspeisung regenerativ erzeugten Stroms in das Netz wird konventionell erzeugter (CO2-intensiver) Strom verdrängt und so Treibhausgasemissionen reduziert. Diese Reduktionen werden in Form von Zertifikaten verbrieft und verkauft - ein Zertifikat steht für eine vermiedene Tonne Treibhausgasemissionen. Es ist wesentlich, dass ein Projekt nur deshalb umgesetzt wird, weil es die zusätzliche Finanzierung durch den Zertifikateverkauf erhält. Das Geld aus dem Verkauf ist entscheidend für die Realisierung, da es die Wirtschaftlichkeit auf ein notweniges Niveau bringt oder da es bestehende technologische oder andere Hürden die der Projektdurchführung verhindern, nimmt.
Welchen Qualitätsstandards unterliegen die Projekte?
Die Glaubwürdigkeit jeder klimaneutralen Aktivität ist wesentlich von den Qualitätskriterien der Klimaschutzprojekte abhängig. Unter Federführung des WWF haben Umweltexperten sowie Wissenschaftler einen "Goldstandard" entwickelt, der sicherstellen soll, dass die Projekte sowohl klima- als auch entwicklungspolitisch sinnvoll sind. Der Goldstandard ist der erste unabhängige Qualitätsstandard für Treibhausgasminderungsprojekte. Er stellt sicher, dass glaubwürdige Projekte mit tatsächlich positiven Umweltauswirkungen durchgeführt werden. Der Goldstandard gibt so den Gastländern und der Öffentlichkeit die Sicherheit, dass die Projekte neue und zusätzliche Investitionen in nachhaltige Energiedienstleistungen bewirken und einen langfristigen Nutzen im Sinne des Klimaschutzes sicherstellen.
Welche Emissionsminderungsprojekte werden mit KlimaPlus gefördert?
Geförderte Emissionsminderungsprojekte können unterschiedlichster Art sein. Alle Projekte müssen in der Qualität dem so genanntem Goldstandard entsprechen. Er stellt sicher, dass glaubwürdige Projekte mit tatsächlich positiven Umweltauswirkungen durchgeführt werden. So gibt es z.B. Projekte im Bereich Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Treibhausgasauffang (Methan). Projekte, bei denen erneuerbare Energien zum Einsatz kommen, sind weit verbreitet und sehr beliebt.
In der Einführungsphase von KlimaPlus wird zunächst ein Windkraftprojekt in Yundtag in der Türkei gefördert, das natürlich dem Goldstandard entspricht. Das Projekt umfasst die Stromerzeugung aus Wind als regenerative Energiequelle und speist den Strom in das regionale Stromnetz ein. Das Projekt leistet einen hohen Beitrag zum Klimaschutz, zur nachhaltigen Entwicklung in der Region und erfüllt alle Kriterien des Goldstandards. Nach und nach werden weitere Projekte hinzu kommen, die wir Dank Ihrem KlimaPlus Beitrag fördern werden. Angedacht sind Emissionsminderungsprojekte, wie z.B. eine Biogasanlage in Indien. Ziel des Projektes wird es sein, Biogas aus Rinderdung zu gewinnen, welches ohne die Projektaktivität in die Atmosphäre entweichen würde.
Warum liegen die geförderten Projekte im Ausland?
Üblicherweise befinden sich Emissionsminderungsprojekte in Entwicklungs- oder Schwellenländern. Hierfür gibt es zwei Gründe. Ersterer ist wirtschaftlicher Natur. Die Durchführung von Emissionsminderungsprojekten ist in solchen Ländern in der Regel deutlich kosteneffizienter als in entwickelten Industrieländern. So lässt sich eine hohe Klimaschutzwirkung zu relativ geringen Kosten realisieren. Der zweite Grund ist, dass die lokalen und ländlichen Regionen, in denen die Projekte meist stattfinden, in vieler Sicht auch gesellschaftlich davon profitieren. Klimaschutzprojekte haben fast immer positive Effekte auf die regionale Umwelt, die Stromversorgung, die Beschäftigungssituation, die Infrastruktur und den Stand des technologischen Know-hows in der Region.
Wie wird sichergestellt, dass Zertifikate nicht weiterverkauft werden?
Mit der unwiderruflichen Stilllegung der CO2-Zertifikate wird sichergestellt, dass die für klimaneutrale Aktivitäten verwendeten CO2-Zertifikate nicht weiterverkauft, sondern dem CO2 Markt auf Dauer entzogen werden. Die Glaubwürdigkeit klimaneutraler Aktivitäten ist wesentlich von diesem Prozess abhängig. Deshalb hat unser Partner First Climate einen transparenten Stilllegungsprozess definiert, der durch unabhängige Dritte verifiziert wird. First Climate kauft Emissionsminderungsgutschriften aus einem gewählten Emissionsminderungsprojekt und lässt sie entweder intern von einem beauftragten Treuhänder oder extern durch bestehende Register stilllegen. Der Ankauf und die Stillegung der Zertifikate in den erforderlichen Mengen wird regelmäßig durch den TÜV Nord überprüft.
Ist Erdgas nicht ohnehin schon ein sehr umweltfreundlicher Energieträger?
Ja, das ist richtig. Erdgas ist ein sehr klimafreundlicher Brennstoff. Bei der Verbrennung von Erdgas wird durch den geringeren Kohlestoffanteil weniger CO2 ausgestoßen als bei Kohle, Heizöl oder Flüssiggas. Dank der neuen Option "KlimaPlus" wird die vollständige Neutralisierung der CO2 Emissionen gewährleistet.
Hat Mainova auch ein klimaneutrales Stromangebot?
Mainova bietet Ihnen mit Novanatur ein besonders ökologisches Stromprodukt an.
Der Strom wird dabei in zwei Wasserkraftwerken am Main erzeugt - ohne Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids. Mit novanatur wird Ihr Strom also bereits kohlendioxidneutral erzeugt. In "konventionellen Kohlekraftwerken" werden im deutschlandweiten Durchschnitt pro kWh Strom 514 g, bei Mainova nur 500g, CO2 freigesetzt. Bei einem Verbrauch von 2000 kWh Strom Naturstrom ersparen Sie der Umwelt somit mehr als eine Tonne Kohlendioxid pro Jahr.
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